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    Die Heckenschützen

    heckenschützeDie Jagd auf die Heckenschützen ist eröffnet. Wer waren die beiden „Umfaller“, die das Benko-Projekt versenkt haben?

    von Artur Oberhofer

    Wer sind die zwei „Umfaller“?

    Das Stimmungsbarometer war klar: 24 Räte würden mit Ja stimmen, so hatten die Lobbyisten von René Benko errechnet, 3 würden sich der Stimme enthalten, 17 würden mit Nein stimmen, so der Stand am Donnerstag in der Früh.

    Nach der Abstimmung weiß man: Zwei Räte sind entweder umgefallen – oder sie haben mit falschen Karten gespielt.

    Jetzt wird spekuliert: Einer der Umfaller könnte aus dem rechten Lager kommen, eine/r aus der SVP-Fraktion.

    Die „Benkianer“ hatten fest die Ja-Stimmen des Unitalia-Rates Marco Caruso und jene des Liste Benussi-Rates Luigi Schiatti eingeplant. Einer der beiden Räte könnte „umgefallen“ sein, wird im Benko-Lager gemutmaßt. Giovanni Benussi soll noch während der Sitzung am Donnerstagabend verzweifelt versucht haben, Schiatti umzustimmen.

    Eine weitere Hypothese: Kam mindestens ein Heckenschütze aus der SVP?

    Mit vier Ja-Stimmen (Ladinser, Warasin, Walcher und Kofler Peintner) hatten die „Benkianer“ kalkuliert.

    Wenn nun bei den Rechten nur ein Rat umgefallen ist, könnte die zweite fehlende Ja-Stimme aus der Edelweiß-Partei gekommen sein. Es wird nicht ausgeschlossen dass ein oder zwei SVP-Mandatare im letzten Moment die Meinung geändert oder kalte Füße bekommen haben. Der Druck der „Dolomiten“ war gewaltig. Und während Wirtschafts-Landesrat Arno Kompatscher sich in der Diskussion edel zurückgehalten hat (was ihm manche in der SVP als Fehler ankreiden), hat SVP-Stadtobmann und hds-Lobbyist Dieter Steger seine Leute massiv bearbeitet.

    Interessant war: Von den SVP-Räten hat sich in der Debatte vor der Abstimmung nur Sylvia Hofer zu Wort gemeldet und ihre Nein-Stimme angekündigt. Die anderen SVP-Räte schwiegen.

    Ärgerlich für Heinz Peter Hager & Co. im Nachhinein: Hätten sie den Spagnolli-Mann Silverio Barbieri aus dem Griechenland-Urlaub „zurückgeholt“, hätte dieser die entscheidende 23. Stimme abgeben können.

    Aber im Benko-Lager war man sich offenbar zu sicher.

    LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE:

    * Wie es mit dem Benko-Projekt weitergeht

    * Und: Wie Gigi Spagnolli in Bozen weiter regieren will

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    Kommentare (44)

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    • Erich

      Die SVP ist zur Kommunisten Partei verkommen und lassen sich vom Oligarchen (Ebner) dirigieren. Meine Stimme bekommen sie nie wieder.

    • Daniel

      war da wer zu wenig grosszügig??!!
      Bei den Irrsummen die da fliessen sollen, da wechselt sicher so manch Sümmchen den Besitzer damit alles leichter fällt!
      Dem war wohl nicht so ….

      • Walter Mair

        @Daniel
        Bei diesen Irrsummen, wie sie das nennen, wird IMMER falsch gespielt. Es ist so wie beim MONOPOLI! Ich gebe Dir das,dafür bekomme ich Jenes! Nie erwachsen gewordene Kindsköpfe, denen der Mammon aus lauter Gier das Hirn verbrannt hat… 🙂

    • Nappi

      Dass LH Kompatscher volkstumspolitisch schwach sei wusste man, aber Wirtschaftspolitisch auch noch dazu das ist mir neu

      • Lola

        Dafür gibt es ja dich, den Möchte-Gern-Gscheiden, der aus dem Hinterhalt spuckt.

      • Walter Mair

        @Nappi
        Kompatscher wird sich hüten in diesem Minenfeld hinein zu tappen. Wenn man solche Freunde hat braucht man keine Feind mehr. Und dann gibt es noch den Benedikter der nun austretet, um zum Hintertürchen wieder hinein zu spazieren. So stellt er sich das vor ! DAS wird aber daneben gehen. Diesem Herrn würde so eine saftige Watschn gar nicht schlecht tun!! Ein Sauhaufen sondergleichen!

