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    „Grüne Schizophrenie“

    „Grüne Schizophrenie“

    Den Abgeordneten Sven Knoll lässt das Nein der österreichischen Grünen zur doppelten Staatsbürgerschaft kalt: „Die Südtiroler sollen keinen Doppelpass erhalten, die Migranten aber schon.“

    von Matthias Kofler

    Die österreichischen Grünen sprechen sich strikt gegen eine doppelte Staatsbürgerschaft für die Südtiroler aus. Ein Doppelpass sei zwar „auf den ersten Blick eine vermeintlich leichte Lösung“. „Doch auf den zweiten Blick ist der Doppelpass kontraproduktiv“, so Tanja Windbüchler, außenpolitische Sprecherin der Grünen im Nationalrat.

    Für die Ökopartei würde ein Doppelpass zu Irritationen bei Italien und zu einer Spaltung der Südtiroler Gesellschaft führen. Zudem würden in der Debatte steuerrechtliche Probleme oder Rechte und Pflichten von österreichischen Staatsbürgern wie etwa die Wehrpflicht einfach ausgeklammert.

    Den Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Sven Knoll, lässt die Kritik der Grünen unbeeindruckt. Diese sei „ein Paradebeispiel für die Schizophrenie der Grünen zu wichtigen Zukunftsfragen in Südtirol“. „Währenddessen die Grünen in Österreich und ganz Europa für doppelte Staatsbürgerschaften eintreten und sie als Bereicherung für die Gesellschaft anerkennen, versuchen die Grünen in Südtirol den Menschen genau das Gegenteil einzureden. Frei nach der Devise: Doppelte Staatsbürgerschaften für alle, außer für Südtiroler“, so Sven Knoll.

    Der Abgeordnete erinnert an einen Antrag, der im Nationalrat aufliegt. Darin fordern ausgerechnet die Grünen eine doppelte Staatsbürgerschaft – allerdings nicht für die Südtiroler, sondern für die Migranten. Doppelte Staatsbürgerschaften führten zu keinem Loyalitätskonflikt und zu keiner Spaltung der Gesellschaft, heißt es im Grünen-Antrag. Als prominentes Beispiel wird hierfür der Doppelstaatsbürger Arnold Schwarzenegger bemüht.?? Sogar die prominenteste Politikerin der Grünen in Österreich, Wiens Vize-Bürgermeisterin Maria Vassilakou, ist selbst doppelte Staatsbürgerin (Griechin und Österreicherin).

    „Für sich selbst die Vorzüge doppelter Staatsbürgerschaften in Anspruch zu nehmen und diese für alle Migranten zu fordern, den Südtirolern diese aber vorenthalten zu wollen, ist mehr als unglaubwürdig“, so Knoll.

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    Kommentare (100)

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    • Heinz

      Wer will schon in ein rückständiges Land, in dem noch die allgemeine Wehrpflicht gilt?

    • kellner

      dumm, dümmer, grün. nein. falsch, falscher, grün.

    • Gebi Mai

      Die Grünen verschaffen Österreich mit ihrer Einwanderungs- und Flüchtlingspolitik mehr und die größeren Probleme als die 300.000 Angehörigen der österreichischen Minderheit in Südtirol.
      Das sehen die Grünen als Besserwisser bestimmt anders.

    • George

      Wieso lehnt ihr den europäischen Pass ab und wollt unbedingt den österreichischen? Seid ihr so kurzsichtig oder tut ihr nur so?

    • Natürlich

      Die Migranten, von denen Sven Knoll spricht, leben im Unterschied zu den Südtirolern bereits jahrelang in Österreich und zahlen dort ihre Steuern. Das hat Sven Knoll bewusst oder unbewusst verschwiegen.

      Zu Maria Vassilakou ist zu sagen, dass sie seit fast 30 Jahren in Österreich lebt und dass es praktisch nicht möglich ist, die griechische Staatsbürgerschaft abzugeben.

      • Anton

        Diese griechische Maria hat in Wien als Politikerin nichts weiter gebracht.

        • Natürlich

          Persönliche Meinung.

          • Garuda

            @Natürlich

            Ha ha ha. Die Maria ist eine der größten Witzigfiguren der jüngsten Geschichte in Wien, die sich für die Macht vollständig prostituiert, denn der Häupl hat sie völlig in Geiselhaft, denn er hat ihrer Fraktion Leute abgeworben als Koalitionspartner, und die Maria hat die Koalition nicht verlassen.

