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    Eisstadion und Folgen

    Eisstadion und Folgen

    Die Verhandlungen rund um die Zukunft des alten Eisstadions in Bruneck liegen auf Eis. „Was kostet diese große Lösung und welche Folgen hat sie“, fragt der Grüne Gemeinderat Hanspeter Niederkofler. 

    Nach jahrzehntelanger Diskussion fasste der Gemeinderat von Bruneck im Herbst 2013, kurz vor den Landtagswahlen, mehrheitlich einen Grundsatzbeschluss zum Bau eines neuen Eisstadions. Das Siegerprojekt wurde kürzlich vorgestellt. „Ein Neubau“, erklärt Hanspeter Niederkofler dazu, „stand lange schon zur Diskussion, die Schulzone ist dafür ein geeigneter Standort – nur: was kostet diese große Lösung und welche Folgen hat sie?“

    Der Grüne Gemeinderat weiter: „Bereits die Beschaffung des Grundes durch die Gemeinde hatte ihren Preis. Dafür wurden zwei Raumordnungsverträge abgeschlossen und die Einnahmen eines dritten Raumordnungsvertrags verwendet. Folgen sind u. a. eine Wohnbauzone in St. Georgen und das sehr problematische Wohnbauprojekt „Aschgut“ in Dietenheim.“

    Über die Dimensionen des Projekts sei nicht breiter diskutiert worden, als Baukosten wurden 15 Millionen Euro festgelegt. Davon gehen acht Millionen über das Land und sieben Millionen zu Lasten der Gemeinde, davon sind 4,5 Millionen im Gemeindehaushalt aufzubringen und 2,5 Millionen soll das Grundstück des alten Eisstadions bringen. Niederkofler rechnet vor: Samt Grund kommt das Projekt auf 18,75 Millionen, davon 10,75 Millionen zu Lasten der Gemeinde, das sind 670 Euro pro Einwohner.

    „Die 2,5 Millionen, die im Finanzierungskonzept von der Fläche des alten Eisstadions kommen sollen, ziehen weitere Probleme nach sich“, so Niederkofler, „sie soll in eine Zone für geförderten Wohnbau umgewidmet werden. Einer solchen Ausweisung sollte eigentlich die Prüfung des Bedarfs und die Auswahl der geeignetsten Fläche im Gemeindegebiet vorausgehen, statt sie einfach als gegeben festzulegen.“

    Die Grünen haben lange schon vorgeschlagen, dort eine frei zugängliche Grün- und Sportanlage zu errichten, wie sie einem Bedürfnis der ganzen Stadt entspricht. Gemeinde und Fraktion seien nun aufgefordert, hier eine allgemein tragbare Lösung zu finden.

    Niederkofler: „Angesichts dieser Kosten, seien sie finanzieller oder anderer Natur, fällt uns die Begeisterung über das neue Eisstadion schwer.“

     

     

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    Kommentare (26)

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    • Gunti

      15 mio. Für ein Eisstadion, das ist einfach viel zu viel…übertrieben ich hoffe nur, dass die Landesregierung ein solches Projekt nicht unterstützt….und ein bischen am Boden bleiben

      • norbert

        Guten Morgen Gunti … sorry, hast du die letzten Jahre geschlafen? 😉 (net böse gemeint)
        … das neue Eisstadion wurde kurz vor den Landtagswahlen von der SVP beschlossen und hat sich damit „jubelnde“ Brunecker Eishockeystimmen gekauft.
        Nun bekommen sie halt die Rechnung. Zu Recht.

      • Gebi Mai

        Ich fürchte das Stadion wird am Ende mehr kosten. Der Stimmenkauf kann als solcher „authentisch“ interpretiert und verstanden werden.

    • Einereiner

      Etwas hat Niederkofler noch vergessen: 3 Millionen wurden vom Landes-Schulhaushalt für das Eisstadium abgezweigt!
      Nach der Einweihung der Kletterhalle sollte Bruneck mal genug haben.

    • 1897

      fir de drei tschanderer braucht man net a nuies eisstadion…hoben no nia nicht gwungen ober frei groastian wellen…es reicht schun vollkommen dor rienzpalost aus..setta schweinerei

    • Techno Guy

      Typisch Grüne: Nur kritisieren und selber NULL leisten! Auf Kosten von uns Steuerzahlern leben und keinen Cent selber zum Eisstadion beitragen aber immer dagegen sein!

      Kann diese grünen, linken Pseudo-Schützer nicht mehr sehen – denn wenn diese Fortschrittsverweigerer an der Macht wären würden wir uns noch in der Steinzeit befinden!

    • seljo

      techno guy scheint gegenüber echten sachargumenten leichte schwierigkeiten zu haben!

    • Spaltpilz

      Typisch Südtirol!
      Im unteren Vinschgau fehlt das Geld für Umfahrungen und es sterben immer wieder Fußgänger auf Zebrastreifen.
      In Bruneck will man ein neues Eistadion zu 15 Millionen, 20 werden‘s schlussendlich werden. Ich bin mir sicher, sie werden‘s bekommen.

    • Bürger

      Ach Gott….ohne Worte!! Seit nur alle gscheid inkl. Grüne Fraktion!!!!

