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    Tierkadaver auf der Alm

    Tierkadaver auf der Alm

    Seit zwei Wochen liegt auf der Villanderer Alm in der Nähe des Totensees ein verendetes Rind. Die Aufregung: Der Tierkadaver befindet sich nahe einer Wasserschutzzone.

    Der Geruch, den der Tierkadaver verursacht, ist fürchterlich: „Es dreht sich einem fast der Magen um und es wimmelt nur so von Maden“, schildert ein Wanderer.

    Schon seit zwei Wochen liegt auf der Villanderer Alm in der Nähe des Totensees ein verendetes Rind.

    Die Aufregung: Nur 150 Meter Luftlinie oberhalb dieses Ortes befindet sich die Schutzzone einer Wasserquelle, wo das Gemeindewasser eingeleitet wird. Eine Verunreinigung des Trinkwassers wird befürchtet.

    Mittlerweile wurde festgestellt: Das Tier gehört einem Rittner Bauern. Es dürfte dem Besitzer entlaufen sein. Der Gemeindereferent Konrad Senn beruhigt: „Wir haben das Wasser bereits ausgekehrt.“

    Er betont: „Wir haben sofort interveniert, sobald wir davon erfahren haben. Und wenn so manche Mitbürger zuerst die zuständigen Personen anstatt der Presse verständigen würden, dann wäre oft mehr getan. Denn die Presse wird das Tier wohl nicht entsorgen.“

    Für den Abtransport des Tierkadavers seinen mittlerweile alle notwendigen Maßnahmen getroffen worden: „Wir haben alle zuständigen Stellen verständigt. Ich hoffe, dass das Tier bereits abtransportiert wurde.“

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    Kommentare (14)

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    • bernhart

      Der Zuständige Gemeindereferent hat sich Recht mit seinen Aussagen, zur presse zulaufen ist keine Lösung , es verschlimmert alles noch mehr, da man ja weiß, daß die Presse meist übertreibt,aus 3 Tagen wird 14 Tag und soweiter. Es ist ganz normal, daß in den Bergen Vieh verendet, das war schon früher so,damals wurden sie noch eingegraben und alle haben überlebt.

    • Murks

      Wenn vermehrt Wölfe, Bären, … angesiedelt werden, dürfen sich die Bürger nicht wundern wenn es in Zukunft immer mehr Kadaver geben wird.

    • Hubert

      und schon wieder stört etwas den Wanderer und andere mehr, als den Bauern, der den Schaden hat.
      Immer schon hat es solche Fälle gegeben – beim Weidevieh wie beim Wild. Normalerweise haben die Kolkraben und die Füchse in kürzester Zeit aufgeräumt und die Sache war gegessen.
      Aber seitdem JEDER glaubt, dass er sich mit solchen Meldungen wichtig machen kann, haben wir eine Situation, dass Naturschützer und solche, die sich dafür halten meinen, die Natur würde nicht damit fertig werden. Man ordert einen Hubschrauber in den meisten Fällen und macht damit auch wieder Schäden an der Natur. Wie weit will der Mensch gehen?

    • SteveSal

      Es ist wichtig, die Kadaver auf den Almen liegen zu lassen, damit die Geier etwas zu fressen haben. Auch das Sterben von großen Tieren ist ein natürlicher Vorgang Die Geierbestände im alpinen Raum sind daher gefährdet, dass man ihnen das Futter aus Hygienegründen wegräumt.

      In Tibet wurden die Toten zuhackt und an die Geier verfüttert. Da inzwischen in Südtirol sehr viele Verehrer des Dalai Lama sind, wäre doch hier ein Weg den Artenschutz zu unterstützen. Also nach der See- und Baumbestattung auch die Luftbestattung.

      • bergbauer

        @stevesal…hab noch nie so einen Blödsinn gelesen

        • SteveSal

          Was der Bergbauer nicht kennt ….

          vgl: https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%A4nsegeier
          „Bestand und Gefährdung

          Der europäische Bestand wurde um das Jahr 2004 auf 23.800–24.100 Brutpaare geschätzt, der Großteil davon lebt in Spanien mit allein etwa 22.500 Paaren. Mehr als 100 Brutpaare gibt es in Ländern Europas ansonsten nur noch in Frankreich (etwa 640 Brutpaare), Portugal (415–422) und Griechenland (170–190).[21] Zum asiatischen Bestand gibt es keine gesicherten Zahlen, der Weltbestand wurde 2008 von Birdlife International grob mit etwa 100.000 Paaren veranschlagt.[22]

          Bestand und Verbreitung in Europa waren in historischer Zeit weit größer, das Verbreitungsgebiet reichte auch viel weiter nach Norden. Für Baden-Württemberg ist ein Brutvorkommen im Mittelalter oder in der frühen Neuzeit auf der Schwäbischen Alb belegt, vermutlich war die Art in Deutschland damals aber viel weiter verbreitet.[23] Noch Anfang des 20. Jahrhunderts brütete die Art im Massif Central, in der Vojvodina, in Moldawien, der westlichen Ukraine und Südost-Polen und war in Rumänien und Bulgarien ein verbreiteter Brutvogel.[24] Außer in Bulgarien (29 Paare im Jahr 2002) war die Art bis Ende der 1960er Jahre dort überall verschwunden. Als Hauptursache für die Arealschrumpfung im Norden des Verbreitungsgebietes seit dem Mittelalter gilt neben verbesserter Weidehygiene auch eine Klimaverschlechterung. Ab Ende des 19. Jahrhunderts war der Bestandsrückgang zumindest in Südosteuropa aber vor allem auf die flächendeckende Bekämpfung des Wolfs mit Giftködern zurückzuführen. Giftköder stellen bis heute die größte Gefährdung auch der Restbestände in Süd- und Südosteuropa dar. So starben auf Zypern von 51 tot gefundenen Gänsegeiern 80 % durch Pestizidvergiftungen, davon allein 36 im Jahr 1996. Im darauf folgenden Jahr halbierte sich daraufhin die Zahl der Brutpaare von 16 auf 8 und blieb seitdem praktisch unverändert.[25]“