            Was Häupl ohne Aufsehen getan hat, nennt der rote ORF jetzt bei TV und ÖVP als völlig unseriös.

            Die Wiener SPÖ hat das Koalitipnsversprechen zum neuen Wahlgesetz das die SPÖ klar bevorteilt nicht umgesetzt. MARIA hielt wieder die Stange und verließ die Koalition nicht.

            Und warum das alles? Weil sie um jeden Preis wieder in Wien Vize sein will nach den Wahlen, weil sie weiß, dass Häupl genauso mit ÖVP oder FPÖ in Wien regieren kann.

            Und soll keine politische Prostitution sein? Naja, vielleicht ist sie nah Rückmeldung Jahren in Österreich doch mehr Griexhin geblieben als alle vermuten könnten.

            • Natürlich

              Zuerst informieren, dann schreiben:
              „Dem Nächsten, der sagt, wir sollen eine Koalition mit der FPÖ machen, dem haue ich eine Watsche runter“ (Michael Häupl)

              Wären die Grünen aus der Koalition ausgetreten, dann wäre vom Benutzer namens Garuda der Vorwurf gekommen, dass die Grünen nicht regierungfähig seien, wie er es auch immer wieder den Grünen in Südtirol oder in Bozen vorgeworfen hat. Bleiben die Grünen aber in der Koalition, dann sollen sie sich für die Macht vollständig prostitutiert haben. Was die Grünen auch machen: Dem Benutzer namens Garuda kann man es nie Recht machen.

            • Garuda

              @Natürlich

              Duschek ist das beste Beispiel, was die Grünen sind oder nicht sind:

              Entweder prostituieren sie sich für die Macht und sind genauso machtgeil, oder sie betreiben einfach Fundamentalopposition.

              Das kann man eben in ganz Europa bemerken, und da liegt also meine Kritik viel besser, als Ihre dümmlichen Argumente (wenn man diese überhaupt so bezeichnen kann).

            • Natürlich

              Womit sich mein vorheriges Argument bestätigt: Sind die Grünen an der Regierung, sind sie machtgeil, sind die in der Opposition, dann betreiben sie Fundamentalopposition. Grautöne gibt es für den Benutzer namens Garuda nicht. Dem Benutzer namens Garuda kann man es eben nie Recht machen.

        • MichiH

          Doch hat sie! Einfach mal informieren! Naja sie hat natürlich kein Hypo-Desaster verzapft, wie SchwarzBlau!

      • stefan77

        Und die Angehörigen der Österreichischen Minderheit in Brasilien (mit Österreichischer Staatsbürgerschaft) wohnen in Österreich, zahlen in Österreich Steuern und die Männer erfüllen in Österreich ihren Militärdiens? Dieser Umstand wird leider von den Grünen auch verschwiegen.

        • Natürlich

          Da müsste man sich dann ansehen, wie die Grünen damals im Nationalrat abgestimmt haben. Wenn die Grünen damals dagegen gewesen sein sollten, sehe ich keinen Widerspruch in der Haltung.

    • wellen

      Die Befürworter der Doppelstaatsbürgerschaft blenden die praktischen Folgen aus: unsere Buben würden zum Wehrdienst eingezogen, die Österreicher fürchten, dass Südtiroler Sozialschmarotzer ihr gutes Sozialsystem ausnutzen könnten….Wie die Rumänen, kaum in der EU, haben sie massiv in Deutschland Sozialleistungen abgeschöpft.
      Logisch wollen sie uns nicht.

    • wellen

      Gibts schon. Kannst damit Zug und Bus fahren.

    • Sebastian

      Südtirol ist ein Schlaraffenland, wird von Mama Italia mit viel Geld verhätschel, niemand muss emigrieren, ausser er hält den Wohlstand nicht mehr aus, wie es beim Swen der Fall zu sein scheint.

      • Anton

        Ein Drittel der Bevölkerung an der Armutsgrenze nennen Sie Schlaraffenland? Machen sie endlich die Augen auf, ihr grünen Scheuklappenträger.

        • Mike

          Was definierst du als Armut? Wenn man sich nicht das neueste I- Phone leisten kann oder wenn man nicht mehr genügend Wiskas für die Katze kaufen kann?

