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    Appetit auf Benko

    LVH-Chef Gert Lanz hütet sich zwar davor, die Werbetrommel für das Benko-Großkaufhausprojekt zu rühren. Doch der Appetit auf die Benko-Millionen ist groß.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Lanz, wie verfolgen Sie als Präsident des Landesverbandes der Handwerker die Diskussionen über das Benko-Großkaufhausprojekt?

    Gert Lanz: Wir verfolgen die Diskussion, dabei interessieren uns nicht die Projektträger, sondern uns geht es darum, dass gewisse Investitionen gemacht werden.

    Mit anderen Worten: Sie sponsorisieren bzw. favorisieren nicht das Benko-Projekt, würden es aber begrüßen, wenn gebaut würde?

    Genau. Wir haben keinen Zugang zu dem einen oder anderen Projektträger, wir hoffen aber, dass Bautätigkeit stattfindet, weil sehr viele Betriebe an so einem Großprojekt hängen würden. Gerade jetzt in einer Zeit, wo die Baubranche ihre Schwierigkeiten hat, wäre so ein Projekt zu begrüßen.

    Was würden Sie sich von dem Großprojekt erwarten?

    Das lässt sich leicht ausrechnen. Beim Kaufhaus-Projekt ist die Rede von einem Investitionsvolumen von 150 bis 180 Millionen Euro. Nur zur Relation: Im öffentlichen Haushalt des Landes war letztes Jahr eine Summe von rund 300 Millionen Euro für den Hoch- und Tiefbau vorgesehen. Das heißt also: Die Investitionssumme würde durch so ein Projekt um ein Vielfaches höher.

     

    Interview: Artur Oberhofer

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    Kommentare (32)

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    • martin

      Heitzutage wo viele Firmen nicht mehr liquide sind, kann eine Finanzspritze nicht schaden. Vorrausgesetzt, man bekommt den Auftrag. Bin jetzt schon neugierig, wer die Aufträge bekommt. Ein Schelm, wer böses denkt.

    • martin

      Als Präsident des LVH unter dem Wappen der Svp kommt ein Nein zum Benko-Projekt. Aber als Unternehmer das Geld doch wieder dringend nötig haben. Diese Art von Stellungnahme (die gar keine ist) ist ganz typisch.

      • hans

        @martin voll bei Dir, wenn schon soll er (Lanz) den Mum haben und zu Sache stehen.
        oder andere Möglichkeiten zum Investieren seiner Millionen aufzeigen und für welche Projekte.

    • barfusler

      @martin
      Kritik ist gut und recht, aber noch schlimmer als alles falsch zu machen ist vom Sofa aus die Noten zu verteilen

    • MultiHubsi

      Aus den Millionenaufträgen der ZH und HOBAG wurde eine noch nie dagewesene Megapleite!

      Und wer war im Aufsichtsrat?

    • Skilehrer

      Kaum zu glauben, dass Bozen eine solche Chance nicht nützen will! Südtirol ein Land der Neider und Neinsager!

    • Ando73

      Bla bla bla, i kon des Gfriss nimma segn

    • Frage?

      Herr LANZ, sie werden sich schneiden(täuschen), wie wenig Handwerker aus dem südlichen Landesteil von Benko auf dieser Baustelle arbeiten werden!

      Bei den Preisunterschieden zu den Handwerkern aus dem Norden, werden vielleicht noch die Elektriker wegen der Fertigmeldungen einen Job bekommen, den Rest können sie sich wohl zur Gänze in die Haare schmieren, denn das Preisniveau ist einfach zu hoch.

      Daher wird der „Investor“ der gar keiner ist, sondern nur der Handlanger der Firma SIGNA, seine Handwerker so wie das Geld alles von „AUSSEN“ mitbringen!

      Oder glauben Sie er wird 200 Mio einfach verschenken?

    • lukas

      So lange im Bozner Stadtrat so viele unfähige Politiker sitzen, wird es in Bozen nie ein „Kaufhaus Bozen“ geben. Die Bürger der Stadt dürfen sich bei Lauben-Mafia, grünen Ökofaschisten und unentschlossenen SVPlern bedanken.

      NEUWAHLEN IN BOZEN – SOFORT!!!

      • senfdazu

        bozen braucht kein weiteres kaufhaus. fällt uns – außer zu konsumieren – nix anderes, besseres ein???

        • Josef

          jeder sollte seine Unternehmungen vorantreiben können. Das würde Wettbewerb bringen.
          Den Lauben geht’s ja trotz eines solchen Kaufhauses gut. Bitte nicht weinen.
          Es gab mal Zeiten, in denen ein Grüppchen entscheiden durfte, wer und wie viele Unternehmer sein durften. Es waren die Zünfte und in den letzten Jahrzehnten die Ausschüsse, die darüber befanden ob der Markt für ein weiteres Ladele oder Apotheke da wäre.
          In einer freien Marktwirtschaft müsste das anders sein.
          Glaub ja nicht, dass das Benko-Häusl ein Geschäft sein muss. Immerhin gibt es den online-Handel und kein Mensch kann in die Zukunft schauen und wissen, ob in 5-10 Jahren ein solches Kaufhaus nicht überholt ist und der online-Handel alles überroll. Man weiß es schlicht nicht.

    • BatMan

      @lukas
      NEUWAHLEN WIRD NIX BRINGEN,
      denn aus diesem bankrotten Parlamentarismus und diesen ebenso bankrotten Parteien, wird auch in Zukunft nicht mehr viel Fruchtbares kommen.
      UND außerdem:
      https://m.youtube.com/watch?v=19asrm-S4i0

    • Oraculus

      Statt an den potentiellen Geldwert eines Groß Projektes und an eine reine Immobilien Spekulation – zum Schaden für Bozen – zu denken , sollte Herr Lanz sich bemühen . dass in Südtirol – im Rahmen einer neuen Raumordnung bzw.. verstärkter Maßnahmen zur Sanierung des alten Baubestandes in Südtirol – viele überschaubare und kleinere Aufträge entstehen und vergeben werden . Denn das wäre neues und qualitätsbewusstes regionales Wirtschaften , anstatt sich an einen brüchigen Karren eines auswärtigen Gross Investors spannen zu lassen !

    • BatMan

      @Oraculus,
      wie recht du hast! Zubetoniert ist in diesem Land bereits mehr als genug! Bei den Handwerkern scheint die Devise zu sein: Hauptsache bauen, Hauptsache Aufträge, Hauptsache Geld, ganz egal, wenn der Planet dabei verreckt.

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