Du befindest dich hier: Home » Politik » Gerettete RAI

    Gerettete RAI

    Gerettete RAI

    Die Südtiroler Senatoren sind erfreut: „Wir haben den Sonderstatus des RAI-Sitzes bestätigt und die Finanzierung von RAI Südtirol auf solide Basis gestellt.“

    Der Senat hat am Freitag die Reform des Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks RAI in erster Lesung angenommen. „Die Sonderstellung des RAI-Sitzes Bozen, auch als eigenständiges Produktionszentrum für Beiträge in deutscher und ladinischer Sprache wurde bestätigt. Au ßerdem ist es uns gelungen, die Finanzierung von RAI Südtirol auf eine neue Basis zu stellen und einige Unklarheiten aus dem Mailänder Abkommen zu bereinigen“, erklären Karl Zeller, Hans Berger und Francesco Palermo.

    „Bisher war der Staat nur bereit, € 10.313.000,00 pro Jahr als Kosten für RAI-Südtirol anzuerkennen und über den Sonderfond des Mailänder Abkommens für neue Aufgaben abzudecken. Da die tatsächlichen Kosten für die Fernseh- und Rundfunksendungen in deutscher und ladinischer Sprache weit über dem genannten Betrag liegen, hätten entweder die RAI-Südtirol-Sendungen zurückgefahren oder der Differenzbetrag aus dem Landeshaushalt finanziert werden müssen.

    Im Gesetzgebungsausschuss wurde nun aber ein klärender Abänderungsantrag der Autonomiegruppe angenommen und heute auch vom Plenum des Senates bestätigt“, betont der Südtiroler SVP-Senator Karl Zeller, der gemeinsam mit seinen Kollegen Hans Berger und Francesco Palermo den obgenannten Antrag vorgelegt hatte.

    „Die Neuregelung sieht vor, dass eine Konvention zwischen Land und RAI abgeschlossen wird, in der die Sendezeiten für die deutsch- und ladinischsprachigen Programme geregelt werden. Die Kosten für RAI Südtirol in Höhe von 15 Millionen für das Jahr 2015 bzw. von 20 Millionen ab 2016 werden zum Teil über den Fond des Mailänder-Abkommens abgedeckt, für den restlichen Teil über andere Finanzierungsformen. Fest steht, dass die RAI als Kostenersatz 15 bzw. 20 Millionen erhalten wird und der Landeshaushalt damit nicht belastet wird“, erklären die drei Südtiroler Senatoren.

    „Mit der nun erfolgten Gesetzesänderung wird RAI Südtirol auf eine solide Grundlage gestellt und es wird nicht nur das Fortbestehen, sondern auch der Ausbau der Hörfunk- und Fernsehprogramme in deutscher und ladinischer Sprache auch in Zukunft gesichert“, erklären Zeller, Berger und Palermo abschließend. Der Gesetzentwurf wird nun der Abgeordnetenkammer übermittelt und dürfte im Herbst 2015 definitiv beschlossen werden und in Kraft treten.

    Clip to Evernote

    Kommentare (14)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • Murks

      Jedes Jahr wird reformiert. Die Römer versuchen sich überall Gelder zu verschaffen.
      Warum und was sind die Gründe für diese RAI Diskontinuitäten? Ist RAI Südtirol ein Vorspielsender der svp und pd Regieurng?

    • Gebi Mai

      Was gibt es beim SVP und PD Parteisender zu retten?

    • Andreina

      Die RAI ex-Bozen ist anscheinend der Ansicht, dass ein deutschsprachiger Südtiroler nach 100 Jahren bei Italien noch kein Wort Italienisch versteht, deshalb wird bei einem Interview mit einem italienisch-sprechenden Politiker oder sonst wer vom ersten Wort an die deutsche Übersetzung darüber gestülpt. Hingegen wäre es oft wichtig den Originalton zu hören um die genaue Aussage des Betreffenden erfassen zu können, auch eine gute Übersetzung gibt nicht immer den genauen Inhalt der Aussage wieder. Man könnte die Person in seiner Sprache reden lassen und dann eine kurze Zusammenfassung auf Deutsch anschließen, wie es z.B. die Schweizer vormachen und dies müsste grundsätzlich auch für andere weit verbreitete Sprachen der EU so gehandhabt werden, jeder Südtiroler lernt neben Italienisch inzwischen von klein auf auch Englisch und wäre imstande mehr oder weniger einem Interview in diesen Sprachen zu folgen. Also avanti, macht einen Schritt vorwärts, und werft die volksdumm-politischen Scheuklappen in den Abgrund der sperrigen Vergangenheit.

