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    Jahrelange Blockade?

    Jahrelange Blockade?

    Der Athesia-Konzern verfolgt mit dem Rauswurf der Mitaktionäre aus der Brennercom eine klare Strategie. Wie soll der Landeshauptmann reagieren? Stimmen Sie ab.

    Von Matthias Kofler

    Nach dem Freitags-Beschluss des Verwaltungsrates gibt es in der Brennercom nur mehr einen großen Aktionär: nämlich die Athesia.

    Doch welche Strategie verfolgt Michl Ebner mit dem Ausschluss der Mitaktionäre?

    Für den SVP-Senator Karl Zeller ist klar: Der Athesia-Chef will den Betrieb mit einem über Jahre dauernden Rechtsstreit lahmlegen. „Er liefert sich einen politischen Machtkampf mit dem Landeshauptmann. Es geht darum zu zeigen, wer der mächtigste Mann in Südtirol ist.“

    Das Land will den Entscheid des Verwaltungsrates gerichtlich anfechten. Gleichzeitig hat Athesia bereits am 4. Juni gegen jenen Beschluss der Landesregierung rekurriert, der den Zusammenschluss der öffentlichen Gesellschaften in der Brennercom zu einer Newco-Gesellschaft vorsieht.

    Der Rechtsstreit droht, sich über ein Jahrzehnt hinziehen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil wäre die Brennercom praktisch eine blockierte Gesellschaft.

    Doch offenbar geht es in diesem Machtkampf um mehr: nämlich auch um die anderen Baustellen des Athesia-Konzerns mit der Landesverwaltung (Wassernutzung und Finanzierung der Schnalser Gletscherbahn.

    Deshalb ist es durchaus möglich, dass mit Landeshauptmann Arno Kompatscher nach einer „Gesamtlösung“ für diese Problemfelder gesucht wird.

    Dass der Rauswurf des Landes eine spontane Hauruckaktion des Verwaltungsrats war, mit dem Michl Ebner auf den Plan des Landeshauptmanns, ihm nicht die absolute Mehrheit an der Brennercom zu überlassen, reagierte, wird immer deutlicher.

    Denn: Wenn der Verwaltungsrat am 19. Juni tatsächlich nur das Staatsgesetz umgesetzt hätte, warum hat man dann nicht noch in derselben Sitzung auch einen Ausschluss der kleineren Aktionäre Selfin und Stadtwerke Brixen beschlossen? „Es zeigt sich, dass diese Argumentation ex post konstruiert wurde“, so Zeller.

    Gleichzeitig heißt es im Staatsgesetz 244/2007 und im Stabilitätsgesetz 147/2013, dass eine öffentliche Beteiligung an privaten Unternehmen nur dann erlaubt sei, wenn die Leistungen unverzichtbar für das institutionelle Interesse sind.

    Ob ein Glasfasernetz unter diese Definition fällt, darf einzig die öffentliche Verwaltung entscheiden. Und die Landesregierung hat am 23. Dezember beschlossen, dass das Glasfasernetz in öffentlicher Hand bleiben müsse. Genau dieser Beschluss wurde aber von Athesia angefochten.

    Interessant: Bereits in der kommenden Woche wird im Südtiroler Landtag jenes Gesetz behandelt, das den Zusammenschluss von Land, A22, Selfin und Stadtwerke Brixen zu einer Newco-Gesellschaft vorsieht.

    Der Zeitpunkt, den der Verwaltungsrat für sein „Überfallkommando“ (O-Ton Karl Zeller) gewählt hat, konnte also besser nicht sein.

    Soll das Land die öffentliche Beteiligung an der Brennercom mit Zehen und Klauen verteidigen? Oder im Streit mit Athesia-Chef Michl Ebner klein beigeben?

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    Kommentare (75)

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    • aMBedue

      Der LH ist nicht nur ein kompetenter Politiker, noch viel mehr ein schlauer Kopf mit Visionen. Den Gegner mit dessen Waffen schlagen, das zu unterschätzen führt in den meisten Fällen zum KO. Ebner hat das nicht geschnallt.

      • martin

        Liebe TZ, wenn ihr Euch nicht im Klaren seid, dass man eine Oder-Frage nicht mit Ja oderNein beantworten kann, dann frage ich mich: Was zum Teufel studiert ihr Journalisten???? 🙂

        • Puschtra

          Dies Fragestellung ist mir ein Rätsel

          • Vingscher

            Nicht nur die Fragestellung sonder auch der Sachverhalt ist schwierig. Letztlich werden hier wohl die wenigsten sachlich sondern emotional abstimmen.

          • Vingscher

            Falls ihr die Umfrage neu aufsetzt, könnte ihr auf frisch für demographische Faktoren kontrollieren, Geschlecht & Alter evtl. auch Wohnbezirk, Bildungsstand und Einkommen. Diese Ergebnisse müsst ihr natürlich nicht laufend publizieren, ihr könnte jedoch die Ergebnisse anschliessen auswerten und unterschiedlich gewichten. Die Ergebnisse wären sicher spannend.

            Und bitte kontrolliert dafür, dass jeder Teilnehmer nur einmal abstimmen darf. Für die IP alleine zu kontrollieren ist nicht genug.

        • George

          Richtig ‚martin‘! Wer so naiv die Fargen stellt, hat in öffentlichen Medien nichts verloren.

    • sigi

      In jedem Falle die Raffgier dieser Herrn von der Brennercom und vom Weinbergweg bremsen.
      Und alle können unseren Hernn Kompatscher und seine tapferen Mitstreiter unterstützen, auch indem keine Dolomiten (am besten dieses heilige kath. hinterhältige Sonntagsblatt auch nicht lesen), und andere Athesia Produkte gekauft werden und in jedem Falle solang Brennercom nur Athesia ist auch dort kündigen, ich bin dabei!