          Ich empfehle eine Reise in die ärmsten Länder der Welt, dann siehst du was Armut wirklich bedeutet. Ich habe in Südtirol noch keine Kinder im Rinnstein verhungern sehen oder Leprakranke denen keine Behandlung gewährt wird.
          Ich sehe Luxuskarrossen auf den Straßen, Tierfachgeschäfte die Delikatessen, goldene Halsbänder und Windeln für Fiffi und Schnurri verkaufen, überquellende Biomüllcontainer mit weggeworfenen Lebensmitteln und eine Menge an fettleibigen Personen, die es sich leisten können für teures Geld ihr Fett absaugen zu lassen.

          namasté

    • Sonnenschein

      @anton: Die Grünen sind die Partei in Südtirol die sich um soziale Themen kümmert. Schon mal was von Mindestsicherung gehört? Altersarmut? Integration statt Ausgrenzung? Könnt ihr mir bitte eine ehrliche Frage beantworten: Welche Vorteile habe ich als südtirolerin genau mit der Doppelstaatsbürgerschaft? einen europäische identitätskarte hätte ich aber gern.

      • Andreas

        Welchen Vorteil hättest Du mit einer europäischen Idenditätskarte?
        Ich sehe bei beiden keinen.
        Du sprichst Schlagwörter der Grùnen an, welche zwar recht nett klingen, doch was und wo haben die Grünen eigentlich etwas umgesetzt?
        Fischer in D hat sich für die Macht prostituiert, Kretschmann in Badenwürttenberg wurde Staatsfeind Nr. 1 bei den Fundis als er Realpolitik machte und Rösch hat mal schnell die Tochter eines Freundes in den Ausschuß berufen.
        warum nehmen Grüne eigentlich an moralusch überlegen zu sein? Am Ende sind sie auch nicht anders, wenn sie an die Macht kommen, was glücklicherweise selten vorkommt. Wobei ich Kretschmann für einen guten Mann halte.

      • Anton

        Unter den Grünen verkümmert viel soziales. Selbst die Grüne Landschaft, weil die wenigsten Grünen einen grünen Daumen haben.
        Sie haben als Südtiroler eine österreichische Identität mit der österreichischen Staatsbürgerschaft und werden integriert.
        25 Länder der EU praktizieren das schon lange.

    • Einereiner

      @Sonnenschein
      Warum grenzt du diejenigen aus, die eine österreichische Staatsbürgerschaft wollen? Viele Menschen auf dieser Erde haben zwei Staatsbürgerschaften. Eine bisschen mehr Toleranz bitte, Fau Sonnenschein.

    • Andreas

      Knoll sollte sich eine gute Fee suchen und dort seine Wünsche deponieren.
      Wenn sie gut aufgelegt ist, könnte sie ihm vielleicht den Wunsch nach einem Großreich Tirol unter seiner Führung erfüllen.
      Die Post könnte er dann kostenlos verschicken, ohne sich bauernschlaue Tricks auszudenken und in seinen Schulen könnte er Merkhefte verschenken und jeden dazu verpflichten, sich einen Adler auf die Stirn zu pappen um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

    • Luis

      Was macht Vassilakou, die Wiener Stadträtin und Vize Hauptfrau, gegen die Ghettos in der Stadt?

    • Kassandra

      Wir sollten nicht um die österreichische Staatsbürgerschaft betteln, wir sollten sie verlangen, denn sie wurde uns gestohlen. Schließlich hat Italien Südtirol nur zum Dank bekommen weil es die Neutralität aufgegeben hat und gegen Österreich in den Krieg gezogen ist (mit dem es vorher verbündet war). Auch wurde Südtirol nie von italienischen Truppen erobert, die Bevölkerung nie darüber befragt ob sie die österreichische Staatsbürgerschaft aufgeben will. Also gestohlen oder mit unlauteren Machenschaften erschwindelt. Gestohlenes sollte man zurückgeben, also ist die österreichische Staatsbürgerschaft das mindeste.
      Zur europ. Staatsbürgerschaft, liebe Grüne ist zu sagen: Wenn wir den europ. Pass bekommen geben wir den österreichischen natürlich zurück. Aber bis dahin behalten wir ihn.

      • Luisito

        Um etwas behalten zu können, muss man es erstmals bekommen, und dafür bestehen überhaupt keine Gründe, einfach nur fatale Fantasiewünsche der südtiroler äußersten Rechten. Deine veralterten Märchengeschichten kannst du nicht mehr deinen geplagten Schülern vorweinen, also willst du uns hier auftischen?

