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    Prämierte Jungforscher

    (v.l.) Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, die beiden Jungforscherinnen Gracy Pelacani, Verena Wisthaler und Prof. Konrad Bergmeister, Jury-Vorsitzender. © Land Tirol/Mühlanger

    (v.l.) Michl Ebner, Präsident der Handelskammer Bozen, die beiden Jungforscherinnen Gracy Pelacani, Verena Wisthaler und Prof. Konrad Bergmeister, Jury-Vorsitzender.
    © Land Tirol/Mühlanger

    Beim traditionellen Tiroltag des Europäischen Forums Alpbach wurde der Euregio-JungforscherInnenpreis verliehen, der von den Wirtschafts- und Handelskammern der Europaregion gestiftet wird. Heuer gab es zwei Preisträgerinnen.

    Der Tiroltag des Europäischen Forums Alpbach am 22. und 23. August stand heuer unter dem Motto „Neue Heimat Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino – Integration statt Ausgrenzung“ und wollte die Schlüsselfunktion von Integration unterstreichen, welche auch immer mehr in der Europaregion deutlich wird. Zu drei verschiedenen Themen konnten Forschungsarbeiten eingereicht werden: UnGleichheit: Integration und Sprache, UnGleichheit: Integration und Kultur/Gesellschaft und UnGleichheit: Integration und Wirtschaft.

    Aus den eingereichten Arbeiten wurden im Vorfeld sechs Finalistinnen ermittelt. Diese präsentierten im Rahmen des Tiroltages ihre wissenschaftlichen Arbeiten einer hochkarätig besetzten Jury.

    Euregio-Jungforscherinnen des Jahres sind Gracy Pelacani von der Dokoratsschule für das Studium des vergleichenden und europäischen Rechts der Universität Trient mit ihrer Arbeit „Aus Erfahrung lernen: Vom Minderheitenschutz zur Integration“ und Verena Wisthaler vom Institut für Minderheitenrecht der EURAC Bozen mit ihrem Forschungsprojekt „Wessen Heimat? Inklusive und exklusive Zugänge zu Immigration in Südtirol, Korsika, Baskenland, Wales und Schottland“.

    Die vier weiteren Finalistinnen waren Maria Bertel (Universität Innsbruck), Dana Engel (Eurac Bozen), Claudia Lintner (Freie Universität Bozen) und Manuela Meusburger (MCI Innsbruck).

    Der Euregio-JungforscherInnenpreis wurde von der Wirtschaftskammer Tirol sowie den Handelskammern Trient und Bozen ins Leben gerufen. Den Präsidenten der Handelskammern Bozen und Trient, Michl Ebner und Giovanni Bort, und dem Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, Jürgen Bodenseer, ist es ein Anliegen, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern: „Forschung ist ein bedeutendes Thema. Mit diesem Preis will man ein Zeichen setzen – kluge Köpfe sind in der Europaregion willkommen und werden auch bei ihrer Arbeit unterstützt.“

    Bereits zum vierten Mal wurden NachwuchsforscherInnen aus der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino nach Alpbach eingeladen um ihre Arbeiten vorzustellen und sich mit renommierten Wissenschaftlern und politischen Verantwortungsträgern direkt auszutauschen.

    Heuer wurde zum ersten Mal ein Follow-Up-Projekt gestartet: Die sechs Finalistinnen werden in den kommenden vier Monaten gemeinsam an dem Projekt „Integration von stabilen Flüchtlingen – ein interdisziplinares Experiment zur schrittweisen Entwicklung der Euregio“ arbeiten. Sie werden auf Grundlage ihrer wissenschaftlichen Arbeiten den Ist-Zustand in Bezug auf die rechtliche, wirtschaftliche, soziale und sprachliche Situation von Flüchtlingen erörtern und Vorschläge zur Verbesserung erarbeiten. Dieses Projekt wird von den drei Kammern der Euregio gesponsert.

    „Ziel des Projektes ist es, ein junges Wissenschaftsnetzwerk zu bilden, die Euregio-Heimat schrittweise mit Intelligenz zu entwickeln und konkrete Antworten zu aktuellen Fragen zu finden. Die Ergebnisse werden vor Weihnachten der Öffentlichkeit vorgestellt“, erklärt der Präsident der Freien Universität Bozen und Jury-Vorsitzende Prof. Konrad Bergmeister.

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    Kommentare (8)

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    • Maia

      Von solchen Leuten würde ich eine Prämierung ablehnen.

    • Hansomat

      „Die vier weiteren Finalistinnen waren
      Maria Bertel (Universität Innsbruck),
      Dana Engel (Eurac Bozen),
      Claudia Lintner (Freie Universität Bozen) und
      Manuela Meusburger (MCI Innsbruck).“

      Fr. Oberhammer wir bitten sie nun um den #aufkreisch wegen der Quote.
      … oh wait, solange nur kein Mann dabei ist’s eh wurscht.

      • Dr. Engelbert Dollfuß

        Je mehr Frauen an den bezahlten Forscher-Stellen (z.B. bei der Eurac) beschäftigt werden, desto mehr Frauen haben Zeit, Forschungsarbeiten zu erstellen und bei Preisausschreibungen einzureichen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, diese Preise zu gewinnen. Das ist ein circulus vitiosus, ein Teufelkreis!

    • nix phil

      Regieren nur mehr die Feministinnen in Gremien. Was soll da gleich behandelt sein, wenn im öffentlichen Dienst 80% Frauen beschäftigt sind? Die Südtiroler Landesregierung macht sich zum Spielball von Feministinnen.

      • Dr. Engelbert Dollfuß

        Das Thema des „Europäischen Forums Alpbach“ lautete ja „UnGleichheit“. Diese Ungleichheit wollte man auch gleich plastisch darstellen, indem man einfach Männer diskriminierte und nur Frauen berücksichtigte.

    • Lutz

      Was beim “Europäischen Forums Alpbach” stört, sind erstens die para-militärischen Schützenaufmärsche, sie zeugen nicht von friedlichen Absichten, zweitens die Wiederbelebungsversuche der Mumie Alttirol, die klar erkennen lassen, dass das Ziel dieser Veranstaltung die Rückeroberung der Vormachtstellung von Innsbruck zu Lasten von Bozen und Trient ist, Innsbruck will wieder Hauptstadt werden von ganz Alt-Tirol das man jetzt im neuen Kleid als Euregio Tirol präsentiert, für uns ein Rückschritt ins Mittelalter. Ein Beispiel dazu, Innsbruck will unseren Flughafen in Bozen verhindern um eine mögliche Konkurrenz vor vorn herein auszuschalten. Platter hat diesbezüglich bereits öfters interveniert, das ist als klarer Verstoß gegen die EU-Bestimmung des freien Wettbewerbes für alle Mitgliedsstaaten und Regionen zu werten.

    • Victoria

      Den Leichnam Ötzi wollten uns die Innsbrucker ja auch abluchsen und unsere neue dreisprachige Freie Universität in Bozen stieß ihnen ebenso bitter auf. Die Trennung von Innsbruck hat uns letzten Endes nur gut getan, wir sind gewachsen, sind selbständig geworden, sind zwei- und dreisprachig, wir haben uns emanzipiert und werden weiter wachsen. Innsbruck ist unser friedlicher Nachbar mit dem wir gute Beziehungen pflegen, aber jedem seinen Geschlossenen Hof!

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