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    Der erhoffte Fernseher 

    Der erhoffte Fernseher 

    Die Bozner Quästur hat mehrere Fälle von Internet-Betrug aufgedeckt und zehn Personen angezeigt. 

    Von Thomas Vikoler

    Die Boznerin wollte ihn unbedingt haben – den Fernseher neuester Machart, den sie auf einer Internetseite entdeckt hatte.

    Sie überwies die geforderte Summe, die Zustellung des mit Freude erwarteten Geräts ließ aber auf sich warten. Die Internet-Firma, bei der sie es bestellt hatte, antwortete schlichtweg nicht auf ihre E-Mails. Sie erstattete Anzeige bei der Bozner Quästur.

    Die hat nun herausgefunden, dass die Überweisung für den Fernseher auf einem Postepay-Konto eines 55-jährigen, in der Emilia wohnhaften Mannes landete.

    Eine polizeibekannte Person, was den Verdacht gegen ihn verstärkte. Die Ermittlungen ergaben schließlich, dass er hinter einer fiktiven Website stand, die mit den Daten (Mehrwertsteuer, Betriebssitz) einer anderen, nichtsahnenden Firma arbeitete.

    Auf diese Weise ist es dem Mann aus der Emilia offenbar gelungen, innerhalb von zwei Monaten auf betrügerische Weise 50.000 Euro einzukassieren, ohne die auf der Internetseite angebotenen Waren tatsächlich zu liefern. Sogar PKWs wurden auf der Seite feilgeboten und stattliche Anzahlungen dafür kassiert.

    Weitere neun Personen wurden von der Bozner Quästur unter Fahndungsleiter Giuseppe Tricario wegen Betrugs angezeigt. Ein Großteil der überwiesenen Kunden-Gelder waren von dem Postepay-Konto auf andere Konten transferiert worden.

    Die Quästur warnt auf diesem Weg vor zweifelhaften Internet-Käufen: Etwa solche, die Überweisungen ins Ausland für Autos vorsehen, angebliche Lotto-Gewinne ohne gekaufte Lose oder Smartphone-Angebote zu unrealistischen Preisen.

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