      • helmut

        An Kassandra!

        Ich warte darauf, dass bei einem Besuch von allerchristlichsten Politikern wie dem unbedarften aber gut gesteuerten Jüngling Kurz oder dem ausgekochten Khol einmal Plakate und Transparente zu sehen sind, auf denen schlicht steht:

        HEUCHLER !

    • Hoppla

      Mein Gott, ein Dokument mehr oder weniger löst wohl keine Probleme. Herr Knoll ist das ihr Hauptproblem die österreichische Staatsbürgerschaft … Würde es Ihnen viele Vorteile bringen…? In ein Europa wo alle Grenzen offen sind …. Viele Südtiroler beschweren sich das ganze Jahr, wir haben eine strategisch gute Lage und können so manche Sprachen und Südtiroler Firmen arbeiten in ganz Italien… Immer nur schimpfen… das Lachen ist wohl in Südtirol verloren gegangen , viel zu gut geht es vielen und viele wissen nicht mehr was Sie eigentlich noch wollen !!!!!

    • Leonie

      Österreich nimmt zur Zeit jede Menge Einwanderer auf, die es effektiv notwendig haben. Die von Mama Italia nach Strich und Faden verwöhnten Südtiroler sollen schauen, dass sie mit ihrem Reichtum zurechtkommen und ihr bescheidener Beitrag zum Flüchtlingsproblem ist nach oben zu korrigieren um an den aktuellen europäischen Standard anzugleichen.

    • nix phil

      Aussagen von Wienern stimmen bis zu einem bestimmten Grad: Wien braucht nicht mehr von Türken belagert werden, sie wohnen bereits zahlreich in der Stadt.

    • Kassandra

      Gegen den Willen genommen ist gestohlen, also ein Unrecht. Wenn hier diejenigen die die österreichische Staatsbürgerschaft nicht wollen, jene die sie zurück wollen kritisieren und persönlich angreifen, spricht das nicht dem Demokratieverständnis und dem Rechtsbewusstsein dieser Kategorie. Aber eines schau ich mir an. Sollte der österreichische Pass vergeben werden, wie viele ihn dann nehmen. Die Erfahrung sagt uns., dass diejenigen die am meisten dagegen sind die ersten sein werden. Jedenfalls wird es die Mehrheit sein.

      • Alter Egon

        Ich frag mich, wer den Pass überhaupt kriegen würde.
        Nur Nachkommen jener, die unter dem österreichischen Joch geboren wurden, oder auch solche, mehr oder weniger „Deutsche“ Südtiroler, die in den letzten 100 Jahren irgendwann mal einen Italiener, vielleicht sogar Vollfascho, in ihrer Ahnengallerie haben?
        Oder gar „Vollblutitaliener“ die ihn aus purem Opportunismus beantragen würden (die Südtiroler täten das natürlich nicht).

        • Anton

          Sie wollen die österreichische Staatsbürgerschaft nicht. Kein Problem, also wieso schüren Sie unnötig.
          Es gibt keine oder kaum „deutsche“ Südtiroler. Es gibt eine deutschsprachige, ladinischsprachige, österreichische Minderheit.

          • Alter Egon

            Mich interessiert ein Stück Papier herzlich wenig (genausowenig wie meine grüne carta d’identità), davon werden weder die Milch, noch das Brot billiger für mich, noch wird die Forst es unterlassen, mit Mais ihr „Bier“ zu brauen.
            Ich frag mich nur, ob dann jeder hier ansässige den Ö-Pass kriegen würde, meinetwegen auch ein Pakistani der seit 10 Jahren hier lebt, oder wie das eben gehandhabt würde. Oder ob man die Sache (wie so oft in der rechten Reichshälfte, um Pius Leitner zu parafrasieren) nicht zu Ende gedacht hat.

            • Garuda

              @Alter Egon

              DU scheinst wirklich zu altern, denn warum sollte ein/e ItalienerIn oder ein Pakistani, de ihren Wohnsitz in Südtirol haben, ausgeschlossen werden vom Österreich Pass? Sollte dies aber eine politische Partei fordern, was ich von der STF mal wohlwollend nicht annehme, wäre dieses als politisches Unding ohnehin abzulehnen, weil dies ganz scharf an der Gleichberechtigung alles SüdtirolerInnen vorbeigehen würde.

