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    Nein zum Herbizid

    Nein zum Herbizid

    In einer überraschend knappen Entscheidung wurde heute das Verbot von glyphosathaltigen Herbiziden auf öffentlichen Flächen durchgeboxt – zur Freude von Einbringer Paul Köllensperger.

    17 Ja – 16 Nein-Stimmen. Es war eine knappe Mehrheit, mit der sich der Movimento-5-Stelle-Abgeordnete heute im Landtag durchsetzen konnte. Der Einsatz von glyphosathaltigen Herbiziden, die unter anderem als „Roundup“ vertrieben werden, ist damit zumindest auf öffentlichen Flächen verboten.

    Auch Brigitte Foppa (Grüne) unterstützte den Antrag. In Deutschland wolle man es auch in der Landwirtschaft verbieten.

    Die Leute würden meinen, die Bauern würden nur mehr Gift spritzen, erwiderte Sigmar Stocker (Freiheitliche). Dabei habe er erst vor kurzem mit einem Bauern gesprochen, der sogar beim Bewässern seiner Apfelbäume für das angebliche Spritzen von Herbiziden kritisiert wurde.

    Die Untersuchungen zu Glyphosat in Deutschland hätten  ihn überrascht, erklärte LR Arnold Schuler.  Laut WHO sei Glyphosat möglicherweise krebserregend, das Bundesinstitut für Risikobewertung habe es danach aber für unbedenklich erklärt. Hier werde Panikmache betrieben. Laut international anerkannten Richtwerten sei ein Vorkommen von 0,1 Nanogramm nicht ein ernsthafter Nachweis, die gefundenen Rückstände in der Muttermilch lägen ums Zwanzigfache darunter. Ein Verbot für öffentliche Flächen sei schwer umsetzbar und würde auch Mehrkosten bedeuten. Außerdem gebe es eine Reihe von gefährlicheren Herbiziden, auf die man im Verbotsfalle ausweichen würde.

    In Europa gelte immer noch das Vorsorgeprinzip, wandte Paul Köllensperger ein, und das sei anzuwenden, wenn ein anerkanntes Institut Bedenken zu einem Wirkstoff habe.

    Der erste Teil des Antrags (Verbot auf öffentlichen Flächen) wurde mit 17 Ja und 16 Nein angenommen, der zweite Teil (Verbot des Verkaufs an Private) mit 16 Ja und 17 Nein abgelehnt.

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