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    Fuchsjagd gestoppt

    Arnold Schulers Sonderermächtigung hat nur eine Woche gehalten. Das Gericht hat die sommerliche Fuchsjagd gestoppt.

    Die nationale Tierschutzorganisation LAV war wieder einmal erfolgreich. Nach ihrem Rekurs hat das Bozner Verwaltungsgericht am Freitag die Fuchsjagd ausgesetzt – bis zur Verhandlung am 15. September.

    Landesrat Arnold Schuler hatte Ende Juli eine Sonderermächtigung zur Fuchsregulation erlassen. Vom 1. August bis zum 20. September 2015 dürfen demnach Füchse in unmittelbarer Nähe von Geflügelhaltungen erlegt werden, nachdem sich die Schadensfälle häuften.

    Die gesetzliche Jagdzeit auf Füchse beginnt eigentlich erst ab dem 20. September.

    Gegen Schulers Dekret wurde – wie üblich bei derartigen Sonderermächtigungen – rekurriert. Für einige Füchse kommt die gerichtliche Schonfrist jedoch zu spät.

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    Kommentare (35)

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    • xy

      So ein Blödsinn, sehe diese ganze Sache eher als einen Lückenfüller, für das „Sommer-Loch“, (Presse, sowie bei Gericht), den wenn wir alle wissen, dass sobald ein Tierstand in der freien Wildbahn an einer Überpopuralität leidet, kommt es unweigerlich zu Krankheiten, die auch für den Menschen nicht ungefählich sein können.
      (TOLLWUT, usw, usw..)
      Das Problem liegt aber ganz anderwo, und zwar diese Leute, die sofort gegen solche Dekrete rekurieren, wohnen meist in der Stadt wo sie ihr ganzes Leben nie ein solches freilebende Tier zu Gesicht bekommen, und somit „blind“ auf ihren Augen sind.
      Bin kein Jäger, dass ich diese Zeilen verfasse, wohne aber am Land, und sehe selber, dass sich in letzter Zeit, Füchse wieder vermehrt auch am Tage zeigen, und auch keine natürliche Angst vor Menschen mehr zeigen.
      Dieses Fenomen deutet auf eine Erkrankung der Tiere, aber vielleicht wird ja doch einmal einer dieser „Schlaumeier“ von einem Tolwütigen Fuchs gebissen, dass auch bei diesen endlich ein Umdenken bei der Freigabe von Abschüssen nicht schon im Keim erstickt wird.

      • Luis

        Warum reagieren die Verantwortlichen nicht viele Monate früher? Wurde da vieles wie üblich in der Landesregierung verschlafen?

      • Richard

        Tiere haben ein Recht auf einen freien und unberührten Lebensraum wie diese Spezies Mensch. Das Recht das sich der Mensch nimmt, stammt lediglich aus seiner Arroganz und Gewaltbereitschaft alles niederzumachen was ihm nicht passt. Man soll sich schämen gegen die Tiere immer wieder mit solchen unwürdigen Dekreten vorzugehen und gegen die Schwächsten Terror und Gewalt zu verherrlichen.

        • Alex2

          Stimme Richard komplett zu, so eine Schweinerei! Das Problem wird nur verschoben.

        • Hans1

          wie sich die Sache entwickelt:
          den Menschen in der Peripherie wird eine Überpopulation an Füchsen, Murmeltieren, Dachsen, Steinmardern und teilweise auch Bären zugemutet, ohne mit ihnen zu reden, ohne mit diesen Menschen in Dialog zu treten: Gesetz ist Gesetz, diese Menschen sind dumm die sollen einfach erdulden was im fernen Rom beschlossen wird. Allerdings ist Rom von der Alm in Pfunders oder vom Bergbauernhof am Sonnenberg im Vinschgau weiter entfernt als New York vom Mond.
          Mit diesem Vorgehen erreicht der LAV und andere fanatische Organisationen folgendes:
          Die an sich kooperativen und sonst anpassungsfähigen Menschen dieser Gebiete erkennen keinen Sinn in diesen Verordnungen, im Gegenteil sie empfinden es als Schikanen denen sie Ohnmächtig gegenüber stehen. Manche dieser Menschen resignieren dann, andere greifen zur Selbsthilfe: Die betroffenen Tiere werden bei Nacht und Nebel zu Tode erschreckt. Deswegen sind diese Tiere in manchen Gebieten kein Problem mehr.

      • Zero

        In Berlin (Stadt!!) gibt es tausende Füchse !!!!!!

    • kellner

      dann wendet man halt andere methoden gegen diese mistviecher an. ob es denen besser gefällt, wage ich zu bezweifeln…….

    • Guenther

      Sehr gut. Gott sei dank gibt es Menschen die sich für unsere wildlebenden Tiere einsetzen.
      Glückwunsch an die Initiatoren

    • Unterwind

      Wia es hold so isch ban a Kolonie, wenns drauf un kimmt hob man eigentlich nix zu meldn.
      Oder isch des vieleicht schun die Vollautonomie????

      • Pupps

        …..thema verfehlt oder bisch net gscheider?

        • Don Camillo

          Das Thema hat sehr wohl mit der Autonomie etwas zu tun. Es geht nämlich darum ob wir entscheiden wie wir unsere Probleme lösen oder die Römer mit deren Handlanger.

          • guy fawkes

            Ich glaube nicht dass die Autonomie dazu „erfunden wurde“ bzw ermöglichen sollte die Jagd auf gesetzlich geschützte Arten (wie im Fall der Murmeltiere) oder in Schutzzeiten für Muttertiere (wie im vorliegenden Fall) mit einem Dekret eines Landesrates zu erlauben.
            Ganz ohne Grund werden die Gerichte diese Dekrete schon nicht kassieren.
            Es ist eigentlich eine Missachtung der Gesetze (und nebenbei eine Frechheit) dass der Landesrat auf Druck gewisser Lobbys nach der ersten Abfuhr weitere Dekrete unterzeichnet hat. Offensichtlich herrscht hier Narrenfreiheit – wenn der Landesrat persönliche Konsequenzen zu befürchten hätte, würde er diese gesetzeswidrigen Dekrete sicher nicht unterschreiben.