      • Vingscher

        Arumentierst du wirklich gegen die Vielfalt im Zeitungsmarkt? Anstatt zum Boykott der Dolomiten auszufordern, solltest du dich für eine weitere unabhängige Tageszeitung einsetzen.

        • sigi

          Dachte,, dass sich die letzten Jahrzehnte vor allem ein Großteil der Italiener von den Medien und der Macht von Berlusconi blenden ließ. Leider sind wir im heiligen Land mit den heiligen Blättern von den Heiligen vom Weinberg nicht weit entfernt. Für neue Medien ist es sehr schwierig dem Druck dieser Macht Stand zu halten. Für Viele ist es ja schwierig noch zu erkennen wo diese Raff- und Machtgierigen überall dahinterstecken (Bezirksblätter, suedtirolnews……) Wird ja alles übernommen was Profit abwirft oder den eigenen Interessen im Wege steht. Sind wir froh solange wir auf Medien wie Salto, FF oder Tageszeitung zählen können! Hoffe da stecken nicht auch noch irgendwie diese Herren dahinter.

          • Garuda

            Ja frag dich mal warum Berlusconi und die damalige Koalition mit SVP so hofiert wurden in den Dolomiten.

            Mein Gott, was hat dieses niveaulose Blatt stets positiv vom Rattenfänger berichtet.

            Und außerdem haben sich diese alle als erzkatholisch gegeben.

            Alles nur Schall und Rauch

          • Vingscher

            Versteh‘ mich nicht flasch, ich verteitige keinenfalls ein Monopol im Informationsmarkt. Ich sage lediglich, wir sollten nicht versuchen einen Informationsanbieter aus dem Markt zu verdrängen sondern unsere Energie dazu verwenden eine weitere Informationsquelle zu fördern.

            Falls du meine Aussagen in politische Empfehlungen ummünzen möchtest: Wir sollten nicht die Macht einer Zeitung per Gesetz beschränken sondern den Eintritt neuer Zeitungen erleichtern, also Markteintrittsbarrieren senken. Dies könnte dadurch geschehen, dass wir einen Teil unserer Steuergelder dazu verwenden die Gründung neuer unabhängiger Zeitungen zu fördern.

            • Woll. Pertinger

              Eine mit Steuergeldern gegründete Zeitung ist von vorneherein nicht unabhängig.

            • Vingscher

              Ich spreche auch nicht davon eine Zeitung mit Steuergeldern zu gründen, sondern davon evtl. Gründungen zu unterstützen.

    • Ute

      Der Verteidiger der Mächtigen hat gesprochen.

      • Andreas

        Erklär mir bitte mal den Sinn den Laden zu behalten. Die Provinz hat an diesen Stellen schon Leitungen und nachdem das Land anscheinend 8 Jahren getäuscht wurde, was ich nicht glaube, sehe ich keinen Grund jetzt großartig darum zu prozessieren.
        Zu Geld machen und Gesetze erlassen um der Brennercom das Geschäft zu erschweren ist effektiver. Nebenbei sollte der LH sich auch für Schnals etwas überlegen.
        Ebner hat, aus welchen Gründen auch immer, die offene Konfrontation gesucht und ich nehme an noch 1-2 Trümpfe in der Hinterhand, also diesmal nachgeben und ihm anderorts das Leben erschweren, der LH sitzt am längeren Hebel.

        • lucian

          Gratis-Polemiker vom Dienst, geh doch mal inzwischen an die frische Luft.

          • Vingscher

            @Andreas

            Worauf beziehen sich die drei Prozent? Ist dies der Anteil der Brennercom am gesamten Netz oder am Glasfaserkabelnetz? Falls es drei Prozent vom bestehenden Glasfasernetz in Südtirol sind gebe ich dir Recht. In diesem Fall sollte das Netz an die Athesia verkaufen.

            Sollten es jedoch drei Prozent am gesamten Netz (Kupferkabel eingeschlossen) sein, finde ich es gar nicht wenig. Vor allem dann wenn das Netz der Brennercom zum Grossteil aus Glasfaser besteht.

            Letztlich habe ich keine Ahnung wie Abstimmen und werde mich wohl enthalten.

            • Vingscher

              @ Andreas

              Wurde dein Beitrag gelöscht in welchem auf die drei Prozent verwiesen hast oder habe ich mir tatsächlich eingebildet dies gelesen zu haben?!

        • George

          Heiliger (benedictus) Andreas. Ihr Kommentar sagt das eine und auch das Gegenteil davon. Was wollten sie nun wirklich sagen? Widersprüchlicher könnte es nicht sein. 😉

        • barfusler

          wen bringt es was der Brennercom das Geschäft zu erschweren? Hier geht es nicht um einen Rachefeldzug sondern um die Entscheidung was für die Allgemeinheit sinnvoller ist. Entweder überlässt man den Politikern die Entscheidung oder die Bürger werden anständig aufgeklärt und entscheiden selber. Was aber zur Zeit hier abläuft hat weder Kopf noch Fuß

          • barfusler

            @Andreas
            einerseits traust Du den Bürgern keine Entscheidungskompetenz zu, andererseits bildest Du dir ein zu wissen wie Politiker zu entscheiden haben? Das nenne ich große Klappe und unverantwortliches Verhalten, denn am Ende haben für dich immer die anderen falsch entschieden.

        • Garuda

          @Andreas

          Die Weinberg Diva hat gesprochen, wer sonst könnte wissen, welche Trümpfe Ebner noch in der Hand hat.

          Der öffentliche Besitz sollte verschleudert werden vom LH, um dann bei der privaten Gletscherbahn Prügel in den Weg zu legen?

          Geht’s dir noch? Der Steuerzahler sollte betrogen werden, um dann in der Privatwirtschaft zu verhindern oder zu stören.

          Solch einen Stuss können nur scheinheilige Brüder aus dem Weinberg schreiben.

          • Andreas

            Du kapierst es nicht ganz Garuda.
            In Schnals soll das Land die Seilbahnen fördern, doch bei den Wasserkonzessionen genau hinschauen. Ebner ist ein genialer Stratege mit langfristigen Zielen, unterschätze ihn nicht.

            Die Brennercom macht mit den Endkunden Gewinn und nicht mit den Netzen, also gibt es keinen Grund einer Beteiligung des Landes. Die Anteile teuer verkaufen und gut ist.

            Der Steuerzahler wurde schon „betrogen“, wie Du es nennst, was würde Deinen Frust jetzt besänftigen, soll jetzt einer zum Erschagen gesucht werden damit Du Dich beruhigst?

            Machtkãmpfe bringen niemanden etwas, außer den Anwälten. Kompatscher hat genügend andere Baustellen welche wichtiger sind.

    • greta k.

      Stimmt. Die Fragen wurden wohl mit „Zähen“ (Zähnen) und Klauen erstellt.

    • Vingscher

      Falls du jetzt nachbesserst, kann du die bin anhin eingegangen Antworten nicht mehr verwenden.

    • Vingscher

      Falls die Fragestellung geändert würde wären als bis jetzt eingegangen Antworten zu verschmeissen. Aber ja, im Prinzip müsste man die Umfrage neu aufsetzen!

    • Senatur

      Das sind die großen Themen für Südtirol und nicht das Abstimmungsverhalten einer Gemeinderätin in Bozen. Ja, man fällt halt lieber über eine einzelne, ehrliche Person her als über gewisse Machtgebilde. Dort gilt es einiges zu klären.

    • huberto

      Warum Herr Ebner vielleicht Recht hat und die wahren Schuldigen ganz irgendwo anders sitzen

      Die Rollen scheinen klar verteilt: der gute Arno als der Verteidiger der Landesinteressen und der böse Ebner der mit einem Staatsstreich die jahrelang mit öffentlichen Geldern gemästete Brennercom an sich reißen will.

      Doch ist es schon so einfach? Die Welt ist meistens nicht nur schwarz und weiß, auch wenn die meisten Menschen so denken bzw. sie so sehen wollen.

      Wer hat Schuld, wenn es jahrelang zugelassen wurde, dass Beamte hinter dem Rücken der Auftraggeber tun und lassen konnten was sie wollten?
      Wer hat Schuld, wenn man viele, viele Jahre lang und noch immer Verwaltungsräte einzig und allein nach Parteikartenlogik eingesetzt hat und einsetzt und sich danach wundert, dass diese vom operativen Geschäft in vielen Fällen gar nichts verstehen?
      Wer hat Schuld wenn man Direktoren von Landesgeellschaften und Gesellschaften mit Landesbeteiligugn nach Parteikartenlogik einsetzt und sich danach wundert, wenn jedes Jahr für Jahr Verluste schreiben? Die Wirtschaftlage? die Umstände? Immer die anderen…….

      Wenn man einen Geschäftsmann einsetzen will, so wird er sich auch wie einer verhalten. Und Herr Manfredi hat bewiesen, dass er ein guter Geschäftsmann ist, zu gut für das Land, das nur zuschaute und nicht verstand was vor sich ging. Ist das seine Schuld?

      Und ich verstehe Herrn Ebner sogar. In einem Großteil der Fälle wo das Land Unternehmer spielen will, geht das schief. Ich als Aktionär würde auch nicht zuschauen wie mein Unternehmen untergeht. Ich würde gleich handelt, wenn ich Aktionär bei den Thermen Meran, SEL, Saftey Park, Transportbetriebe und und und wäre.
      Beamte sind keine Unternehmer. Wenn jemand in Juristerei ausgebildet wurde, wie ein Jurist spricht und in Artikel denkt, was ist er dann? Genau, ein Jurist, aber kein Unternehmer.
      Genau so gut sind unsere ganzen verbeamteten Politologen, Soziologen und Lehrer vieles, aber sicher keine Unternehmer.

      Und wisst ihr wer Schuld hat?

      Wir Südtiroler selbst. Weil wir uns jahrelang haben einlullen lassen vom vermeintlichen Märchen vom Lande wo Milch und Honig fließt. Wir Südtiroler, die ehrlicher, fleissiger und besser sind als alle um uns. Wir Südtiroler weil wir uns viele, viele Jahre lang von einem Landeshauptmann fast diktatorisch behandeln haben lassen und still gewesen sind.
      Was beklagen wir uns? Schaut euch die Landesregierung an? Lehrer, Juristen, Poltitologen, Soziologen. Und das Land will Unternehmer spielen? Wenn sie es in vielen Fällen nicht einmal schaffen die eigenen Beamten im Griff zu haben.

      Herr Ebner und seine Athesia war und ist nur das Produkt vom durchschnittlichen Südtiroler.
      Das ist die Wahrheit leider. Und die Wahrheit tut weh.
      Er hat geschrieben was wir Südtiroler hören wollten. Ist das seine Schuld?
      Ja, vielleicht geht bei ein paar der Leser hier ein Lichtchen auf. Die ganz Schlauen werden immer noch sagen „der liebe Arno“ und der „böse Ebner“. Denen ist nicht zu helfen. Doch die Wahrheit ist viellicht doch ein wenig komplizierter als viele glauben und verstehen.
      Ich sage nicht, dass Herr Kompatscher hier falsch handelt. Nein, sicher nicht. Aber gleich wie bei der Sanitätsrefrom hat man hier kein glückliches Händchen bewiesen und ist die ganze Sache meines Erachtes nach falsch angegangen.

