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    Dynamisches Tempolimit

    Das Land will das Tempolimit auf der Brennerautobahn deutlich senken, falls die Stickoxid-Grenzwerte überschritten werden. Wie die Idee im Detail aussieht. Und warum sie in Rom blockiert wird.

    von Heinrich Schwarz

    Fast eineinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass die Landesregierung einen Maßnahmenkatalog zur Reduzierung der Stickstoffbelastung entlang der Brennerautobahn genehmigt und dem Ministerrat vorgelegt hat. Seither wartet man auf eine Entscheidung aus Rom.

    „Es hat zwar Sitzungen der zuständigen Arbeitsgruppe gegeben, aber bis heute gibt es noch nichts Konkretes. In einigen Ministerien hat man sich noch kein bisschen gerührt. Wir beobachten eine regelrechte Trägheit“, sagt Georg Pichler, Direktor im Landesamt für Luft und Lärm.

    Um was geht es konkret?

    Seit dem 1. Januar 2015 gelten in Italien die von der EU neu festgelegten Stickoxid-Grenzwerte. Entlang der Brennerautobahn werden diese allerdings deutlich überschritten. Die EU-Kommission könnte deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Italien einleiten und empfindliche Strafzahlungen verhängen.

    Weil der Staat für die Autobahnen zuständig ist, konnte das Land Südtirol lediglich den Maßnahmenkatalog vorlegen. Darüber befinden muss die Regierung.

    Der wichtigste Vorschlag der Landesregierung betrifft ein sogenanntes dynamisches Tempolimit. Das heißt: Das Tempolimit auf der Brennerautobahn wird reduziert, falls die Grenzwerte überschritten werden. Möglich ist ein Tempolimit von 90 Stundenkilometern im Raum Brixen und 100 Stundenkilometern unterhalb von Bozen. Derzeit sind zwischen Brenner und Bozen Süd 110 und ab Bozen Süd 130 Stundenkilometer erlaubt.

    Sieht man sich die Stickoxid-Werte in Südtirol an, müsste das Tempolimit längst angepasst werden. „Der Grenzwert liegt bei 40. Bei der Messstation auf der Autobahn in Brixen betrug der Jahresmittelwert im Vorjahr 60. In Neumarkt, etwas weiter weg von der Autobahn, gab es auch eine leichte Überschreitung“, erklärt Amtsdirektor Georg Pichler. Die angrenzenden Häuser seien demnach vom Stickoxid belastet.

    Die Idee des Landes wäre durchaus interessant: Die Anpassung des Tempolimits soll automatisch gesteuert werden, indem man die Messwerte sowie die Wetter- und die Verkehrsprognose berücksichtigt. „Steigt die Stickoxid-Belastung, wird das Tempolimit automatisch gedrückt. Erholen sich die Werte, wird die Reduzierung wieder aufgehoben“, so Pichler. Das Ganze soll über digitale Anzeigen geregelt werden.

    Das Land hat in Zusammenarbeit mit der Brennerautobahn und der Provinz Trient im Vorjahr dazu ein Pilotprojekt auf EU-Ebene eingereicht. Damit soll die Auswirkung eines dynamischen Tempolimits auf einem kurzen Abschnitt getestet werden. Das Projekt wurde allerdings nicht angenommen. Die Einwände der EU wurden mittlerweile eingearbeitet. Im Oktober wird das Projekt noch einmal eingereicht.

    Der Hintergedanke des Landes: Weil die Regierung einem solchen Pilotprojekt eher zustimmt, könnte man den Nutzen des dynamischen Tempolimits wissenschaftlich belegen und so mehr Druck erzeugen, um die Idee aus Südtirol fix umzusetzen.

