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    „Chance für Wiedergutmachung“

    Bei der Übernahme der Edison-Anteile an Vinschger Kraftwerken der Seledison sollten laut Sepp Noggler auch die Gemeinden verhältnismäßig beteiligt werden.

    „Das Land holte sich am Reschen-Stausee die Butter vom Brot“, erinnert der Landtagsabgeordnete Sepp Noggler an die Anfänge des Vinschger Stromkriegs rund um die Wasserkraftwerke im Vinschgau. In den 60er-Jahren sei zwar „der Staat beim Kraftwerksbau mit einer Präpotenz über die Bevölkerung drübergefahren“.

    Doch der Umstand, dass damals just das Land bei der Heimholung der Energie der Vinschger Bevölkerung „nur ein paar Brosamen von der Tischkante zuwerfen wollte, und dafür auch noch Applaus erwartete“, sei in Wahrheit das unrühmlichste Spektakel im politischen Aspekt der Südtiroler Energiegeschichte. Das Land habe „quasi Staat gespielt und die Geschichte hat sich für die Vinschger wiederholt“.

    Nun verabschiedet sich die Edison aus Südtirol: „Das Land hätte schon damals die Edison in die Wüste schicken sollen.“ Deshalb sollte es nun zur „Wiedergutmachung für das Unrecht, das die Bevölkerung erlitten hat,“ kommen, und zwar indem das Edison-Aktien-Paket auf alle Südtiroler Aktionäre aufgeteilt wird, also auch auf die Gemeinden.

    Mit der (anscheinend) geplanten Übernahme der Edison-Anteile an den Vinschger Kraftwerken eröffne sich also die Gelegenheit „das Unrecht um ein weiteres Stück wieder gut zu machen“. Und eine Gelegenheit für die jetzige Landesregierung, „die Fehler der Vorgänger zu vermeiden.“ Insofern müssten die Gemeinden zumindest im selben Verhältnis an den Edison-Aktien beteiligt werden, „wie das aktuelle Gleichgewicht zwischen Land und Gemeinden in der Seledison jetzt ist. “ Also sollte das 42%-Paket der Edison nicht alleine an die SEL gehen.

    Derzeit halten die Aktien an der Seledison: Edison mit 42%, SEL mit 27%, Selfin mit 15%, Etschwerke mit 8% und Vinschger Gemeinden mit 8%. Die Seledison betreibt die Wasserkraftwerke in Glurns und Kastelbell.

    Sepp Noggler hat bereits eine Landtagsanfrage eingereicht, um in Erfahrung zu bringen, welche Richtung die Landesregierung gehen wird, falls es tatsächlich zur „Operation Edison“ kommen sollte.

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