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    Verräterischer Rekurs

    Verräterischer Rekurs

    Die Behauptung der Brennercom-Verantwortlichen, bei der Enteignung des Landes lediglich ein Staatsgesetz angewandt zu haben, wird entzaubert: Athesia hat bereits am 4. Juni einen Beschluss der Landesregierung zur Brennercom vor dem Verwaltungsgericht angefochten.

    Von Matthias Kofler

    In der Brennercom-Affäre kommen neue Details ans Tageslicht: Die Landesregierung hat am 23. Dezember 2014 beschlossen, eine Reorganisation der Landesbeteiligung an der Brennercom und anderen Gesellschaften vorzunehmen.

    Im „Operativen Plan zur Rationalisierung, Abtretung und Beibehaltung von Beteiligungen an Gesellschaften oder anderen Einrichtungen des Landes“, welcher der TAGESZEITUNG vorliegt, heißt es: „Unter Berücksichtigung, dass die vorherigen öffentlichen Ausschreibungen leer ausgegangen sind, hat die Landesregierung einen alternativen Weg ausfindig gemacht.“

    Im Detail: Bis zum 31. Dezember 2015 soll eine sogenannte Newco-Gesellschaft in der Form einer gemeinsamen Gesellschaft zwischen Provinz, Selfin, Stadtwerke Brixen und Brennerautobahn gegründet werden. Diese Gesellschaft dient demnach den öffentlichen Aktionären zur gemeinsamen Verwaltung der eigenen Beteiligungen im öffentlichen Interesse im Glasfaserbereich.

    Damit wird die Behauptung der Brennercom-Verantwortlichen, man habe bei der Enteignung des Landes nichts anderes tun können, als ein Staatsgesetz anzuwenden, entzaubert: Wie nun bekannt wurde, hat Michl Ebner als Eigentümer der Athesia-Gruppe und die KM Invest von Brennercom-Geschäftsführer Karl Manfredi am 4. Juni einen Rekurs beim Verwaltungsgericht Bozen eingebracht. Angefochten wird damit ebenjener Beschluss der Landesregierung vom 23. Dezember.

    Ein klarer Hinweis darauf, dass Ebner und Manfredi den Hinauswurf des Landes offensiv betreiben und dem Beschluss des Brennercom-Verwaltungsrats vom 19. Juni massiv vorgearbeitet haben.

    Damit wird auch klar, was Michl Ebner meinte, als er in einem persönlichen Schreiben an Arno Kompatscher mit rechtlichen Schritten drohte.

    Den eingeschlagenen Weg hat Arno Kompatscher aber – trotz der Drohungen von Athesia-Chef Michl Ebner – konsequent beibehalten: Anfang Juni hat der LH im Landtag ein Gesetz eingereicht, mit dem sich das Land mit der Selfin, der A22 und den Stadtwerken Brixen zu einer Newco-Gesellschaft zusammenschließen kann.

    „Es wäre ja unlogisch, wenn wir dieses Gesetz vorantreiben, uns aber gleichzeitig von unseren Aktien trennen”, so Kompatscher. Es sei im Sinne der Bürger, dass die Breitbandinfrastruktur – wie etwa auch das öffentliche Straßennetz – in öffentlicher Hand bleibe. „Es ist undenkbar, dass eine so grundlegende Infrastruktur in private Hand gelangt“, betont der LH.

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    Kommentare (64)

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    • Andreas

      In welchen Händen ist das Breitbandnetz in anderen Länder?
      Wenn das Land schon so überzeugt ist, dass sie die Hoheit darüber benötigen, warum wurde der Ausbau nicht massiver vorangetrieben bzw. warum antwortet der LH, dass die Brennercom nicht nur ein paar Meter hat? Weiß er eigentlich wieviel die Brennercom hat?

      Hier wurden Privaten jahrelang Gelder zur Verfügung gestellt um sich ein Kommunikationsunternehmen aufzubauen und das Land hat vergessen sie darauf hinzuweisen, dass ihm die Infrastruktur wichtiger wäre.
      Ein Armutszeugnis für die Landesstrategen, Kompatscher will jetzt die Kohlen aus dem Feuer holen.

