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    „Mit zweierlei Maß gefördert“

    „Mit zweierlei Maß gefördert“

    Die Grünen klagen: In den letzten Jahren bekam der FC Südtirol bis zu 15 Mal so viel öffentliche Förderung als der Damenfußballverein CF Südtirol.

    „Vor einiger Zeit hatten wir auf das Thema der Unterschiede zwischen Herren- und Damenfußball in Südtirol aufmerksam gemacht und einige Fragen aufgeworfen: Warum erhält der Damenfußball weit weniger Förderung als der Herrenfußball? Warum gibt es für die Herren, obwohl weniger erfolgreich, ein eigenes Trainingszentrum, mit öffentlichen Mitteln finanziert (Kosten 7,5 Millionen)? Wie trainieren die Damen des CF Südtirol?“, schreiben die Grünen Landtagsabgeordneten in einer Presseaussendung.

    In zwei Landtagsanfragen haben sie ein eindrucksvolles Bild der Unterschiede ermittelt:

    Eklatant sei der Unterschied insbesondere bei den Förderungen:

    Förderung Herrenfußball (Profibereich: FC Südtirol)
    (gem. LG 19/90 und Beschluss Landesregierung Nr. 4 vom 8.1.2014)

    Förderung Damenfußball (CF Südtirol)
    (Tätigkeitsbeihilfen u. Sponsoring vom Land und Beitrag der Region)

                              360.000

                              360.000

                              300.000

    2012

    2013

    2014

                             31.150

                             23.840

                             24.410

    „Das bedeutet: In den letzten Jahren bekam der FC Südtirol bis zu 15 Mal so viel öffentliche Förderung als der CF Südtirol. Dabei sind gerade die Damen etwa zu höheren Transferspesen gezwungen, weil sie zu Spielen nach Sardinien, Sizilien oder Rom fliegen müssen“, klagen die Grünen Brigitte Foppa, Hans Heiss und Riccardo Dello Sbarba.

    Sie schreiben weiters:

    „Unterschiedlich sind auch die Bedingungen, unter denen Damen und Herren in der Heimat trainieren und spielen. Während dem FC Südtirol das Trainingszentrum in Rungg ganztags zur Verfügung steht, waren die Damen des CF Südtirol in den letzten Jahren zu ständiger Migration zwischen verschiedenen Plätzen gezwungen. Teils konnten sie gar nur auf einer Spielplatzhälfte trainieren (!).

    Während die Stadionsuche für die Heimspiele des FC Südtirol jahrelang die Öffentlichkeit beherrschte, wurde für die Damenspiele erst letzte Woche endlich die Übereinkunft mit der Gemeinde Leifers gefunden: Die Spiele der Damen werden in der Sportzone Galizien stattfinden und dort kann nun auch trainiert werden.

    Über diesen unerwarteten Fortschritt (noch in der letzten Antwort auf unsere Anfrage war davon die Rede, dass „es schwierig sei, sich zeitlich festzulegen“) freuen wir uns allerdings – und wünschen den Damen weiterhin viel Erfolg und einen guten Saisonstart…und nicht locker lassen!“

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (39)

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    • Inge

      Dieser Fussball Verein bringt den Südtirolern hauptsächlich Spesen. 300.000 und mehr wären anderen Ortes besser einzusetzen, zum Beispiel im Gesundheitsbereich.

    • Truegrit

      Liebe Inge, das kannst du aber jetzt nicht vergleichen. Wennschon sollten mit diesen Geldern ehrenamtlich arbeitende Vereine gefördert werden, die tagtäglich ihren Kopf hinhalten müssen für alles mögliche (Bürokratie/Defipflicht undundund)

    • Erich

      Ma che zweierlei Maß? Der Profi Fußball ist ein Wirtschaftsunternehmen, bewegt die Massen und motiviert viele Jugendliche zum Sport.
      Damenfußball interessiert kein Mensch. Eine Serie A Damenfußball Mannschaft würde gegen jeder 2. Amateurliga Mannschaft verlieren.

    • kellner

      jo losst se holt a spielen.

    • schorsch

      Leistung, Erfolg und Können werden bezahlt, auch im Sport. Ich weiß, daß das den GrünInnen nicht schmeckt, denn bei denen heißt es wie einst im Ostblock: Gleiches für alle.

    • JoSeph

      Den Amateurbereich zu fördern ist gerechtfertigt unabhängig von Geschlecht. Aber Profi-Mannschaften, die Wirtschaftsunternehmen, wenn sie schon die Massen bewegen, werden sie wohl auch den Profit bewegen und ohne öffentlichen Förderung auskommen!

    • PROF:

      Habe schon einige Spiele von den CF Südtirol Damen gesehen, den Zuschauern gefällt einfach der „Naz“ der bei einen Tor-Erfolg der CF Damen mit seinen Kuhglocken für den nötigen „Spetakel“ sorgt.
      Ich würde jetzt auch nach Leifers zu den Heimspielen des CF Südtirol kommen,vorausgesetzt Frau Foppa kommt auch und hängt sich eine Kuhglocke um und sorgt um.

