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    „Eindrucksvolle Kundgebung“

    Florian Kronbichler nimmt in Sarajevo an der Gedenkfeier an die über 8.000 ermordeten Männer des Srebrenica-Genozids teil.

    „Auschwitz war heute Srebrenica“, schreibt der Grüne Kammerabgeordnete in einer Aussendung.

    Die Welt beging den 20. Jahrestag des Völkermordes an den bosnischen Moslems. Und Südtirol war auch dabei.

    „Der Alexander-Langer-Stiftung ist nicht genug zu danken dafür, dass sie das Gedächtnis an dieses Verbrechen an der Menschheit, ein halbes Jahrhundert nach dem Holocaust, pflegt und seiner Verdrängung nach Kräften entgegenwirkt“, so Kronbichler.

    Der Grüne nahm am Freitag in Sarajevo an dem Konzert im Gedächtnis an die über 8.000 ermordeten Männer und am Samstag an der Gedenkfeier in Srebrenica teil.

    „Nie habe ich eine eindrucksvollere, jedenfalls nie eine größere Trauerkundgebung erlebt. Religiös ernsthaft und politisch hoch bedeutungsvoll. Ich hatte kein ausdrückliches Mandat für meine Teilnahme.
    Ich fühlte diese jedoch als eine Amtspflicht im Rahmen meines politischen Mandats als Parlamentarier. Ich bin gewählt, das Volk zu vertreten, und bei dieser Gedächtnisfeier für die ermordeten Bosnier vom 11. Juli 1995 tat ich es in der festen Überzeugung, Südtirol zu vertreten.“

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    Kommentare (7)

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    • ander

      des gsindl fohrt lei spatzieren auf steuerkosten

    • helmut

      Es ist schön, dass der „Grüne“ an dieser Gedenk- und Trauerkundgebung teilnimmt. Das ist nicht spöttisch gemeint!

      Es wäre aber auch schön, einen „Grünen“ einmal bei einer Gedenkfeier für die eigenen Leute zu sehen. Es geht um die Opfer des Faschismus und auch um die Folteropfer der 1960er Jahre, den von einem bezahlten Agenten ermordeten Amplatz, und den viel zu früh im Gefängnis an Herzversagen – Folge der ihm in der Carabinierikaserne zuteil gewordenen Behandlung? – verstorbenen Sepp Kerschbaumer.

      Der „grüne“ Kronbichler kann sich hier gerne bei dem Südtiroler Schützenbund erkundigen,. der alljährlich solche Gedenkveranstaltungen abhält, an denen auch Politiker aus Süd- und Nordtirol teilnehmen. Freilich waren „Grüne“ bislang noch nie darunter.

      Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

      Schließlich sind doch die Menschenrechte unteilbar! Oder?

      Kronbichler wird von den Schützen sicher gerne eingeladen werden, wenn er Interesse bekundet.

    • Fragender

      warum lässt du schon wieder mal die Nazi-Oper aus?
      es gab in zwei Jahren NS-Herrschaft mehr Opfer als in 20 Jahren Faschismus.

      und warum lässt du die Opfer der Attentäter aus?

      • Luis

        Die Spirale der Gewalt hat der italienische Faschismus in Gang gesetzt.

      • helmut

        Ich wusste, dass so etwas kommen musste!

        Der Faschismus-Begriff wird doch heute zumeist übergreifend für Faschismus-Nationalsozialismus gebraucht.

        Das ist auch insofern nicht falsch, weil Hitler ein begeisterter Nachäffer des Faschismus war und viele seiner ursprünglichen Ideen dort abgekupfert hat:

        Vom ständischen Staatsaufbau über die Diktatur einer einzigen „Nationalpartei“ bis hin zu den Äußerlichkeiten.

        Der „saluto romano“ wurde zum „deutschen Gruß“, antik-klassische Architektur wurde plötzlich zur speziell „deutschen Architektur“ erklärt, altrömische Standarten statt Fahnen wurden der SA verpasst.

        Als der Faschismus die Juden entrechtete, ausraubte und dann in die NS-Vernichtungsmaschinerie abschieben ließ, werden die faschistischen Machthaber einschließlich Mussolini wohl nicht geglaubt haben, die Leute auf Sommerfrische zu schicken.

        Man wollte die jüdischen Mitbürger los werden, aber die Hände schmutzig machen sollten sich die tedeschi. Bis heute wird daher argumentiert, dass die Italiener mit dem Völkermord nichts zu tun hatten.

        Das ist furbo – ehrlich ist es nicht.

        Selbstverständlich bin ich dafür, dass dieser Opfer gedacht wird, aber nicht als Opfer ausschließlich „der Deutschen“, sondern als Opfer des gesamten Faschismus unter Einschluss des NS-Regimes.

      • Garuda

        @Fragender

        Warum sollen irgendwelche Opfer ausgelassen werden? Nur ein einziges Menschenleben ist zuviel.

        Dass man aber den italienischen Faschismus dadurch verharmlost, indem man betont, dass die Nazis in nur zwei Jahren mehr Menschenleben ausgelöscht haben in Südtirol als der italienische Faschismus in 20 Jahren, ist wirklich traurig und erschreckend zugleich.

        Umgekehrte Frage: was ist schlimmer: in 20 Jahren Fschismus 10 Menschenleben oder in zwei Jahren 100 Menschenleben?

        Du verstockter Tölpel! Beides ist gleich schlimm, denn wenn in einem Menschen verachtenden System auch nur ein Menschenleben ausgelöscht wird aus politischen (etc.) Gründen, dann ist das an sich schon schlimm genug und man kann ein Terrorregime gegen das andere nicht aufwiegen, indem man Todesopferzahlen auf gewisse Zeiten berechnet.

        • George

          Und Garuda beteiligt sich daran, indem er selber bestimmte schlimme Vorgehensweisen gegen das einfache Volk verherrlicht und jene, die sich dagegen auflehnen, als ultralinke Faschisten verschreit.

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