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    Krach im PD

    Cornelia Brugger

    Cornelia Brugger

    Die PD-Politikerin Cornelia Brugger übt scharfe Kritik an ihrer Partei. Weil diese zusehe, wie im Sanitätsbetrieb Versorgungsposten verteilt werden.

    Cornelia Brugger hat die Nase voll. „Die Sparmaßnahmen im Bereich Gesundheit scheinen in Ordnung, sobald sie Krankenhäuser und Personal betreffen, aber nicht wenn es um Führungskräfte geht“, so erklärte sie am Samstag.

    Der Hintergrund: Cornelia Brugger stößt sauer auf, dass ihre Partei, der PD, beim Postenschacher im Sanitätsressort zuschaut.

    Cornelia Brugger, die im Landesvorstand des PD sitzt und für ihre Partei im Brunecker Gemeinderat tätig ist, kritisiert, dass im Sanitätsbetrieb auf Biegen und Brechen gespart werden – andererseits schaffe man den Posten einen fünften Bezirksdirektors.

    Cornelia Brugger spielt auf den Fall Andreas Fabi an.

    Sie schreibt:

    „Ich meine den Auftrag, den Andreas Fabi vom Sanitätsbetrieb bekommen hat.

    Fabi tritt als Direktor des Südtiroler Sanitätsbetriebs 2014 zurück und kehrt wieder als Angestellter in den Sanitätsbetrieb zurück, den er 2007 verließ, um Generaldirektor zu werden.?

    In solchen Fällen ist es üblich, dass sobald ein neuer Direktor das Amt übernimmt, der Vorgänger sich davon verabschieden muss.

    In Südtirol ist es anscheinend anders.

    Mit dem Argument der Ersparnisse durch die Rationalisierung der Kosten werden einerseits die Gesundheitsdienste für die BürgerInnen eingeschränkt und anderseits neue Posten geschaffen, die nicht einmal notwendig wären.

    Dieser Posten ist dazu bestimmt, die Beziehungen mit den Gewerkschaften und dem Personal zu gestalten, obwohl diese Tätigkeiten eigentlich sehr gut von bereits vorhandenen Führungskräfte verrichtet werden.

    Das ist eine Schande für alle Angestellten des öffentlichen Dienstes, die seit 2010 keine Erneuerung ihres Vertrages bekommen haben und dazu noch unter dem allgemeinen Aufnahmestopp und den Stellenkürzungen leiden.?“

    Und dann kommt die Breitseite gegen den PD bzw. gegen den LH-Stellvertreter Christian Tommasini.

    Cornelia Brugger:

    „Die Tatsache, dass die Demokratische Partei darüber schweigt, ist alles andere als positiv, vor allem seitens unseren Vertretern im Landtag. Ich hoffe, dass der PD eine andere Herangehensweise bei den Verhandlungen mit der SVP bezüglich der Gesundheitsreform haben wird.“

    An ihre Partei richtete Cornelia Brugger folgendes Schreiben:

    Care e cari,
    I risultati delle ultime amministrative di maggio, pur con qualche sprazzo di luce, confermano tutte le ombre sulla lunga notte buia che ormai da troppo tempo questo partito attraversa.

    Al posto della politica, con la P maiuscola, della capacità di elaborare progetti corraggiosi per il futuro della nostra terra, in chiave moderna e europea, di essere insomma il PD, partito di governo capace di guidare e di indirizzare l’Alto Adige, continuiamo ad essere un partito dedito solo ad amministrare l’esistente, ad essere partner fedele e succube della Svp, ma soprattutto a lacerarci in continue lotte interne. All’esterno, dei cittadini veniamo percepiti come litigiosi, poltronari e assenti o marginali sui temi importanti.

    Non vogliamo capire o facciamo finta di non capire che questa guerra tra bande, aree o gruppi personali non avrà mai un vincitore e/o un perdente assoluto: a perdere saremo tutti. Non mi scandalizza che in un partito ci siano visioni differenti, dibbattiti anche spigolosi e ambizioni personali.

    Ma il tutto deve sempre avere il comune denominatore, il bene del partito, il suo radicamento sul territorio e il suo lavoro per il bene della collettività. Questo gruppo dirigente però, incancrenito nei rancori anche personali, non è in grado per me di dare la giusta spinta per un radicale cambio di rotta. Ne sono utili rinnovamenti di facciata o di solo una parte, come ho sentito in questi giorni: non è che cambiando una, due o tutte le pedine senza cambiare logica che si risolve il problema.

