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Falsche Euphorie

Falsche Euphorie

Südtirol wird wieder einmal als superreich dargestellt. Laut einer aktuellen Studie sind wir eine von nur drei Provinzen, in denen die Einkommen gestiegen sind. Was man nicht erwähnt: Die Inflation in Südtirol ist so hoch, dass wir uns weit weniger leisten können.

von Heinrich Schwarz

Das Land Südtirol gehört in italienischen Vergleichs-Studien immer wieder zu den Spitzenreitern. So ist es auch bei einer in dieser Woche veröffentlichten Studie der Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“.

Anhand der Steuererklärungen der Jahre 2008 bis 2013 – also den Jahren rund um die Wirtschaftskrise – wurde die Entwicklung der durchschnittlichen Bruttoeinkommen in den italienischen Provinzen analysiert.

Das Ergebnis: In fast allen Provinzen sind die Einkommen gesunken – nationalweit im Durchschnitt um 3,27 Prozent. Nur drei Provinzen können sich laut Studie glücklich schätzen: In Belluno, L’Aquila und Südtirol ist das Durchschnittseinkommen gestiegen.

Südtirol lässt mit einer Zunahme von 1,45 Prozent innerhalb von fünf Jahren aufhorchen. Entsprechend groß war in diesen Tagen die Euphorie der Medien.

Diese Euphorie muss aber etwas eingedämmt werden. Denn die Studie berücksichtigt ein zentrales Element nicht: Die Inflationsrate. Diese ist in Südtirol bekanntermaßen höher als im restlichen Italien.

ALLE DETAILS UND WEITERE KRITIKPUNKTE AN DER STUDIE LESEN SIE IN DER DONNERSTAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG.

Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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