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    Der Billig-Rösch

    Sein Vorgänger wurde oft und gerne für sein im Südtirol-Vergleich üppiges Gehalt gerügt. Nun hat Merans Bürgermeister Paul Rösch reagiert – und seine Entschädigungen um 10 Prozent gekürzt.

    Das teilte Bürgermeister Paul Rösch  am Mittwoch vormittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus mit.

    Die eingesparten Gelder (laut Rösch jährlich 7.080 Euro) sollen in einen gemeinnützigen Fonds fließen.

    Dieser Fonds soll für Startups, das heißt für junge Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen zur Verfügung gestellt werden. Betreut werden soll das Startup-Projekt vom Stadtrat Diego Zanella.

    Bisher verdiente Rösch rund 9.900 Euro brutto im Monat.

    Doch auch bei der geplanten Aufstockung des Thermenhotels gibt es Neuigkeiten.

    Der Stadtrat schlägt dem Gemeinderat vor, ein negatives Gutachten abzugeben – Gemäß Raumordnungsgesetz darf das Thermenhotel von 46.447 auf 63.025 Kubikmeter (von den aktuellen 14,5 auf 20 Meter) aufgestockt werden. Im neuen 5,5 Meter hohen Glasaufbau soll ein neuer Wellnessbereich für Hotelgäste untergebracht werden. Um diese Erweiterung umsetzen zu können, hat das Land von Amts wegen den entsprechenden Durchführungsplan geändert. Zu diesem Vorhaben wird sich der Meraner Gemeinderat im Rahmen der für Dienstag, 28. Juli anberaumten Sitzung äußern. Der Stadtrat wird dem Gemeinderat vorschlagen, ein negatives Gutachten (es handelt sich dabei um ein nicht bindendes Gutachten) abzugeben.

    Die Begründung erklärten am Mittwoch bei einer Pressekonferenz im Rathaus Bürgermeister Paul Rösch und Stadträtin Madeleine Rohrer.

    „Es liegt uns kein konkretes Projekt vor und die vorgelegten Unterlagen reichen nicht aus, um überprüfen zu können, wie die Baumassen verteilt werden und ob die Bestimmungen aus dem Jahr 2010 eingehalten werden. Damals hatte der Gemeinderat klare Auflagen gemacht, wie das ursprüngliche Konzept des Ensembles Thermen und Hotel erkennbar bleiben soll“, sagte Rohrer.

    Der Stadtrat schlägt dem Gemeinderat außerdem vor, die frühere Forderung aufzugreifen: Die betroffene Zone muss in eine Tourismuszone umgewidmet werden, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Damit würden die urbanistischen Entscheidungen an die Gemeinde zurück gehen. Das privat geführte Hotel befindet sich zurzeit in einer Zone für öffentliche Einrichtungen im Landesinteresse.

    „Es geht hier um ein Bauvorhaben im Herzen der Kurstadt und wir erachten es als notwendig, dass die Stadtverwaltung in die Entscheidungen eingebunden wird, und nicht erst bei der dem Bürgermeister zustehenden Komformitätserklärung, das heißt bei der Überprüfung der Kubatur, Einblick in das Projekt erhält. Wir wünschen uns einen ernsthaften Dialog zwischen Land und Gemeinde, um die bestmögliche Lösung finden zu können“, so Bürgermeister Rösch.

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    Kommentare (23)

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      So a Billige Tageszeitung mit sette billige Überschiftn…

    • Andreas

      Ich hoffe für Rösch, dass sein restliches Gehalt noch für eine anständige Mahlzeit reicht und er nicht, sollte er seine auserwählte Stadträtin Rohrer mal zum Essen einladen wollen, beim billigen Burgerbrater Mc Donald essen gehen muss.
      Schlimmstenfals könnte ihm halt sein Schwiegervater mit ein paar Euros aushelfen 🙂 🙂

    • jago

      Nachdem er Hunderttausende von Steuergeldern dem Vater seiner Partnerin für einen Lagerraum in Lana zugeschanzt hat ein wahrlich „billiges“ Manöver.

      • Klaus

        Jago. Hat er dieses Geld noch nicht zurückgezahlt? dann muss umbedingt der Rechnungshof die nötigen Schritte einleiten. Denn in Kenntnis sind sie sicher, bei der Schlammschlacht vor den Wahlen. Oder ist Herr Rösch ein Privilegierter netter Herr:-)))))))))

    • Manager

      Was nützt ein Bürgermeister der zwar „billig“ ist aber nichts leistet!

      Alle Bürgermeister sollten allein nach Ihrer Leistung entlohnt werden – so ist es in der Privatwirtschaft auch und es ist das einzige was funktioniert!

    • der Günther

      ..nette Geste und ein Zeichen in die Richtige Richtung. Wer macht sonst noch mit? Bitte veröffentlichen, was mit dem eingesparten Geld passiert.

    • Klaus

      Guter Ansatz vom Meraner Bürgermeister, andere Gemeinden mit ein bisschen mehr als 3000 Einwohner verdienen über 6000 € brutto. Wo bleibt hier die Gerechtigkeit. Wenn man es so vergleicht ist das Gehalt des Meraner Bürgermeister angemessen oder jenes der Kleinen Gemeinden Bürgermeister/innen maßlos übertrieben und unverdient. Hier muss ein eigenes Gesetz her was die Gehälter der Bürgermeister und Referenten regelt und zwar nach Anzahl der Einwohner und Größe des Gemeindegebietes und nicht wie bisher an das Gehalt des Gemeindesekretär gekoppelt. Was für eine Ungerechtigkeit…….und vor allem gekürzt, denn dolce Vita soll die Herrschaften nicht mehr haben, andere müssen sich das Geld auch schwer verdienen

    • Herrgott

      Die Ernennung von Fräulein Rohrer, der Tochter des intimen Bürgermeisterfreundes Josephus Rohrer, ist ein Skandal!!! Ich fordere den sofortigen Rücktritt des Bürgermeisters und des röhrenden Hirschs!!

    • Yannis

      Der größte Skandal ist das sich diese Alpenprovinz mit etwas mehr als 0,5 Millionen Einwohnern über 100 Gemeinden mitsamt Bürgermeistern plus eine riesige Menge an Verwaltungs-Personal leistet.
      Eine Stadt z.B. wie Düsseldorf oder Dortmund mit ebenfalls gut 500.000 Einwohner benötigt nur einen einzigen Oberbürgermeister und in der Summe des Personals nur einen Bruchteil dessen was sich „Rest Österreich Süd“ leistet.

    • antigone

      diese jahrhundert hitzeperiode hat hirne namens herrgötter, gymne, jago ecc durchgeschmoren und primitivste instinkte zurcükgelassen

    • antigone

      hirne namens herrgott gymne manager jago ecc sind in dieser heißesten sommerzeit zusammengeschmort, übrig geblieben sind primitivste instinkte der bos- eine gemeinheit.

    • MeraLit

      Rösch hätte seine Entschädigung um 50% reduzieren müssen, um einen annehmbaren Betrag zu erreichen. Er verdient also immer noch 40% zu viel. Außerdem hat die Ersparnis einfach in die Gemeindekasse einzufließen und ist dann im eventuellen Verwaltungsüberschuss zu verplanen. Wenn er selber bestimmen kann, was mit der sogenannten Ersparnis passiert, dann wäre es sein Geld, über das er verfügt, also hat er auf gar nichts verzichtet.

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