    Zum Maßnahmenpaket der Landesregierung gehören übrigens auch die Verlagerung der Lkw von der Straße auf die Schiene, die Eurovignette und eine Tunnelführung im Bereich von Brixen. Und: Die kostenlose Nutzung der A22 zwischen Bozen Süd und Bozen Nord, solange die angepeilte Umfahrung nicht realisiert ist.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (59)

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    • goggi

      Aha,die Arbeitsgruppe hat nicht viel gebracht,wie in vielen solchen Fällen.
      Wieder einmal Geld für die Katz ausgegeben,wie so oft.
      Wann schaffen wir diese Ämter ab,die keine Daseinsberechtigung haben.

    • Lucie

      Je mehr Zuständigkeiten an das Land umso geringer wird die Freiheit.

    • TrueGrit

      @goggi: warum sagst du das? Die Idee wäre doch gut. Auf der Inntalautobahn gibt es dieses System schon und es funktioniert gut

      • Andreas

        Wenn ich mit höherer Geschwindigkeit z.B. 1 Minute für eine Strecke brauche und mit reduzierter Geschwindigkeit 1,5 Minuten, belaste ich die Umwelt an dieser Stelle doch eine halbe Minute mehr, wo genau ist da der Vorteil?
        Beim Lärm verstehe ich es, doch Sprit brauche ich im Verhältnis mehr, da der Spritverbrauch nicht proportional zur Geschwindigkeit sinkt und jeder Autotyp hat die optimale Verbrennung bei einer anderen Geschwindigkeit.

        • George

          @Andreas
          Schauen Sie sich einmal die wissenschaftliche Reihe der Abgaswerte von verschiedenen Umweltinstituten an und vertiefen Sie sich, dann werden Sie anders denken als bisher (falls Sie die Analysen und die daraus erhobenen Folgerungen verstehen oder auch zu akzeptieren lernen).

          • Andreas

            Keine Lust zu suchen, dafür interessiert mich das Thema zu wenig.
            Dein Kommentar lässt aber darauf schließen, dass ich recht habe und hier nur lächerlicher Aktionismus betrieben wird um Leuten wie Dir ein Erfolgserlebnis zu verschaffen.
            Zahlen sind Fakten, da braucht man nichts zu verstehen und so wie Du es formulierst, scheint es diese nicht zu geben, es klingt als würden diese Studien nur von so ambitionierten Weltverbesserern wie Dir richtig interpretiert werden.

            Fakten scheinen bei Ideologen wie Dir nicht wirklich ausschlaggebend zu sein, entweder Du hast selbst keine oder Du möchtest mit Deinem inhaltlosen Geschwafel verschleiern, dass es Leuten wie Dir weniger um die Umwelt, sondern mehr um Missionierung geht. 🙂

            • George

              @Andreas
              Aus ihren aggressiven Zeilen und der absolut geringen Sensibilität müsste ich es ihnen eigentlich wünschen, an diesen umwelschädigenden Stoffen zu erkranken. Vielleicht würden Sie dann anders denken und schreiben. Wenn nicht, dann wäre womöglich ihr allzu früher Tod am Einfluss dieser Abgase auch kein allzu großer Schaden. Ihr Hohn und Spott auf die Gesundheit kann wohl nichts anderes herrufen, als diese paar Zeilen, die ich gerade geschrieben habe, nachdem wissenschaftliche Studien und eindeutige Fakten daraus für Sie anscheinend nur „inhaltloses Geschwafel“ sind.

            • Andreas

              Sie machen munter weiter mit inhaltslosen Geschwafel ohne einen Beleg dafür zu bringen, dass eine Geschwindigkeitsreduzierung einen konkreten Nutzen bringt.
              Bringen Sie doch konkrete Zahlen, diese haben Sie aber anscheinend nicht.
              Auch wenn man ganz, ganz fest an etwas glaubt, trifft es nicht zwingend ein, Sie sollten sich von solchen Kinderwünschen verabschieden 🙂

            • George

              @Andreas
              Ihr präpotentes Verhaltes spricht Bände. Nur um mich nieder zu machen zu wollen, verlangen Sie von mir Zahlen, andernfalls sei ich nicht glaubwürdig. Ja sehen Sie sich doch in den einschlägigen Studien und Berichten nach, dann haben Sie ihre Gegenbelege. Anstatt ständig zu provozieren hätten Sie das schon längst tun können. Ich hätte die Zahlen schon, nur nutzen sie einem solchen Trotzkopf nichts, der nur darauf aus ist, nichts anzuerkennen, bis dass er selber es zu spüren bekommt.