      Ohne klare Vorgaben und Kontrollen sollte das Land im Sinne seiner Bürger die Finger von solchen Geschäften lassen. Entweder ganz oder gar nicht, die Absichten Manfredis waren seit Jahren klar und die Ergebnisse geben ihm recht.

      • walter

        Der Senfomat hat gesprochen!!! 🙂
        Dir ist schon klar daß deine geliebte SVP für diesen Schlamassel verantwortlich ist, von Anfang bis Ende!!! Oder stehst du jetzt auf dem Gehaltsscheck vom Weinbergweg? 🙂

      • Goggl

        Kompatscher hat Recht, er stellt öffentliches Interesse vor Privaten Gewinnabsichten, das kann man drehen und wenden wie man will. Nur weil sich die Vorsitzenden der Brennercom eingebildet haben vor der gemähten Wiese zu stehen und die Vorgänger Kompatschers Fehler gemacht haben ändert das nichts daran. Außerdem muss ja nicht das ganze Land der Athesia gehören, ein bisschen Pluralität schadet nicht.

        • Vingscher

          @Andreas

          Im Grunde stimme ich dir zu, die öffentliche Verwaltung sollte grundsätzlich nicht Unternehmen sein. Es gibt jedoch eine wichtige Ausnahme, sollte es am privaten Markt zu Marktversagen kommen, dann ist es im öffentlichen, also in unser aller, Interesse, dass wir diesen Bereich des Marktes gemeinsam, als öffentlich Verwalten.

          Ein typischer Fall ist die Wasserversorgung. Weitere kritische Bereiche, denen oft Marktversagen nachgesagt wir sind der Energiesektor, Mobil- und Festnetztelefonie und Personentransport. All diese Sektoren sind hohe Markteintrittsbarrieren gemein. Um zu entscheiden, ob das Glasfasernetz wir alle (in Form der öffentlichen Verwaltung) oder die private Marktwirtschaft verwalten soll, müssen wir feststellen wie hoch die Eintrittsbarrieren sind. Anschliessend können wir entscheiden, ob diese hoch genug sind um eine öffentliche Verwaltung zu gerechtfertigten.

          Generell sollten wir uns jedoch von der Emotionalität der momentan geführten Diskussion verabschieden und die Thematik auf eine etwas sachlichere Ebene heben.

          • Vingscher

            Einen interessanten Lösungsvorschlag fände ich, die Infrastruktur im gesamten Land mit gemeinsamen Geldern aufzubauen und zu erhalten und sie anschliessend privaten Akteuren zu „vermieten“. Dadurch umgeht ginge man die hohen Eintrittsbarrieren und würde den Wettbewerb fördern.

            • Andreas

              Entweder das Land lässt Private ran und finanziert unrentable Gegenden mit oder sie bauen selbst ein flächendeckendes Leitungsnetz.
              So wie es jetzt gemacht wurde, wurde nur Geld verbrannt.

            • Vingscher

              Leider weiss ich nicht wie wir es bist jetzt gemacht haben. Ich vermuten wir hatten Anteile an der Brennencom und haben über die Brennercom das Glasfasernetz aufgebaut, stimmt dies?

            • Andreas

              Ürsprünglich war das die Absicht, nur hat sich die Brennercom verselbständigt und hat Geschäfte mit dem Endkunden gemacht um Geld zu verdienen, was man ihnen nicht verübeln kann. Eine Leitung in ein Tal mit wenig Anschlüssen kann sich nicht rechnen.

          • saustall_kritiker

            Das typische Beispiel, wie es geht, wenn diese Netze im Besitz Privater sind, ist die Telecom. Die kann beim Festnetz Wucherpreise verlangen, wie sie will. Tritt, wie es in der freien Marktwirtschaft üblich sein sollte, ein Mitbewerber auf, der günstigere Preise anbieten will, dann kann er das nicht tun, weil die Telecom für die letzte Meile von ihm soviel abkassiert. Die einzige, die es in Italien geschafft hat, dieses perfide Abzockersystem der Telecom zu umgehen, ist die Vodafone. Die überbrückt beim Festnetz einfach die letzte Meile via Mobilfunknetz, gibt dem Kunden ein Festnetztelefon, das wie ein Handy, aber nur lokal funktioniert und trickst auf diese Weise die Telecom sehr elegant aus, indem sie ihr für die letzte Meile nichts geben braucht. 🙂 🙂 🙂 Und somit monatliche Grundgebühren verlangen kann, die fast genau halb so hoch sind wie jene der Telecom. Aber muss es soweit kommen? Hier ist eben die Gefahr, wenn ein Mitbewerber dann die anderen in der Hand hat oder zu haben versucht. Bei Vodafone ist es der Telecom nicht gelungen, die ist wohl zu groß und kann dem Festnetzkunden zudem um 3 Euro Aufpreis monatlich die freie Benutzung des gesamten europäischen und Teile des amerikanischen Festnetzes (ohne Minutenbegrenzung) anbieten und somit die Telecom zur Heißglut bringen 🙂 🙂 :-).

