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    „Kein Steuergeschenk“

    Der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) begrüßt die Umwandlung der Tourismusabgabe in eine Kann-Bestimmung. Von einem Steuergeschenk könne keine Rede sein.

    Mit dem Wirtschaftsomnibus sind einige Bestimmungen im Bereich Tourismus abgeändert worden.

    So hat der Landtag – wie berichtet – beschlossen, die Tourismusabgabe von einer Muss- in eine Kann-Bestimmung umzuwandeln.

    Diese Umwandlung in eine Kann-Bestimmung begrüßt der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV). „Diesbezüglich kann man nicht von einem Steuergeschenk an die Gastwirte reden“, sagte HGV-Präsident Manfred Pinzger am Dienstag und verwies darauf, dass die Gastbetriebe im vergangenen Jahr mit rund 12 Millionen Euro freiwillig zur Finanzierung der Tourismusorganisationen beigetragen hätten.

    Darüber hinaus finanzierten die Gastbetriebe mit vielen Millionen Euro diverse Aktionen der Tourismusorganisationen. „Der HGV hat sich immer dafür eingesetzt, die Eigenverantwortung zu stärken, statt neue Steuern einzuführen. Insofern hat sich der HGV für den Vorschlag des Landeshauptmannes ausgesprochen, von der verpflichtenden Einführung der Tourismusabgabe abzusehen“, so Präsident Pinzger.

    Positiv bewertet der HGV zudem, dass nun auch die Nächtigungen in Bildungshäusern der Ortstaxe unterliegen. Damit, so heißt es in der Presseaussendung, ist eine Ungleichbehandlung zu den gewerblichen Beherbergungsbetrieben aufgehoben worden.

    Erfreut zeigt sich der HGV weiters darüber, dass mit dem neuen Wirtschaftsomnibus auch die Campingplätze mit 5 Sternen eingestuft werden können und somit eine Angleichung an internationale Standards gesetzt worden ist. Zudem habe man die Wohnmobilstellplätze einer Regelung zugeführt, was ebenfalls ein von der Fachgruppe Campingplatzbetreiber im HGV lang gehegter Wunsch war.

    Auf Kritik stößt hingegen die Einführung einer Verwaltungsstrafe für die „unerlaubte“ Verwendung des Begriffes „Wanderleiter“.

    Da es kein Berufsbild gibt, kann die Verwendung der Bezeichnung kaum unter Strafe stehen, schreibt der HGV. „Jedenfalls ist dieser Passus das Gegenteil von Bürokratieabbau und Eigenverantwortung“, so HGV-Direktor Thomas Gruber.

    Schließlich müsse diese Bestimmung nun mit großem Aufwand umgesetzt, und dann kontrolliert und schließlich sanktioniert werden, so der HGV

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    Kommentare (8)

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    • nix phil

      Klar ist es ein Steuergeschenk, das werden selbst die Pinzgauer Kühe bestätigen.

    • Buchhalter

      Ein Steuergeschenk könnte es eventuell indirekt sein, wenn das Land und die Gemeinden die Tourismusorganisationen verstärkt mit Beiträgen unterstützen müssen.

    • Frage?

      Herr Pinzger, zahlen sie die Torusimusabgabe oder ich als Konsument?

      Also, ich als Konsument zahle sie, nicht Sie der obergscheite Wirt!

      Nachdem ich wenn ich unterwegs bin fast lückenlos in Europa diese Abgabe /auch in Italien zahle ist sie mir eigentlich schnurz egal!

      NICHT SIE DER WIRT, SONDERN WIR KONSUMENTEN ZAHLEN!

      Also halten Sie die Luft an von wegen Belastung für die Gastronomie!!!

      Ob ich in Vancouver, Wien oder Turin übernachte, sie ist zu zahlen, nur bei den Schluchtenschei…… südlich der Alpen anscheinend nicht.

      • sogeatsnet

        Langsam, langsam mit den jungen Pferden!
        Ich denke, du bringst da einiges durcheinander…
        Tourismusabgabe ist nicht die von dir gemeinte „Kurtaxe“

      • Bernd

        Du meinst wahrscheinlich die Ortstaxe?!
        Ja es stimmt, dass der Endkonsument die Ortstaxe bezahlen muss!
        Aber: Es wird auf ein Produkt (das schon mehreren Steuern unterliegt) noch eine zusätzliche Steuer draufgeschlagen. Somit verteuert sich dieses Produkt für den Kunden. Über die enorme Bürokratie diskutieren wir besser nicht!!
        Findige Leute könnten auf die Idee kommen diesen Steuermodus auch auf andere Produkte auszuweiten. z.B. Meran braucht eine teure Umfahrungsstrasse für welches kein Geld im Steuertopf ist. Fazit: Wir erheben auf jeden Kassabon ( jedes Produkt) das in Meran verkauft wird z.B. Hose, Fleisch uuu. eine – nennen wir es „Umfahrungstax“ – in Höhe nur 0,30 Cent.
        Die Kaufleute werden sich aufregen. Aber die werden dann beruhigt indem man Sie ja darüber belehrt, dass ja nicht sie selbst die Umfahrungstax bezahlen müssen sondern der Kunde. Also wird es gemacht!
        Und der Endverbraucher nimmt es mürrisch zur Kenntniss und bezahlt so wie die Millionen Touristen auch. Es bleibt ein fahler Beigeschmack, Bürokratie die uns den letzten Nerv raubt und verärgerte Konsumenten. Wollen wir das wirklich?

    • dana

      Auch das „Vinschger“ Hundstrümmerl ist in der Steuerpolitik entbehrlich.

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