Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » Frisches Geld für die Genies

    Frisches Geld für die Genies

    Frisches Geld für die Genies

    Die Landesregierung wird heute wohl eine weitere Million Euro für die Hochqualifizierten-Förderung bereitstellen. Das Land übernimmt die Hälfte der Personalkosten für neu eingestellte, hochqualifizierte Mitarbeiter.

    von Heinrich Schwarz

    Vor einem Jahr hat die Landesregierung beschlossen, Unternehmen zu fördern, die hochqualifizierte Mitarbeiter für die Bereiche Forschung, Innovation und Entwicklung einstellen. Das Land übernimmt dabei für maximal zwei Jahre die Hälfte der Personalkosten. Ein Budget von 1,6 Millionen Euro wurde bereitgestellt.

    Seit Oktober 2014 können die Gesuche für die Hochqualifizierten-Förderung eingereicht werden – und schon im Frühjahr war die Grenze von 1,6 Millionen Euro erreicht. Insgesamt 30 Arbeitsplätze für Hochqualifizierte wurden geschaffen.

    Dass die Nachfrage enorm hoch ist, zeigt die Tatsache, dass im Amt für Innovation bereits weitere 20 Anträge um Förderung aufliegen.

    Diese dürften zur Freude der Unternehmer schon bald behandelt werden. Denn die Landesregierung wird auf ihrer heutigen Sitzung weiteres Geld zur Verfügung stellen – und zwar eine Million Euro.

    DEN KOMPLETTEN ARTIKEL MIT INFOS ÜBER DIE ZUGANGSKRITERIEN UND DIE DETAILS ÜBER DIE GESCHAFFENEN ARBEITSPLÄTZE LESEN SIE IN DER DIENSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

    Clip to Evernote

    Kommentare (11)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Hubert

      Solche Leute, die für Betriebe mehr als interessant sind, werden zur Hälfte bezahlt?
      Ich denke, da wäre es schon wichtiger, Betriebe zu finanzieren, die weniger produktive Mitarbeiter einstellen. Mir scheint, da geht wieder etwas genau in die gegenteilige Richtung.

      • roadrunner

        Das ist wohl nicht dein Ernst ?

        • oje

          1) Über die Wichtigkeit von Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes brauchen wir hoffentlich gar nicht erst diskutieren. Das ist unbestritten.
          2) Südtirol schneidet in den Vergleichen, was die Innovation in den Betrieben betrifft, schlecht ab und ist auch weit unter den EU-weiten Zielen.
          3) Einer der Hauptgründe, warum Südtirol in diesen Statistiken schlecht abschneidet, ist der, dass es im Land an hochqualifiziertem Personal fehlt, das im Bereich Forschung und Entwicklung arbeitet. Das ist ein Punkt in den Statistiken, in dem wir sehr schlecht dastehen.
          4) Hochqualifiziertes Personal ist aber auch sehr teuer – und es fehlt in vielen Unternehmen auch das Bewusstsein, dass sich so eine Investition lohnt.
          5) Wie kann man also Südtiroler Unternehmen dazu bringen, in hochqualifiziertes Personal zu investieren um damit direkt die Innovationstätigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens selbst und indirekt auch die gesamte heimische Wirtschaft zu stärken? Richtig, durch eine Anstoß-Finanzierung.

          Aus meiner Sicht eine super Initiative die genau in die richtige Richtung geht.

          • Andreas

            Keine Ahnung ob Du das Beitragssystem und den Mißbrauch in Südtirol etwas kennst.
            Solche „Anschübe“ laden geradezu dazu ein, sich ein paar Euros vom Land zu holen.
            Wenn ein Unternehmen die Notwendigkeit hat ein „Genie“, was immer damit gemeint ist, einzustellen, macht es dies trotzdem, ich glaube kaum dass die paar Euro, welche sie dazubekommen, ausschlaggebend sind.

            Sehe es eher als gut gemeint aber schlecht gemacht.

            • oje

              Die „paar Euros“ sind hingegen sehr wohl häufig entscheidend. Besonders aufgrund der Krise sind viele Unternehmen sehr vorsichtig, was das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen betrifft, insbesondere in Bereichen, bei denen der Nutzen kurzfristig nicht erkennbar ist (wohl aber natürlich mittel- bis langfristig), sprich nicht unmittelbar zu besseren Finanzzahlen führt, wie es eben der Bereich Innovation ist.