        • Inge

          Benedikter kann sicher noch umgestimmt werden in der Koalition zu verbleiben. Erst einmal ein paar Tage ausspannen, dann sehen die Beteiligten eher wieder eine gemeinsame Zukunft.
          Die Abstimmung ging nach Benedikters Vorstellungen zu Ende und Gigi hat diese verloren. Dadurch ist schon ein wesentlicher Grundstein verblieben.

    • Franz

      ….“ Nach der Abstimmung weiß man: Zwei Räte sind entweder umgefallen – oder sie haben mit falschen Karten gespielt.“……
      Bei dieser Abstimmung sind nicht einige umgefallen, vorallen ist nicht mit demokratischen Regeln entschieden worden.
      Mich würde nicht wundern wenn ein Gericht diese Abstimmung annulieren würde.
      22 Ja stimmen zu 19 Neine Stimmen und 3 Enthaltungen ergibt nach demokratischen Regeln ein klares Ja für Benko.

      ……Un’altra bufala dice che le schede bianche vanno alla maggioranza. Non è così. Le schede bianche, quelle nulle, ed il non voto non vengono contate, quindi vanno nella stessa percentuale degli altri votanti. Se 20 persone 10 si astengono, 3 votano A e 3 B e 4 C, allora i 10 astenuti hanno tutti espresso la loro volontà in questo modo: 30% A, 30%B, 40%C. Anche l’astensione, l’annullamento e la scheda bianca quindi esprimono il loro voto, decidendo di non scrivere nulla sulla scheda, perché non votando A,B o C hanno lasciato invariata la quota scelta dagli altri. La scelta peggiore di tutte, a mio parere.
      L’astensionismo: . Chi opta per questa ipotesi viene annoverato tra gli astenuti e, di conseguenza, non si viene in alcun modo conteggiati e non si influisce ai fini del voto finale.
      http://www.laveracronaca.com/politica/1178-guida-alle-elezioni-voto-astensione-e-scheda-bianca

      • Ein zahlender Bürger

        Der Skandal ist dass geheim abgestimmt wurde. Ich will wissen was der/die von mir gewählten Vertreter anstellen.

        Und zum dem überraschenden Ausgang der Abstimmung fällt mir ein Zitat vom Ukrainische Ministerpräsident Arsenij Jacenjuk ein: „Thats politics, sir“

      • Inge

        Mister Franz, die Abstimmungsregeln waren allen 45 Räten und der Öffentlichkeit bekannt.
        Es ist gut, dass es geheime Wahlen gibt, sonst würden die Wähler, in dem Fall die Mandatare, noch mehr beeinflusst und bearbeitet als sie es ohnehin schon werden.

        • THEMA

          In einer geordneten Gesellschaft gibt es geheime Wahlen nur im Fall von Personenwahl.
          Damit nicht persönliche Animositäten entstehen. Ausserdem zählen die Enthaltungen
          überhaupt nicht, weder für noch gegen. Das sagt ja schon das Wort. Diese in Bozen
          angewandten Regeln sind Erfindugen von windigen Politikern um ihre Spielchen treiben
          zu können. Zu Lasten der Bürger.

          • Andreas

            Der Modus war klar, geheime Wahlen sind auch nicht verboten und das Nein hat gewonnen.
            Du scheinst ein schlechter Verlierer zu sein. Ich habe auch auf ein ja gehofft, aber was soll’s.
            Du klingst wie ein italienischer Fußballfan, welche nach Niederlagen auch immer Ausreden suchen und Gott und der Welt die Schild gegen.

            Mich ärgert mehr Spagnolli, welcher die Grünen mit einem Nein ködert um seinen Sessel zu behalten und ihnen dann mangelnde Kooperation vorwirft. Ich bin wahrlich kein Freund der Grünen und manchmal heiligt der Zweck die Mittel, doch Spagnolli ist untragbar geworden.

            • Yannis

              Wo sind wir denn ?? seit wann können „Stimmenthaltungen“ als Nein gewertet werden, ach ja wir befinden uns in „Rest Österreich Süd“

          • Inge

            Was war bei der stattgefundenen Propaganda einer Immobilien Gesellschaft geordnet, fair, unfair, gut, böse, ecc.?
            Dass sich anscheinend die wenigsten um die Abstimmungsregeln im Rathaus überhaupt nicht kümmerten lässt leider anderes mutmaßen.