    Ed è per questo che io propongo che la segretaria e tutta la segreteria a partire da me stessa facciano un passo indietro e che tutte le componenti del nostro partito mettano finalmente da parte odi e vendette per cercare di individuare tutti assieme, pur nelle diversità un percorso comune che dia al partito una maggiore serenità, nuovo slancio e un gruppo dirigente capace di farlo crescere.

    Chiedo alla segretaria e al presidente dell’assemblea di dare copia di questa mia mail a tutti i componenti dell‘assemblea nella riunione di domani.

    Un abbraccio
    Cornelia.“

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    Kommentare (10)

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    • Walter Mair

      Gleich und Gleich gesellt sich gerne… 🙂

    • Manuel

      Frau Brugger sollte sich ein bisschen kritischer in ihrer eigenen Partei umsehen. Herr Carlo Costa bekleidet z.B. das Amt des technischen Direktors bei der Brennerautobahn und gleichzeitig ist er als Vizepräsident der Südtiroler Sparkasse tätig. In beiden Fällen wird die Tätigkeit im Vorstand des PD in Bozen mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit von Vorteil gewesen sein. Hiermit handelt es sich um ein Paradebeispiel von Postenschacher.

      Es wäre toll, wenn Frau Brugger in Form einer Presseaussendung mal auf dieses Thema aufmerksam machen würde!

    • Günther

      Die Brugger hat recht. Die Krankenhäuser sind unter den Parteien aufgeteilt. Im Bozner Krankenhaus geht nichts ohne die PD, dafür lässt die SVP in den anderen mache was sie will. Dies haben mir einige Gewerkschaftsvertreter so erklärt.

    • Peter.g

      Dem Kommentar von günther kann ich nur zustimmen. Wenn es dann noch zutrifft dass eine Funktionärin des ASGB in einem der Krankenhäuser als als Angestellte für die Kontakte mit den Bürgern als auch fürs Personal des Krankenhahses zuständig ist, sind wir von Stasimethoden nicht weit entfernt.

    • pérvasion

      Ja, Frau Brugger hat Recht: Warum sollte der PD nur dabei zusehen? Mitmachen wäre doch das mindeste, so wie man es vom PD kennt, der in dieser Hinsicht schlimmer als die SVP ist.

    • bernhart

      Ich glaube einige Kommentarschreiber haben den Sinn der Aussendung von Frau Brugger nicht verstanden.
      1.Es geht um den 5 Direktor,dieser Posten wurde für Fabi extra geschaffen.
      2. Einsparungen.
      3.Vetterlewirtschaft.
      Zur erinnerung in letzter Zeit wurden laut Frau Stcker Geburtenabteilungen geschlossen um Einsparungen vorzunehmen,Abteilungen wurden zusammengelgt,Personal wurde abgebaut,Angstellte werden ausgenutzt, mit den Arzten wird gestritten.
      Als Frau Stocker Landrätin wurde ,wurde es auch für die ganze Gesundheitsreform schlimmer,es wurde nur mehr von Kosten abbau gesprochen,einsparungen müssen gemacht werden, Betten müssen reduziert werden ,alles Aussagen die Fabi und Diese Landrätin erfunden haben.
      Ich frage mich ist der neue Direktorenposten notwendig??
      Wer braucht einen Vermittler??
      Wenn das Personal des Gesundheitsbetriebes ordentlich behandelt wird braucht es keine Gewerkschaft.
      Wenn Fabi der Vermittler ist hat das arbeitende Personal ein weiteres Problem.

    • drago

      Es wurde bei öffentlichen Betrieben immer wieder angekreidet, dass eine (Führungs)person in Pension geht und der Betrieb erst nachher einen Nachfolger sucht und damit meist Kontinuität und auch Wissen verloren geht. Fabi hat nun freiwillig vorzeitig seinen Rücktritt eingereicht (den er m.W. auch erst mit seiner Pensionierung im nächsten Jahr hätte einreichen müssen) und damit dem öffentlichen Betrieb die Möglichkeit gegeben, das oben beschriebene Szenario zu vermeiden. Die Vertreterin des PD, der in der Vergangenheit, als Hauptakteur bei der Postenvermittlung an eigene Mitglieder aufgetreten ist, und bei denen die verschiedenen Vertreter auch diesbezüglich immer wieder aufgefallen sind (haben des eigenen Vorteils wegen auch Parteimitglieder geklagt), wäre gut beraten den Balken im eigenen Auge zu entfernen, bevor sie die Splitter im Auge des Nächsten an den Pranger stellt.

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