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    „Unsere Impulse“

    „Unsere Impulse“

    Unternehmenswachstum zu unterstützen ist das oberste Gebot der Handelskammer Bozen. Sie erklärt, welche Impulse sie für Wirtschaft und Gesellschaft gibt.

    „Ein möglichst ausgeglichener Mix aus kleinen und großen Betrieben ist entscheidend für die hohe Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand Südtirols. Die durchschnittliche Betriebsgröße der Südtiroler Unternehmen liegt aber bei nur 4,3 Mitarbeitern pro Betrieb und ist im Vergleich zu einigen Nachbarregionen deutlich kleiner“, schreibt die Handelskammer Bozen in einer Aussendung.

    „Kleine Unternehmen sind das Rückgrat der Südtiroler Wirtschaft: sie sind flexibel, reagieren dynamisch auf die Marktanforderungen und tragen zur Entwicklung der Randgebiete bei. Größere Unternehmen sind aber meistens produktiver. Sie können aufgrund der Produktionsmengen Kosten sparen, mit den Lieferanten und Kunden bessere Vertragsbedingungen aushandeln, verfügen über mehr Human- und Finanzkapital für die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit und können Märkte außerhalb des Landes leichter bearbeiten“, so die Handelskammer.

    Es sei deswegen wichtig, gute Voraussetzungen für das Wachstum der Unternehmen zu schaffen. „Es gilt, den gesamten Lebenszyklus der Unternehmen stärker als bisher zu begleiten. Der Schritt in die Selbständigkeit ist derzeit noch zu einfach, während das Wachstum von bestehenden Betrieben kaum gefördert wird und der Ausstieg selten gut vorbereitet ist bzw. unnötig lange hinausgezögert wird“, fügt Präsident Ebner hinzu.

    Südtirols Unternehmen müssen nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ wachsen. Die Handelskammer Bozen steht den heimischen Betrieben von der Gründung bis zur Nachfolge mit Information und Beratung zur Seite. Das gesamte Dienstleistungsangebot der Handelskammer ist auf der Internetseite www.handelskammer.bz.it einsehbar.

    Die Impulse der Handelskammer zum Thema Unternehmenswachstum:

      Kleinunternehmer/innen müssen angeregt werden, Managementkenntnisse zu erwerben, z.B. im Personalbereich, in der Erstellung von Kostenvoranschlägen, in der Finanz- und Strategieplanung, im Controlling und in der Kostenrechnung;

      Um zu wachsen und eigene Investitionen zu finanzieren, brauchen die Unternehmen Liquidität. Dazu sollen der Kreditzugang erleichtert, die Steuerbelastung reduziert und öffentliche Investitionsbeiträge schneller ausgezahlt werden;

      Genauso wichtig wie die Förderung von Neugründungen ist der Ausbau von bereits bestehenden Firmen;

      Es ist wichtig, die Voraussetzungen zu schaffen, damit lokale Unternehmen sich mit Erfolg um den Zuschlag für öffentliche Aufträge bewerben können;

      Die Kooperation mit anderen Unternehmen stellt eine konkrete Möglichkeit dar, die Nachteile der kleinen Betriebsgröße zu überwinden und muss deshalb gefördert werden;

      Das Instrument der Unternehmensnetzwerke sollte auch in Südtirol verstärkt für die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen eingesetzt werden;

      Die im europäischen „Small Business Act“ enthaltenen zehn Grundsätze sollen voll verwirklicht werden, um die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu steigern.

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    Kommentare (8)

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    • Gebi Mai

      Die finanziellen und bürokratischen Belastungen für Einzelunternehmen sind viel zu hoch. Solange die beibehalten werden, werden immer mehr kleine Unternehmen verschwinden.

    • Markus Gufler

      Der Südtiroler Markt ist für sehr viele Sparten relativ klein, um größere Unternehmens-Strukturen zu rechtfertigen oder ermöglichen.
      Das bedeutet, dass ein Unternehmen in den Export gehen muss, was nicht gänzlich unmöglich aber in Südtirol mit einem speziellen Detail behängt ist: Ab Trient südlich sind wir Deutsche mit anderer Mentalität. Ab Brenner nördlich Italiener mit anderen Gesetzen. D.h. dort Fuß zu fassen erfolgt wenn, dann nicht unbedingt mit einem Vertrauensvorschuss.
      Der Südtiroler Markt wird noch einmal künstlich verkleinert, weil der öffentliche Sektor überdurchschnittlich groß ist, und mit den vielen Sonderbetrieben und inhouse-Gesellschaften sehr viel am freien Markt vorbei erledigt und „wirtschaftet“ Ein Beispiel dafür ist im IT-Bereich die SIAG.

    • iPinktl

      troppo fumo, poco arrosto

    • Luis

      Diese Handelskammer kann eingespart werden.

    • Gunti

      Unternehmen zu unterstützen, da denkt die Handelskammer bestimmt hauptsächlich an die Athesiagruppe samt den Dutzenden Unternehmen rund um ihrer Gruppe. Es sollte sich schon jedes Unternehmen selbst bemühen und kümmern und nicht nur auf die ungerechten Unterstützungen hoffen und warten.

    • Anton

      Betreiben die Verantwortlichen unter Führung des Präsidenten der Handelskammer eine gewisse Wettbewerbsverzerrung? Indem einige Unternehmen stärker gefördert werden und Abgaben von allen Unternehmen für wenige ausgeben werden.

    • Unterwind

      Ebners durch und durch ineffizientes, aufgeblasenes Bürokratie Monster versucht zum xten mal mit derlei schwachsinnigen Aussendungen auf sich aufmerksam zu machen.

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