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    Mutter Kriegerin

    Der in Klobenstein wohnhaften mutmaßlichen Jihadistin Diana Ramona Medan, eine zweifache Mutter, droht ein ähnliches Schicksal wie dem im Jänner ausgewiesenen Rayen Khan. Keine Rückkehr.

    Von Thomas Vikoler

    Quästor Lucio Carluccio versucht zu beruhigen: „Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für die hiesige Bevölkerung, es handelt sich um einen isolierten Einzelfall“.

    Für die Betroffenen ist der Fall weniger angenehm: Wie die Bozner Quästur am Mittwochabend mitteilte, hat Innenminister Angelino Alfano die 36-jährigen Diana Ramona Medan, gebürtige Rumänin mit Wohnsitz in Klobenstein am Ritten, aus Italien ausgewiesen. Die Verfügung wurde der zweifachen Mutter am Hafen von Genua zugestellt, wo sie von einer Schiffsfahrt aus Tunesien zurückkehrte. Ihr Mann, der mit ihr und den beiden gemeinsamen Töchtern am Ritten lebte, ist Tunesier. Er ist von keinerlei Zwangsmaßnahme betroffen und laut Quästur Carluccio bisher nicht als islamischer Aktivist aufgefallen.

    Ganz anders als seine Frau. Diana Ramona Medan wird vorgeworfen, im Internet massiv für den „Heiligen Krieg“ extremistischer Islamisten geworben zu haben.

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    Kommentare (17)

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    • Wusler

      Sollte man jetzt mit diesen Sympathisanten von Terroristen Mitleid entwickeln?
      Fehlgeschlagen!

    • Synas

      Sehr heikle Sache. Was wird so ein Mensch jetzt wohl machen? Ich zweifle zwar nicht an der lückenlosen Analyse und Überwachung der Internetaktivität und Rechtfertigung dieser Aktion, aber wie sinnvoll ist es sojemand einfach abzuschieben? Wird sie sich dann schämen und fragen ob ihre Motive wohl falsch waren wenn ihr alles genommen wird, oder radikalisiert sie sich erst recht? Außerdem ist es eine rechtliche Grauzone. Es gibt sicher einige verfassungsfeindliche Ideologien und Fanatiker die man als Gesellschaft am liebsten wegsperren würde, aber als Beispiel, ein überzeugter Nazi kann auch nicht ohne weiteres juristisch angeklagt werden,obwohl er genauso eine potentielle Bedrohung darstellt, genausowenig wie Hetze in Onlineforen konsequent verfolgt wird. Sollte man sowas nicht anders lösen? Wobei diese Angelegenheit wohl nur dazu dient um ein Exempel zu statuieren und es wohl auch spezifisch so selten ist dass sich eine Organisation /Sozialarbeiter wie es sie bei anderem menschenverachtenden Irrsin gibt (z.B. Exit Deutschland), nicht auszahlt, in diesem Fall bedient sich der Rechtsstaat verfassungswiedrigen Mitteln und auch wenn sie legitim wirken mögen, sie sind es nicht.

      • HORST

        Zustimmung. Extrem schwierig die aktuelle Lage zu beurteilen, denn der Abdrift in ein extremistisches Lager droht schnell. Siehe nur die Debatte in DE – Balkanflüchtling / Kriegsflüchtling.

        Dient „mutmaßlich“ bereits als Grund für eine Abschiebung?

      • Michl

        Sorry, aber selten so einen Blödsinn gelesen, Synas. Das einzige Mittel ist abschieben!

      • schorsch

        Eine Kriegerin Gottes – „radikalisiert sie sich erst recht?“ Diese tiefsinnigste aller philosophischen Fragen kann nur von echten Fachleuten beantwortet werden.
        Ich gratuliere zur Wahrnehmungsfähigkeit über die Taten der Islamkrieger in Europa.
        Bisher hat es doch in Europa fast keine Anschläge gegeben — na ja, Paris oder die zehn anderen der letzten Jahre sind ja zu vernachlässigen. Die Getöteten hatten einfach nur Pech: zur falschen Zeit am falschen Ort. Kann jedem einmal passieren. Sehr heikle Sache!
        Übrigens: es hieße richtig „…widrigen Mitteln“.

