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    „Keine Experimente“

    „Keine Experimente“

    Mit großer Verwunderung nimmt die Umweltschutzgruppe Vinschgau den Vorschlag der Landtagsabgeordneten Sepp Noggler und Albert Wurzer zur Kenntnis, die Vinschger Bahn anstatt zu elektrifizieren, nun mit Wasserstoff zu betreiben.

    „Nachdem uns weltweit keine ähnliche Bergbahn bekannt ist, die mit Wasserstoff betrieben wird, müsste die Vinschger Bahn als Wasserstoff-Experiment herhalten“, schreibt Rudi Maurer in einer Aussendung.

    Die Umweltschutzgruppe Vinschgau rät jedoch dringend davon ab, die dringend notwendige Elektrifizierung der Bahnlinie Meran-Mals mit solch riskanten Wunschvorstellungen zu verzögern. Die elektrische Traktion mit Oberleitung gebe es seit mehr als hundert Jahren und sei immer wieder weiterentwickelt worden. Sie funktioniere mit dem geringsten Energie-Verlust und dem höchsten Wirkungsgrad, ganz anders als beim Wasserstoff mit einem relativ schlechten Wirkungsgrad

    Ein Wasserstoff-Betrieb auf der Bahnlinie Meran-Mals würde die lang ersehnte umsteigefreie Fahrt von Mals nach Bozen und darüberhinaus wieder zu nichte machen. Die Linien Meran-Bozen und im Pustertal nun mit Wasserstoff-Schienenfahrzeugen zu betreiben, würde wohl keinen Sinn machen, da die Oberleitungen dort bereits vorhanden sind.

    „Durch die so genannte Rekuperation kann Strom gewonnen werden, in dem talwärtsfahrende Züge die Energie über die Oberleitung ins Netz einspeisen und so bergwärtsfahrende Züge antreiben. Auch in Hinblick auf eine mögliche Bahnverbindung in die Schweiz ist eine elektrifizierte Vinschger Bahn Grundvoraussetzung“, so Maurer.

    „Deshalb fordern wir die zuständigen Politiker auf, die Elektrifizierung der Vinschger Bahn wie geplant ohne jegliche Verzögerung voranzutreiben und nicht als Lückenbüßer für die fehlende Nachfrage am Bozner Wasserstoff-Zentrum aufs Spiel zu setzen. Im Sinne der Transparenz und Bürgernähe sollten alle Planungs- und Arbeitsfortschritte dieses sehr wichtigen Mobilitätsprojektes im Internet dokumentiert und veröffentlicht werden.“

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