    • PROF:

      …und sorgt für „Spetakel“.

    • Felix Austria

      Gibt es keine Sponsoren in Südtirol ?

      Im Übrigen kann man in keiner Sportart
      die Damen mit den Herren vergleichen !!

      Und Damenfußball ist doch mittlerweile
      sehr attraktiv .

      Vor weingen Wochen war die WM in Kanada .
      Ich fands jut !

    • Puschtra

      Wo bleibt der Beirat für Chancengleichheit?
      Die Beiträge für Damenfussball sind so hoch, dass z. B. die Damen aus Brixen nicht in der Serie B spielen können, weil das Geld nicht mal für die Anmeldegebühr reicht:)

    • Sabine

      Früher hat man den Jungen geraten einen Beruf zu erlernen, nun ja, die Zeiten haben sich geändert, heute muss man ihnen raten eine Sportart zu erlernen, denn damit lässt sich besser leben und das Geld fließt in Strömen. Allerdings, die Ungleichbehandlung zwischen Frau und Mann ist auch in diesem elitären Milieu Gang und Gebe und ist eindeutig an den Pranger zu stellen und auszumerzen, keine Frage.

    • johnny

      Ich bin dafür dass Frauen in der Serie A gleich viel bezahlt werden sollten wie Männer.
      Und es kann auch nicht sein dass öffentliche Fernsehsender für die Männer-WM mehr bereit sind zu zahlen als für die Frauen WM.
      Das ist nicht fair. Foppa hat Recht.

    • Menasa

      Wenn man diese Kommentare liest, sieht man wie viel Ahnung ein Grossteil dieser Möchtegernexperten (inklusive Foppa & Co) vom Fußball haben. Ein Betrag von 24.000 € ist für diesen Damenverein, die ja reine Amateure sind, viel zu viel im Vergleich mit dem Profiverein FC Südtirol. Beispielsweise bekamen die Damen des SSV Brixen nur ca. ein Drittel und diese spielten bisher in derselben Liga und haben mindestens gleich viel Aktive in ihren Reihen, zudem sind die Spielerinnen des SSV Brixen ALLE aus Südtirol und nicht bezahlte Spielerinnen von außerhalb der Landesgrenzen.

    • sogeatsnet

      Wenn i ob iaz als „sogeatsnet Südtirol“ schreib, kriag i nocher a an kloan Beitrog von Lond?

    • so sich ichs

      es sollten nur die Sponsoren blechen-
      wenn kein Erfolg da ist sind sie weg vom Feld!
      sei es mann oder frau-

      • Hubert

        @ so sich ichs

        genau sehe ich das auch. Was soll das mit den öffentlichen Geldern in Freizeitaktivitäten zu schmieren und die Mindestrenten auf einem Niveau zu halten, das zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig ist?
        Perverses und menschenfeindliches Denken nennt man so etwas, oder?

    • Nappi

      es gibt sogar Damenhockey, lächerlich

    • kleiner Mann

      Was haben Glasscherben und Frauen gemeinsam ?
      Richtig: auf dem Fussballfeld nichts verloren 🙂

    • Hansi

      Nun Herrn- und Damenfussball kann man nicht in einen Topf werfen. Mus zwar gestehn der Beitrag und der Einsatz des Landes für den Damenfusball ist milde ausgedrückt bescheiden. Der FC Südtirol (Abteuilung Herren) leistet im Lande gute Jugendarbeit, jedoch ist es sicher ein Afront allen ehrenamtlichen Vereinen gegenüber. einwenig Feingefühl in der Vergabe wäre angebracht. Fände auch, dass die Strukturen in Rungg auch für den Damenbereich zur Verfügung gestellt werden sollten. Meiner Ansicht sollte es dann schon genügen wenn sie sämtliche Strukturen finanziert bekommen. Der FC soll sich sonst selber vermehrt bemühen um seine finanzielle Absicherung

    • sogeatsnet

      Wenn meine 20 Angestellten beim Arbeiten das Südtirol-Logo auf der Brust der Arbeitsjacke tragen, bekomme ich dann auch einen Beitrag von 300.000 Euro?

    • Manuel

      Also ich schäme mich für die Männer, die hier so unqualifizierte und beleidigende Kommentare ablassen. Es wird wohl für jeden erkennbar sein, dass bei diesen Zahlen und auch den geschilderten Trainingssituationen etwas faul ist. Gut, dass die Grünen mal nachgefragt haben. Der Frauenfußball hat mehr verdient – Geld UND Respekt!

    • sepp

      der verein fc Südtirol soll sich selber finanziern nett träumen wie der herr baumgartner wos hot der verein mit ols Italiener mit Südtirol zu tien den Damen gehört a Geld tien sich schwieriger Sponsoren zu finden

    • sepp

      nebenbei no 7millionen für a Vereinshaus aus zu geben isch total verantwortungs los va di politiker

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