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    Entlassene Landesrätin

    Aussprache mit Ministerin Lorenzin (dritte von links): LH Ugo Rossi, LRin Donata Borgonovo Re, LRin Martha Stocker, LH Arno Kompatscher und der Abgeordnete Albrecht Plangger. Foto: LPA/Schwienbacher

    Aussprache mit Ministerin Lorenzin (dritte von links): LH Ugo Rossi, LRin Donata Borgonovo Re, LRin Martha Stocker, LH Arno Kompatscher und der Abgeordnete Albrecht Plangger. Foto: LPA/Schwienbacher

    Paukenschlag in Trient: Landeshauptmann Ugo Rossi entlässt seine Gesundheitslandesrätin Donata Borgonovo Re – weil diese zwei Geburtenabteilungen schließen wollte.

    Der Streit um die Zukunft der kleinen Geburtenabteilungen fordert sein erstes politisches Opfer: Der Trentiner LH Ugo Rossi hat am Samstag die Gesundheitslandesrätin Donata Borgonovo Re entlassen.

    Ihren Platz nimmt der Abgeordnete Luca Zeni ein.

    Grund für die Entscheidung Rossis waren koalitionsinterne Widerstände gegen den Kurs der Landesrätin in der Sanitätsreform.

    Ziel sei es, „die Funktionalität und die Kohärenz der Verwaltung mit dem Programmlinien des Landeshauptmanns und der Koalition in Einklang zu bringen“, erklärte Rossi.

    Borgonove Re hatte vor zwei Wochen mit der Aussage für Furore gesorgt, wonach die kleinen Geburtenabteilungen von Tione und Cavalese bis Jahresende geschlossen werden sollen. Die Opposition im Landtag organisierte deshalb am Freitag ein Misstrauensvotum, welches die Landesrätin noch knapp überstand.

    Ugo Rossi, selbst jahrelang Gesundheitslandesrat, kämpft für die Aufrechterhaltung der Geburtenstationen von Tione und Cavalese. Der Trentiner Landtag hat unlängst mit Einstimmigkeit einen Beschlussantrag der Opposition angenommen, der die Landesregierung dazu verpflichtet, „alles in ihrer Macht Stehende zu unternehmen“, um die beiden kleinen Geburtenstationen aufrechtzuerhalten.

    Die Südtiroler Gesundheitslandesrätin Martha Stocker erkärte sich mit ihrer Trentiner Amtskollegin solidarisch: „Natürlich fühle ich mit“, sagte Stocker gegenüber der TAGESZEITUNG.

    Das Trentino stehe vor demselben Problem wie Südtirol, so die Landesrätin. Die von der Staat-Regionen-Konferenz vorgesehenen Qualitätsstandards seien nämlich kaum in allen Geburtenstationen der Region einzuhalten. Wenn die technische Kommission nicht zu einem anderen Schluss komme, müssten auch die Abteilungen von Sterzing und Schlanders am 1. Januar 2016 schließen.

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