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    „Nein zur Euro-Erpressung“

    „Nein zur Euro-Erpressung“

    Der Grüne Kammerabgeordnete Florian Kronbichler freut sich über das Nein der Griechen zum europäischen Sparprogramm.

    Überraschend deutlich hat am Sonntag das Nein beim Referendum in Griechendland gewonnen – ganz zur Freude von Florian Kronbichler.

    Das 60-Prozent-Ergebnis sei ein „Nein gegen die erpresserischen Drohungen, die von der Spitze der EU, von den Regierungen der starken Länder, von der geballten Macht der Banken seit Ausrufung der Volksbefragung auf die griechische Regierung niedergegangen sind“.

    In einer Aussendung schreibt der Grüne:

    „Das Nein wird keine Lösung für die dramatische Wirtschaftslage Griechenlands sein. Doch es ist ein Nein zur Erpressung eines armen Landes durch die Reichen. Es ist ein Nein zu einer Finanzpolitik, die Arme dazu zwingt, arm zu bleiben und weiter zu verarmen. Es ist ein Ja zum Primat der Demokratie, zur Würde eines Landes und dazu, dass Europa-Tauglichkeit nicht nur am Geld zu messen ist.

    Das Nein der Griechen ist kein Nein zu Europa und auch kein Nein zum Euro, sondern der verzweifelte Ruf nach einem anderen Europa. Europa scheitert nicht an Griechenland, wie die derzeitige Führung Europas droht, es scheitert an der Sparpolitik, welche die reichen Länder, Deutschland voran, den armen aufzwingen wollen. Es scheitert an der Entsolidarisierung. Das Nein der Griechen, so die ersten Auszählungsergebnisse sich bestätigen, ist ein Vertrauensvotum für die griechische Regierung der Tsipras und Varoufakis, die seit Monaten als bösartig, überheblich und bestenfalls dilettantisch verhöhnt wird.

    Mit der großen Beteiligung der Griechen an dem Referendum und dem (vermutlichen) Sieg des Neins wird die Europäische Gemeinschaft ab morgen ein anderes sein. Bei dem Zustand und dem Ansehen, das sie gegenwärtig hat, kann es nur eine Veränderung zu einer besseren sein. Wir können dem griechischen Volk dankbar sein.“

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    Kommentare (53)

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    • Einereiner

      Hallo Flor, mir fällt bei diesen Aussagen nur dein Gsieser Namensvetter ein.

    • Think

      So muss man in Griechenland auch vorgehen!
      http://www.taz.de/!5019449/

    • Andreas

      Die Griechen haben also durch eine Volksabstimmung entschlossen die von ihnen angehäuften Schulden nicht mehr zu bezahlen.
      Jetzt könnten sie noch abstimmen ob ihnen die EU nicht jährlich 200 Milliarden überweisen muss, damit sie ihre Wirtschaft und ihr Steuersystem nicht reformieren müssen und Tsipras die von ihm propagierte Steueramnestie für Reiche auch durchziehen kann.

      Die Griechen sollten ihrem Schicksal überlassen werden, anscheinend ist das Leiden noch nicht so groß, als dass sie einsehen würden, dass nur sie selbst diese Misere beenden können.
      Auch ein Schuldenerlass bringt gar nichts, da sie nicht einsehen wollen, dass die Einkünfte höher als die Ausgaben sein sollten.

      • Garuda

        @Andreas

        Da bin ich ganz Ihrer Meinung, und Flor ist der gleiche politische Chauvinist wie die Griechen selbst, denn wer Griechenland als die Armen bezeichnet und dabei vergisst, dass Rumänen, Bulgarien und andere in einer weit größeren Misere leben, hat als Politiker jegliche Glaubwürdigkeit verloren, denn bei solchen geht es nur mehr um blinde Ideologien.

      • Erwin

        Wer urteilt über andere die er nicht kennt?
        Ein Schuldenerlass hat den Deutschen nach dem 2. Kriege viel gebracht.
        Ohne Steuersysteme in der EU zu harmonisieren, effizient zu kontrollieren, wird es bald ähnliche Probleme in anderen Euro Ländern geben. Italien ist der nächste Kandidat.
        Die EU – Kommission und einige Ministerpräsidenten haben sich als Lobbyisten von Banken und Konzernen offenbart.
        Viele Menschen betrachten die EU bereits als gescheitert, weil EU und EU Regierungen große Teile der Bevölkerungen nicht vertreten.

        • Andreas

          Wie es viele betrachten ist mir relativ wurscht, Fakt ist, dass die Griechen selbst schätzen, dass es ca. 30% Schattenwirtschaft gibt, Reiche gering oder gar nicht besteuert werden und die Griechen erwarten, dass andere Länder ihr Renteneintrittsalter von 56-57 Jahren finanzieren.