              Ich kenne das Beitragswesen sogar sehr gut, ich habe auch diese Ausschreibung genau durchgelesen und ich sehe das ganze sogar als sehr gut gemacht. Es gibt eine klare Definition, wer als hochqualifiziert gilt. Es muss sich um einen neuen Arbeitsplatz handeln – also um Aufstockung des Personals. Die Person muss im Bereich Forschung, Entwicklung und Innovation eingesetzt werden.
              Kennst du die Initiative auch im Detail? Dann bitte konkrete Punkte, die dir daran nicht gefallen.
              Natürlich kann es immer „Schlaue“ geben, die eine Förderung missbrauchen. Aber dann dürfte man überhaupt keine Förderungen mehr vergeben, weil solche gibt es überall (oder soll man z.B. das Arbeitslosengeld abschaffen, nur weil manche das missbrauchen).

            • Andreas

              Ich kenne diese Förderung nur von den paar Artikeln in den Medien, genaueres weiß ich nicht.
              Grundsätzlich bin ich für Förderungen, doch wenn ich mir z.B. ein paar Betriebe im TIS ansehe, frag ich mich schon, ob dies Sinn der Sache ist bzw. war.

              Im Schnitt sind es bei 30 Förderungen ca. 53.000 Euro je Person, was kaum ein Jahresgehalt des Genies sein wird.
              Für große Unternehmen ein Tropfen auf dem heißen Stein und bei kleineren etwas wenig um recht große Forschung und Entwicklung zu betreiben.

              Ich laß mich gerne eines Besseren belehren, dass die Gelder sinnvoll eingesetzt wurden, kennst Du zufällig Betriebe, welche sie erhalten haben?

              Kennst Du Dich bei den Fördergelder für Beratung etwas aus, wenn ja, verstehst vielleicht meine Bedenken.

    • christian waschgler

      Ein „Genie“ müsste eigentlich von seiner Genialität leben können ohne finanzielle Förderung oder ist hier die Genialität des Wahnsinns gemeint ?

    • Speik

      Super Initiative!
      Ich hätte gleich noch ein paar ergänzende Vorschläge dazu:

      – Die Kastelruther Spatzen – hochqualifiziert in ihrem Bereich – gehören unbedingt gefördert;
      – Firmen die ihre Firmenautos von FIAT auf Ferrari umstellen, müssen selbstverständlich auch unterstützt werden;
      – Anstatt einer Speckplatte möchte ich heute Abend doch lieber Kaviar essen. Wo kann ich das Antragsformular für einen Beitrag herunterladen?

      Dann muss sich mein geniales Hirn ausruhen. Morgen verlängere ich meine Liste…

    • Unternehmer

      Gebe oje recht, die Unternehmer brauchen oftmals einen Anfangsschub, mehr sollen die 50 % für 2 Jahre auch nicht sein, danach muss der Betrieb die vollen 100 % selbst zahlen. Er kann den Mitarbeite auch nicht entlassen, da es sich um unbefristete Aufträge handelt. Auch muss semestral ein Bericht über die Tätigkeit abgegeben werden. Das mittlere Gehalt liegt bei 106.000 Brutto (@Andreas), denke damit bekommt man doch auch gute Leute aus dem Ausland. Somit insgesamt eine tolle Initiative, welche nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe steigert.

    • Stephan Mair

      Woher kommen die „Genies“?
      Wenn ich mir das Schulsystem so anschaue, dann haben heute nur besser Betuchte die Chance auf ein gute Ausbildung.
      Natürlich gibt es Ausnahmen, Geschichten von „Genies“ aus armen Hause usw. aber wie viele solche gibt es und wie viele sind aber im Gegensatz aus „gutem“ Hause?
      Wieso müssen wir Reiche durch Umverteilung von unten nach oben noch Reicher machen?
      Wieso müssen wir diejenigen die sowieso schon bevor teilt sind noch mehr bevor teilen?
      Die Firmen können ihre Ausgaben für die „Genies“ sowieso schon zu einem guten Teil als Spesen abschreiben.
      Da stimmt doch was nicht, oder?

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen