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    artists by Moessmer

    (von links nach rechts sitzend): Wil-ma Kammerer, Artists by Moessmer; Walter Niedermair, Geschäftsführer Tuchfabrik Moessmer;  Sylvia Riant, Artists by Moessmer; Gertrud Pescoller, Kulturstadträtin Bruneck; Julia Bornefeld, Artists by Moessmer; (von links nach rechts stehend): Christian Tschurtschenthaler, Landtagsabgeordneter Autonome Provinz Bozen;  Andrea Del Frari, Direktor Skirama Kronplatz; Roland Griesmair, Bürgermeister Bruneck; Miriam Lanz, Direktorin Stadtmarketing Bruneck

    (von links nach rechts sitzend): Wil-ma Kammerer, Artists by Moessmer; Walter Niedermair, Geschäftsführer Tuchfabrik Moessmer; Sylvia Riant, Artists by Moessmer; Gertrud Pescoller, Kulturstadträtin Bruneck; Julia Bornefeld, Artists by Moessmer; (von links nach rechts stehend): Christian Tschurtschenthaler, Landtagsabgeordneter Autonome Provinz Bozen; Andrea Del Frari, Direktor Skirama Kronplatz; Roland Griesmair, Bürgermeister Bruneck; Miriam Lanz, Direktorin Stadtmarketing Bruneck

    Die Tuchfabrik Moessmer präsentiert derzeit die neue Auflage des Kunstprojektes „artists by Moessmer“. Gezeigt wird in diesem Jahr ein Werk, bestehend aus vier Sitzbänken, das bei der Eröffnungsfeier des „Messner Mountain Museum Corones“ am Kronplatz erstmals zu sehen war.

    Julia Bornefeld, Will-ma Kammerer und Sylvie Riant, die seit Jahren mit dem Projekt „artists by Moessmer“ betraut sind, arbeiteten in mühevoller, monatelanger Kreativarbeit an den vier Bänken. „Eine Bank steht für einen Ort, an dem man beobachten, reflektieren und innehalten kann“, erklärt Bornefeld. Auf den Bänken der Künstlerinnen treffen die Stränge der Moessmer-Historie aufeinander, welche die Geschichte eines Südtiroler Traditionsbetriebs ist, die in Bruneck begann, ins österreichisch-ungarische Kaiserhaus führte und schließlich in der großen weiten Welt seine Krönung fand. Auf der Rückenlehne jeder Bank wird der aufwändige Prozess von der Rohfaser bis hin zum fertigen Garn und zu den Stoffen dargestellt.

    Moessmer ist eines der wenigen Unternehmen der Branche, das noch heute in vollstufiger Produktion fertigt. „Jede der Bänke enthält daher eine Botschaft, die mit den Fäden der Tuchfabrik Moessmer „gestrickt“ ist: eine Bank trägt den Aufruf „stay“ (bleib) und ermuntert zum Verweilen, auf der zweiten Bank steht eine schwarze Stoffwolke sinnbildlich für die Launen der Natur, da sie getrocknete Grashalme umspielt. Bank Nummer drei zeigt getragene Herrenhosen, die aus Rohwolle entstehen und sinnbildlich für den gesamten Produktionsprozess der Tuchfabrik Moessmer sind. Auf Bank Nummer vier wird zur Gewaltlosigkeit aufgefordert – die Läufe der Gewehre sind mit den Naturfäden verknotet und wollen die Verbindung zwischen Natur und Frieden zeigen“, so Bornefeld.

    „Seit nunmehr acht Jahren gelingt uns mit artists by Moessmer die Verbindung von Stadt und Menschen, Kultur und Wirtschaft“, so Walter Niedermair, Geschäftsführer der Tuchfabrik Moessmer. „Die Stadträtin für Kultur der Gemeinde Bruneck, Gertrud Niedermair Pescoller, hat unseren Vorschlag, die Sitzbänke in der Innenstadt aufzustellen, mit Begeisterung aufgenommen. Gegenwärtig wird an einem Projekt gearbeitet, das die Innenstadt und ihre Plätze aufwerten will. Dabei sollen auch vermehrt einladende Orte zum Verweilen geschaffen werden.“ Gemeinsam mit den Künstlerinnen wurden verschiedene Orte bewertet, am geeignetsten für ein urbanes Wohnzimmer zum Beobachten von Stadt und Menschen schien der Graben vor dem Ursulinenkloster. Dort stehen nun die Bänke.

    Die diesjährige Kunstinstallation von „Artists by Moessmer“ erzählt die Geschichte von Ariadne und Theseus neu, indem sie den Ariadne-Faden aufnimmt und damit Natur und Mensch zusammenführt: Der Faden stammt vom Schaf, seiner reinen Wolle, wird vom Menschen verarbeitet und verbindet die Menschen in der Stadt Bruneck indem er sie auf vier Bänken zum Verweilen einlädt. „Stay“, sagt der rote Faden dem Beobachter, der auf den vier Bänken ruhen soll. Bänke und Bürger werden zu Zeugen der Begegnung von Theseus und Minotaurus und verewigen den antiken Mythos mit neuen, gegenwärtigen Vorzeichen. Das ist die Geschichte, die „artists by Moessmer“ im Kunstprojekt 2015 neu geschrieben hat.

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    Kommentare (1)

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    • Eindruck

      Der Lodenüberzüge der Sitze in den Provinz-Zügen der SAD z.B. sind vom hygienischen Standpunkt her sicher nicht als ideal zu bezeichnen, sie sind äußerst schwierig zu reinigen und sind sie in Kürze abgewetzt und müssen erneuert werden, sie kommen mir als absolut untauglich vor.

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