      Ja, und ich erlaube mir zur kritisieren. Das ist mein Recht als Bürger, denn ich will auch nicht Landeshauptmann sein.
      Herr Kompatscher hat es aber wahrlich nicht leicht. Es scheint, als stürzen die ganzen Fehler der letzten 30 Jahre wie eine Sinflut auf in ein. Für viele Sachen kann er nichts dafür, er könnte aber mit dieser verdammente Parteikartenlogik aufräumen.

      Wenn man viele Jahre den Bock zum Gärtner macht, braucht man sich nicht wundern was dabei raus kommt.
      Aber Schuld sind immer die anderen.

      • Vingscher

        Lieber Humbert

        Bei der aktuellen Diskussion geht es nicht darum ob die Politik in der Vergangenheit Fehler gemacht hat oder nicht. Im Gegenteil, ich würde behaupten, wir haben hier einen Fall bei welcher die Politik in der Vergangenheit alles richtig gemacht hat. Ich nehme an, dass der Grossteil der Bevölkerung den Ausbau des Internets und eine bessere Flächendeckung befürwortet. Die Politiker der letzten Jahre haben unsere Gelder gut eingesetzt und das Glasfasernetz ausgebaut. Damit haben sie unseren Auftrag erfüllt. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, dass wir hier einen Fall haben, bei dem das demokratische System gut funktioniert hat.

        Es geht im aktuellen Dialog daher nicht um die Vergangenheit, sondern vielmehr darum herauszufinden, ob das von uns aufgebaute Glasfasernetz weiterhin von uns allen (also der öffentlichen Hand) verwaltet werden soll oder ob wir der Meinung sind, dass es an der Zeit ist das Glasfasernetz zu privatisieren und den Markt nicht weiter zu verzerren.

        Im Dezember 2014 haben wir (also der Landtag) ein Gesetz verabschiedet, welches besagt, dass wir eigentlich der Meinung sind, dass das Glasfasernetz weiterhin von der Öffentlichkeit verwalten wird. Nun, Anfang Juni 2015 hat der Aufsichtsrat der Brennercom sich entschlossen gegen diesen Beschluss zu rekurrieren. Dies ist sein gutes Recht. Der Verwaltungsrat glaubt also, dass das Glasfasernetz keinen institutionellen Charakter hat. Gut, jeder darf seine eigene Meinung haben.

        Parallel dazu besagt ein Staatsgesetz, dass alle öffentlichen Beteiligungen an Unternehmen per 31.12.2014 automatisch erlöschen, falls es sich nicht um Unternehmen mit institutionellen Charakter handelt. Dieses Gesetz ist durchaus sinnvoll, weil es grundsätzlich besser ist den privaten Markt nicht durch Staatseingriffe zu verzerren.

        Nun wie gesagt hat die Brennercom unseren Entscheid über den institutionellen Charakter des Südtiroler Glasfasernetzes angefochten. Jedoch bereits wenige Tage später hat der Aufsichtsrat der Brennercom eigenständig die Anteile des Landes für erloschen erklärt und auf das Staatsgesetz verwiesen. Damit hat die Brennercom faktisch entschieden, dass das Glasfasernetz keinen institutionellen Charakter hat. Es liegt natürlich nicht an der Brennercom dies zu entscheiden sondern an uns allen, bzw. einem Gericht. Denn wir haben ja bereits im Dezember 2014 bestimmt, dass es für die Mehrheit der wahrberechtigten Südtiroler institutionellen Charakter hat. Dieses unrechte Manöver des Aussichtsrates der Brennercom haben Zeller/Kompatscher und die SVP scharf verurteilt (keine unserer Oppositionsparteien hat ein Wort gesagt, aus Angst vor den Ebner-Brüdern wie viele behaupten).

        Wie du siehst haben wir eigentlichen ein klar definiertes Problem, welches es zu diskutieren gilt. Die öffentliche Wahrnehmung ist jedoch ein leicht andere. Im Aussichtsrat der Brennercom sitzt nämlich Ebner und es gibt Stimmen die behaupten bei der aktuellen Diskussion handelt es eigentlich um einen Machtkampf zwischen Zeller/Kompatscher und der SVP auf der einen Seite und der Familie Ebner (Dolomiten,Athesia) auf der anderen. Dadurch wird die Diskussion emotional aufgeheizt und es ist schwierig einen kühlen Kopf zu bewahren. Aber eines bin ich mir sicher, um die Vergangenheit geht es bei dieser Diskussion nicht.

        Und wer weiss, vielleicht stimmt es sogar und es handelt sich tatsächlich um einen Machtkampf. Ist noch niemanden aufgefallen, dass Stol.it die Kommentarfunktion bei sämtlichen Brennercom Artikel deaktiviert hat? Interessant, nicht?

        • huberto

          “ Es geht im aktuellen Dialog daher nicht um die Vergangenheit, sondern vielmehr darum herauszufinden, ob das von uns aufgebaute Glasfasernetz weiterhin von uns allen (also der öffentlichen Hand) verwaltet werden soll oder ob wir der Meinung sind, dass es an der Zeit ist das Glasfasernetz zu privatisieren und den Markt nicht weiter zu verzerren.“

          Im Prinzip hast du du nicht Unrecht, ob man das noch als Dialog bezeichnen kann, bezweifle ich allerdings.