            • Anton

              Die wenigsten Pakistani gehören einer österreichischen Minderheit an und die vielen Ausländer in Südtirol auch nicht.

            • Alter Egon

              ok, also würden alle hier ansässigen den Pass kriegen, auch wenn sie keinen Bezug zum Vaterland Österreich haben, ja vielleicht nicht mal Deutsch sprechen, mit der Begründung, dass dieser Doppelpass die hier lebende österreichische Minderheit besonders gut schützen würde?
              So langsam glaube ich zu verstehen, wieso man sich in Wien gegen die Bemühungen von Knoll & Co. sträubt.

            • Garuda

              @Alter Egon

              Ich weiß nicht, wofür Sven Knoll plädiert, aber mit dem Trentino gab es eine italienische Staatsbürgergruppe, die genauso zu Österreich gehört hat im Rahmen des Tiroler Gebietes, was also damit eine klare Sache bezeugt, was der Ö-Pass sein sollte.

              Was einen in Südtirol lebenden Pakistani betrifft, dürfte dies die gleiche Relevanz haben, wenn er seit Einwanderung in Nordtiroler lebte. Also was soll dieser Käse? Denn der wird sich in Italien oder Österreich gleich viel oder gleich wenig sich zum Staate gehörig fühlen. Das hängt dann ja in seiner Freiheit ja ganz allein von ihm selbst ab. Weder von dir, noch vom Herrn Knoll.

        • helmut

          An den alten Egon!

          Sie schreiben: „Nachkommen jener, die unter dem österreichischen Joch geboren wurden“.

          Das ungeteilte Tirol stand also unter dem „österreichischen Joch“?

          Dann wurde also der abgetrennte und sehr rasch dem Faschismus überantwortete Teil „befreit“?

          Bitte lassen Sie sich von einem guten Arzt behandeln, sonst wird es noch schlimmer!

          • Alter Egon

            Legst mir wiedermal Sachen in den Mund, die ich nie gesagt habe.
            Jetzt sind wir unter dem italienischen Joch, früher waren wir unter dem Ö-Joch. Ich kann mir vorstellen, dass das dein Schwarz-Weiss, Links-Rechts Denken überfordert….
            Wobei man schon anmerken muss, dass es uns nie besser als heute gegangen ist.
            Diese k&k Nostalgie kotzt mich an. Es war nicht alles so toll damals. Vor allem wenn man aus der „Kornkammer Tirols“ kommt, wo Hunderte nicht mal ein Dach über den Kopf hatten (Korrnr) und tausende Kinder jedes Jahr ins Schwabenland versklavt wurden.

    • Kassandra

      Haben alle in Österreich ansässigen Pakistani einen Bezug zu Österreich und dessen Kultur? Sprechen da alle Deutsch? Nicht einmal Steuern zahlen alle. Wo ist der Unterschied? Wenn es nach mir ginge bekämen nur jene die Staatsbürger schaft, derenVorfahren bis1920 in der Republik Österreich die österreichische Staatsbürgerschaft besessen haben
      Aber wie man es genau macht zeigen die Erfahrungswerte aus Dreizehnlinden Brasilien

      • Mark

        Die Menschen in Tirol südlich des Brenners haben damals um 1920 ja nicht freiwillig die neue Staatsangehörigkeit von Italien angenommen, bzw. die alte der Republik Österreich abgeben müssen, denn formell staatsrechtlich sind die STer bis zum Zeitpunkt der offiziellen Annexion durch Italien doch noch Österreicher gewesen. Seit erst wenigen Jahren geht ja endlich einmal beides, in Italien sowieso, aber auch so bald als möglich auch im Vaterland der Tiroler in Österreich, und solche Zeitgenossen, die sich hier in ST dabei nicht angesprochen fühlen, sind mit dieser geplanten Regelung ohnehin nicht gemeint.

        Ein Pass als Nachweis der Staatsangehörigkeit kann eine Bindung an ein bestimmtes Land nur in amtlicher Form ziemlich eindeutig und unmissverständlich bekräftigen, aber zuerst muss diese Bindung überhaupt da sein! Laut Meinungsumfragen will heute die überwiegende Mehrheit der ST-ler diese alte Staatsangehörigkeit im eigenen Land wieder haben, nach fast 100 Jahren Italien in ST eigentlich ein echtes Wunder!