            • Walter Mair

              @saustall_kritiker
              Gut dass sie die Telecom ansprechen! Haben Sie schon einmal mit einem ihrer Arbeiter oder Arbeiten von ihnen angestellte Firmen gesprochen? Durch die Monopolstellung, die Telecom schon seit Jahrzehnten gehabt hat, ist ein gewisser Schlendrian ins gesamte System eingetreten.Dafür ist sie sauteuer! Fragen Sie in der Peripherie und in den Bergdörfern nach. Teils hängen die Leitungen knapp über den Boden,teils sind sie unter herabgefallenen Bäumen begraben. Telekommunikation ist einer der Bereiche, wie das Wasser,das NIE in die Hand eines Privaten gelangen darf. Das eklatanteste Beispiel ist NESTLE‘, die ganze Gebiete abgeriegelt haben, das Wasser abfüllen und dann sauteuer verkaufen. Den Anrainern wird das Wasser knapp.
              Damit möchte ich unsere naiven Politiker nicht in Schutz nehmen. Mit fremdem Geld ist leicht den großen Zampano zu spielen mit NULL Verantwortung. Und Leuchten habe ich im Landtag eigentlich selten gesehen….

      • THEMA

        Was wollen Sie, das ist eben ein weiterer Skandal des „ancien regime“den der Kompatscher
        jetzt ausbaden muss.

      • Bluechip

        Absolut FALSCH IHRE ANSCHAUUNGEN Herr Andreas!
        Wäre es gut wenn die Wasserversorgung in private Hände gelangen würde?
        Genauso ist es mit den Straßen. Die Energie haben sich die Konzerne bereits unter den Nagel gerissen, größtenteils auch die Telekommunikation. Die wollen alles kontrollieren und zentral steuern. Sie haben wohl noch nicht kapiert, wo die Reise hingeht?

        • Andreas

          Genosse, was genau habe ich nicht verstanden und wer baut z.B. in Deutschland die Netze? Meines Wissens private Konzerne und nicht der Staat.
          Der Unterschied zu Straßen ist der, dass sich mit denen nichts verdienen lässt.
          Entweder es wird gesetzlich geregelt, dass nur öffentliche Körperschaften Datenleitungen bauen und vermieten dürfen oder die öffentlichen Körperschaften regeln es so, dass die Privaten gezwungen werden auch in unrentablen Gebieten Leitungen zu bauen.
          Dass es teilweise 3 Leitungen gibt und anderorts keine sollte vermieden werden.

          • Maximus

            Siehe

            http://www.bundesfinanzministerium.de/Web/DE/Themen/Bundesvermoegen/Privatisierungs_und_Beteiligungspolitik/Deutsche_Telekom_AG/deutsche_telekom_ag.html

            – Aktuell liegt damit der Bundesbestand bei 31,9 % der Aktien, wovon 17,4 % von der KfW gehalten werden.

            Weiters kenne ich einige Beispiele in deutschen Kommunen in denen die Stadtwerke die lokalen Glasfasern betreiben und ausbauen.