            • Inge

              Dass sich die wenigsten um die Abstimmungsregeln im Rathaus überhaupt kümmerten, lässt leider anderes mutmaßen.

        • Franz

          Inge
          Es gibt auch nicht’s daran auszusetzten, dass geheim abgestimmt wurde , das ist sicher soweit in Ordnung da so entschieden wurde.
          Zweifelhaft ist ob das Resultat mit 22 Ja Stimmen 19 Nein Stimmen bei 3 Enthaltungen der Sieg den Nein Stimmen zu geschrieben werden kann, was erstens jeglicher Logik bzw.gegen demokratischen Regeln spricht , so sieht es scheinbar auch das italienische Wahlrecht vor.
          Stimmenthaltungen bzw. weiße Stimmzettel, werden nicht gezäht.
          Daher wie gesagt, würde mich nicht wundern wenn diese Etnscheidung vor Gericht annuliert würde.

          L’astensionismo: . Chi opta per questa ipotesi viene annoverato tra gli astenuti e, di conseguenza, non si viene in alcun modo conteggiati e non si influisce ai fini del voto finale.

          http://www.laveracronaca.com/politica/1178-guida-alle-elezioni-voto-astensione-e-scheda-bianca

          • Franz

            Inge
            Oder können Sie mir ein Staatsgesetz oder Dekret, nennen, welches vorsieht, dass weiße Stimmzettel und Enthaltungen zu den Nein Stimmen dazu grechnet werden ?

            • Franz

              …..gerechnet. werden ?

            • Inge

              So wie es Geschäftsordnungen gibt, gibt es Wahl-, Abstimmungsordnungen im Gemeinderat. Was ist dabei so schwer zu verstehen?

            • George

              Der ‚Franz’versteht wieder einmal etwas nicht. Schon ein Grundschüler kann so weit rechnen, dass er 44 durch 2 teilen kann und dabei mitbekommt, dass 22 nicht die Mehrheit von 44 ist. Aber der ‚Franz‘ und manch andere können das anscheinend nicht begreifen.

            • Franz

              Der Birkenstockträger George wäre vielleicht geeignet als Hirte auf den Virgl ,wenn man dort einen Zoo errichten würde und die ganzen grünen Allesverhinderer ein sperren würde.
              Da sie ja keine konstruktive Ideen haben , eben nur alles verhindern wollen.
              Wie gegen Wasserkraftwerke, Windräder, aber auf Strom verzichten wollen sie nicht die Ökofreaks.
              Gegen Autobahnen, aber anstatt in Bozen ein Einkaufzentrum zu befürworten fahren die Birkenstockträger und Allesverhinderer lieber mit ihren Auto über die Autobahn nach Innsbruck ins Kaufhaus und verschmutzen die Umwelt.
              George hat anscheinend von Grundregeln ebenso wenig Ahnung hat wie der Rest der Allesverhinderer im Bozner Rathaus.
              Purtroppo anche nell’era di internet, dove basta un minuto per la veridicità di una affermazione, le leggende metropolitane continuano a diffondersi.
              Una di queste vuole che si perda il diritto di voto se non si va a votare per un certo numero di volte. E’ una bufala. Il diritto di voto è un diritto sancito dalla Costituzione, non un obbligo.
              Ci sono alcuni casi nei quali si perde il diritto di voto,che sono elencati nel DPR 20 MARZO 1967, n. 223 all’articolo 2, come nel caso dell’interdizione dai pubblici uffici, ma l’astensione prolungata non è uno di questi.

              Un’altra bufala dice che le schede bianche vanno alla maggioranza.. Non è così. Le schede bianche, quelle nulle, ed il non voto non vengono contate, quindi vanno nella stessa percentuale degli altri votanti. Se 20 persone 10 si astengono, 3 votano A e 3 B e 4 C, allora i 10 astenuti hanno tutti espresso la loro volontà in questo modo: 30% A, 30%B, 40%C. Anche l’astensione, l’annullamento e la scheda bianca quindi esprimono il loro voto, decidendo di non scrivere nulla sulla scheda, perché non votando A,B o C hanno lasciato invariata la quota scelta dagli altri. La scelta peggiore di tutte, a mio parere.
              L’astensionismo:
              L’opzione che spesso prevale per chi non vuole votare, per convinzione o per protesta, è quella dell’astensione ovvero il non recarsi proprio alle urne: quello dell’astensionismo è uno schieramento sempre più in crescita nel nostro paese ( Elezioni e non voto: il Movimento Astensionista ), espressione di un malcontento che certifica una chiara presa di distanza dalla politica. In sostanza, il non voto è una sorta di delegittimazione dell’elezione e della politica stessa; tramite questo il cittadino dichiara di non riconoscersi il alcuno schieramento e nemmeno nel sistema tutto. Chi opta per questa ipotesi viene annoverato tra gli astenuti e, di conseguenza, non si viene in alcun modo conteggiati e non si influisce ai fini del voto finale.
              http://www.laveracronaca.com/politica/1178-guida-alle-elezioni-voto-astensione-e-scheda-bianca