      • Garuda

        @kassandra

        Dein Vorschlag ist schon sehr verwegen. Eigentlich solltest du dich dafür schämen, denn was kann ein heutiger Südtiroler dafür, dass seine Eltern Staatsbürger der Donaumonarchie oder der italienischen Königreiches waren, oder jemand gar deutlich aus einer Verbindung beider Monarchien geboren wurde?

        Den Fehler, den Italien mit der Ausweisung vieler in Südtirol lebender Menschen im Rahmen von Arbeit oder Familie mussten nach der Annexion Südtirol verlassen , da der Staate nur jenen Menschen die Staatsbürgerschaft verlieh, der nachweislich hier geboren wurde.

        Was die Linken heute gerne verschweigen, denn sie sollten mal nach Neustift gehen und sich dort informieren, wieviele ChorherRen das Stift Richtung Österreich verlassen mussten, weil sie nicht in Südtirol geboren wurden.

        Selbst der damalige Abt Giner hätte dringend das Land verlassen müssen, da er in Thaur in Nordtirol geboren wurde. Nur durch eine geheime Erklärung vor dem Regierungskommissär in Trient, konnte er im Stift verbleiben. Was er dafür alles erklären oder beinahe abschwören musste, schreibe ich hier lieber nicht, denn auch wenn die Archivsperre mit 70 Jahren nach Ableben der Person aufgehoben wäre, möchte ich persönliches persönliches sein lassen.

        Was aber die Linken betrifft, kann ich nur sagen: so etwas ist reine Geschichtsklitterung, die man den Rechten zurecht im Zusammenhang mit dem Holocaust vorwirft, ihre eigene aber schön verdecken und verstecken.

        Einfach abartig das Ganze.

        • Alter Egon

          Aha, hamer wieder gelernt, dass alles unschöne was nicht die Nazis verbrochen haben, „die Linken“ gemacht haben.
          Die Ausweisung von ein paar Pfaffen mit dem Holocaust zu vergleichen ist schon arg, findste nicht?
          Und wer hat das angeordnet?
          Ich nehme an Degasperi (wusste gar nicht, dass die DC auch zu den Linken gehört hat)? Oder welche Linken? Klär mich mal bitte auf.

          • Garuda

            @Alter Egon

            Mir vorzuwerfen, dass ich den Holocaust verleugnen oder verharmlosen würde, ist wieder typisch sozialistische Antifa. Bringt dir aber nichts.

            Denn Leute aus dem annektierten Südtiroler als staatenlose Personen auszuweisen, ist ein starkes Stück. Da gab es la geht noch keine Nazis und Faschisten. Und außerdem wusste ich gar nicht, dass es die DC schon 1918 gab.

            Ganz liebe Grüße von don Luigi Sturzo.

            • Garuda

              Und ganz egal, ob man auf KirchenLeute was hält oder nicht, Fakt ist, dass der italienische Staat mit der Italianusierungspolitik sofort begonnen hat und nicht erst bis zu den Faschisten gewartet hat.

              Da gab es noch lange keine Nazis oder Faschisten.

              Frag mal den Geschuchtswissenschafter Hans Heiss.

            • Alter Egon

              du schreibst, „was die Linken heute gerne verschweigen“. Die verschweigen also etwas, wofür sie genausowenig können wie du und ich?
              „Was aber die Linken betrifft, kann ich nur sagen: so etwas ist reine Geschichtsklitterung, die man den Rechten zurecht im Zusammenhang mit dem Holocaust vorwirft, ihre eigene aber schön verdecken und verstecken.“
              Und das ist etwa kein klassischer Vergleich von Pillepalle mit dem Holocaust?
              Dann sagst du wieder ich soll den Hans Heiss fragen. Wie oft hast du denn in den letzten 2 Monaten die Grünen als Linke bezeichnet, die ja dann wieder Geschichte leugnen oder „klittern“, und dann soll ich mich wieder an genau jene wenden?
              Ich glaub den guten Arzt brauchst du…..