          https://de.wikipedia.org/wiki/Himmelsbestattung
          „Die Himmelsbestattung ist bis heute in Tibet am meisten verbreitet. Der Leichnam wird einige Tage im Haus weiter symbolisch mit Essen versorgt. In dieser Zeit von drei bis fünf Tagen wird dem Toten von einem Lama aus dem Tibetischen Buch der Toten vorgelesen, um die Seele des Toten zum Verlassen des Körpers zu bewegen. Am Tag der Bestattung wird der Leichnam nach einer letzten Beschwörung des Lamas noch vor Sonnenaufgang zum Bestattungsplatz gebracht. Dort wird der Körper von den Leichenbestattern, den Ragyapas, zerteilt und den – zuvor angelockten – Geiern zum Fressen überlassen. Diese tragen nach tibetischer Vorstellung den Verstorbenen ins Bardo, einen Zustand zwischen dem Tod und der Wiedergeburt.“

    • xy

      @ Bernhard
      kann dem beipflichten, dass auch frūher Tiere verendet sind ( wird auch in Zukunft passieren) , aber wenn ca. 150 Meter darunter eine „A“ Zone vom Wasserschutzgebiet sich befindet, dass kann vom “ vergraben“ nicht -und das hoffe ich sehr- niemals die Rede sein.
      Was wenn sich durch eine eventuelle Verunreinigung der Quelle Krankeitssymtome in der Bevölkerung auftreten wūrden???..
      Habe da leider schon zu viel gesehen, wenn vor Jahren in der Talsohle ein Tiefbrunnen geschlagen wurde, und ich damals durch Zufall in Erfahrung gebracht habe, dass da frūher eine illegale Mülldeponie war, und genau durch dies durchgebohrt wurde.
      Auch damals wurde versucht alles zu verniedlichen, ansonst hätte der damalige BM nicht in einer “ Nacht und Nebelaktion“ den ausgegrabenen Mūll in die Mülldeponie nach Mittewald bringen lasse, ohne jemand seiner Assesoren einzuweihen.
      Nur zur Information:“ Die Pumpstation ist fertig, aber bis zum heutigen Tag, wurde noch kein Tropfen von dem Ziggltrinkwasser in die Trinkwasserbehälter hochgepumpt.(Gottseidank)
      Warum Presse?? Möchte nicht , wenn jetzt auch anderer BM , dass sich dies Sache wiederholt, da ich in Erfahrung gebracht habe, dass einige Būrger der Gemeinde vom verendeten Tier gewusst haben, aber nicht unternommen haben. Es wurde eher verniedlicht, und das darf bei Trinkwasser einfach nicht passieren, denn da handelt es sich um ein Lebensmittel, was auch von der ganzen Bevölkerung gebraucht wird.

    • Yannis

      @Hubert, SteveSal,

      kann eure Aussage nur unterstützen ! Seit der Wichtigtuer „Mensch“ alles in seinen Interesse regelt geht’s mit manchen Wildtierarten in Riesenschritten dem Ende entgegen.

    • xy

      Dazu noch ein altes Sprichwort:“ wer einmal lūgt, dem glaubt man nicht, auch wenn er diesmal die Wahrheit spricht“.

    • michl

      Ein guter Bauer oder Hirte zählt sei Vieh mindestens alle 3 Tage.
      Die 2 Wochen zeigen nur seine Faulheit!
      Zudem sollte besser überwacht werden welche Tiere in die alm getrieben werden.Anscheinend ist auch so mancher Tierartzt blind!
      Denn normalerweise muß es zuvor begutachtet werden um den Freischein zu erhalten.
      Die Krähen entorgen meisens den Kadaver,aber das Nahrungsangebot scheint zu viel zu sein.So ein Tier kann eine ganzen Bach versäuchen und es werden Krankheiten gezüchtet die dann auf das Wild übertragen werden.
      Da ist sicherlich nicht nicht übertrieben wenn sich ein Wanderer aufregt.Denn anscheinend muss erst ein Wanderer darauf aufmerksam machen.
      Es ist nicht genug nur im Tal Gift zu spritzen sonder manche verseuchen auch so manche Alm.Aber sicherlich ist für den Bauern das Murmile dran schuld!Denn die machen ja laut so manchen Bauern am meisten Schaden!

    • Peter.g

      Wo bleibt eigendlich die Jägerschaft zu diesem Thema? Ach ja was diese schiessen wird auch mitgenommen. Sowas nennen sie in ihrer Fachsprache hegen und pflegen. Welcher Jäger ist am Kadaver schon vorbeigepirscht?

    • bernhart

      Ein Tierkadaver wird von den Wildtieren, Fuchs und Vögel in einigen Tagen entsorgt,wenn es nicht in eine WASSERSCHUTZGEBIET LIEGT besteht überhaupt keine Gefahr.

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