    • Robert

      Das was xy schreibt scheint tatsächlich zu stimmen, nämlich „dass sobald ein Tierstand in der freien Wildbahn an einer Überpopuralität leidet, kommt es unweigerlich zu Krankheiten, die auch für den Menschen nicht ungefählich sein können“.
      Und ich fürchte bei xy ist es bereits eingetroffen.

    • Hubert

      ja, Studium allein macht halt keinen Hausverstand aus, das sieht man an derartigen Urteilen ganz klar, oder?

    • docholly

      irgendwann geht auch die Jagt auf Wendehälse auf, also aufpassen S. ……

    • der Rungger

      All jene die dich über die notwendige Regulierung der Fuchsbestände aufregen, werden sich in spätestens 2 Monaten über die Hubschrauberflüge beschweren, die Köder gegen Tollwut abwerfen müssen.

    • anton aus bruneckkk

      natürschützer- von naturschutz 0 verstanden

    • Minny

      Die Jagd gehört überhaupt verboten, dann wird sich das natürliche Gleichgewicht in der Natur wieder einstellen. Das Eingreifen des Jäger-Menschen schafft die Probleme.

    • Lilli

      Töten als Freizeitsport ist das Aushängeschild einer geistigen Unterentwicklung. Paradiesische Zustände gibt es nur ohne Jäger.

    • Wandersmann

      Man muss sich wohl an dieser Stelle frage, ob das Ziel der vermeintlichen Tierschützer, der Schutz der Tiere ist, oder diese lediglich das Ziel verfolgen die Jagd mit allen Mitteln zu bekämpfen, auch wenn die Beweggründe jeder Logik entbehren.
      Jeder Mensch mit einem Gesunden Verstand wird wohl eingestehen müssen, dass zu viel von etwas, egal worum es sich handelt, nicht gut ist. Auch eine unkontrollierte Ausbreitung von etwas bringt Probleme mit sich. Jedes Tier, das keine natürlichen Feinde in einem bestimmten Gebiet hat, breitet sich ungehindert aus und zerstört notgedrungen das bestehende Ökosystem. So sind junge Feld- und Schneehasen, Birkhühner, Auerhühner, Haselhühner usw. für den Fuchs eine relativ leichte Beute und mehr Füchse bedeutet rein Mathematisch auch eine größere Wahrscheinlichkeit, dass diese Tiere dezimiert werden.
      Nun ist es so, dass es in den heimischen Wäldern nicht ausreichend natürliche Feinde für den Fuchs gibt. Lediglich ein Adler ist in der Lage den Fuchs zu schlagen. Deshalb braucht es nun alternativen um den Fuchsbestand zu regulieren. Man könnte jetzt natürlich in hohem Maße Bären und Wölfe ansiedeln. Dann hätten wir über kurz oder lang sicher wieder ein ausgewogenes Ökosystem. Nur wird dann wohl auch die Nutzung der Natur durch den erholungssuchen Städter, den Pilztouristen, oder den Wanderer stark eingeschränkt. Lassen wir an dieser Stelle die Landwirtschaft außen vor, da sowieso eingeworfen werden würde, dass diese nur froh sind, wenn das Weidevieh gerissen wird.
      Natürlich werden andere gegenargumentieren, dass es keiner Regulierung von außen bedarf, da sich ja die Natur von alleine regelt. Es stimmt, die Natur regelt sich von alleine. Nur geht jede Regulierung der Natur, in einem Ökosystem, in das schon in zu großem Ausmaß eingegriffen wurde, zu Lasten der Artenvielfalt.
      Wenn nicht regulierend eingegriffen wird, besteht die heimische Fauna wohl bald nur noch aus den stärksten. Da, nach Darwin, nur der Stärkste überleben wird.
      Steinbock vertreibt Gämse, Hirsch vertreibt Reh und sobald das Nahrungsangebot für den Fuchs ausgeschöpft ist und auch die Bauern es verstanden haben ihre Hühner zu schützen, bzw. keine mehr freilaufen lassen, dann wird sich auch der Fuchs von alleine regulieren.
      Bis dahin wird aber mit unser aller Steuergelder der Schaden finanziert, den der Fuchs anrichtet. Helikopterflüge zur Impfung gegen die Tollwut werden finanziert, die Schäden für gerissene Hühner werden durch unsere Steuergelder refundiert und der Frühaufsteher und den Erholungssuchenden oder der Hobbyfotograf wird dann bald wohl nur noch den Fuchs beobachten können anstatt Hasen und Hühnervögel.

      • Anton

        Welche natürlichen Feinde haben Fuchs, Wolf, Bär,? Warum werden in der Region Trient Südtirol Bären angesiedelt?
        Warum reagiert die Behörde so spät auf diese Krankheiten der Füchse und anderen Wildtiere?

    • MAMA MIA

      Supper der Schuler zeigt einmal mehr wie inkompetent er ist diesmal zum wohle der Tiere ! Danke dem organisierten Schuler der immer weiss was er tut so glaubt er zumindest ! Feuerwehr von den alarmplänen streichen, Jagt auf Füchse eröffnen……….. was wird wohl als nächstes kommen ! Solche Leute braucht das Land !!!!!!!!!!!!!!!

    • Murks

      Die teuersten „Füchse“ befinden sich in der Landesregierung die mitunter die größten Schäden anrichten.

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