          Fakt ist:

          – das Land muss aufhören Unternehmer zu spielen, da es nicht die Kompetenzen dazu hat und sehr häufig jede Besetzung der Fürhungspositionen und Vewaltungsräte in einem Disaster endet, wo nie niemand Schuld hat
          – dass es das gute Recht von Herr Ebner ist, sich zu wehren. Die Fehler wurden schon bei der ganzen Gründung dieses Unternehmens begonnen. Poltische Fehler wieder einmal. Ich als Aktionär würde auch nicht zuschauen, wenn meine gewinnorientierten Interessen mit öffenltichen Interessen vermischt werden. Das ist ja das Dilemma: Ebner wehrt sich zurecht und Kompatscher siehr zureht öffentliche Interssen.
          – die Landesregierung unter diese Aspekt einfach nicht lernen will? Siehe FC Südtirol. Ein Club mit ein paar hundert Zuschauer erhältä über die öffenltiche Hand ein paar Millionen für ein Trainingszentrum! Was ist das??????? Wieder einaml werden öfffentliche Gelder für private Interessen eingesetzt. Mit Verlaub, der FC-Südtirol geht geschätzten 95% der Südtiroler am A…. vorbei. Doch auch hier scheint der Lobbysmus von Ex-Politikern gut zu wirken.

          • Vingscher

            Du hast anscheinend die unterschwelende Kritik meiner obigen Antwort nicht wirklich verstanden. Was ich dir sagen wollte ist, dass dein Kommentar nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun hat.

            Warum diskutieren wir hier nicht ob Griechenland die Eurozone verlassen soll oder nicht? Genau! Weil Griechenland genauso wenig mit dem Glasfasernetz zu tun hat wie der Fc Südtirol!

            • huberto

              @Vinschger
              Die „unterschwelende“ (wohl eher unterschwellige) Kritik habe ich nicht verstanden, leider.

              Du schreibst wie ein Politiker und denkst wie ein Politiker, wodurch ich annehme, dass du selbst ein Politiker oder zumindest Beamter bist.

              Somit werden wir uns sicher nicht verstehen. Bei allem Respekt, auch wenn du bei vielem was du schreibst recht hast. Nur erkennst du die Ursache nicht.
              Man kann auch vor lauter Bäume den Wald nicht mehr sehen.

            • Vingscher

              @humberto

              Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich dies als Kompliment oder Beleidigung aufnehmen soll 🙂 Aber um eines klarzustellen, Politiker bin ich keiner 🙂

              Übrigens habe ich dank deines Kommentars zum ersten Mal in meinem Leben nachgeschlagen was ein Beamter ist und musste zu meinem erstauen feststellen, dass ich tatsächlich einer bin 🙂 Zumindest gemäss der österreichischen Definition. Kaum zu glauben.

              Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung wird sollten, zumindest im Durchschnitt, versuchen konstruktiv zu sein. (Die Aussage widerspricht übrigens teilweise meinem eigenen Tun & Handeln 🙂 Oft genug habe ich dieses Forum für andere Zwecke missbraucht, man könnte mich gar als Hypokraten darstellen und damit sogar recht haben)

    • Veit

      Der Landeshauptmann soll lernen, klar Stellung VON ANFANG an zu beziehen:
      ich habe schon öfters gemerkt, dass er sich nicht klar positioniert und so dem Gegenüber ein Katz-Maus- Spiel liefert, was Verhandlungen auf Missverständnisse auslaufen lassen, bei denen sich keiner mehr auskennt: das Herumdrehen DANACH kann meist keine Situation retten und zerstört JEDES VERTRAUEN.
      Wenn Ebners vielleicht auch mit solchen „Waffen“ agieren, dann machen sie das mit IHREM GELD,
      der Landeshauptmann „ARBEITET“ mit unserem Geld, und dafür soll er arbeiten, KLAR SEIN und das wenigste Geld für Prozesse verschleudern.

      • Vingscher

        Liebe TZ

        Bitte folgt meinem Ratschlag und verwerft die Antworten, welche vor der Umstellung der Fragestellung eingegangen sind. Am besten ihr schaltet auch die IP Adressen der bereits abgegeben Antworten frei und gebt den Teilnehmer somit die Möglichkeit ihre Stimme nochmals abzugeben.

        Bitte kommuniziert ausdrücklich was ihr macht, ansonsten kann und soll man eure Ergebnisse nicht interpretieren.

        Umfragen solltet ihr übrigens öfters durchführen. Die TZ kann dabei in mehrerlei Hinsicht profitieren. Bei technischen Fragen bzgl. Stichprobenverzerrung, Gewichtung, Fragestellung und Auswertung kann ich euch gerne helfen.

        Lg
        Vingscher

    • Josef. J

      Die Fragestellung war schon klar, nur passt sie den einen und anderen nicht!
      Eben schon beendete Gehirnwäsche erfolgt.

      • Vingscher

        Beantworte die folgende Frage mit Ja oder Nein:

        Soll das Land die öffentliche Beteiligung an der Brennercom mit Zehen und Klauen verteidigen? Oder im Streit mit Athesia-Chef Michl Ebner klein beigeben?

        Wie bitte soll ich denn ein Ja deuten?

        Ja, das Land die öffentliche Beteiligung an der Brennercom mit Zehen und Klauen verteidigen.

        oder

        Ja, das Land soll im Streit mit Athesia-Chef Michl Ebner klein beigeben.

        Sowohl ein Ja als auch ein Nein kann alles bedeuten. Eine Antwort eines Umfrageteilnehmers damit ambigue und nicht interpretiertbar.

    • Bürger

      Die Fragestellung ist wohl eindeutig:

      A) = Ja zur 1.Frage
      B)= Ja zur 2. Frage

      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!!!
      Hier ist halt mal die Frage A oder B…. empörende?

    • goggile

      wo isch der Rechnungshof? sust olm ueberaktiv wenns um gipfelen und gegn die deitschn geat und jetz ?