          Die größten Investoren sind nebenbei Versicherungen und Pensionsfonds, welche das Geld des „kleinen Mannes“ verwalten und ein Bankencrash würde auch wieder das Volk treffen.

          Der Euro ist noch jung und die Staaten zu unterschiedlich um momentan die Gesetzgebung und das Steuersystem zu vereinheitlichen. Die Wirtschaftsleistungen und Mentalität sind noch zu unterscheidlich, vielleicht wirds mal etwas, wenn nicht, was soll´s, dann können die Staaten immer noch zu einer nationalen Währung zurückkehren.

          Die beiden Kasper Tsipras und Varofakis fahren den Karren jedenfals an die Wand. Wo nehmen sie sich das Recht her groß was zu fordern, wenn sie nicht mal instande sind zu kontrollieren ob eine MwSt. Erhöhung auch bezahlt wird, da sie nicht die Leute dafür haben? Dies hat Varofakis so gesagt.
          Es wurden ihnen Beamte zur Ausbildung der Steuereintreiber angeboten, die beiden Kasper fanden dies würdelos und lassen ihre Dilletanten weiterwurschteln….

          • Erwin

            Der „Karren“ wurde bereits von viele konservative Regierungen voll gepackt mit Schulden vorbereitet und in Fahrt gesetzt.
            Was glauben Sie konnte diese Tsipras Regierung in 5 – Monaten noch machen? Sie konnten den EU – Politikern den Spiegel des Desasters vorhalten und dafür ist dieser griechischen Regierung zu danken.
            Viele Regierungen zeigen auf Griechenland, obwohl sie selbst ähnliche Probleme haben.

            • Andreas

              Sorry, der Taschenspieler ist jetzt ja aus dem Spiel, da er von niemanden mehr ernst genommen wurde.
              Man kann wie die Beiden natürlich gegen jeden Vorschlag sein, doch vielleicht hätten sie auch Gegenvorschläge mit demselben Ergebnis präsentieren sollen und sich nicht wie freche Rotzlöffel, auf Kosten des griechischen Volkes, benehmen sollen.
              Tsipras sagte in Athen das Gegenteil von dem was er in Brüssel gesagt hat.

              Die Griechen haben es seit über 2000 Jahren nicht so mit den Steuern, deshalb werden sie sich auch nicht ändern, sie sollten von sich aus dem Euro austreten und von mir aus mit Oliven oder Schafskäse bezahlen, es ist ihre basisdemokratische Entscheidung. 🙂 🙂

            • Erwin

              Ach der Gelehrte aus Südtirol weiß vom Schafskäse?
              Ich finde Ihre Haltung ist dazu prädestiniert in eine griechische Lage zu schlittern.

            • Andreas

              Gegen Fakten kann man mit Sozialromantik leider nicht argumentieren, verfällst Du deshalb in persönlichem Geschwafel?

              Dir ist anscheinend nicht recht klar, warum die Griechen in diese Lage geschlittert sind und nimmst sie deshalb aus der Verantwortung.
              So einfach ist die Sache dann doch nicht, auch wenn Du anscheinend annimmst, dass gegen Politik und Finanz zu wettern jemanden beeindruckt, da es gerade in Mode ist.

            • Erwin

              Fakt ist, dass zum Beispiel Italien und die USA eine deutlich höhere pro Kopf Verschuldung aufweisen als Griechenland. Die EU macht sich selber unglaubwürdig und zur Marionette von Geldgebern, anstatt den Finanzmärkten ordentliche Regeln vorzuschreiben.

          • George

            Der Ausdrucksheld Andreas mit seinen vermeintlichen Anti-Pseudoromantikdefinitionen – allerdings auch wiederum nur „Sozialromantik“, jedoch der anderen Seite; wirkliche Argumente dazu fehlen.

      • Franz10

        @Da wird ein Blödsinn nach dem anderen gereiht. 1. Nicht die Griechen haben die Schulden angehäuft, sondern die Geberinstitutionen mit ihren Wucherzinsen haben den Griechen die Schulden aufgehalst. Also bitte: richtigen Sprachgebrauch üben! 2. Dass Tsipras eine Steueramnestie für Reiche propagiert, ist eine infame Lüge, das Gegenteil ist der Fall!
        Der Rest ist Schmarrn, was sollen die Griechen einsehen wollen, wenn man ihnen bereits alles weggenommen hat.

