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    10.500 Anrufe

    Landesrätin Martha Stocker mit Silvia Moser

    Landesrätin Martha Stocker mit Silvia Moser

    10.515 Menschen haben im vergangenen Jahr die grüne Nummer 840 000 481 gewählt und bei der Caritas-Telefonseelsorge jemanden gefunden, der ihnen zuhört.

    10.515 Menschen haben im vergangenen Jahr die grüne Nummer 840 000 481 gewählt und bei der Caritas-Telefonseelsorge jemanden gefunden, der ihnen zuhört und sie ernst nimmt. Bei einem Treffen mit der Leiterin des Dienstes Silvia Moser hat sich Landesrätin Martha Stocker über den Jahresbericht 2014 informiert und über die Notwendigkeit einer neuen Zuhörkultur diskutiert.

    Menschen in Belastungssituationen und Krisen zuhören und ernst nehmen:

    Dies ist der Auftrag der Caritas-Telefonseelsorge und ihren rund achtzig freiwilligen und motivierten Mitarbeitern. Bei einem Gespräch mit Landesrätin Martha Stocker berichtete die Leiterin der Telefonseelsorge Silvia Moser über die 10.515 Anrufe und insgesamt 2757 Gesprächsstunden des Dienstes im vergangenen Jahr.

    Vor allem Menschen im Alter zwischen zwanzig und sechzig Jahren haben sich dabei vorwiegend aufgrund Einsamkeit, Zukunftsängsten und familiären Problemen an die Telefonseelsorge gewandt, die meisten davon mehr als ein Mal. „Es sind dabei die Erfahrungen von wirklichem Zuhören, von Ernstgenommen-Werden und das Angebot einer stabilen, mitfühlenden Beziehung, die den Menschen am meisten helfen“, erklärte Moser, die für eine neue Zuhörkultur in Südtirol plädierte.“

    „Es ist wichtig, dass diese Haltungen noch stärker gerade die Dienste im sozialen, gesundheitlichen und kirchlichen Bereich prägen“, so Moser.

    „In unserer schnelllebigen Zeit bleibt leider oft viel zu wenig Zeit für gute Gespräche“, stimmte Landesrätin Stocker zu.

    „Es würde uns allen gut tun, öfter die Augen für die Nöte der Menschen in unserem Umfeld zu öffnen – ob im privaten oder beruflichen Bereich – und unseren Nächsten bewusster zuzuhören. Und es gibt auch bei uns in Südtirol Menschen in für sie oftmals fast unüberwindbar schwierigen Situationen, das führt uns allein die Zahl von fast 30 Anrufen täglich klar vor Augen“, so Stocker.

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    Kommentare (9)

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    • zuhören

      pro Anruf 15min ?
      wurden denen auch gesagt … man soll beten?
      … Gott hilft allen …?
      da habe ich nach einigen Minuten aufgelegt …
      vieler der Südtiroler/innen rufen in deutschsprachigen Ausland an
      auf jeden fall totale Anonymität
      und nicht im Zug von Bozen in den Vinschgau – Gespräche der „Arbeit“ erzählt wird

    • Erwin

      Frau Stocker, welche Regierung lässt viele Menschen an die „Wand“ fahren in unserem Land?

    • nix phil

      Stocker bekommt Geld in Millionenhöhe von „Glückspieler“ damit Stocker ein paar 1.000 Euro für den Telefondienst der vielen verzweifelten Angehörigen zahlen kann?
      Millionen einkassieren und wenig für Prävention ausgeben?
      Mit den Telefonaten ist es nicht getan!

    • michl

      Mei 13 jähriger Nachbarsjunge rief dort zeitweise 3 mal am Tag an.Einige seiner Mitschüler haben auch nichts besseres zu tun.Wird das dazugezählt?Er verarscht sie dauernd!Würde gerne wissen wieviele unterschiedliche Nummern es sind!Wette da schaut die Welt anders aus.

    • Wastl

      Zum Glück ruft jemand an, sonst hätten die warmherzigen religiösen inzwischen in zivilen Klamotten herumlaufenden Schwestern vom sehr barmherzigen und natürlich rein altruistischen Dienst der Diözese glatt nichts zu tun

    • Corinna

      Und was hat die Stocker mit der Telefonzentrale der Diözese zu tun, wird das auch alles vom Land finanziert?
      Und für die (steuerfreien) Häuser, die die Diözese nach langem Zögern doch für die Immigranten zur Verfügung stellt, wieviel kassiert da die Kirche?, weil gratis wird da wohl nichts laufen, obwohl steuerfrei.

    • Hermann

      Die Caritas wie die Kirche im Allgemeinen behaupten etwas bzw. legen Zahlen auf den Tisch, die kein Mensch kontrollieren kann und wo es keine öffentliche Kontrolle darüber gibt, also hat das alles mit glauben zu tun, und da – cari mei – schaut’s mager aus, im Besonderen wenn es ums Geld geht.

    • Yannis

      Kann man bei der Telefonseelsorge auch konkrete Hilfestellung als von der Politik und Steuern geschundener Bürger erhalten ?

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