    • aMBedue

      Wollen wir, dass unser Land demnächst in „Athesias“ umbenannt wird ?

    • Spaltpilz

      Habe heute in der Dolomiten einen Artikel über die Glasfaserinfrastruktur in Südtirol gelesen. Laut der dort gezeigten Grafik, besitzt die Brennercom tatsächlich nur ein äußerst reduziertes Netz, das keinesfalls systemrelevant sein kann. Das mit Abstand kapillarste ist jenes des Landes. Wem dieses Netz schlussendlich vermietet (ich hoffe nicht zum 0-Tarif) wird, hängt von Frau Deeg ab. Und wenn keine der vielen Provider interessiert ist, wird es eben der RAS übergeben. Das wäre sowieso die beste Lösung, denn sind wir uns mal ehrlich, die RAS wird durch das Satellitenfernsehen ja auch nicht mehr wirklich gebraucht.

      • huberto

        @mit Spaltpilz
        mit vollem Respekt: du wirst wohl nicht in Michl seinem Tagblatt veröffentlichen Grafik vertrauen?
        So naiv wirst du wohl nicht sein

      • Senoner

        @Spaltpilz: ein Netzwerk besteht nicht nur aus Kabeln, sondern es geht um die gesamte Infrastruktur, die in Südtirol aufgebaut wurde. Wem gehören und wer verwaltet die Endgeräte an diesen Leitungen? Wer hat das Know-How dazu?

        Glaubst du z.B. im Ernst die Glasfasern in Villnöß (die auf den 4 Grafiken des Ebner-Blattes fehlen) werden vom E-Werk selbst „verwaltet“ und das Routing ins Internet gemanaged? Laut Brennercom-eigener Pressemitteilung wurde das Glasfasernetz in Villnöß von der Gemeinde in Zusammenarbeit mit Brennercom realisiert.

    • xy

      Diesen Typ sofort aus def Handeslkammer entfernen, schon lange nicht mehr tragbar

      • huberto

        wieso? soll er tatenlos zuschauen wie seine Aktien wertlos werden?
        Würdest du dich nicht wehren?
        Privates Gewinninteresse und öffentliches Interesse vertragen sich halt nicht.

        Versteht eigentlich jeder, nur Teile unsere Politik wollten es in den letzten 30 Jahren nicht kapieren.

    • sepp

      huberto dein Kommentar isch super und genau sowars leider mit der postenvergabe geht das System immer noch weiter und wieso muiss a 77jähriger no an vorstandsposten haben

      • huberto

        ja, man sollte endlich anfangen die Probleme bei der Wurzel zu beheben und nicht immer nur die Symptome zu bekämpfen.
        Wir kranken an diesem verdammtem Postengeschachere.
        Da ein netter Verwaltungsratsitz für einen wohl verdienten 30jährlichen Parteikartenaustrager, hier ein Direktorenposten für einen jungen und ambitionierten Akadamikder, der rein zufällig der Sohn oder Neffe von einem alten SVP-Bürgermeister ist. …………

        • Andreas

          Oder ein Posten im Gemeindeausschuß für die Tochter des alten Kumpanen Rohrer….
          So lange Menschen in der Politik sind, wird sich am System wenig ändern.

        • Vingscher

          @ Humberto

          Du scheinst ja einer dieser Kommentatoren zu sein, dem der Inhalt des Artikel völlig egal ist. Bei allem was ich bis jetzt von dir gelesen habe, argumentierst du wirres Zeug und vermutest dahinter die Volkspartei. Respektierst du denn eigentlich nicht, dass der Grossteil der Südtiroler die Volkspartei gewählt hat?

          Ich wette, dir ist nichtmal aufgefallen, dass sich in der aktuellen Diskussion nur die Südtiroler Volkspartei für das Glasfasernetz und die öffentlichen Interessen einsetzt?

          Halt, nein, wahrscheinlich erkennst du wegen der ganzen Bäume den Wald nicht 🙂

          • huberto

            @Vinschger.
            Doch, ich sehe den Wald, vielleicht sehen wir aber nicht den gleichen….
            Ja, ich bin ein wenig off-topic, aber einfach weil mich es ärgert, dass die Ursache dieser ganzen Geschichte verkannt wird.

            Die ganzen Sache vom vermeintlich bösen Ebner ist zu einfach. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß.

            Normalerweise diskutiere ich nicht in Foren. Vielleicht kennst du den Backfire-Effket? http://karrierebibel.de/backfire-effekt/
            Das ist der Grund.
            Ich nehme an, dass du ein intelligenter Zeitgenosse bist, was man auch an deinen Beiträgen erkennen kann, weshalb ich hier auch antworte.

            Fakt ist, dass Südtirol langsam aber sicher aus einem vermeintlichen Traum erwacht und die Realität nicht ganz so schön ist, wie man viele Jahre lang glaubte (oder zumindest glauben machen wollte).

            • Vingscher

              Ich frage mich ob du verstehst wie oberflächlich und wage deine Aussagen sind.

              Nimm z.B. deine folgende Aussage: „Ja, ich bin ein wenig off-topic, aber einfach weil mich es ärgert, dass die Ursache dieser ganzen Geschichte verkannt wird.“

              Den ersten Teil verstehe ich. Du bist off-topic, ja! Aber dann fährst du fort und sagst du wärst off-topic, weil du verärgert seist, da die Ursache der ganzen Geschichte verkannt wird. Verstehe ich dies richtig, weil niemand im Forum die „wahre“ Ursache erkennt, bist du verärgert und schreibst etwas off-topic? Warum nennst du nicht einfach die Ursache die wir ja alle anscheinend verkennen, du aber zu wissen scheinst? Warum legst du sie uns nicht aus? Schritt für Schritt, vom Anfang bis zum Ende. Dann können wir vielleicht wirklich über was diskutieren.