            • Garuda

              @Alter Egon

              1. Wusste ich nicht , dass Herr Heiss ein Arzt sei.
              2. In meinem Satz steht mit keinem Wort , dass die Linken Mitverantwortung am damaligen Unrecht Italiens an den in Südtirol lebenden, aber nicht dort geborenen Personen die Staatsbürgerschaft zu verweigern und auszuweisen, sondern sie betreiben eben die gleiche Geschichtsklitterung unter anderen Vorzeichen wie die Rechten. Dies ist sowohl auf dem rechten wie linken Rand zu verhindern.
              3. Wenn dies mir ja nicht glaubst, dann frage beim Experten Hans Heiss nach, ob die rassistische, fremdenfeindliche Italianusierungspolitik in Südtirol, Intrigen usw. Erst unter dem Faschismus oder gleich 19q8 begonnen hat.

              Und was den Arzt betrifft , rate ich dir entweder sinnerfassend lesen zu lernen. Solltest du aber absichtlich missverstehen wollen, um manche historische Tatsachen leugnen zu können, weil sie in dein linkes ideologisches Konstrukt nicht passen, ja dann kannst von mir aus gerne zum Arzt.

            • Garuda

              Intrigen ließ Istrien

    • aufklärer

      Hätten sich die Grünen nur ansatzweise mit der Thematik der doppelten Staatsbürgerschaft befasst wie es Sven Knoll seit Jahren macht, so hätten sie gemerkt, dass sie nur Lügen erzählen und die Bevölkerung mit ihren linken Parolen verunsichern wollen.

      • Garuda

        @aufklärer

        Ganz richtig , denn in Deutschland war es genau die SPD die mit der Zulassung der doppelten Staatsbürgerschaft ein linkes Thema durch die Koalitionsverhandlungen gebracht und umgesetzt hat.

        Da sieht man, wie verwegen die österreichischen und Südtiroler Grünen sind.

        • Natürlich

          Nur blöd, dass es in Deutschland um die doppelte Staatsbürgerschaft für Menschen geht, die bereits seit Jahren in Deutschland leben und dort ihre Steuern bezahlen.

          • Garuda

            @Natürlich

            Und was hat dieser blödsinnig Kommentar mit dem Thema zu tun?

            Außer die Userin namens Natürlich meint, dass die deutschen Grünen bezüglich Staatsbürgerschaft eine ehrlichere Politik betreiben als es deren Genossinnen in den südlicheren Gefilden.

            Aber vielleicht haben jene ja mittlerweile zu sehr die südländischen Kulturen verinnerlicht.

            • Natürlich

              Schön, wie sich der Benutzer namens Garuda hier weiter blamiert, indem er mich als Frau bezeichnet. Nur weiter so: Ich amüsiere mich dabei köstlich.

              Dieser „blödsinnige“ Kommentare hat etwas mit dem Thema zu tun, weil der Benutzer namens Garuda verschwiegen hat, dass es in Deutschland darum ging, dass Einwanderer, die bereits jahrelang in Deutschland leben, die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten können, während das bei der aktuellen Diskussion nicht der Fall ist.

              Deswegen ist der Vorwurf, dass die österreichischen und Südtiroler Grünen verwegen seien, absolut haltlos.

    • Robert

      Wenn ich die ganzen grün gefärbten Posts hier lese schätze ich dass ALLE Grünen hier ihren Senf abgegeben haben denn laut Wahlergebnisse gibt’s ja fast keine mehr.
      Die Grünen sind in Südtirol eine vom Aussterben bedrohte Art.
      Grüne auf der roten Liste. hahaha

    • Kassandra

      @Garuda
      Wissen Sie zufällig wer von den in Slovenien oder Kroatien lebenden Italienern die italienische Staatsbürgerschaft erhalten hat. Nur Nachkommen von Italienern oder andere auch? Ich weiß es nicht, würde mich aber interessieren. Könnte die Grundlage sein wie es gehandhabt werden könnte.

      • Mark

        Die meisten Nationalstaaten in Europa vergeben schon sehr lange die eigene Staatsangehörigkeit=Reisepass den eigenen im Ausland lebenden Minderheiten, d.h. Italien der italienischen Minderheit, Deutschland der deutschen, Ungarn der ungarischen und auch Österreich vergibt bereits die Staatsangehörigkeit der alt-österreichischen Minderheit. Um solche Staatsangehörigkeit können nur die Personen mit Aussicht auf Erfolg ansuchen, die nachweisen können, dass sie dieser Minderheit seit Generationen angehören. In Italien bekennen sich sehr viele ST-ler zur alt-österreichischen Minderheit, aber auch etliche Welschtiroler sowie einige Kanaltaler in Friaul und auch einige Triestiner, bei den deutschsprachigen und ladinischen ST-lern sollte es da eigentlich kein Problem geben, da Österreich die Schutzmacht der ST-ler vor dem Völkerrecht und vor der UNO darstellt, aber nur bei dieser und keiner anderen Gruppe in Italien ist das klar der Fall.