    • Brunecker

      Ja zum neuen Eisstadion, nein zu den Kosten. Entweder man findet eine Kostengünstigere Lösung oder man muss warten bis diese gefunden ist. Ich glaube dass ein Eisstadion für eine Stadt wie Bruneck nicht mehr als 10-12 Mio. (inkl. alles) kosten darf!
      Aktuell gibt es sicherlich wichtigere Projekte wo ca. 10 Mio. die gespart werden können besser eingesetzt sind…

    • tess

      in luttach im ahrntal ist eine turnhalle für ca 10 mio geplant und wird immer konkreter in den svp köpfen. während das obere ahrntal langsam vergessen wird. herrscht in luttach der grössenwahn.

      • Teldra Bui

        Das obere Ahrntal soll nicht immer plärren sondern selber mal aktiv werden! Kein Dorf kriegt was geschenkt! Prettau ist ja das beste Beispiel wie man immer nur „plärren“ kann aber x Chancen nie selber genützt hat!

    • Bürger

      Quatsch hoch drei Brunecker…… für 15 Millionen musst du bei einem neuen Hockeystadion schon Abstriche machen…. informiert euch mal lieber bevor ihr hier alle schon Blödsinne verzapft!!!

      Noch was: das neue Hockeystadion wirdnicht nur vom Eishockey genutzt, sondern auch von den Eiskunstläufern, dem Eisstocksport, dem Sledge-Eishockey, usw. Nicht zu vergessen auch die Brunecker Schulen, welche eingebunden sind!!

      • michl

        Und wieviele Pesonen sind das?Rechnet sich die Sache oder hofft man wieder das der Steuerzahler das übernimmt?Wenn ihr ein Hobby habt ok,aber finanzieren sollte es sich jeder selber oder über Sponsoren.Dieses gilt für alle Vereine!
        Wenn ich laufen gege werden mir auch nicht di Schuhe bezahlt!
        Bruneck hat nichts als Schulden.Aber bauen was das Zeug hällt obwohl man es sich nicht leisten kann!

    • Spaltpilz

      In Zeiten klammer Kassen gilt es Prioritäten zu setzen:
      Wichtiges vor Unwichtigem!
      Aber Gemeindeverwalter und Sportfunktionäre müssen ihr Ego immer wieder mit größenwahnsinnigen Projekten aufpolieren und Kathedralen in der Wüste schaffen.

    • Andi

      An diesem Beispiel sieht man, wie wichtig sich einige Menschen in öffentlichen Foren machen möchten, ohne auch nur eine geringste Ahnung von Tuten und Blasen zu haben.

    • Spaltpilz

      „Gea“ Andi, dann zeige den Fehler auf, argumentiere, oder bringe Beispiele! Sonst ist es nichts anderes als die Antwort gewisser Eltern, die sie häufig ihren Kindern geben wenn sie nicht mehr weiter wissen: „iaz sei still, weil des versteasch du nit“.

      • Andi

        @Spaltpilz

        Du schreibst:

        – In Zeiten klammer Kassen gilt es Prioritäten zu setzen:
        Wichtiges vor Unwichtigem >> Wie kommst du zum Schluss, dass dieses Stadion unwichtig ist? (also reine Annahme von dir)

        – Aber Gemeindeverwalter und Sportfunktionäre müssen ihr Ego immer wieder mit größenwahnsinnigen Projekten aufpolieren und Kathedralen in der Wüste schaffen >> Welche Kathedralen in der Wüste? Das Stadion ensteht neben der Sport- und Schulzone – zudem sind 15 Mio. Euro für ein Stadion nicht größenwahnsinnig, sondern das Mindeste was für eine solche Struktur notwendig ist (also reine Annahme von dir)

        – In Bruneck will man ein neues Eistadion zu 15 Millionen, 20 werden‘s schlussendlich werden >> Wie kommst du zu diesem Schluss? 15 Mio. wurden als absolute Obergrenze ausgegeben. (also reine Annahme von dir)

        Du siehst also…..von „Tuten und Blasen“ keine Ahnung….

    • Bürger

      @Spaltpilz
      Lass es gut sein, denn du hast von Tuten und Blasen wirklich keine Ahnng!! Kann meinem Vorredner nur zu 100% recht geben!!!

    • Spaltpilz

      1. Wären mir ein paar Tote weniger wichtiger als ein neues Eisstadion. Wie alt ist eigentlich das alte?
      Man könnte aber auch den Artikel lesen http://www.tageszeitung.it/2015/08/07/die-aerzte-werden-hinausgemobbt/, um zu verstehen was ich unter Prioritäten setzen meine.
      2. Bei der Kathedrale dachte ich ans Eisstadion, bei der Wüste mehr an die Qualität des italienischen Eishockeys (Die Experten mögen mir diese Blasphemie verzeihen). Ja, ja ich weiß, ein paar Kinder dürfen sicherlich auch hie und da mal schlittschuhlaufen.
      3. Und zu guter Letzt: Dass die effektiven Kosten eines öffentlichen Projektes schlussendlich nicht über jenen des Kostenvoranschlages liegen, wäre mal ganz was Neues.

    • Bürger

      @spaltpilz
      Lächerliche Argumentation!!!!

    • seljo

      und was noch zu Buche schlägt: Bruneck hat einen Hinterbanklandtagsabeordneten mit Visionen (siehe PZ) und einen Hockeyfan-Bürgermeister dank neuem Stadion!

    • ander

      dort habt ihr ja schon 1ne grosse Psychiatrie, steckt alle grosshirne da rein, dort sind die gut aufgehoben.

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