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    Geregelter Kreisverkehr

    Geregelter Kreisverkehr

    Die Landesregierung legt klare Regeln für den Bau von Kreisverkehren fest.

    Ob das Land Südtirol einen Kreisverkehr verwirklicht oder nicht, diese Entscheidung fällt künftig auf der Grundlage klarer Richtlinien. Die Landesregierung hat am Dienstag neuen „Zulassungskriterien für Kreisverkehre“ grundsätzlich zugestimmt. Formell beschlossen werden die von den Landesräten Christian Tommasini und Florian Mussner vorgelegten Richtlinien in der nächsten Regierungssitzung.

    Die Bedeutung der Straße, der Verkehrsfluss, die Sicherheit und die Machbarkeit – diese vier Kriterien sollen den Ausschlag darüber geben, ob das Land Südtirol einen Kreisverkehr baut und finanziert. In der Landesverwaltung liegen derzeit an die 15 Anträge um Errichtung von Kreisverkehren auf. Um diese Anträge korrekt und gerecht bearbeiten zu können, hat die Landesregierung die für Straßenbau und Mobilität zuständigen Landesräte damit beauftragt, entsprechende Kriterien auszuarbeiten.

    Diese „Zulassungskriterien für Kreisverkehre“ hat die Landesregierung heute grundsätzlich genehmigt. Demnach übernimmt das Land den Bau eines Kreisverkehrs nur dann, wenn es sich um Kreuzungsbereiche handelt, die von „Landesinteresse“ sind. Als solche werden Kreuzungen zwischen Staatsstraßen, zwischen Staats- und Landesstraßen und auch zwischen Staats- und Gemeindestraßen eingestuft, sofern es sich bei der entsprechenden Gemeindestraße um die Hauptzufahrt eines Ortes handelt.

    Dieses ‚Landesinteresse‘ ist somit Voraussetzung für die Finanzierung eines Kreisverkehrs durch das Land. Aber noch zwei weitere Kriterien, die den Verkehrsfluss betreffen, spielen eine Rolle spielen.

    „So wird vorausgesetzt, dass mindestens 25 Prozent des Verkehrs im Kreuzungsbereich von der Einfahrtsstraße kommen und dass mehr als 5000 Fahrzeuge am Tag die Kreuzung befahren“, so Landeshauptmann Arno Kompatscher bei der Pressekonferenz im Anschluss an die Regierungssitzung. Nur dann, so der Landeshauptmann, könne das Land den Bau zu hundert Prozent finanzieren. Wird nur eines dieser beiden Kriterien erfüllt, kann die Gemeinde „nur“ mit einer Kostenbeteiligung rechnen. Wird das Vorhaben weder dem einen, noch dem anderen Kriterium gerecht, muss die Gemeinde das Projekt aus eigener Tasche finanzieren.

    Dass natürlich auch die Machbarkeit gegeben sein muss und die geometrischen Voraussetzungen für den Bau eines Kreisverkehrs passen, darauf verweist Landesrat Tommasini. Den Aspekt der Sicherheit hebt schließlich Mobilitätslandesrat Florian Mussner hervor: „Besondere Beachtung finden sollen problematische Kreuzungsbereiche, für die wir eine erhöhte Unfallgefahr geortet haben.“

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    Kommentare (13)

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    • MarkP.

      War eigentlich jener Geometer, der den ersten Kreisverkehr Kreuzung Gummer/Birchabruck geplant hatte (der dann für teures Geld nachgebessert wurde, weil in der ersten Berechnung Busse und längere LKW’s nicht gescheid drum herum gekommen sind) auch einer vom Land gesandter??

    • guy fawkes

      Die Auswirkungen auf Fußgänger und Radfahrer – welche die großen Verlierer eines jeden Kreisverkehrs sind – sind anscheinend kein Kriterium.
      Im Innenstadtbereich sollte sowieso kein Kreisverkehr verwirklicht werden, weil ein besserer Verkehrsfluss nur noch mehr Verkehr anzieht und die Fußgänger und Radfahrer Vorrang haben sollten.

      • Fritz

        Meine Erfahrung mit Kreisverkehren in der Stadt, wenn sie richtig gemacht werden:
        Autos fahren längsamer
        Lärmbelästigung sinkt deutlich
        und wenn genug Platz für Radwege und ZEBRASTREIFEN Da sind, erhöhen Kreisverkehere die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.
        Fazit: es gibt noch viel zu weinge Kreisverkehre in unseren Städten

        • guy fawkes

          Das Argument mit der Lärmbelästigung trifft zu.
          Bezüglich der anderen Aussagen bin ich gänzlich anderer Meinung.
          Wie kann die Überquerung einer Straße für einen Fußgänger bei einem Kreisverkehr sicherer sein als bei einer geregelten Ampel?

    • Einereiner

      Im Amte von Herrn Mussner weiss noch keiner, wie man einen Kreisverkehr richtig plant. Die sind alle mit einem zu großen Innengrünkreis und einer zu engen Kreisspur.
      Als Argument dafür kommt: damit die Leute nicht zu schnell fahren…..ha ha ha
      Die Kreisspuren sind so eng, dass die LKWs teilweise über den Rand fahren müssen. Und das im Schritttempo. Schlimmer wirds dann noch bei Nacht und Regen.
      Früher gab es mal eine Regel: wer keinen LKW-Führerschein hat, darf keine Strassen planen.
      Mittlerweile scheint eine Mitgliedschaft bei den Grünen Voraussetzung zum Strassenbau zu sein.

    • sogeatsnet

      Hon schun gseign – olls Fochleit do… 😉

    • Einereiner

      Einen hab ich noch:
      den Kreisverkehr in Pfalzen!
      Als fortschrittliche Gemeinde wollte damals auch Pfalzen einen Kreisverkehr haben. Sonst wäre man ja nicht Pfalzen sondern Hintertupfing….
      Und dann kam der Giro d`Italia und schwuppdiwupp war er wieder weg. Er stand nämlich im Weg.
      Hat den damals Pfalzen gezahlt oder das Land? Oder der Luis aus dem Repräsentationsfond?

    • Gebi Mai

      Die Landesregierung dreht sich im Kreis. Deswegen braucht es einen geregelten Kreisverkehr mit Quotenfrauen.

    • Hubert

      Mir scheint, dass der Verwaltungsverkehr beim Land stockt, oder?

    • goggile

      man hàtte von anfang an bei den mebo ein und ausfahrten grosse Rondelle auf den bruecken machen sollen und nicht solche làcherliche unuebersichtlichen ausfahrten. fuer mich nicht aktzeptabel solch unuebersichtliche aufahrten zu machen. es geht um Menschenleben.

    • Erwin

      Diese svp pd Politiker bewegen sich im Kreis der von ihnen selbst geschaffenen Bürokratie im Kreis. Als Beweggrund und Sündenbock wird Brüssel zitiert, aber nie ihre eigene Unfähigkeit.

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