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    Eklat in Tiflis

    Michael Albrecht (Foto: Colombo)

    Michael Albrecht (Foto: Colombo)

    Mit einem Eklat endete am Samstag in Tiflis das European Youth Olympic Festival (EYOF) für die italienische 4x100m-Staffel mit Christian Faidiga, Andrea Dallavalle, Mario Marchei und dem 16-jährigen Naturnser Michael Albrecht.

    Mit einem Eklat endete am Samstag in Tiflis das European Youth Olympic Festival (EYOF) für die italienische 4x100m-Staffel. Christian Faidiga, Andrea Dallavalle, Mario Marchei und der 16-jährigen Naturnser Michael Albrecht, die sich mit der fünften Zeit für den Finallauf qualifiziert hatten, wurden nachträglich disqualifiziert und durften nicht mehr starten.

    Aber der Reihe nach.

    Am Freitag liefen die „Azzurri“ im Vorlauf hinter Frankreich, die Niederlande, Spanien und Ungarn in 44.08 Sekunden die fünfbeste Zeit und qualifizierten sich somit für das Achter-Finale am Samstag.

    Auf der offizielle Startliste für das Finale schien dann auch Italien auf Bahn 7 auf. Als die „Azzurri“ heute zum Aufwärmen ins Stadion kamen, merkten sie aber, dass sie disqualifiziert wurden. Der italienische Delegationschef legte sofort Protest ein, doch es nutzte nichts: Italien durfte nicht mehr starten.

    Die Goldmedaille ging an Frankreich (42.11 Sekunden), Silber an Spanien (42.46) und Bronze an die Slowakei (44.29).

    Echt schade, denn Michael Albrecht hätte nach der Goldmedaille der Radrennfahrerin Elena Pirrone aus Leifers im Zeitfahren, hier ebenfalls eine Medaille gewinnen können.

     

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (14)

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    • Frage?

      Warum disqualifiziert?

      Gabs ein Telefonat mit einem Doktor?

      BEGRÜNDUNG?

    • Mark

      Die wichtigste Frage warum, bleibt hier eindeutig unbeantwortet, tolle Recherche (Eklat) , wirklich, da sind journalistische Superprofis, bzw. Sommerpraktikanten am Werk gewesen.

    • sogeatsnet

      Liebe TZ
      Wir warten auf eine Aktualisierung des Berichtes!
      Ohne Begründung von einem Eklat zu schreiben finde ich ein wenig schwach!

      • sogeatsnet

        Übrigens TZ…
        Wenn ihr Texte kopiert, solltet ihr auch die Quelle angeben!
        Schade nur dass auch dort keine Begründung angegeben wird…

        Zitat SportNews 1.August 18:43:
        „Mit einem Eklat endete am Samstag in Tiflis das European Youth Olympic Festival (EYOF) für die italienische 4x100m-Staffel. Christian Faidiga, Andrea Dallavalle, Mario Marchei und der 16-jährigen Naturnser Michael Albrecht, die sich gestern mit der fünfbesten Zeit für den Finallauf qualifiziert hatten, wurden heute nachträglich disqualifiziert und durften nicht mehr starten.
        Aber der Reihe nach. Am Freitag liefen die „Azzurri“ im Vorlauf hinter Frankreich, die Niederlande, Spanien und Ungarn in 44.08 Sekunden die fünfte Zeit und qualifizierten sich somit für das Achter-Finale am Samstag.

        Auf der offizielle Startliste für das Finale schien dann auch Italien auf Bahn 7 auf. Als die „Azzurri“ heute zum Aufwärmen ins Stadion kamen, merkten sie aber, dass sie disqualifiziert wurden. Der italienische Delegationschef legte sofort Protest ein, doch es nutzte nichts: Italien durfte nicht mehr starten.“

    • Mark

      ich habe in anderen Berichten in nicht-italienischen Medien gelesen, dass es sich hier um Blutdoping im großen kommerziellen Stil handeln sollte, wo es auch um sehr viel Geld gegangen ist und wovon sogar sehr viele Sportler betroffen sein sollten, vor allen aus Russland, aber auch aus Italien, gleiches gesellt sich ja so gerne, wie man wissen müsste…

      • sogeatsnet

        Wenn das so ist, dann ist es allerdings ein Eklat!
        Aber vielleicht nicht so, wie ihn die TZ darstellen wollte…
        Oder?