            • Albert

              @ andreas
              Der verbrauch pro km nimmt mit hohere geschwindigkeit exponential zu wegen dem luftwiederstand. Betonung auf „pro km“, das sollte erklärung genug sein.

        • Armin

          Wenn man langsam fährt braucht man z.B nur 5liter auf 100 km und wenn schnell bald es doppelte.
          Mein auto brauch am wenigsten im letzten Gang bei 1200umdrehungen.das wird bei den meisten so so sein

      • christian waschgler

        TrueGrit – Wie will ein Laie wissen oder beurteilen ob das System auf der Inntalautobahn etwas bringt oder funktioniert ? „Arbeitsgruppen“ nützen der Umwelt gar nichts – sie produzieren ebenfalls nur „Abgase“ . Der Staat bzw. die Gesellschaften haben nur eins im Sinn – zu kassieren. Sie sollten einmal überlegen Filteranlagen zu installieren

    • Einereiner

      Was will den unsere Landesregierung hier für einen Blödsinn! Wir haben ja eh schon nur 110 km/h. Ein dynamisches Tempolimit macht in Deutschland Sinn, wo man zwischen minimal 60 km/h und rauf bis freie Fahrt (z. B. 300 km/h) vorgeben kann.
      Wegen läppischen 20 km/h braucht es keinen solchen Aufwand…..Geldverschwendung alla Sudtiroliana!

      • George

        @Einereiner
        Was ich weiter oben für Andreas festgehalten habe, gilt für Sie und verschiedene andere Geschwindigkeitsfreaks, die hier so oberflächlich einmal etwas behaupten, umsomehr. Mir scheint, dass ihr die Gesundheit und die Vorsorge dazu erst zu schätzen lernt, wann ihr selber daran erkrankt.

        • Einereiner

          @George
          dann setz dich lieber für Elektro- bzw. Wasserstoffautos ein, damit kommst du deinem Ziel näher als mit einer dynamischen Geschwindigkeitsbeschränkung.
          Rechne einfach mal, wieviel die kostet und was dann 90km/h für 10 % der Zeit bringt —– > nämlich einen feuchten Kehricht.
          In Deutschland fahre ich normalerweise zwischen 160 und 200 km/h. Mit der dadurch gewonnenen Arbeits- und Freizeit kann ich viele gute Dinge voranbringen. In Zukunft, wenn die Autos alleine fahren, werde ich auch kein Problem haben, nur 120km/h zu fahren. Weil ich dann nämlich lesen, arbeiten oder schlafen kann. Hoffentlich im Elektroauto, dann haben endlich die Grünen ihre Existenzberechtigung verloren.

          • George

            @Einereiner
            Die Ebenen und das Hügelland in Deutschland kann nicht absolut mit unserem engen Gebirgstal der Brennerrachse verglichen werden. Bleiben Sie besser bei den Fakten und lassen Sie hier Ideologien aus dem Spiel. Die Gesundheit ist keine Ideologie!

            • Thomas Wüst

              Viele Abschnitte der bayrischen Autobahnen weisen ein bei weitem extremeres Streckenprofil auf als die Brennerautobahn.
              Grob gesagt, gehts vom Brenner bis Bozen ohne nennenswerte Steigungen bergab.
              Beispielsweise ist der Abschnitt auf der bayrischen A8 zwischen Bad Aibling und Weyarn (seit vielen Jahren mit dynamischen Tempolimit versehen) vom Steigungsprofil her bei weitem aufwendiger als die Brennerautobahn.