          • Bluechip

            Herr Andreas,
            sind sie Großaktionär? Ich denke wohl eher nicht. Darum frage ich mich wieso Sie in der Privatisierung von Allgemeingut etwas positives für die Allgemeinheit sehen? Und kommen Sie mir nicht mit dem Argument, dass Konkurrenz gut für den Verbraucher ist.
            Vielleicht sollten Sie sich besser darüber informieren, was ein Konzern eigentlich ist und wasmdie Eigentümer so alles auf diesem Planeten treiben:
            https://m.youtube.com/watch?v=4PSxtJNp9Pc

            • Andreas

              Genosse, Breitbandverbindungen sind doch kein Allgemeingut, sondern eine aufzubauende Infrastruktur mit welcher man Geld verdienen kann. Zuerst muss aber jemand mächtig Geld in die Hand nehmen um die Leitungen zu bauen und wie dies erfolgen soll um auch in nicht rentablen Gebieten eine Breitbandverbindung zu gewährleisten, sollte vom Staat oder Land klar geregelt sein, ist es aber nicht.
              Den Privaten Versäumnisse der öffentlichen Körperschaften vorzuwerfen ist etwas billig, wo Private verdienen können, machen sie es auch, was jetzt aber nichts verwerfliches ist.
              Und bitte keine pauschalen Verschwörungslinks über die bösen Unternehmen. Ich bin mir nie sicher ob jetzt die Unternehmen oder die Politiker die größeren Gauner sind.

          • Yannis

            >>>>Dass es teilweise 3 Leitungen gibt und anderorts keine sollte vermieden werden.<<<

            genau dies verhindert de Raffgier eines einzelnen !

            In DE gibt es Telekom, Deutsche Glasfaser, Unitymedia, Kabel Deutschland, Net Cologne usw.
            Dadurch gibt es Internet und VoIP schon ab 19,99 € per Monat, im Schnitt für rund
            30,00 €
            Aktuell zahlt man bei 1&1 29.99 Euro für eine 50 Mbit Leitung (VDSL) inklusive
            Festnetzflat und für Bestandskunden gibt's noch bis zu 4 SIM Karten womit Anrufe ins Festnetz kostenfrei sind (Für den unwahrscheinlichen Fall dass die VDSL Leitung ausfällt) diese SIM gelten auch DE weit

    • Einereiner

      @Andreas
      da hast du vollkommen recht. Das Land wollte unter Durnwalder immer Unternehmer spielen, wie im tiefsten Kommunismus. Jetzt heißt es aufräumen für unseren Arno. Abstossen aller Beteiligungen, die nicht im öffentlichen Interesse liegen.

      • Hubert

        frage: ist das Breitband nicht im öffentlichen Interesse? was dann?

        • Einereiner

          Das Breitband im landlichen Raum, wo kein privater Anbieter es machen will: Ja.
          Das Breitband in der Stadt, wo sich 5 Private darum reissen und Konkurrenznetze aufbauen: Nein
          Also soll das Land die Netze am Land übernehmen und die Brennercom vertschüssen. Besser wäre es gewesen, die Brennercom nur für die Netze zu verwenden und nicht Internetzugänge anzubieten. Das liegt nämlich nicht im öffentlichen Interesse.

          • Puschtrabui

            noch besser wäre es, das so zu lassen und die Gewinne in die Netze am Land zu investieren, gegründet wurde die Brennercom mit Beteiligung vom Land nur um das Netz südtirolweit auszubauen, leider wurde in den letzten Jahren von privaten Gesellschaftern die Interessen nur in die Richtung Profit gelenkt und das Ziel vom Anfang aus den Augen verloren (da ist die Durnwalder Politik unter dem damaligen Assessor Berger verantwortlich), das soll jetzt geändert werden und das passt halt Herr Ebner und Manfredi nicht, die anscheindend schon seit Jahren diesen Staatsstreich planen… nur haben die vergessen, dass sie sich beim Aufbau der Brennercom auch mit öffentlichen Geldern bedient haben.

          • George

            @Einereiner
            Dass nur dort das Breitband im öffentlichen Interesse ist, wo kein Geld damit zu machen ist, sprich im ländlichen Raum, im städtischen Raum aber das private Interesse vorherrschend ist, diese Argumentation beruht auf einer falschen Annahme (nämlich die private Bereicherung). Entweder das Breitband ist prinzipiell von öffentlichem Interesse oder nicht, aber dann überall.

            • Andreas

              Das Land soll von mir aus jeden Kuhstall mit Breitbandkabel versorgen und diese vermieten, doch die Finger vom Geschäft mit dem Endkunden lassen.
              Brennercom ist das falsche Unternehmen geworden für diese Aufgabe.
              Warum jede Kuh aber ein Breitbandkabel mit Steuergeldern erhalten soll, ist mir aber noch nicht ganz klar.