              Und dann ist noch nicht mal Schluss, nein, du kommst mit folgender Aussage:

              „Fakt ist, dass Südtirol langsam aber sicher aus einem vermeintlichen Traum erwacht und die Realität nicht ganz so schön ist, wie man viele Jahre lang glaubte (oder zumindest glauben machen wollte).“

              Sorry, aber, diese Aussage hat sowas von Weltverschwörungscharakter. Von was für einem Traum sprichst du? Und von was für einer Realität? Und die vielen Jahre? Was soll das? Siehst du denn nicht wie abstrakt deine Aussagen sind?

              Erzählst du uns als nächstes, dass die irgendwelche Chemtrails verursachen um uns zu beherrschen?

            • Vingscher

              @Andreas
              Ich kenne den Artikel von Franceschini und finde ihn toll. Wahrscheinlich war ich in meinem vorangegangen Kommentar etwas zu zynisch. Die Grundaussage, welche ich vermitteln wollte war, dass es mich stört wenn Beiträge nichtssagend emotional sind. So wie der Kommentar von Huberto. Warum denken wir nicht wirklich darüber nach, ob das Glasfasernetz nun institutionellen Charakter haben soll oder nicht?

              In deinem Kommentar ist es übrigens nicht anders, die Fälle die du aufzählst sind mir annähernd bekannt, trotzdem habe ich den genauen Sachverhalt vergessen. Nie würde ich mich getrauen sie jetzt als Argument heranzuziehen.

              Und was willst du mit der folgenden Aussage erreichen:

              „Das sind alles keine Verschwörungstheorien, zu den Thermen könnte ich Dir ein paar Sachen erzählen, welche eigentlich nicht zu glauben sind.“

              Auf welche Sachen verweist du denn? Warum nennst du sie denn nicht beim Namen? Ich bekomme den Eindruck, du hast keine Argumente, möchtest mir aber trotzdem ein negatives Attribut zum Thema Therme vermitteln. Dies ist der Grund warum du auf vielsagende Füllwörter ausweichst. Jeder kann sich darunter etwas vorstellen, jeder wir mit dem Kopf nicken und denken, ja der Fall mit der Therme, das war doch eine grosse Gaunerei. Doch wie es wirklich war, weiss keiner (ich eingeschlossen)

              Genauso läuft es mit den ganzen Fällen die du aufzählst, alle anscheinend negativ behaftet und alle Beweis dafür, dass die Politik alles schlecht gemacht hat, nichts gutes war dabei in den letzten 30 Jahren. Gauner waren es, nichts als Gauner.

              Findet ihr nicht wir sollten anfangen uns auf die tatsächlichen Probleme zu konzentrieren? Wir kommentieren nun bereits den gesamten Tag diesen Artikel, aber wer von euch hat auch nur fünf Minuten darüber nachgedacht, ob das Glasfasernetz in öffentlicher oder privater Hand sein soll? Vielleicht sogar darüber nachgedacht, wie eine optimale Lösung aussehen könnte?

              Niemand! Denn wir waren ja mit unseren haltlosen Beschuldigungen beschäftigt. Denn Gauner sind es, nichts als Gauner!

          • George

            Vingscher, lügen Sie doch nicht dauernd. Die Grünen haben schon längst eine Pressekonferenz zur Brennercom- Land-Debatte gegeben noch bevor Sie mit ihren dauernden Behauptungen daherkamen, dass nur die SVP dazu Stellung beziehe. Sie informieren die Leser bewusst falsch und das tun Sie in wiederholter Weise.

            • Vingscher

              Freitag, 19. Juni, die Brennercom verschickt eine Presseaussendung und kommuniziert, dass die Anteile des Landes erloschen sind.
              Freitag, 19. Juni, bereits am selben Tag meldet sich Zeller und die SVP und verurteilt die Aktion der Brennercom als nicht rechtens.

              Samstag, 20 Juni, Das Zeller Interview erscheint. Die Athesia wird direkt angegriffen. Von der Opposition kein Wort.

              Sonntag/Montag, 22. Juni, Die Grünen versenden eine Aussendung und stellen sich hinter Kompatscher und die SVP.

              Von den restlichen Parteien kein Wort.

              Du scheinst mir wohl ein Grüner zu sein 🙂

    • ...nicht nur für Freunden ...

      Was war mit Durnwalder und der Sabobre in Freienfeld ?
      auch das Gleiche auch mit Landesbeteiligung !
      Damals musste die Provinz den Hut nehmen,
      weil die Öffentlichkeit nicht an Privaten Unternehmen zu tun haben soll
      die Öffentlichkeit muß für alle da sein und nicht nur für Freunden …
      der Steuerzahler bezahlt nicht für Politiker die sich privat was eintüten …

    • Einereiner

      reden wir jetzt doch mal Klartext:
      die Stromproduktion ist sicher nicht „öffentliches Interesse“ !
      Somit könnte die Selfin aus der SEL rausgeschmissen werden (sie wurde ja auch aus der Brennercom geschmissen.
      Ebensogut könnte die SEL aus allen Firmenbeteiligungen die sie hat, rausgeschmissen werden.
      Ebensogut können nun alle Gemeinden von den Stromwerken rausgeschmissen werden!

      • Josef. J

        Danke für die klare Erläuterung!

        Das selbe kann dann mit Allem passieren, wichtig nur dass ein privater Aktionär in der gemischten (öffentlich-privaten) Gesellschaft ist, egal welche Verhältnisse , wenn SUPER läuft schmeißt man den „öffentlichen Partner“ einfach raus weil man es so “ SELBST“ entschieden hat!