            • Einereiner

              Bravo George,
              jetzt hast du es verstanden. Deutschland ist nicht Südtirol, in Deutschland ist ein dynamisches Tempolimit zwischen 60 und 300 km/h sinnvoll.
              In Südtirol nicht, da eh nur zwischen 90 und 110 geschaltet werden könnte…….hohe Kosten, wenig Nutzen.
              Gesundheit ist wichtig, deswegen lieber Elektroautos anstelle sinnloser dynamischer Geschwindigkeitsbeschränkungen.

    • Guenther

      Das wäre ja mal was sinnvolles. Auch die Untertunnellung in Brixen.
      Aber wir das vor 2030 erleben werden?

    • Andreas

      Reiner Aktionismus, bringt es eigentlich wirklich eine Entlastung?
      Wenn ich mit 100 km/h unterwegs bin, benötige ich die halbe Zeit für die Strecke, als wenn ich mit 50 km/h unterwegs wäre.
      Der Verbrauch und voraussichtlich auch die Abgase reduzieren sich aber nicht auf die Hälfte.
      Hat jemand eine Ahnung ob es wirklich etwas bringt?

      • Thomas Wüst

        Die Rechnung geht leider so nicht auf. Mit 100 kommst im Normalfall nicht doppelt so schnell voran wie mit 50, denn dann müsste ein Schnitt von 100 km/h erzielt werden.
        Das klappt aber nicht, denn je höher die Geschwindigkeiten sind, desto inhomogener wird der Verkehrsfluss. Den größten Durchsatz auf der Autobahn kannst dadurch erreichen, dass alle KFZ absolut gleich schnell fahren, damit ist der Schadstoffausstoß am geringsten.

        Dazu gibts haufenweise Studien.

        • Andreas

          50 und 100 km/h sind natürlich theoretische Werte, bei welchen ich sehr wohl bei 50 die doppelte Zeit benötige und um wieviel sich diese Zeit durch gleichmäßigerem Verkehrsfluss verringert, ist wohl ein sehr theoretischer Wert, welcher von x Faktoren wie Wetter, Licht, Tageszeit und Art der Verkehrsteilnehmer abhängt.
          Wenn man diese Werte für z.B. BZ Nord bis BZ Süd bei geringem Verkehr hernimmt, kann die doppelte Zeit auch praktisch hinkommen.

      • guy fawkes

        @Andreas
        Da der Verbrauch von „normalen“ Fahrzeugen in Liter pro km und nicht pro Zeiteinheit (wie zB bei Hubschrauber oder Panzer) angegeben wird und der Verbrauch bei allen Fahrzeugen mit höherer Geschwindigkeit zunimmt (Stichwort Luftwiderstand) verstehe ich deine Argumentation überhaupt nicht.
        Anmerkung: Es mag schon sein dass zB mein PKW bei 10 kmh mehr verbraucht als bei 40kmh, aber dieses Phänomen tritt nur bei ganz geringen Geschwindigkeiten auf bei denen der Luftwiderstand gegenüber anderen Faktoren vernachlässigbar ist (per Definition ist der Verbrauch pro km bei 0 kmh am höchsten).

        • Andreas

          Angenommen Dein Auto hat bei 120 km/h einen Verbrauch von 9 Liter und bei 60 km/h 6 Liter, was realistisch ist, verbrennt die Karre auf einer Strecke von 20 km mit 120 km/h 1,5 Liter und mit 60 km/h 2 Liter.

          Warum sollten die 2 Liter die Umwelt auf diesen 20 km weniger belasten? Es wir ein Drittel mehr Sprit verbrannt.

          • Albert

            Realistisch wäre
            Verbrauch bei 180km/h: 12 l/100 km
            Verbrauch bei 90 km/h: 5l/100km

          • guy fawkes

            @Andreas
            Also Mathematik scheint nicht deine Stärke zu sein.
            Ich wiederhole: der Verbrauch bei einer vorgegebenen Geschwindigkeit wird in Liter pro 100 km angegeben. Damit wäre die Diskussion eigentlich schon beendet.

