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    Neue Organspender

    Seit Beginn der Kampagne „Spende Leben – Dona vita“ haben 335 Südtiroler mit der Abgabe der entsprechenden Willenserklärung ihre Bereitschaft für eine Organspende bekundet.

    Die Wartelisten sind lang, die Organspender sind rar – auch in Südtirol: Im vergangenen Jahr 2014 warteten 80 Südtiroler Patienten geduldig auf ein Spenderorgan, jedoch lediglich 20 Organe von Spendern aus Südtirol konnten transplantiert werden. Dabei kommt es durchaus vor, dass schwerkranke Menschen jahrelang um ein lebensrettendes Organ bangen und in der Zwischenzeit sogar versterben.

    „Seit dem Start der Informations- und Sensibilisierungskampagne ‚Spende Leben – Dona vita’ am 27. April konnten wir 335 Südtiroler von der Organspende und von der Abgabe der entsprechenden Willenserklärung in den Gesundheitssprengeln und bei der Spendervereinigung AIDO überzeugen“, zieht Gesundheitslandesrätin Martha Stocker eine positive Zwischenbilanz.

    „Ich möchte an dieser Stelle jedem einzelnen Spender dafür danken, dass er sich mit diesem sensiblen Thema und dieser sehr persönlichen Frage auseinandergesetzt und mit seiner Entscheidung einen Akt der Nächstenliebe gesetzt hat“, so die Landesrätin. Ihr Dank gelte auch all jenen – Spender- und Patientenvereinigungen, Ärzten und direkt Betroffenen – die zur positiven Zwischenbilanz der Informationskampagne beigetragen haben und in den nächsten Wochen die Sensibilisierungsarbeit unterstützen werden.

    „Unabhängig von der Kampagne und den nächsten geplanten Veranstaltungen ist die Abgabe der Willenerklärung für die Organspende jederzeit möglich“, erinnert Stocker. Anlaufstellen sind die Gesundheitssprengel des Sanitätsbetriebes, der Hausarzt, die Vereinigung AIDO oder – ausschließlich im Zuge der Ausstellung oder Erneuerung des Personalausweises – das Meldeamt der Heimatgemeinde.

    Die Informationskampagne „Spende Leben – Dona vita“ geht Ende August mit der Fortführung der Veranstaltungsreihe zu verschiedenen Aspekten der Organspende in die zweite Runde:

    Um das Thema „Leben retten dank Organspende“ geht es am Dienstag, 25. August mit Beginn um 19.30 Uhr im Foyer des Krankenhaus Bruneck. Am Dienstag, 1. September um 19.30 Uhr in der Aula Magna der Fachoberschule für Landwirtschaft in Auer steht das Thema „Starke Psyche in schwieriger Lebenslage“ auf dem Programm. Ein zusätzlicher Veranstaltungstermin zum Thema der Organspende findet am Dienstag, 15. September um 20.00 Uhr in der „Ciasa Runcher“ in Abtei statt. Jeweils mit dabei sein werden nicht nur verschiedene Fachreferenten und Ärzte, sondern auch betroffene Patienten und Vertreter verschiedener Vereinigungen und Vereine für die Spende.

     

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    Kommentare (8)

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    • Dr. Engelbert Dollfuß

      335 Südtiroler, die sich bei lebendigem Leib die Organe entnehmen lassen wollen, wenn sie im Sterben liegen. Na Mahlzeit! Aber wie sagt der Volksmund so treffend: „Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber!“

    • michl

      Respekt vor denen die spenden!Ich persönlich werde das nicht machen.War mal dabei aber mir wurde durch “ Steven Kings“ Geschichten einer Krankenschwester abgeraten. Vieleicht habe ich ja auch genau die Niere die gerade ein Obermesch braucht!

    • Frage?

      Würde man Andreas sein Hirn als Organspende verwerten können,
      für Politiker würds wohl reichen…..

      Sark….. Ende…

    • Bernhardl

      Wenn Stocker und ihr Kollege mitmischen bin ich vorsichtig und behalte die Organe.
      Gebühren, Abgaben und Steuern machen eh schon 70 Prozent des Einkommens aus.

    • nix phil

      Diese „Blutsauger“ wollen uns die Organe auch noch weg nehmen.

    • BatMan

      Hier zeigt sich die Intelligenz unserer Politiker. Sie sind nicht fähig, zwischen einem Gehirntoten (??) und einer Leiche zu unterscheiden und solche Leute wollen ein Land regieren! Auweia!!
      Diese „gescheiten“ Leute, sollten einmal Studien an einer Leiche vornehmen. Da haben sie reinen Körper, reine Organe, die tun weder etwas richtig noch falsch, sie tun gar nix, sie FUNKTIONIERER nicht mehr, weil ihnen INFORMATION fehlt, das heißt BEWUSSTHEIT, die zur FNKTION führt. Deshalb kann man mit den Organen eines TOTEN nichts mehr anfangen.

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