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    „Kein Sieg der Bürgermeister“

    „Kein Sieg der Bürgermeister“

    Ulrike Oberhammer will die Entscheidung der Hauptversammlung in Sachen Frauenquote abwarten. Mit einer Änderung des Gesetzes rechnet die Präsidentin für Chancengleichheit nicht.

    Tageszeitung: Frau Oberhammer, in den Gemeinden Kurtinig und Glurns wurde die Frauenquote ausgesetzt. Was sagen Sie dazu?

    Ulrike Oberhammer: Wir als Chancenbeirat und auch die Gleichstellungsrätin unterstützen die Landesregierung in dieser Frage und waren eigentlich von Beginn an mit dieser Aussetzung einverstanden, weil wir eine definitive Entscheidung möchten, wie das Gesetz anzuwenden ist. Es geht hier aber nicht nur um die Gemeinden von Kurtinig und Glurns, sondern um eine Entscheidung für Südtirol und deswegen ist dies kein Sieg der Bürgermeister. Wir waren mit dieser Aussetzung einverstanden, um die operativen Handlungen der Gemeinde nicht einzuschränken. Bei der Hauptversammlung im November werden wir sehen, wie das Gesetz anzuwenden ist.

    Der Bürgermeister hat angemerkt, dass man dieses Gesetz noch vor der Hauptversammlung abändern will…

    Es kann nicht sein, dass nachträglich ein Gesetz abgeändert wird, um etwas richtigzustellen, was dem Bürgermeister nicht genehm ist. Das Gericht wird entscheiden, wie die Frauenquote zu interpretieren ist.

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    Kommentare (41)

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    • Hubert

      mein Gott, was haben wir da alles in der Politik?

    • brutus

      Frauenquote… der größte Schwachsinn im Wahlsystem!
      Wenn die Frauen nicht Frauen wählen wollen, warum dann mit allen Mitteln trotzdem versuchen wollen Posten mit ihnen zu besetzen.
      Auch hier wird der Wählerwille mit Füßen getreten.
      Die Frauen wissen ganz genau wen sie ihre Stimme geben, oder etwa nicht, Frau Oberhammer?

    • Gunti

      Gute willige und starke Leute brauchen wir in unsere Politik ob Frauen oder Männer, das ist ja völlig egal. Die Frauenquote ist einfach nicht das richtige Konzept, das hat man nun gesehen und verstanden.

    • Andreas

      Wir brauchen dringest eine Quote für männliche Stehpinkler.
      Es ist eine Frechheit wie diese diskriminiert werden und keine Lobby haben.
      Es darf nicht sein, dass diese von unserer modernen Gesellschaft an den Rand gedrängt werden und sich niemand um sie kümmert.
      Das Land sollte sofort eine Amt mit Direktor, Vizedirektor, linke Hand des Direktors, rechte Hand des Direktors, rechte Hand der linken Hand des Direktors, usw. einrichten.

      • Puschtra

        Stimmt genau, das ist sehr wichtig. Aber auch Frauen haben das Recht im Stehen zu pinkeln oder etwa nicht?
        Aber warum heißen diese Bürgermeister nicht Bürgerinnenmeister? Oder Meisterbürgerinnen? Und warum heißt die Etsch nicht der Etsch und der Eisack nicht die Eisack? Und wieso gibt es die Frau und nicht der Frau? Oder besser die Mann und der Männin?
        Fragen über Fragen, wir müssen die klügsten Köpfe im Land zu einem Konvent versammeln um wenigstens in hundert Jahren eine Antwort zu finden. Denn die deutsche Sprache ist eine diskriminierende Sprache und gehört dringend abgeschafft!

        • Gynne

          Frauen hätten auch das Recht ,Maurerinnen zu werden ,oder Metzgerinnen,oder Tischlerinnen,oder Fliesenlegerinnen ,oder Verputzerinnen ,oder Bodenlegerinnen,oder Unterbödenabzieherinnen u.v.m. Ach so, das ist ja eine zu schwere Arbeit für eine Frau ,lassen wir doch die drecksarbeiten die Männer machen und Frauen schicken wir in schöne Büros mit Schminktisch und Klimaanlage .GEL !!!! Frau Oberhammer.

    • Milena

      Woher kommt die weit verbreitete Frauenfeindlichkeit bei den Männern? Hier ein Beispiel:
      »Mulier tacet in ecclesia«
      Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden. Sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz es fordert. Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen, denn es gehört sich nicht für eine Frau, vor der Gemeinde zu reden. 1 Kor. 14, 33-35
      Kurzum: die biblische Botschaft (von Paulus) an die katholischen Frauen: Schnauze!