            • Puschtrabui

              Andreas, die Brennercom soll wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren und das Ziel Netz verfolgen, dann passt das ja, wenn private dagegen sind, dann sollen die doch selber aussteigen. dnet (Athesia) hätte ja damals selber können sich finanzieren und selbständig weitermachen und nicht das Land als Finanzier hereinholen und jetzt wo ein rentabler Betrieb entstanden ist, einfach rausschmeissen! So einfach ist das nicht…

            • Josef

              das Breitband ist für den ländlichen Bereich sinnvoll, damit die Landsleute am Land die ähnlich guten Anschlüsse haben wie in der Stadt und auch dort ihre Betriebe halten können.
              Dies bedingt aber, dass etwas getan wird. Nur ankündigen bringt nichts.

            • George

              Andreas, provozieren Sie doch nicht immer mit solchen sarkastischen Darlegungen und überzeichnen Sie nicht dauernd bestimmte Situationen, wo Sie mit einfachen Argumenten nicht durchkommen. Behalten Sie das Ziel für die Allgemeinheit im Auge und nicht die Privatgeschäfte. Dafür sorgten schon bestimmte Politiker genug, wenn sie Jahrzehnte lang ihren Lobbys und politschen Weggefährten weitreichende Gschäfts praktiken mit privater Bereicherung über enorme Steuergelder ermöglicht haben. Und jetzt fragen Sie mich bitte nicht scheinheilig, welche Geschäfte das gewesen seien. Sie kennen sie als neoliberaler Praktiker ohnehin besser als ich.

          • achso

            Also sollte dort wo es nur Geld kostet, der Steuerzahler dafür aufkommen, während dort, wo es rentabel ist, den Profit Private machen sollen?
            Nein, wenn schon müssen die Ausgaben im ländlichen Raum durch die Einnahmen in der Stadt gegenfinanziert werden damit zumindest ein Teil der Kosten gedeckt sind und nicht den Landeshaushalt belasten.

      • Bluechip

        Einereiner,
        ich hoffe ein Konzern kauft die Quelle und die Wasserleitung, die zu deinem Haus führt. Mit deinen ersparten €uronen, kannst du dir dann ein paar Aktien auf dem Markt kaufen um so vom Wasserzins wieder etwas zurückzubekommen. 🙂 🙂 🙂 Der Staat muss nicht Gewinne erwirtschaften, während ein Manager eines Konzerns, den Shareholdern verpflichtet ist und nicht der Allgemeinheit.

    • Bortolo

      Athesia ist zur Hälfte immer noch Katholische Kirche, nicht umsonst ist der Pfarrer von Tramin Präsident von Athesia (https://de.wikipedia.org/wiki/Athesia). Ebner als Geschäftsführer von Athesia agiert nicht nur in seinem Interesse, sondern auch dem Machtstreben der Katholischen Kirche, die ihre Kontrolle über das Internet auf Landesebene übernehmen möchte und auch an den Gewinnen interessiert ist.
      Kirche und Staat/Land sind komplett zu trennen, deshalb war die Hofierung des Bischofs im Landtag ein Fehler.

    • jetzt reichts!

      Ob Kompatscher Kohlen aus dem Feuer nimmt, bezweifle ich, denn er hätte ja von sich aus den Schritt „geordneter Rückzug“ aus der Brennercom machen können. Wollte er aber nicht. Und jetzt dieses Geplärre um Nichts wegen ein paar Meter Breitbandnetz kann es doch nicht sein. Die Landesregierung soll endlich aufhören, mit öffentlichen Steuergeldern Unternehmer zu spielen. Kompatscher kann sich gerne mit Athesia anlegen. Das finde ich gut, denn was in Südtirol bisher gefehlt hat, ist eine Konfliktkultur: wohl auch deshalb weil hierzulande solche Streitigkeiten bisher in der Sammelpartei und hinter dem öffentlichen Vorhang ausgetragen. Und schon deswegen verspricht der Kampf „Katholische Brüder“ vs. „Lugenbeitl und Stripp…äh Strapsenzieher“ interessant zu werden.

    • Älpler

      Jeder weiss anscheinend so viel über Athesia…..ich weiss nur eins. Die sind zu gierig!

