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    Der nächste Angriff

    Der nächste Angriff

    Während der Anhörung des Kommunikationsbeirats im Landtag setzte Freiheitlichen-Obmann Walter Blaas seine Angriffe gegen die TAGESZEITUNG fort. Seine Partei sei „totgeschwiegen worden“, beschwerte sich Blaas. 

    Erst wenige Wochen ist es her, als die Freiheitlichen zum Totalangriff gegen die Tageszeitung bliesen: Neben mehreren Anfragen und Beschlussanträgen im Landtag, einer Eingabe bei der Aufsichtsbehörde, einer Kommunikationssperre für die gesamte Fraktion sowie eine Streichung aus dem Presseverteiler – flatterte der Redaktion auch eine Millionenklage ins Haus.

    Sigmar Stocker verlangte 1,5 Millionen Schadenersatz von mehreren Redakteuren der TAGESZEITUNG. Der Vorwurf: Verleumdung. Bis heute bleibt die siebenstellige Forderung des Abgeordneten aufrecht.

    Obmann Walter Blaas, der in der Zwischenzeit mehrere Journalisten der TZ als „durchtrieben“ und als „Pappnasen“ bezeichnet hatte, setzte während der heutigen Anhörung des Kommunikationsbeirats einen weiteren Schritt gegen das Blatt.

    „Die zweitstärkste Partei des Landtags wird 40 Tage lang totgeschwiegen.“, beschwerte sich Blaas bei Kommunikationsbeirats-Präsident Roland Turk. Ob da der Beirat nicht eingreifen könne?

    Nein, so die Antwort von Turk. Man appelliere zwar an die Ausgewogenheit der Berichterstattung, im Falle der Freiheitlichen aber gebe es keinen Spielraum. Außerdem sei die Presse nicht zur Einhaltung der Par Condicio gezwungen.

    Die paradoxe Schlussfolgerung des Freiheitlichen-Chefs: Die TAGESZEITUNG darf und muss Positives berichten – Informationen aus dem Presseverteiler aber werden der Redaktion kurzerhand vorenthalten.

    Walter Blaas begehrt folgende schriftliche Richtigstellung im Sinne des Pressegesetzes:

    „Mit Verweis auf den Bericht „Der nächste Angriff“, der am 03. Juli 2015 auf der Internetseite www.tageszeitung.it veröffentlicht wurde, stelle ich klar, dass ich in meiner heutigen Wortmeldung im Südtiroler Landtag in Bezug auf die Vorstellung des Jahresberichtes des Landesbeirats für Kommunikationswesen für das Jahr 2014 den Präsidenten Turk nach der Anwendung und nach den Auswirkungen der Par-Conditio- Bestimmungen für Printmedien gefragt habe.

    Im Speziellen interessierte mich die Meinung des Präsidenten des Kommunikationsbeirates zur Berichterstattung der Neuen Südtiroler Tageszeitung gegenüber den Freiheitlichen in den 40 Tagen vor den Gemeinderatswahlen vom 10. Mai 2015, in denen die Par-Conditio zum Tragen kommt. Bekanntlich hat die Neue Südtiroler Tageszeitung die freiheitlichen Listen bei den letzten Gemeinderatswahlen unterschlagen und somit eine institutionelle journalistische Aufgabe sträflich unterlassen. Immerhin besteht für Medien nach wie vor die Pflicht, nicht zuletzt aufgrund der geltenden Berufsordnung für Journalisten, zur korrekten, objektiven und ausgewogenen Berichterstattung.

    Wie alle Anwesenden im Plenarsaal des Landtages hören konnten, sind die Par-Conditio- Bestimmungen für den Präsidenten des Kommunikationsbeirates veraltet und reformbedürftig. Deswegen habe er auch in Bezug auf die Berichterstattung der Neuen Südtiroler Tageszeitung zu den Freiheitlichen in der Vorwahlzeit nicht einwirken können. Der Präsident des Kommunikationsbeirates hat im Plenum gleichzeitig aber angekündigt, sich im Falle von zukünftiger einseitiger Berichterstattung medial einschalten zu wollen. Die ausgewogene Berichterstattung sei für jeden Journalisten eine Pflicht, an die er appelliere, so Präsident Turk.