      • Flötzinger

        Recht hat er der Paulus. Es gibt zwar viele intelligente Frauen, die können gerne mitreden, aber auch einen Haufen inkompetenter Weiber (verzeiht mit diesen biblischen Ausdruck), die alles ins Blaue hinein zerquatschen müssen und wenn es ums anpacken geht, keinen Streich rühren. Da hat sich in den Jahrtausenden nichts geändert.

    • Eccelsa

      Wenn die Frauen endlich aufwachen und sich bewusst werden, welche Hauptrolle für sie Mutter Natur auf dieser Welt eigentlich vorgesehen hat, dann muss die unnatürliche immer noch aktuelle und präpotente Dominanz der Männerschaft unweigerlich fallen. Ein Befreiungssong muss komponiert werden, vielleicht mit einem Arbeitstitel in der Art: Maria zu lieben war Josef zu dumm!

    • Lucrezia

      “Die Frau muss das Haupt verhüllen, weil sie nicht das Ebenbild Gottes ist.” Kirchenlehrer Ambrosius (333-397) in der moraltheologischen Schrift „De officiis clericorum“.
      Ist immer noch aktuell, auch bei uns durften die Frauen – bis vor kurzem noch – nicht ohne Kopfbedeckung in die Kirche. Kann ich mich noch erinnern.

    • Gloria

      Die Frau in der Politik gefragt, weil sie mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. Frauen sind immer noch unterrepräsentiert. Sie begnügen sich leider immer noch mit einer untergeordneten Rolle zu Diensten des Mannes. Das muss genau umgekehrt werden, dann stimmt die Richtung. Nur die Frau kann Leben erzeugen, der Mann ist Zulieferer. Und da gibt es inzwischen für ihn auch Konkurrenz.

    • ander

      die isch wirklich der gròsste Hammer, ausserdem brauchen wir keine politiker und alle diese SCHMAROZER, Kapitoo!

    • Klaus

      Ich sehe in einer anderen Gemeinde, wo diese Quote zwangsweise berücksichtigt wurde , dass weder die Referentinnen selbst noch der Bürgermeister noch die Bürger glücklich und mit der Situation unzufrieden sind. Für alle ist es nur eine Qual. Da die Damen nur zur Erfüllung der Frauenquote auf der Kandidaturliste waren und jetzt zwangsweise in den Ausschuss mussten, obwohl sie von der Materie keinen Blasen Schimmer haben und mit den Aufgaben mehr als maßlos überfordert sind. Finde diese Frauenquote einfach absurd. Wer Politik machen will und die Fähigkeiten dazu hat, soll es machen, egal ob Frau oder Mann, denn eine Zwangsquote bringt niemanden nichts und schon gar nicht den Steuerzahlern. Wer hat nur diese absurde Idee gehabt diese Quote einzuführen.

    • Luis

      Die Quoten vermiesen den fähigen Frauen Chancen. Was ist eingetreten? Viele wählen keine Frauen mehr, weil mit den Quoten unfähige Frauen viel „Blödsinn“ anstellen konnten. Die machen sich in einer Demokratie selbst lächerlich.

    • Inge

      Wo gibt es noch solche Quoten? Scheint eine Südtiroler Krankheit zu sein. Wo haben diese Menschen Demokratie gelernt, wenn Quoten und nicht Wähler über Mandate entscheiden?

    • Erwin

      Wer Quoten einführt, darf nicht von Chancengleichheit sprechen. Das ist pervers!

    • Bernhardl

      Wurde das Quoten „Gesetz“ jemals vom Verfassungsgerichtshof bestätigt?

    • lieselotte

      Wenn Männer Kinder bekämen, wäre die Abtreibung längst ein Sakrament.
      (Lore Lorentz, dt. Kabarettistin, 1920-1994)

    • Kassandra

      @Lucrezia
      Ihre Kritik ist wirklich immer noch aktuell. Die Gesinnung der vielen Kopftuchträgerinnen, die man sieht stammt echt aus dem Mittelalter. Mit Kirche hat diese zwar nichts gemein, aber die dahinter stehende „Ansage“ ist jetzt wirklich ein Fall für die Frauenrechtlerinnen: Wer Haare, manchmal auch Teile des Gesichts Arme und Beine nicht verdeckt, bzw. diese den Blicken von Männern aussetzt ist keine ehrenwerte Frau, sondern eine Hure. Besagte Körperteile darf nur der Ehemann zu Gesicht bekommen. Jetzt habe ich doch glatt geglaubt wir hätten Selbstbestimmtheit und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft. Aber weit gefehlt. Liebe Frauenrechtlerinnen, da gibt´s zu tun. Also anpacken.

    • Kassandra

      @Milena
      „Schnauze“, heißt es für viele Frauen immer noch, aber nicht irgendwo, da reicht ein Blick auf unsere Parallelgesellschaften, die mitten unter uns die gesetzlich verankerten Frauenrechte einfach ignorieren.

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