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    Der Rausschmiss

    Der Rausschmiss

    Hat der ASGB zwei hochrangige Fachsekretäre unfreiwillig hinausgeschmissen? Die Hintergründe eines bizarren Streits – der in einem Betrieb wohl für Gewerkschafterproteste sorgen würde.

    Von Anton Rainer

    Noch finden Karl Heiss und Reinhard Innerhofer Platz auf der offiziellen Internetpräsenz des Autonomen Südtiroler Gewerkschaftsbunds (ASGB). Als Fachsekretäre stehen sie, samt Email-Adresse und Handynummer, auf der Webseite des Bereichs Gebietskörperschaften. So sind sie für „ihre“ Mitglieder stets erreichbar – nur umgekehrt ist die Sache etwas komplizierter.

    Seit dem 21. Juli, als den Funktionären in „knappen Worten“ mitgeteilt wurde, dass sie nach mehr als 10-jähriger Gewerkschafts-Arbeit in ihren Betrieb zurückkehren müssen, verwehrt ihnen der ASGB den Zugang zu ihrer Mitgliederkartei.

    Dabei gäbe es durchaus einiges zu besprechen: Bereits seit eineinhalb Jahren schwelt zwischen der ASGB-Führung und ihren Funktionären Karl Heiss (Fachsekretär) und Reinhard Innerhofer (Obmann der ASGB-Gebietskörperschaften) ein langwieriger persönlicher Konflikt.

    Tony Tschenett

    Tony Tschenett

    „Die beiden Herren“, wie sie der Vorsitzende Tony Tschenett seither fast verächtlich nennt, „sollten gefälligst die Courage haben, die ganze Wahrheit zu sagen.“

    Die ganze Wahrheit? Zumindest auf einen gemeinsamen Nenner lassen sich die Versionen über den unfreiwilligen Rausschmiss bringen: Ab dem 31. August werden Karl Heiss und Reinhard Innerhofer nicht mehr für den ASGB tätig sein. Das Wann wäre geklärt, komplizierter sind da schon das Wie und das Wieso.

    Bereits seit eineinhalb Jahren, so behaupten die beiden Funktionäre, hätten Tony Tschnett und der Leitungsausschuss „in gezielter Absicht“ und fortwährend „Misstrauen, Schikane und Druckausübung“ an den Tag gelegt.

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    Kommentare (10)

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    • Hubert

      es ist halt so: wo es Leute gibt, tut’s „menschelen“. Das ist nicht nur in anderen Betrieben so, das macht auch in Gewerkschaften nicht halt. Wäre allerdings schon neugierig, wie die Gewerkschaften reagieren würden auf ähnliche Fälle in der Privatwirtschaft.

    • Klaus

      Herr Tschenett. Bin enttäuscht, so ein kindisches Verhalten an den Tag zu legen. Sie müssen schon Klarheit sprechen. MOBBING IM ASGB!!!!!So was darf nicht passieren. Ihr seit für die Mitglieder hier, die euch finanzieren und ihr habt die Arbeit für diese gut zu leisten und basta. Eure persönlichen Differenzen könnten ihr im Wald mit Pfeil und Bogen austragen, aber nicht auf dem Rücken der Mitglieder. Das beste ist Herr Tachenett der ganze Leitungsausschuss einschließlich sie machen ab 31.08.2015 eine Fliege. Es braucht ERNEUERUNG durch reife Leute. Also alle raus !!!!!

    • Lex

      Man wird zwei Nachfolger mit dem richtigen Parteikartl finden

    • maffi

      Wenn man beade Seiten kennt, donn wor de Aktion schun überfällig. Viel zu Long hot di ASGB-Führung do zuagschaugt! Wor zum schamen

    • sonja

      Die zwei Betroffenen können sich ja an ihre Gewerkschaft wenden!!! Sicher können diese etwas für sie herausschlagen, denn heutzutage funktioniert das immer ………..der Esel ist immer der Arbeitgeber!

    • Rubens

      Eine etnische Arbeitervertretung, d.h. nur für Arbeiter einer gewissen Sprachgruppe, ist – gelinde gesagt – eine Unverschämtheit, eine geistig-provinzielle Ghettobildung, ein kultureller Käfig.

    • Krankenschwester

      …ach der Innerhofer war halt auch nur mediengeil….

    • Herrgott

      Der Tschenett soll sofort abmarschieren, aber dalli!!!

    • Helmuth

      Solche Geschichten sind nicht neu. Solche Rausschmisse gab und gibt es im „demokratischen Südtirol“ (gar nicht zu sprechen von Italien) immer wieder, auch wenn alles vertuscht wird. Aber kleine Sorge, diese Herren Gewerkschafter werden dann von anderen Vereinen und Gegnern wieder angestellt. So geschehen vor einigen Jahren bei der CGIL in Bozen, wo eine Funktionärin einen hohen Betrag Geld zweckentfremdet hat. Alles wurde natürlich verheimlicht und verborgen. Das scheint bei den Rot-Grünen-Seilschaften überhaupt Mode zu sein. Diese „revolutionäre Gewerkschafterin“ wurde dann mit offenen Armen von dem heutigen SVP Stadtobmann, L. Abg. Dieter Steger, freigestellter HDS-Direktor beim Kaufleuteverband (dort sitzt und kassiert auch sein Busenfreund Ex-LR Werner Frick weiterhin) aufgenommen. Dort kann die Ex-Handelsgewerkschafterin der roten CGIL jetzt die Wanderhändler vertreten. Wie man sieht Schlagzeilen produziert nur die deutsche ASGB Gewerkschaft und ihr sympathische Chef.

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