    Vollständigkeitshalber sei noch ergänzt, dass die im gegenständlichen Bericht der Neuen Südtiroler Tageszeitung zitierte Beschwerde an die Journalistenkammer von der zuständigen Kommission gerade untersucht wird.
    Abschließend halte ich fest, dass die Freiheitlichen nie Bestrebungen angestrengt haben, damit jemand die Neue Südtiroler Tageszeitung zur positiven Berichterstattung für die Freiheitlichen zwinge. Mehr als eine korrekte, objektive und ausgewogene Berichterstattung haben die Freiheitlichen nie verlangt.

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    Kommentare (30)

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    • michl

      Ja liebe Tz schreibt doch ein bischen mehr über die FH.Ich weiß viel zu sagen gibt es bei denen nicht.Erst bauen sie Scheiße und jetzt versuchen sie anderen dafür die Schuld zu geben.Und natürlich noch Kapital daraus zu schlagen.
      Wenn das keine Oposition ist wie es sich gehört!
      Wartet mal die nächsten Wahlen ab.
      Manche merken es erst das sie am Boden liegen,wenn jemand anschließend noch auf sie draufsteigt.

    • Patrick

      Da müssen die Freiheitlichen nach Nordkorea ziehen und dort regieren. Die Zeitung dort haben noch Anstand gegenüber Politikern.

      • Dr. Engelbert Dollfuß

        Vielleicht sollten die Medien berichten und die Politik den Politikern überlassen. Man sieht ja, was dabei herauskommt, wenn abgehalfterte Landtagsabgeordnete Herausgeber von Tageszeitungen spielen.

    • sogeatsnet

      sechsstellige 1,5 Millionen…?
      Liebe TZ, hat das etwas mit der Spending Review zu tun?

      • Anton

        Sie haben natürlich Recht, wurde ausgebessert.

        Anton (TZ)

        • MarkP.

          TZ gibt einen Fehler zu?? Es passieren noch Wunder… Aber mein Beitrag wird jetzt eh wieder zensuriert. 😛

          • Anton

            Aber nein, fühlen Sie sich wohl 😉

            Anton (TZ)

          • sogeatsnet

            Es geht doch nicht darum, einen Fehler zuzugeben.
            Aber, du hast insofern Recht, als dass es sicher besser wäre, einen Artikel nochmals durchzulesen, bevor er online gestellt wird.
            Es finden sich dann doch sehr oft die „genialsten“ Texte…

            Was ich noch besser finden würde ist, wenn der Artikelschreiber sich auch in die – teilweise doch recht interessante – Diskussion einbringen würde.
            Es könnten Meinungen hinterfragt, manchmal Missverständnisse ausgeräumt oder Fakten besser dargelegt werden.

            • Anton

              Wir lesen mit und bringen uns gegebenenfalls ein – solange die Arbeit für die nächste Ausgabe zeitlich nicht darunter leidet. Wenn Sie Fragen oder Rückmeldungen haben, nur zu!

              Anton (TZ)

            • Mark P.

              Anton, Sie wären der erste TZ-Reporter, der sich einbringen würde.
              Nichtmal ernst gemeinte E-mails werden beantwortet… also von daher. Sie wären das erste TZ-Reporter Wunder 🙂

            • Mark P.

              Ich werde ja seit ich den Oberhofer auf einen Rechenfehler hingewiesen habe, komplett zensuriert. 🙂 Ist aber interessant auf der schwarzen Liste zu sein.

    • schnellermichl

      Ja schreibt doch mal was: über den penisring der mit unserem Steuergeld bezahlt worden ist, ueber die babyrente vom Pius oder ueber die Millionen Renten die wir den beiden ausbezahlt haben und mit denen der aufrechte Tiroler bui Pius nicht Bank spielen wollte.