            • Franz

              Und 19 von 44 ist die Mehrheit ? 🙂
              Ein Glück , dass sich die grünen Ökofrecks , Allesverhinderer und Wendehälse selbst abschaffen mit ihre dummen Verhalten bzw. dummen Aktionen wie „Nacht im Park“ zum Thema Sicherheit . 🙂

      • Anton

        Ist wichtig zu wissen wer wie abgestimmt hat? Warum?

    • Pro und Contra

      Ist es eine Art Schicksal, dass geheim abgestimmt werden konnte und jedes Ratsmitglied seiner Überzeugung folgen durfte und konnte?

    • Andreas

      Bis auf weiteres ist keiner der Gemeinderäte einem Hager oder Benko Rechenschaft schuldig, gut, vielleicht eine, deshalb handelt es sich nicht um Heckenschützen oder weiß Oberhofer mehr?
      Oberhofer scheint die Rolle des Kaufhauskämpfers zu gefallen. Seine Jagd auf die Neinsager ist so langsam nur noch peinlich. Es ist ihr gutes Recht für nein zu stimmen.
      Vielleicht sollte er eine Allianz mit Pitarelli schmieden oder deren komischen Verein beitreten und sich für ein besseres Bozen einsetzen. 🙂

    • dana

      Ich verstehe den Artikel mit den angekündigten Abstimmungszahlen so, dass bereits längere Zeit vor der Abstimmung des Gemeinderates, Lobbyisten „Benkos“, mit lauteren oder auch unlauteren Mitteln, versucht haben, das Abstimmungsverhalten in eine Richtung zu verschieben.

      Ist eine Einflussnahme auf Gemeinderäte wie es angeblich gemacht wurde überhaupt „demokratiepolitisch“ zulässig?

    • Techno Guy

      Und was sagt eigentlich Wirtschaftslandesrat Arno Kompatscher dazu, dass seine SVP 350 Millionen an Investitionsvolumen und Hunderte Arbeitsplätze versenkt hat!? Schweigen im Walde?

      Wenn man als Landesrat der Wirtschaft keine Eier hat dazu Stellung zu nehmen dann sollte man zumindest von diesem Posten zurücktreten!

    • Wahl-Schuldigen gesucht

      Wieso wird nach den Wahl-Schuldigen gesucht?
      bei den richtigen Gesetze- Wahlen darf auch nicht vorher abgebrochen werden,
      keine Fotos machen, keine Bekundmachungen was Wähler mag…usw

      aber da wird vorher abgesprochen was gewählt werden, muß … !!!
      dann könnten sich die Steuerzahler die Kosten für die Wahlen ersparen.
      wenn vorher alles feststeht …
      wenn wie bei Freunden alles ausgemacht wird …

    • Inge

      Diese Zahl „350“ ist meines Wissens nicht gesichert. Diente diese Zahl nur der Propaganda?

    • bürger

      möchte auch gerne zwei punkte kundtun:
      1. meiner meinung nach ist die angelegenheit eine fast ausschliessliche bozner angelegenheit, desween habe ich mir nicht erwartet dass von der ladesregierung irgendwas bedeutsames kommt
      2. habe mir nicht erwartet dass vom lh ein klares statement kommt. wieso denn auch, der schlangenkurs wie beispielsweise beim flughäfchen bozen funktioniert ja ganz gut. jedem nach dem mund reden und nicht zu viel sagen und immer lächeln. so bleibt man am längsten am ball. das hat auch der ehemalige hockeyspieler schon gelernt: in der politik muss du immer schaun am ball zu bleiben

    • MERKELN

      merkeln – nichts tun, keine Entscheidungen treffen, keine Äußerungen von sich geben! Arno hat viel von Angie gelernt! LEIDER!

    • extern

      Die zwei „umfaller“ sind ladinse und peintner kofler, weiss doch jeder

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