            Falls du das immer noch nicht wahrhaben willst – hier die korrekte Berechnung deines Beispieks:
            Verbrauch für 20 km bei 120 kmh: 1,8 liter (9 / 100 * 20)
            Verbrauch für 20 km bei 60 kmh: 1,2 liter (6 / 100 * 20)

    • Politikverdrossener

      Eine Autobahn soll eine Autbahn bleiben und Höchstgeschwindigkeiten gehörten meiner Meinung nach dort abgeschafft.Es muss keine Rennbahn sein,aber es ist sicher ein Unterschied ob jemand einen Ferrari fährt oder einen Topolino.Ich hätte gerne mal die Daten erfahren,welche Autos die Luft so verschmutzen ,die Pkw oder die Lkw?Ich nehme mal an,dass ein Lkw,die meisten aus den Ostländern,so einiges mehr an Schmutz herausschmeißt ,als ein Pkw.Warum müssen wir uns von den paar Grünen Idioten das Leben dirigieren lassen?Schickt sie auf ein Biofeld und dort können sie sich austoben.

      • Gregor Beikircher

        @Politikverdrossener u. a.
        Das hat nichts mit „Grünen Idioten“ zu tun, sondern mit Gesundheit und Gesundheitsvorsorge für die Anrainer und die Bewohner allgemein in dieser Atmosphäre. Erkrankungen und frühzeitiger Tod durch ein Zuviel an Abgasen sind genug nachgewiesen, alsdass die notwendigen Maßnahmen getroffen werden müssen. Die Strecke entlang der Brennerstrecke von Kufstein bis Salurn ist in den letzten Jahrzehnten durch allzu freigebiges Fahren zu einem Luftvorsorgegebiet degradiert worden und allzu viele haben die Augen und die Nase zugedrückt, während Viele in der Bevölkerung daran erkrankt sind und darunter leiden. Wer die Schweizer Studien und die Studie von Prof. Lercher von der Uni IBK, die lange Zeit unter Verschluss gehalten worden ist, gelesen oder durchgeschaut hat, weiß Bescheid.

        • Gregor Beikircher

          Kleine Korrektur: Sie haben diesbezüglich nicht nur die Augen u. Nase zugedrückt, sondern dazu alle 5 Sinne unterdrückt, wobei man sagen muss, dass ein Teil der Schadstoffe, die abgestoßen werden, gar nicht über die normalen Sinne unmittelbar festgestellt werden.

        • Andreas

          Sie müssen ein Bruder im Geiste von George sein, verlinken Sie doch die Studien und nennen Zahlen was eine Geschwindigkeitsreduzierung konkret bringt. Der Spritverbrauch verringert sich nicht proportional zur Geschwindigkeit und die Geschwindigkeit, bei welcher Sprit am optimalsten verbrannt wird, ist vom Motor des Wagens abhängig.
          Und die Worte „…allzu freigebiges Fahren…“ finde ich jetzt lustig, es geht Ihnen also primär darum, den „Umweltverschutzern“ Ihre Ideologie aufs Auge zu drücken.
          Warum habt Ihr Umweltideologen eigentlich selten konkrete Zahlen zur Hand?
          Das würde Dumme wie mich doch eher überzeugen als Euer abgehobenes Schwadronieren von Studien, welche 99,9% der Menschheit nie lesen werden.

          • Gregor Beikircher

            @Andreas
            Die genannten Studien sind alle schon bei uns offen gelegt worden. Recherchieren Sie und schlagen Sie selber nach, Sie scheinen ja gut mit Medien umgehen zu können. Ihre Suchfaulheit bei dieser Einstellung muss ich wirklich nicht unterstützen auch noch.

            • Andreas

              Seien Sie doch etwas kooperativer und helfen den 99,9%, welche die Studien nie lesen, Ihr Anliegen zu verstehen. Was spricht dagegen seitenlange Studien, welche die Wenigsten verstehen, zusammenzufassen und für einen Großteil der Bevölkerung kurz und verständlich zu formulieren?
              Sollte eigentlich Sinn der Sache sein es der Bevölkerung verständlich darzulegen, bei manchen hat man aber den Eindruck sie dienen nur der gegenseitigen Beweihräucherung der Wissenschaftler und die Studien sind eine Beschäftigungspolitik zu Gunsten der Studienersteller.

