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Kostet das Kloster zu viel?

Weil sie hinter den Bauvorhaben des Klosters Marienberg „ein zweites Limburg“ vermuten, haben mehrere Vinschger Bauern anonyme Briefe an Südtirols Redaktionen verfasst. Ist an den Vorwürfen etwas dran?

Von Anton Rainer

„Sehr geehrte Redakteure! Die folgenden Informationen, die wir Ihnen übermitteln, könnten Sie vielleicht für Ihre Zeitung interessieren.“ Mit diesen Worten beginnt ein zweiseitiges anonymes Schreiben, mit dem „eine Gruppe von Bauern von Mals und Burgeis“ Stimmung gegen die Bauvorhaben des Klosters Marienberg machen will.

Die Vorwürfe des sprachlich aggressiv formulierten Briefs: Ein wildes Sammelsurium aus untergriffigen Behauptungen und Schimpftiraden gegen einen „größenwahnsinnigen Deutschen, der sich mit seinem Bauwahn ein Denkmal setzen will.“ Gemeint ist Markus Spanier, seit 2011 ist der Rheinländer Abt des Klosters Marienberg in Mals.

Er sagt: „Diese Vorwürfe haben wohl eher mit Neid zu tun.“

Ein Neid der mitunter sogar Auswirkungen auf den exakten Umgang mit Zahlen haben kann? Mehr als 50 Millionen Euro hätte das Kloster dank seiner größenwahnsinnigen Führung in den vergangenen Jahren verbraten, so die anonymen Schreiberlinge.

In Wirklichkeit liegen die Kosten wohl deutlich darunter: Rund zweieinhalb Millionen Euro investierte Abt Markus in den vergangenen drei Jahren in das restaurationsbedürftige Kloster, noch einmal soviel soll in noch geplante und laufende Bauvorhaben fließen.

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