      • zeus

        Sie sind tatsächlich „schnell“ schnellermichl.
        so ein blödsinn „millionenrenten an beiden ausbezahlt“
        „Penisring mit steuergeld bezahlt“ über geschmack kann man sich streiten, aber der penisring war teil eines geschenkes.
        Es gibt bis dato keine vorschrift was man als fraktion, mit fraktionsgelder bezahlt, verschenken darf. Man kann auch ein geschnitztes edelweiss oder „shades of gray“ verschenken.
        aber „bad news are good news“ gilt natürlich auch für das weltblatt tz.
        Ja schneller michl wie glauben sie wird unser land besser regiert mit solchen wählern wie sie?

        • schnellermichl

          Du bist wohl a supergscheiter. Natuerlich können sie sich mit unseren Geldern penisringe schenken.das zeugt von der seriösität dieser Politiker. Mit solchen Politikern wird unser Land sicher gut regiert, immer fein in die eigene Tasche. Zum glueck gibt es nicht so viele Esel wie Zeus …. Das lässt hoffen dass diese gestalten bald von der Bildfläche verschwinden

          • zeus

            Sie bringen ja alles durcheinander wieso penisringe? Es war ein einmaliger gag. Und wie ist das mit den ausbezahlten millionenrenten?
            Bei ihrem wissen grenzt es bereits an ein wunder, dass sie zumindest penisring und nicht dildo schreiben.
            ja nun schneller michl, wie ist das mit den millionenrenten? Erzählen sie mal.

    • Martin S.

      Das vom Penisring hat die TZ ja geschrieben, aber die F dürfen sich nicht wundern, dass die TZ nichts über sie schreibt wenn sie keine PMs von ihnen bekommt!

      • zeus

        Wie sie sicherlich wissen gibt es neben den pm der parteien z.b.auch pm des landtag’s, wenn aus diesen alles ignoriert wird, was mit den freiheitlichen zu tun hat, ist dies wohl ein kleiner unterschied.

    • Woll. Pertinger

      Der Zeller wird von den Dolomiten schlecht behandelt, der Blaas von der Tageszeitung. Wohin sol das noch führen?l

      • Dr. Engelbert Dollfuß

        Die alternde Diva Zeller ist seit Neuestem ja Shooting-Star der Silbergassler (TZ) geworden. Vielleicht angelt sich der Weinbergweg dafür den Blaas als Pin-Up-Girl. Das würde auch von der politischen Ausrichtung her passen, denn dann wären die paar Linken in der Silbergasse wieder unter sich.

    • Klaus

      Jungs, liebe Kommentarschreiber und Redakteuer Anton …tuts alle a Satzl weinen und dann ist alles wieder gut :-))))€€€€

    • margo

      Lieber ein durchtriebener blaas als ein blasser tribus

    • Verwunderlich

      eins ist klar… die zeitung hat immer recht….. wenn sie nicht recht hat…. so ist es egal…. so hat sie halt unrecht….. hinein kommt auf alle fälle dass….. was die zeitung willl…. und nicht was hineingehören würde… denn würde es drinnen stehen… würde es keiner lesen…. die wahrheit will ja keiner. wahrhaben….

    • Tresl

      Die Freiheitlichen haben sich selber ins Abseits manövriert. Arrivederci!

      • zeus

        Genau tresl,
        Die freiheitlichen hätten bereits 1993 aus dem landtag ausziehen sollen, als sie ihren ersten lohnzettel in der hand hatten.
        so viel geld zwei svp’lern wegnehmen. Schande!
        aber was machen sie, genehmigen sich millionen in einer nachtsitzung und keiner merkt‘ s bis endlich der kofler hansjörg alles aufdeckt.
        tresl sind sie die freundin vom motschuner peppn?

    • Alles Klar?

      Fast Alle Medien in Südtirol werden von Einigen wenigen Personen gesteuert (nicht nur die Ebners). Das dürfte jeden der täglich mehr als eine Zeitung liest und mit einem halbwegen Hausverstand ausgestattet ist, wohl aufgefallen sein. Die RAI übrigens liegt in dieser Wertung auch ganz vorne. Schafft man die Beiträge an die Medien ab, dann haben jene Personen, welche die Beiträge vergeben, auch weniger Einfluss auf die Medien. Ist doch klar! Oder?

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