        Bin überzeugt dass diese Entscheidung, was „von öffentlicher Interesse sein kann“ niemals Betriebsintern definiert werden kann.

        Denken wir an das Wasser oder der Straßen oder gar das Gesundheitssystem.

        • Einereiner

          Natürlich kann das nicht betriebsintern definiert werden, aber auch nicht von der Landesregierung (so wie bisher bei Durnwalder, für den einfach alles im öffentlichen Interesse lag). Mit etwas Objektivität kann man aber schon weit kommen:
          Stromproduktion liegt sicher nicht im öffentlichen Interesse, da es genügend private Anbieter gibt und diese 40% Steuern zahlen (somit kriegt die Allgemeinheit einen fetten Teil)
          Strassen liegen im öffentlichen Interesse….da sie sonst ja keiner bauen würde und sie für alle notwendig sind.
          Stromverteilung….im hintersten Tale, wo kein privater eine bauen will, ist es noch lange nicht im öffentlichen Interesse. Erst wenn eine massive Abwanderung mit deren Folgen droht, kann man es als öffentliches Interesse deklarieren, dass dort die „Zivilisation“ erhalten bleibt.
          Das Gefasel hier in Südtirol mit „alle Stromproduktion in öffentliche Hand!“ wird in Restitalien und Europa ganz anders gesehen..und diese machen die Gesetze. Über kurz oder lang wird das Land die Stromproduktion abgeben müssen.
          Die, und mit ihnen viele „öffentliche“, sind ja nicht nur zu dumm für den Aufbau einer SEL (die letzte 233Mill Euro Forderung vom Finanzamt) sondern sogar für eine kleine Photovoltaikanlage wie in Vintl. Die wurde zu teuer eingekauft und erst nach einem Jahr in Betrieb genommen. Weil der Landesrat gepennt hat. Es dürfte die unprofitablste von ganz Europa sein.
          Südtirol hatte unter Durnwalder einiges an Kommunismus angehäuft.
          Und der funktioniert nun mal nicht.
          Jetzt kommt der Abbau, und der wird für viele Politiker schmerzlich, aber für das Volk positiv und befreiend sein.

          • Vingscher

            @Einereiner
            Ich würde sagen, gerade bei der Energieproduktion haben wir ein öffentliches Interesse. Der Energiesektor hat hohe Markteintrittsbarrieren und dadurch kann es leichter zu Marktverzerrungen kommen. Zudem ist die Energieversorgung schon wichtig. Man könnte gar von institutioneller Wichtigkeit sprechen, findest du nicht?

            Bist du der Meinung wir sollten das Glasfasernetz privatisieren?

            • Einereiner

              @Vingscher
              nein, Energieproduktion ist nicht im öffentlichen Interesse. Ein geringer Energiepreis vielleicht, aber den kriegt man durch privaten Wettbewerb und nicht durch Produktion in Staats- oder Landesbetrieben.
              Und mittlerweile, seit die Stromproduktion privatisiert ist, ist der Strom ja auch spottbillig geworden. An der Börse kostet er um die 5cent pro kWh. Gäbe es nur ENEL oder SEL, er wäre bei 25cent.
              Die Markteintrittsbarrieren sind gering, jeder kann Strom produzieren…Photovoltaikplatte aufs Dach und los gehts. Kleines e-Werk hinters Haus beim kleinen Bächlein und der Strom fliesst. Hackschnitzelvergasungsanlage in den Sägebetrieb und es gibt Strom.
              Institutionelle Wichtigkeit….brauchst du hier wirklich noch eine Antwort?
              Das Glasfasernetz privatisieren? Grundsatz ist folgender: ein Monopol darf man NIE privatisieren. Gibt es nur ein Netz, dann soll es der öffentlichen Hand gehören. Gibt es drei, wie z.B. ins Pustertal, dann sollen alle drei in private Hände. Und das Land muss für Wettbewerb sorgen und kontrollieren.

          • George

            Der heutige Neoliberalismus ist noch schlimmer als der Kommunismus.

            • Vingscher

              Darf ich daraus schliessen, dass du für die Beibehaltung der öffentlichen Kontrolle über das Glasfasernetz bist? Und falls ja, warum?

    • huberto

      Das Land hat bei vielen Sachen nichts verloren!
      Es soll die Rahmenbedingungen vorgeben und fertig.

      • Vingscher

        Das Land sind wir alle 🙂

        • huberto

          du hast recht. Das sind wir alle. Und unsere Landesvertreter sind somit der Durchschnitt von uns allen.

          Und es gibt halt Bereiche und Tätigkeiten die private Unternehmer und Experten besser können als der Durchschnitt.
          Und deshalb sollte das Land diese Tätigkeiten die Experten machen lassen und klare Richtlinien vorgeben.

    • Spaltpilz

      @Senoner
      Ein Netz besteht zuallererst aus Kabeln! Denn für das Verlegen von eben diesen Kabeln, brauchst du Zeit und eine Unmenge an Genehmigungen (Grundeigentümer, Straßenverwaltung, Gemeinden…). An ein eigenes Ortsnetz ist erst gar nicht zu denken, denn du müsstest ganze Dörfer umgraben! Während die Endgeräte in 2 Tagen installiert und einem weiteren Tag abgenommen sind. Die Konfiguration solcher Apparate übernimmt der Hersteller. Da in den Gemeinden und beim Land Fachleute, wenn überhaupt, wenige vorhanden sind, übergibt man gewisse Arbeiten der Bequemlichkeit halber, einem Telekommunikationsunternehmen. Und welches Unternehmen von Öffentlichen Hand bevorzug wurde, kann man sich denken.

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