        • Mark

          ich kenne diese Geschichte auch nur aus den Medien, aber die Hintergründe kann man bis jetzt nur außerhalb von Italien erfahren. Man muss dazu lange danach suchen und zehn verschiedene Sprachen halbwegs gut beherrschen, bis man sich ein unabhängiges Bild dazu machen kann. Die Dopingvorwürfe dieser Art hört man nicht zum ersten Mal, auch in ST nicht, nur diesmal sollten sie die Leichtathleten besonders stark betreffen, sowie sehr massiv und mit sehr vielen darin Beteiligten sein. Da angeblich so viele Funktionäre das sehr lange ungeniert gedeckt haben, und dafür gibt es angeblich Beweise, will man das jetzt als Machtkampf um Einfluss innerhalb des olympischen Dachverbandes der LA abtun, um sich hier der eigenen Verantwortung zu entledigen, und zwar nach dem Motto, alles gelogen, wir sind sauber, niemand dopt bei uns. Die sichergestellten und nach allerneuesten Methoden untersuchten Gegenbeweise (Blutproben), die man normalerweise bei solchen Events macht, sprechen da aber angeblich eine sehr klare Sprache.

          Schade, dass man in der noch so freien Berichterstattung in ST bis jetzt darüber wirklich Null lesen konnte, außer dem Bericht selbst, wo der Grund für dieses Eklat bis jetzt nicht genannt wurde.

          • Mark

            Noch einmal verkürzt

            Dieser besondere Eklat sollte angeblich sehr viele Sportler der Superklasse betreffen, er ist auch nicht der erste, nur der größte bis jetzt, aber diesmal betrifft er vor allem die Funktionäre selbst, daher so wenig Berichte dazu, vielleicht weil man zum Schluss zugeben muss, dass das ein Sumpf ist?

            • Mark

              …alle Angaben ohne Anspruch auf Vollständigkeit, ich kann hier nur das wiedergeben, was ich bis jetzt nach meiner Recherche in verschiedenen Medien in Erfahrung bringen konnte, weil mich dieses Thema besonders interessiert, da ich einmal selbst LA lange Zeit gemacht habe!

          • Andreas

            Bei der Dopingaffäre handelt es sich um eine Doku der ARD, welche vor 2 – 3 Tagen ausgestrahlt wurde.
            Es geht um ca. 12.000 offizielle Proben, wo 1 Drittel verdächtig ist und nichts unternommen wurde, dies in den Jahren 2001 bis 2012.

            http://www.tagesschau.de/sport/leichtathletik-doping-103.html

            Ob diese jetzt mit dem „Eklat“ zu tun hat, weiß ich nicht.

            • Mark

              ich habe in diesem Zusammenhang von einem Tausend der verdächtigen Blutproben gehört, wo man angeblich bereits einen ernsthaften Dopingverdacht aussprechen kann, was eigentlich bei einer Meisterschaft dieser Art schon sehr viel ist!

            • sogeatsnet

              Hab diese Doku selber gesehen.
              Es ist beschämend, wie von den Funktionären mit den Sportlern umgegangen wird.
              Ohne die Sportler wären die ganzen Funktionäre nichts, ohne die Sportler gäbe es für sie nicht einmal einen Hungerlohn.
              Es ist zum Grausen!

    • Mark

      Ein Auszug aus der von Andreas angegebenen Quelle:

      „Alarmierende Blutwerte“

      „Ich habe niemals so alarmierende, unnormale Blutwerte gesehen“, sagte der australische Anti-Doping-Experte Robin Parisotto, der an der Auswertung der Daten beteiligt war: „Es sieht so aus, als wären viele Athleten straflos davon gekommen.“ Den Recherchenzufolge hat jeder dritte auf der Liste aufgeführte Athlet aus dem Ausdauerbereich mit dopingverdächtigen Blutwerten eine Medaille gewonnen.

      Michael Ashenden, der ebenfalls an der Rechere beteiligt war, kritisierte den Weltverband IAAF: „Der Verband hätte eigentlich sehen müssen, wie die schreckliche Wahrheit unter der Oberfläche aussah.“ Es sei eine schamlose Vernachlässigung der elementaren Pflicht des Verbandes, den Sport zu überwachen und die sauberen Athleten zu schützen. Für ihn sehe es so aus, dass die Leichtathletik heute in der gleichen „teuflischen Situation“ sei wie der Radsport vor 20 Jahren.

      IAAF weist Kritik zurück

      Die IAAF weist jede Kritik am Ergebnismanagement zurück. Clemens Prokop, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, sagte: „Die Vorwürfe im Film sind natürlich frustrierend, aber andererseits ist ein Dopingverdacht – wie im Film selbst betont wird – noch nicht ein Nachweis des Dopings.“ Im Tagesschau-Interview forderte er, die Vorwürfe aus der Vergangenheit aufzuklären. Für die Zukunft müssten Strukturen aufgebaut werden, um ein höheres Maß an Glaubwürdigkeit in der Dopingbekämpfung zu erzielen.

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