        • Synas

          Natürlich, wir sprechen hier vom Absoluten, nicht menschlichen. Die Konsequenz wäre: “ weg damit“. Ein weites Feld das die Exekutive da abzuarbeiten hat, finden Sie nicht auch? Da wird die Grauzone dann schnell mal schwarz, und wer weiß, kontrollieren Sie mal ihre ganzen Kommentare, vielleicht passt da ja auch einer hinein. Sarkasmus, rette uns, manches steht einfach nicht zur Diskussion.

          • Franz

            “Natürlich –Synas – “ wir sprechen hier vom Absoluten –Terroristen – NachTerroranschlag im Zug heldenhaft vereitelt – Video
            US-Soldaten haben in einem französischen Schnellzug zwischen Amsterdam und Paris einen schwer bewaffneten Mann überwältigt und damit möglicherweise ein blutiges Drama verhindert.
            26-jähriger Marokkaner festgenommen – war in Syrien
            Der Verdächtige wurde am Bahnhof im nordfranzösischen Arras festgenommen. Er war in Brüssel zugestiegen. Nach ersten Ermittlungen handelt es sich um einen 26-Jährigen marokkanischer Abstammung, über den eine Geheimdienstakte vorlag. Er habe zeitweise in Spanien gewohnt.
            Laut der spanischen Zeitung „El Pais“ war er vom spanischen Geheimdienst als radikal eingestuft und den französischen Behörden gemeldet worden. Er soll in jüngster Zeit nach Syrien gereist sein. Stol. it

          • schorsch

            „Weg damit“ klingt nach Abtreibung und Schlachteimer für Ungeborene. Nein, das will der humanistische Europäer nicht, wäre eine Unterstellung.
            99 Prozent der Europäer, das getraue ich mir zu sagen, wollen einfach nur eine rechtstaatlich einwandfreie Abschiebung von zur Gewalt bereiten Moslems.
            Die werden niemals in Europa Platz haben. So auch die zwei Palästinenser, die jetzt zu einer geringen Strafe verurteilt wurden, weil sie in Wuppertal 2014 eine Synagoge beschädigten. Man stelle sich vor, junge Deutsche hätten dies getan – die Welt geht unter. So jedoch nur geringe Strafen – es wird mit zweierlei Maß gemessen und das ist Unrecht, versteht kein Mensch mehr.

    • ronVale

      Ach das ist sicher eine ganz ganz liebe Frau. Und wenn Synas ihr lange genug zuredet wird sie sich in einer konstruktiven Diskussion davon überzeugen lassen, dass Köpfe abschlagen und sich in die Luft sprengen der falsche Weg ins Paradies ist.

    • goggile

      Abschieben und sel schnello wia si kem sein!

    • Franz I

      @ Synas,

      es hat wenig Sinn, derartige Ideologieen in unserer Christlichen Welt zu verbreiten.
      Diese Menschen mit ihrem Gedankengut sind der Anfang und die Wurzel des
      3. Weltkrieges wie es kürzlich Mattarella genannt hat.
      Ein friedliches Miteinander ist unter diesen Umständen nicht möglich.
      Siehe auch die christlichen Kreuzzüge in den Osten (!!) das Gegenteil eines Friedens, nur Blut, Wut und am Ende tiefe Gräben!

      • Synas

        Verstehen Sie mich nicht falsch, mir ist klar dass ich mich weit aus dem Fenster lehne wenn ich Skrupel zeige, immerhin haben diese Leute auch keinen Skrupel. Doch diesem asozialen Irrsinn mit Christentum entgegenzutreten ist nichts als ein Pendant, auf selben Niveau, gut gegen böse ect,mit den selben Mitteln. Es geht hier doch nicht um Rechtfertigung auf moralischer Ebene. Jeder halbwegs empathische Mensch, ja jedes Kind kann es in so einem Fall unterscheiden. Aber fragen Sie sich mal wie weit solche Mittel der Verurteilung und rechtlicher Konsequenzen dann gehen können. Es gibt genauso, wenn auch nur vereinzelt fanatisch militante Christen (Norwegen z.B). Sollen wir also Religionen grundsätzliche verbieten weil ein Radikalisierungspotential darin steckt? Ich meine es geht hier um Grundsätzliches, und auch wenn im Kampf gegen Terror bekanntlich jedes Mittel erlaubt ist, Kollateralschäden inbegriffen, man sollte solche Mittel immer hinterfragen, auch wenn es schwer fällt weil es für einige hier anscheineden „nur ein Ausländer „ist.

      • Yannis

        @Franz I

        so hätte ich es auch geschrieben.

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