    • Leo

      Immer nur retten sich wehren. Das ist die Autonomie?

    • hardnichtstill

      Die großzügige Finanzierung des lokalen öffentlichen RAI Senders in deutscher Sprache müsste nun reichen, dass der Sender am Sonntag nicht den Kirchensender der Katholischen Kirche spielen muss, oder zahlen die einfach so kräftig? – was ich mir nicht gut vorstellen kann, weil es normalerweise umgekehrt läuft. Diese Kirche als privates Unternehmen leistet sich für diese Provinz mehrere Privatsender in beiden Landessprachen (wofür sie sicher öffentliche Finanzierungen anzapfen) zusätzlich zu ihrem Vatikansender Radio Maria, der für diese Provinz auch auf Deutsch von Brixen aus ausgestrahlt wird. Wenn also jemand katholische Sendungen hören will, hat er bereits die Qual der Wahl. RAI Südtirol sollte nun endlich ihre mittelalterlichen Zustände in der Programmgestaltung beenden und die Trennung von Politik und Kirche umsetzen und werktags wie – speziell – sonntags mit ausschließlich eigenen zivilen Programmen auf Sendung gehen. Ein Wort zum Nachdenken z.B. aus dem Munde eines freien profanen Intellektuellen oder Denkers wäre auch ein Qualitätssprung.

    • Unterwind

      Keinen Cent würde ich zahlen für diesen Pleiten, Pech und Pannen Sender. Einfach nur zum Fremdschämen diese Professionalität.

    • ......

      Und die billige Gehirnwäsche des Volkes geht weiter. Das deutsche Volk in Südtirol lebt hinterm Mond, weis gar nichts. Die Information hier, ist nicht nur Lügenpresse, sondern wahrlich kriminelle Steuerung der Meinungen. Das ist Freiheitsberaubung. Manipulation. Das Volk hat das Recht auf unparteiische Berichterstattung über was, wo und wie ihre Volksvertreter agieren. Ist das die Rai? Und lässt dich dafür auch noch fürstlich bezahlen. Mafia politica.

    • Hubert

      ich bin schon der Meinung, dass nicht die RAI gerettet werden sollte, sondern der Konsument müsste vor der RAI gerettet werden. Aber natürlich muss eine Institution, die für die Parteien und für jeglichen anderen Schwachsinn da ist – wahrscheinlich wegen mangelnder Leistung – mit öffentlichen Geldern gerettet werden. Der Ausgenommene ist immer wieder der Endverbraucher und weh tut es wie immer leider den Armen im Lande. Da ist die Politik aber nicht in der Lage bis beispielsweise ein Einkommen von 30.000.-€ Jahresgehalt dem Verbraucher mindestens diese Meinungsmache -Maschinerie gratis zur Verfügung zu stellen, oder?

    • Sonnenkönig Luis

      Ich krieg die Krise, wenn ich bedenke was da so alles durchgefüttert wird mit unser aller Steuergeld.

    • Stephan Mair

      Bei den Geburtenabteilungen haben sie aktiv mitgeholfen zu schliessen,
      bei der RAI die man wirklich schliessen sollte haben sie alles getan um sie zu retten.
      Verstehe wer will, ich nicht!
      Auch angesichts des Super Programms dass sie da haben.
      Nur TV Mogadischu ist noch schlechter.

    • Anton

      Habe immer mehr den Eindruck es handelt sich um einen Propaganda Sender.

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Kontakt

    Nach oben scrollen