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    Kein Glyphosat bei OBI

    Georg Pallua

    Georg Pallua

    Der Bau- und Handwerkermarkt OBI Südtirol nimmt mit sofortiger Wirkung Glyphosat und glyphosathaltige Produkte aus dem Sortiment.

    Aufgrund einer Initiative von PAN-Italia, gemeinsam mit dem Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol und WWF Bozen, hat der Bau- und Handwerkermarkt OBI-Südtirol entschieden, mit sofortiger Wirkung Glyphosat und glyphosathaltige Produkte aus dem Sortiment zu nehmen.

    OBI Südtirol betreibt in Südtirol vier Standorte (Meran, Bozen, Brixen und Bruneck).

    OBI-Geschäftsführer Georg Pallua:

    „Immer stärker verpflichten wir uns einem respektvollen und umweltkonformen Umgang mit der Natur. Es werden also ab sofort alle glyphosat-haltigen Produkte aus unseren Regalen genommen. Wir wollen dabei nicht auf eine definitive gesetzliche Regelung warten.“

    Das in der Südtiroler Landwirtschaft (Obst- und Weinbau) und privaten Garten vielfach eingesetzte Unkrautvernichtungsmittel und Totalherbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat gehört zu den besonders umstrittenen Pestiziden. Die Firma Monsanto betreibt Glyphosat unter dem kommerziellen Namen Roundup. Umweltschützer und politischen Parteien warnen seit Jahren vor den Gefahren, die von diesem Präparat ausgehen können.

     

    Nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in März 2015 der Wirkstoff Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft hat, hat in einigen Länder bereits ein Umdenken begonnen. In Deutschland hat die REWE-Kette/toom-märkte (350 Filialen) bereits der Verkauf eingestellt. Auch in der Schweiz haben die Supermarktketten Coop und Migros ihr Sortiment reduziert.

    PAN-Italia Südtirolsprecher Koen Hertoge:

    „Wir begrüßen diese Initiative und landesweite Vorreiterrolle der Firma OBI-Südtirol, und hoffen dass auch andere Bau- und Gärtenmärkte in Südtirol zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung und Umwelt, glyphosathaltige Präparate aus ihren Verkaufssortiment nehmen.“

    Klauspeter Dissinger (Dachverband) sagt dazu:

    Nachdem die WHO als „wahrscheinlich krebserregend“ einstuft, sollte das Vorsorgeprinzip zum Schutz der Konsumenten gelten und Glyphosat auch in der Landwirtschaft verboten werden.

     

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    Kommentare (8)

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    • georg möderli

      sehr schöne initiative…
      schuler – worauf wartest du noch?

      • Franz Xaver

        Zuerst die Bäcker und getreideverarbeitenden Betriebe bitte! Brot und Getreide enthält Glyphosat. Wenn Schuler Glyphosat verbietet, dann würd ich gern sehen wie teuer das Kraftfutter und Brot wird und ob soviel überhaupt verfügbar ist.

    • C

      Das Klingt ein bisschen nach Gratis-Werbung aber die Initiative gefällt mir sehr gut! Mal schauen ob die liebe Politik auch was macht….

      • Peter.g

        Auf diese Idee kommen unsere Obstbarone nicht denn wenn man trotz Absatzschwierigkeiten mit Subventionen gemästet wird zählt für sie nur der Silberling.

        • Franz Xaver

          die Menge was der Obstbau verbraucht, pisst der Normalbürger im Urin 1000mal höher ins Abwasser. Prost Fische und Mahlzeit! Und amol wianiger Brot fressen, jo fressen lieber Südtiroler!

          • Yannis

            >>>pisst der Normalbürger im Urin 1000mal höher ins Abwasser<<<

            immerhin pisst er es nur ins Abwasser, während der Obstbau es regelmäßig in die Landschaft pisst. Prost Äpfel und Mahlzeit !

          • Peter.g

            Den Brotkonsum habe ich schon seit Jahren eingeschränkt. Was ich aber aufgrund meines ignoranten Apfelbauern in meiner unmittelbaren Nachbarschaft total eingeschränkt habe ist der Konsum von Äpfeln. Ich bekomme weder von ihm noch anderen Bauern Auskunft über die Verwendung der Pestizide welche vor meiner Haustür gespritzt werden. Wenn unsere Landwirtschaftslobby nicht endlich draufkommt dass es besser wäre den Konsumenten und Nachbarn aufzuklären als Diesen von selbsternannten Experten(denn die schulische Leistung der Landwirte ist in jeder Hinsicht nur ein Minimum für das Wissen in der Anwendung von Pestiziden)zu bedrohen.

    • johannes mayer

      gratiswerbung ist dies keine, sondern ein schönes beispiel einer firma, die mehr für die gesundheit der bevölkerung macht als die südtiroler landespolitik…

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