    • Hubert

      Nein, hier hat der Kronbichler aber wirklich recht.
      Wer sich auch nur ein wenig außerhalb der Mainstream informiert, wird beispielsweise unter YouTube fündig, dass nicht alles Gold ist was glänzt.
      Der Artikel in Spiegel on-line zum Beispiel von Herrn Ritschl „Euro Krise Deutschland ist der größte Steuersünder des 20. Jahrhunderts“ beleuchtet die Sachlage etwas anders, als hierzulande angenommen wird.
      Das Europa ist angedacht als „Gemeinschaft“ und sollte als solche auch verstanden werden.

      • Cif

        Tolle Gemeinschaft Hubert, wenn man 5 Jahre Lang für seinen Partner die Schulden bezahlt und tortzdem keine Besserung eintritt. Solch eine Partnerschaft würde ich auch anstreben, blos wo findet man so einen Dummen?

        • Erwin

          Die Steuerzahler haben private Gläubiger gerettet, aber nicht Griechenland. Italien ist 8 – 10 – mal schlimmer und der größere Geld Verschwender und Schuldner als Griechenland.

    • steve

      Zuerst sollte das griechische Nein zu Korruption und Vetternwirtschaft kommen bevor man auf andere zeigt die Schuld haben.
      Ach Herr Kronbichler hab von ihnen noch keine vernünftige Presseaussendung gelesen….

    • Mann

      Die Griechen sollten ab heute selbst schauen wie sie weiterkommen. Sie sollen morgens ihren Arsch aufheben und das Land aufbauen. Ressourcen gibt es dort ja genug, man muss nur arbeiten wollen und das kònnen sie sich am besten von den so verhassten Deutschen abschauen. Nur kassieren und hinterher auch noch kritisieren ist zu einfach.

    • gaga

      Politiker, vor allem gruene und rote sollen verhungern

    • helmut

      Ich wünsche mir „grüne“ Politiker, die einem Broterwerb als Handwerker, Bauern und Arbeiter nachgehen und nicht als Lehrer, Hochschullehrer, Sozialfunktionäre oder sonst von der öffentlichen Hand bezahlte Weltbelehrer von dem Steueraufkommen der Wertschaffenden leben.

    • Greta

      Kronbichler versteht Zero von Wirtschaft und Finanzen, daher auch der schnulzige Schreibstil. Der Text gibt keine einzige interessante Betrachtung oder Sichtweise her.
      Verstehe nicht, warum man hier K. zu Wort kommen lässt, gibt es doch einige sehr gute Politikwissenschaftler im Land.

    • gaga

      Wel den sGsindl gewaeblt hot

    • Greta

      Hier eine Betrachtung von Slavoj Žižek – man muss nicht seiner Meinung sein, aber immerhin legt der Autor einige Aspekte frei, über die man nachdenken kann und wo man nicht Gefahr läuft auf Seifenlauge auszurutschen.

      http://www.zeit.de/2015/27/griechische-schulden-griechenland-europaeische-union

      • Erwin

        Ein guter Kommentar der den sogenannten christlich sozialen und den sozialdemokratischen Politikern kräftig zu denken geben sollte, falls diese am Bestand der EU noch interessiert sind. Schulz, Junker, Merkel gehen in die Geschichte ein. Sie sorgen dafür und heute immer mehr, dass große Finanzvermögen sich in wenigen Händen befinden und sich Regierungen deren Diktat unterwerfen.

      • George

        Sehen Sie, Greta, im Wesen der Sache drücken Slavoj Žižek und F. Kronbichler dasselbe aus. Der eine sagt es durch ein Gleichnis, der andere in etwas „schnulziger“ Art. Ist dies der Grund über den einen nachzudenken und über den anderen blöd herzuziehen?

        • Greta

          Ja! 🙂

          Flor ist gut, wenn er sich über etwas aufregt. Wenn er was herbei- oder schönredet, langweilt mich das.
          Kein einziger origineller Gedanke hier.
          Ein laues Lüftchen, aufregend wie eine Fönwelle, was K. hier zum Besten gibt. Da lob ich mir doch die meist gewitzten Beiträge des George, der im Gegensatz zu K. für nix schreibt. Nicht für den pers. Profit, mein ich.

    • THEMA

      Die ideologische Brille des Kronbichler ist ja bekannt. Deswegen ist auch das nichtssagende Kommentar, verbrämt mit hochtrabenden Phrasen, sinnloses Geschwätz.
      Aber der Rücktritt des Varoufakis ist ja der lebende Beweis für die Unfähigkeit dieser beiden
      Gaukler. Und da gibt es noch Leute die diese Grossmäuler bewundern. Unglaublich

      • Erwin

        Welche Gaukler haben sich an der Verschuldung Griechenlands bereichert?
        Beginnen Sie einige Listen zu erstellen von Banken und Unternehmen, Konzernen, usw. im In- und Ausland, dann sehen Sie wie unseriös IWF, EZB, Finanzmarktaufsicht, usw. gehandelt haben und wie schlecht die Steuerzahler vertreten wurden.
        Griechenland ist nur ein kleiner, auf Regierungsebene, internationaler „Kriminalfall“.