          • Gregor Beikircher

            @Andreas
            Ach sprechen Sie doch nicht von anderen (99,9)%)! Was wissen Sie schon davon, wieviel andere sich in Studien versenken oder nicht. Wo Sie ohnehin immer wieder nur, so wie ich es aus iihren paar Zeilen herauslese, nur in ihrem Egoismus gefangen bleiben, hätten Sie ruhig einmal die Vorstellungen solcher Studien besuchen können, wo diese zusammengefasst und erläuternd dargestellt wurde. Aber wahrscheinlich war Ihnen auch dieses Bemühen egal. Sie stellen ja ohnehin alles in Frage. Fragt sich eigentlich nur, wann die Umwelt Sie selbst einmal in ihrer Dreistigkeit in Frage stellt, wenn es um ihr gesundes Dasein geht.

    • ......

      Die gesamte Luftverschmutzung Südtirols, die auf das zehnfache der Industriezonen zuzuschreiben ist, nicht den pkw’s, aber trotzdem: würde man zurückkehren, und fussgänger und Radfahrer sollen den Autos vorfahrt lassen, ist mehr als die Hälfte der Ausstösse eingedämmt. Unterführungen, Strassenbrücken, theoretisch billig, allerdings, wenn die Provinz das in die Hand nimmt, macht sies’s wieder zum Miliardenalibi….es wär alles so einfach und logisch. Aber niemand da drinnen will eine reelle Lösung finden.

      • ......

        Und zusätzlich: alle öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei. Die wurden mit Steuergeld gekauft, die Gehälter zahlt der Steuerzahler, die Instandhaltung zahlt der Steuerzahler. Ein zusätzliches Ticket zu verlangen ist Wucher oberster Schweinereienstufe

    • Puschtra

      Für die Überschreitung der Limits ist der LKW Verkehr verantwortlich. Auch für die Schäden an den Autobahnen sind hauptsächlich LKW schuld. Die Kosten die der Schwerverkehr verursacht werden bei weitem nicht durch die Mautgebühr gedeckt.
      Bezahlen müssen das allerdings die Fahrer von PKWs.
      Wieso eigentlich?

    • Thomas Wüst

      Für die wissenschaftlichen Leuchten hier.

      Der Schadstoffaustoß bemisst sich nach Gramm bzw. der entsprechenden Einheit pro km.

      Der Zeitfaktor ist irrelevant.
      Da der Schadstoffausstoß bei höheren Geschwindigkeiten im Regelfall überproportional anwächst, ist die Verringerung der Geschwindigkeit die am schnellsten wirksame Maßnahme.

    • Yannis

      @Puschtra,
      so ist es ! eine Geschwindigkeitsreduzierung von 110 auf 90 Kmh für PKW bringt absolut nichts. Solange LKW aller Herren Länder die über keinerlei Schadstoff reduzierende Technik verfügen frei und flott den Brenner rauf und runter donnern können, ist die Idee mit den Dynamisches Tempolimit einfach nur Blödsinn.
      Viel besser wäre es bei überschreiten der Grenzwerte den LKW Verkehr dynamisch zu reduzieren, z.B. durch eine kräftige Erhöhung der Mautgebühr.

      Des weiteren, wenn ich mir bei einer Fahrt über die Autobahn über meinen Bordcomputer den „Momentanverbrauch“ anschaue so ist festzustellen dass dieser bei 90 Kmh keinen Tropfen geringer ist als bei 110 Kmh.

      • Thomas Wüst

        Wenn dem tatsächlich so ist, dass Ihr Auto bei 90 genauso viel Benzin wie bei 110 verbraucht, sollten Sie wahrscheinlich einmal in die Werkstatt fahren.
        Der Luftwiderstand steigt exponentiell an, somit muss der Verbrauch aus diesen Gründen ebenso ansteigen.
        Sollte er das nicht tun, so liegt entweder ein technischer Defekt vor oder Ihr Auto ist nicht auf dem aktuellen Stand der Technik.

