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    Die Erinnerungslücken

    Im linken Haus geschah die Bluttat

    Im linken Haus geschah die Bluttat

    Neue Details in der Bluttat von Meran: Obwohl der 57-jährige Riccardo Strazzer durch die Beweislage stark belastet wird – kann er sich laut Angaben seines Verteidigers an die Tatnacht nicht mehr erinnern.

    Die Ermittler geben neue Details zur Bluttat von Meran bekannt: Bei dem Mordopfer handelt es sich um den 43-jährigen Peter Cristina. Er soll vom 57-jährigen Riccardo Strazzer mit mehreren Messerstichen getötet worden sein. Strazzer selbst hat am Freitagabend die Carabinieri von der Bluttat informiert.

    Beide, Cristina und Strazzer, gehören dem Meraner Obdachlosen-Milieu an, sie werden im von der Stadt getragenen Haus Arche betreut.

    Die Wohnung in der 4.-November-Straße, in der sich der Mord ereignete, hatte das Mordopfer angemietet.

    Riccardo Strazzer befindet sich formell in Haft, er hat bisher gegenüber den Ermittlern die Aussage verweigert. Bei der Verständigung der Carabinieri sagte er aber: „Ich habe einen Mann getötet.“

    Wie Pflichtverteidiger Nicola Nettis der TAGESZEITUNG am Samstag bestätigte, kann sich Strazzer laut eigenen Angaben nun jedoch weder an die Tatnacht noch an die Gründe für mögliche Auseinandersetzungen erinnern. Der 57-jährige, der bis 2011 ein geregeltes Leben führte, bevor er aufgrund seiner Alkoholsucht Wohnung und Arbeit verlor, leide an einem „Blackout“, so Nettis.

    Am Montag wird Strazzer voraussichtlich zur Haftprüfung vorgeführt. Man werde sehen, ob sich die Gedächtnislücken bis dahin geklärt hätten, erklärte sein Verteidiger am Samstag.

     

    Was wir bisher berichtet hatten:

    In Meran wurde Donnerstagnacht ein Mann ermordet. Er soll nach einem Streit erstochen worden sein. Der Tatverdächtige wurde festgenommen. 

    Wie hochrangiger Carbiniere berichtet, ereignete sich Donnerstagnacht gegen 21.00 Uhr ein Mord in einem Wohnhaus in Meran. Nachbarn sollen Schreie gehört und die Carabinieri verständigt haben.

    Diese sollen das Opfer in einer Blutlache gefunden haben, während sich der Tatverdächtige noch im Haus befand – in einem konfusen Zustand.

    Die Bluttat soll sich in der 4.-November-Straße zugetragen haben. Anscheinend war ein Streit zwischen den zwei Personen der Auslöser der Gewalttat.

    Gegen 23.00 Uhr konnte man einen Tatverdächtigen festnehmen.

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    Kommentare (9)

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    • Herrgott

      Wird sicher auf Bewährung verurteilt, vielleicht zu ein paar Stunden Mithilfe im Obdachlosenheim.

    • ......

      Wir sind soweit. In Griechenland infizieren sich Menschen mit Aids um ein Dach über den Kopf zu bekommen, oder sie ermorden jemanden um ins Gefängnis zu gelangen. Essen und ein sicheres Dach übern Kopf.

    • Garuda

      Natürlich schreit jetzt der rechtsextreme Franz nicht, wenn der mutmaßliche Täter ein Einheimischer ist. Aber wehe es wäre ein „clandestino“.

      Da sieht man die Dummheit eines solchen rechtsradikalen Fanatikers a la Franz.

    • Walter Frei

      Der Peter wenn er nicht zu sehr besoffen war ein netter Kerl,ruhe in Frieden.

    • komment

      Nettis muß man haben ! Wieviele Schuldige die er verteidigt hat wurden plötzlich als unschuldig oder un zurechnungsfähig erklärt . Ich möchte gerne wissen wie er das immer wieder schafft ! Vor ein paar Jahren hielt er mich auf dem Gehsteig an, um eine Zeugenaussage zu machen, aber ich sagte ihm ich habe gerade der Stadtpolizei meine Fotos und eine Zeugenaussage gemacht und dann? ?? Das war das letzte was er sagte : „Allora niente , non ci serve “ EIGENARTIGER UND .. ??

      • MarkaP

        Eine weitere Frage wäre: wer bezahlt ihn? Der Obdachlose wird wohl – oder er hat es gut versteckt – kaum genügend Geld haben.
        Was für Interessen stecken also dahinter, daß ein Staranwalt einen Obdachlosen vertritt? Kostenlose Werbung für sein Studio?

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