        • THEMA

          Ja ja das hatten wir alles schon. Der das Geld genommen und es hinausgeworfen hat, ist der
          arme unverschuldet Verschuldete, und die Geldgeber sind die Gauner. Die Griechen schulden
          jedem von uns 600 €, und sagen einfach die kònnt ihr euch denken.Ein Drittel der fast 400
          Milliarden haben die grechischen Banken erhalten, ein Drittel der Staat für sein Beamtenheer und Militär, und ein Drittel haben die Griechen schnell im Ausland gebunkert. Und da gibt es
          noch Leute die die Märchen von Tsipras glauben. Der zweite Gaukler hat nun schnell das Weite gesucht bevor alles zusammenbricht weil er glaubte 6 Monate lang die anderen 18 Kollegen an der Nase herumführen zu können.

          • Erwin

            Wie oft hatte die Menschheit in ihrer Geschichte Zusammenbrüche von Wirtschaften? Was haben Regierungen daraus gelernt?
            Bei diesen Milliarden gibt es Geber und Nehmer. Ohne Kreditwürdigkeit keine Vergrößerung der Schulden. Das heißt: spätestens bei erreichen von einem Drittel des BIP der Staatsverschuldung ist Handlungsbedarf. Italien liegt bei 140 % und ist bereits verloren.

          • Yannis

            @THEMA,
            richtig ! bei diesen „Referendum “ in Griechenland hat sich ein weiteres Mal gezeigt: „die Dümmsten Kälber wählen ihre MEZTGER stets selbst“

            • Erwin

              Die EU als Metzger, weil sie nicht fähig war einheitliche Steuergesetze zu organisieren?

    • drago

      Die meisten scheinen aus den Augen verloren zu haben, dass alle Staaten verschuldet sind und kein Staat in der Lage ist seine Schulden zurückzuzahlen. Die Forderung an alle EU-Mitglieder ist es nicht die Schulden zurückzuzahlen, sondern die Neuverschuldung (=Vergrößerung des Schuldenberges) unter 3% zu halten. Unser gesamtes Wirtschaftssystem ist auf dauerndes Wachstum eingestellt; dauerndes Wachstum ist aber unmöglich. Die Schlussfolgerung daraus überlasse ich jedem selbst.
      Griechenland ist derzeit nicht in der Lage, die Zinsen für seine Schulden zu bezahlen bzw. müsste die eventuellen Eurohilfen vor allem zur Rückzahlung von (Zins)Schulden verwenden und nicht für das Ankurbeln des laut unserem System notwendigen Wachstums.
      Alle Staaten (auch die Klassenbesten) haben sich in die Lage manövriert, in der den Staaten von den Kapitalgebern vorgeschrieben wird, welche Innenpolitik sie zu setzen haben einschließlich der Sozialpolitik. Siehe z.B. das Rating durch private (!!!!) Agenturen.
      Wie gesagt, ist auch Griechenland an seiner eigenen Lage (teil)schuld; das Referendum und allgemein das Verhalten Griechenlands ist eine (leider wahrscheinlich zum Scheitern verurteilte) Reaktion auf auf diesen ausschließlichen Einfluss der Kapitalgeber auf das Schicksal eines Landes. Aber in diese Zwickmühle haben wir uns leider alle begeben.

      • Erwin

        Sie haben sehr gut erkannt in welcher ausweglosen Situation sich Spanien, Italien u. a. befinden. Italien liegt etwa bei 2.500 Milliarden Schulden, das sind etwa 140% des BIP.
        Seit Jahrzehnten sitzen Italien, Spanien, u. a. in der Schuldenfalle, was die Gläubiger freut: Diese Länder sind verdammt dazu, an die Gläubiger ewig Zinsen zu bezahlen.

    • Debitoe

      I debiti vanno pagati. Punto e basta.

    • sell woll

      Deutschland, Österreich und Niederlande raus aus dem Euro und a Ruh isch

    • dana

      Wer sind die überheblichen in der EU? Jene die sich anmaßen anderen Regeln aufzuzwingen und selbst bei Gelegenheit die Regeln nicht einhalten?
      Diese EU ist nichts anderes als ein verlängerter Arm der Finanzinvestoren. Darum gilt die EU bei der Mehrheit der Bevölkerungen der Staaten als korrupte Institution, die Lobbyisten von Konzernen mit und um Geld, Wünsche erfüllt.

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