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    Riskanter Kauf

    Riskanter Kauf

    Das Europäische Verbraucherzentrum warnt: Kauft man Wanderhändlern gefälschte oder gestohlene Ware ab, macht man sich strafbar.

    von Heinrich Schwarz

    Chiara Bongiorno betont: „Wer sich anschickt, in Italien Waren von Wanderhändlern oder nicht autorisierten Internetseiten zu kaufen, muss unter Umständen mit strafrechtlichen und verwaltungsrechtlichen Konsequenzen rechnen.“

    Laut der Mitarbeiterin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) in Bozen könnte zunächst das Delikt der Hehlerei vorliegen, wenn man Produkte kauft – wissend, dass es sich dabei um gefälschte oder gestohlene Waren handelt.

    „Wenn also aufgrund des Preises der Ware, seiner Qualität, der Verkaufsbedingungen oder aufgrund irgendeines anderen Elementes davon ausgegangen werden muss, dass die Ware aus einer Straftat wie Diebstahl oder Fälschung stammt, man sie aber trotzdem erwirbt, kann man zu einer Gefängnisstrafe zwischen zwei und acht Jahren sowie einer Geldstrafe zwischen 516 und 10.329 Euro verurteilt werden“, erklärt Bongiorno.

    Und wenn man derartige Waren aus Leichtsinnigkeit oder Unachtsamkeit erwirbt?

    „Dann riskiert man eine Haftstrafe bis zu sechs Monaten oder eine Geldbuße von nicht weniger als zehn Euro wegen Erwerbs von Sachen verdächtiger Herkunft“, so die Verbraucherschützerin. Zudem seien Verwaltungsstrafen in Höhe von 100 bis 7.000 Euro vorgesehen.

    LESEN SIE IN DER FREITAG-AUSGABE DER TAGESZEITUNG:

    – Die Gründe für diese happigen Strafen
    – Warum auch bei Massagen und Tattoos am Strand Vorsicht geboten ist

     

     

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    Kommentare (5)

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    • Hubert

      und wieder wird die Verantwortlichkeit auf den (unmündigen?) Verbraucher abgewälzt.
      Für mich bleibt es unverständlich, dass die Behörde nicht in der Lage ist, diese Art von „Geschäft“ zu unterbinden. Bei jedem Geschäftsinhaber jeder Art , das er sich in den meisten Fällen auch noch selbst aufgebaut hat, verlangt man Korrektheit von der Eröffnung bis zum Verkauf. Bei diesen Wanderhändlern, die meist auf öffentlichem Grund – für den die Behörde auch noch abkassiert – und die man an und für sich leicht überschauen könnte, weil die Behörde ja für die Sicherheit Steuern verlangt – ist man nicht in der Lage, der Sache Herr zu werden. Will man nicht oder kann man nicht, ist hier doch nur die Frage, oder?
      Ich meine, die Behörde macht sich mit dieser „Machart“ einerseits zum Hehler, kassiert dabei schön ab und schiebt die Verantwortung ganz eindeutig auf den Bürger.
      Das kann es doch nicht sein, oder?

    • Robby

      Einfach lächerlich. Die Polizisten spazieren an diesen „Händlern“ vorbei ohne auch nur hinzusehen. Der Passant kauft und ist urplötzlich ein Hehler der langjährige Haft und absurde Strafzahlungen riskiert.
      Ich würde es draufankommen lassen und die Gemeinde wegen ebendieser Hehlerei verklagen da sie den illegalen Verkauf unterstützen anstatt zu untersagen.

    • komment

      Alles intelligente Leute, die machen Gesetze , kassieren Geld für den Standplatz, Beamte kontrollieren dann auch ob für den Platz bezahlt wurde und zum Handkuss kommt dann der, der etwas abkaufen will . Es scheint mir immer klarer -IHR WOLLT UNS BÜRGER FÜR TOTAL BLÖD HALTEN UND DAS NICHT ERST SEIT HEUTE! ! – Die Menschheit geht wegen EURER BLÖDHEIT ZUGRUNDE UND GELDSTRAFE , SOWIE HAFTSTRAFE , ich möchte schon bitten , DIE SOLL FÜR EUCH SEIN !

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