        Physik bleibt Physik.

        • Yannis

          Ja, ja die wird die „Auflösung“ von einer Stelle hinter dem Komma auf zwei Stellen verändern.
          Wenn ein Bordcomputer z.B. 9,1 zeigt, kann der tatsächliche Wert bei einer Auflösung mit einer Stelle hinter den Komma, der wirkliche Wert zwischen tatsächlich zwischen 9,01 und 9,99 schwanken.
          Ob dieser marginale Verbrauchsunterschied hinter am Auspuff die Schadstoffe messbar beeinflusst, kann bezweifelt werden.

      • George

        @Yannis
        Entweder ist ihr Bordcomputer falsch eingestellt oder Sie haben nur punktuell einmal hingeschaut und nicht die laufend sich ändernden Außenbedingungen und eine integrierte Mittelwertberechnung mitgedacht.

    • ?

      Wie Thomas schon geschrieben hat, steigt der Verbrauch natürlich an, eben aus genanntem Grund, da gibt es nichts zu rütteln. Nur kann das „Schätzeisen“ Momentanverbrauch (sicher auch je nach Autotyp verschieden) das meistens gar nicht so genau messen…

      Ich bin aber trotzdem für freie Fahrt auf Autobahnen und Landstraßen (außerhalb von Ortschaften) 🙂

    • Albert

      Ich wäre dafür dass alle nicht schneller als 100 fahren sollten. Lkw, busse, pkw.
      Hab in Australien gelebt, anfangs wars gewöhnungsbedürftig auf riesigen autobahnen nur 100 zu fahren . Aber man fährt entpannter, das gezänke und dauernde überhohlen fällt weg weil alle gleich schnell fahren. Tempomat auf 101 einstellen und sicher ankommen.

    • C

      Was will man den senken?!?! Eine Spur gehört sowieso nur mehr den LKWs, die andere den Deutschen mit ihren Campers… 130 Km/h ist eh schon eine Utopie auf der Brennerautobahn!!!

      • George

        @C
        Was wollen Sie mit ihrer Raserei erreichen? Zeit haben Sie doch nicht mehr, als Ihnen sonst auch zu Verfügung steht. Sie bilden nicht einmal eine Sekunde in der gesamten bisherigen Entwicklung, worin Sie sogar dies mit dem Risiko verbinden sich bltizschnell selber auszulöschen.

    • Rudolph

      Dieser Vorschlag des Landes ist nichts anderes als ein Witz.
      Mann kann auch sagen Schikane.
      Der Hauptverschmutzer auf der Autobahn, nämlich der Schwerverkehr darf ohnehin nur max. 80kmh fahren, wäre also von dieser Massnahme nicht betroffen.
      Die derzeit erlaubten 110 bzw. 130 kmh sind alles andere als schnell und nachweislich die ideale Reisegeschwindigkeit mit dem geringsten co 2Ausstoß.
      Aber man kann alles übertreiben und päpstlicher sein als der Papst,, das ist ja typisch in Südtirol.
      Der nächste Schritt wird dann einTotalverbot des motorisierten Verkehrs sein.

    • Stephan

      Das ideale wäre ein Limit von 70 kmh für Lkws und 80 kmh für Pkws auf der gesamten Trasse.
      Dann würde die Umweltbelastung merklich sinken und die Sicherheit erhòht.

      • ?

        @Stephan
        Wieso nicht gleich nur mehr Fahrrad oder zu Fuß?

        Solche idiotischen Vorschläge wie deine können nur von Leuten kommen, die die Arbeit vor der Haustür haben und das Auto zweimal im Jahr benutzen…und die Probleme anderer ignorieren unter dem Motto, Hauptsache mir geht’s gut…

    • anarchoseppl

      Das Land könnte ganz einfach die Höchstgrenzwerte etwas erhöhen?, dann könnten wir auch alle wieder ruhig schlafen..

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