    • Lajos

      Wer mit unserem Wohlstand hier nicht zurecht kommt muss halt das Weite suchen, dafür braucht er nur einen Pass, den, den er hat. Arrivederci

    • Fidelio

      Unser Wohlstand ist auf die Trennung von Innsbruck zurück zu führen, seither geht es aufwärts, früher haben sie und Wien sich mit unserem Geld die Bäuche voll gefressen und Walzer getanzt, während wir hier an Hunger litten oder in ihren Kriegsgräben den letzten Schnaufer gemacht haben.

      • Mark

        Weil die alten abgelutschten Lügen gegen den Doppelpass nichts mehr fruchteten, daher endlich einmal was Neues an kreativen „Argumenten“, die noch primitiver und blöder sind als die alten!

      • Garuda

        @Fidelio

        Dafür sind aber sehr viele Tschechen Polen und Deutsche usw. An der Südfront gegen Italien in den Alpen gelegen. Ein Besuch auf einem Soldatenfriedhof des ersten Weltkrieg in Südtirol könnte helfen.

        • Alter Egon

          Stimmt, die waren es ja dann auch, die plündernd auf dem Rückzug waren und BM Perathoner sich veranlasst sah, den Einsatz des italienischen Heeres anzufordern.

          • Garuda

            @Alter Egon

            Zuerst denken und dann schreiben:

            1. Nach dem bedingungslosen Waffenstillstand zwischen Italien und Österreich-Ungarn in der Villa Franca hätten die Waffen schweigen müssen und der freie Abzug der Entwaffneten garantiert werden sollen. Nichts von dem hat Italien gehalten: Die ausgenergelten Soldaten der sich auflösenden Südfront wurden gefangenen genommen und mit keinen Lebensmitteln versorgt, sodass die Soldaten fliehen und plündern mussten, denn Italien organisierte keinen einzigen organisierten Rücktransport der Soldaten in die neu entstandenen Staaten der ehemaligen Donaumonarchie.

            Und was BM Perathoner betrifft, ist es eine absolute Frechheit, was du betreibst, denn mit dem Waffenstillstand in der Villa Franca, hat die besiegte Donaumonarchie die Besetzung bis zum Brenner anerkannt, denn der Waffenstillstand war bekanntlich ja bedingungslos, wobei die übereifrigen Italiener sogar bis Innsbruck vordrangen. Aber das nur nebenbei.

            Wen sollte nun BM Perathoner zu Hilfe rufen, wenn das heutige Trentino und Südtirol italienisches Protektorat waren und die kaiserlichen Heere die Waffen niederlegen mussten und entwaffnet wurden?

            Alter Egon, schämen Sie sich doch, eine solche Tatsache zu verdrehen, wo es Perathoner zu jener Zeit alles andere als leicht hatte.

            Und noch eines: wie kann man heute sich aus Linker Mentalität soweit gehen lassen, dass man Bruder William als Kriegshetzer bezeichnet und es untragbar ist eine Straße nach ihm zu benennen, wo in Bozen eine Cadorna Straße seit eh und je besteht und sich daran kein einziger Linke stößt?

            Mit zweierlei MAß messen könnt ihr gut. Nur nennt man so etwas Geschichtsklitterung

          • Garuda

            @Alter Egon

            Und schau dir mal die Genfer Konvention an und frage dich dabei, ob Italien dabei richtig gehandelt hat, wenn sie die Entwaffneten Soldaten als gefangene nahm nach dem Waffenstillstand, und ob es rechtens war, die Soldaten allein ohne Verpflegung in ihre neuen Staaten zu schicken, sodass sie eben plündernd durch die Lande ziehen mussten.

            • Alter Egon

              pass auf, dass du kein Magengeschwür kriegst.

            • Garuda

              @Alter Egon

              Naja. Wenn die Dummheit über alle Maßen steigt, dann kommt das Magengeschwür.

              Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen .

    • ÖZzi

      Dieser Typ ist und bleibt ein Rechtsradikaler, der trotz der jungen Jahre ganz genau weiss wie er gewisse Massen von gleichgesinnten Einheimischen für sich und seine Partei gewinnen kann.

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