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    Trenker am Soldatenfriedhof

    Trenker am Soldatenfriedhof

    „Berge in Flammen“ (1931) ist der erste Film, bei dem Luis Trenker auch Regie geführt hat. Vorher war er nur Darsteller.

    Am Montag, den 10. August gibt es um 21.30 Uhr am Soldatenfriedhof in Brixen/Vahrn die einzigartige Gelegenheit,  sich auf das Thema Trenker einzustimmen. In den nächsten Wochen wird er eh zum Thema werden, weil Murnbergers “Luis Trenker – Der schmale Grat der Wahrheit” ab 27. August im Kino zu sehen ist. Auf diesen gelungenen TV-Spielfilm darf man sich freuen. Mehr darüber, wenn es soweit ist.

    Wer sich einstimmen möchte, kann dies am Montag tun. Der Verein Geschichte und Region/Storia e regione veranstaltet einen Abend über den “Mythos Gebrigskrieg” und ganz nebenbei auch über den Mythos Trenker zusammen mit dem Alpenverein Südtirol, dem Bürgerkomitee Soldatenfriedhof Brixen/Vahrn und dem Filmclub Brixen. Im Anschluss an den Film diskutieren die Historiker Gunda Barth-Scalmani und Marco Mondini, Moderation Stephanie Risse.

    Trenker greift in “Berge in Flammen” das Thema Dolomitenfront auf, das er vorher bereits in einen Roman gegossen hatte. Erzählt wird von zwei Bergführer-Freunden, die zu Feinden werden müssen, weil Italien in den Krieg eintritt. Dazu kommt die Unerhörtheit, dass die Feinde einen Berg in die Luft sprengen wollen – eine historische Realität, die für Bergmenschen so gar nicht geht. Alles Motive, die auch in anderen Filmen zum 1. Weltkrieg (Standschütze Bruggler, Der Stille Berg) Verwendung fanden. “Berge in Flammen” wurde deutsch, französisch und englisch gedreht. Trenker spielte alle drei Rollen.

    Erzählt wird in bombastischer, Trenkerscher Filmsprache, “expessionistisch”, wie Trenker-Darsteller Tobias Moretti sagen würde. Giuseppe Becce komponierte die Filmmusik. Trenker verstand es übrigens immer prächtig, die Dienste exzellenter Fachleute zu nutzen.

    Ein Filmabend, den ich auch jenen empfehle, die der Aufarbeitung des 1. Weltkriegs längst überdrüssig sind.

    Berge in Flammen (1931), 109 Min., Regie: Karl Hartl, Luis Trenker, Drehbuch: Karl Hartl, Kamera: Sepp Allgeier, Albert Benitz, Giovanni Vitrotti, Siegfried Weinmann, Schnitt: Karl Hartl, Mark Sorkin, Ernst Fellner, Musik: Giuseppe Becce, Darsteller: Luis Trenker, Lissy Arna, Luigi Serventi

    Mythos Gebirgskrieg und Mythos Trenker am Montag in Brixen/Vahrn

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