      • George

        DAs Auseinanderklaffen der Schere zwischen arm und reich ist endlich einmal einzubremsen und in die andere Richtung zu lenken. Das ist die Grundlage der Gesellschaft und nicht von ein paar gierigen Unternehmern.

    • Werner

      In Südtirol ist der Ausbau des Glasfasernetzes im Gange und ist bereits strategisch im Besitz der öffentlichen Hand (Gemeinden und Land). Ich vermute mal beim Brennercomkonflikt geht es vor allem um das große Glasfaser- Zukunftsgeschäft, denn für das neue geschaffene Südtiroler Glasfasernetz braucht es auch einen Betreiber der Dienste (Internet, Telefonie, TV usw.) Hier wird die Brennercom wohl ordentlich mitmischen wollen. Man muss sich vorstellen: Sollte in Südtirol das Glasfasernetz bis in jedes letzte Dorf am Land ausgebaut sein, werden die Kupferkabel der Telecom keine Bedeutung mehr haben.

    • Klaus

      Habe gehört, dass dies alles nur Show für die Steuerzahler ist und hinter der Bühne sind die beiden Freunde wie immer………. Prost dann :-)))))))))

      • Vingscher

        Solange die von uns gewählten Vertreter die Interessen der Mehrheit vertreten dürfen sie doch befreundet sein wem sie wollen, oder?

      • achso

        So ein Quatsch… du glaubst wirklich, Kompatscher lässt sich von den Athesia-Medien nur so wegen der Show in den Dreck ziehen? Mit dem Risiko Wählerstimmen zu verlieren (es gibt genug Leute, die sich nur mit den Dolomiten informieren und alles glauben was da steht).

    • Puschtrabui

      Die Brennercom soll wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren und das Ziel Netz verfolgen, dann passt das ja, wenn private dagegen sind, dann sollen die doch selber aussteigen. dnet (Athesia) hätte ja damals selber können sich finanzieren und selbständig weitermachen und nicht das Land als Finanzier hereinholen und jetzt wo ein rentabler Betrieb entstanden ist, einfach rausschmeissen! So einfach ist das nicht…

    • Frage?

      a)Könnte die TZ eine richtig recherchierte Geschichte machen und berichten,wo schon überall die Glasfaserkabel fürs Breitbandnetz liegen?
      b)Könnte die TZ auch recherchieren in welchen Gemeinden das Breitbannezt wirklich angekommen ist, aber die „LETZE MEILE“ von der Gemeinde noch nicht ausgebaut wurde?
      c)Könnte die TZ in Erfahrung bringen, wieviele Kilometer die Brennercom derzeit unter der Erde liegen hat, aber nicht Gemeindeintern, sondern bis zu den einzelnen Dörfern?

      Man sollte vor der Diskussion wissen, um was man wirklich diskutiert.
      Fraglich ist für mich, was die Athesia mit dem Zugang zu all den Daten in der Cloud in Zukunft anfängt.
      Wie man sich verhält, wenn man die Chance die Mehrheit der Shareholder zu erlangen hat, hat man ja gesehen!

      Ausgerechnet jener Ebner, der mit seinen Grödner Kollegen das Thermenhotel in Meran um ein Butterbrot erwerben konnte, nach dem dieses um 65 Millionen Euro auf Kosten der Allgemeinheit (Landesgeld ist das Geld jedes einzelnen Steuerzahlers) errichtet wurde. Gerademal 27,5 Mio brauchte man hinblättern um das Hotel, das von der Steigenbergergruppe bestens eingeführt wurde zu erwerben.

      Wäre nicht ein BOYKOTT der Brenner.com angebracht wenn gewisse Persönlichkeiten, nicht im Sinne der Öffentlichkeit, sprich des Steuerzahlers und Bürgers einlenken?

      Stornierung aller bestehenden Internet und Telefonieverträge, Cloudmieten etc.? Wäre das Vorstellbar? Oder stellt sich das Südtiroler Volk wieder nur als Bürger der Handaufhalter, Abstauber und Jasager heraus? Ausnahmen, bestätigen natürlich die Regel! Von allen Seiten kassieren und beim geringsten Gegenwind sich im Bau verkriechen?

      • Andreas

        Du hättest das Hotel ja für 29 Millionen kaufen können, nur wurde es mehrmals angeboten und keiner wollte es.
        Bettenanzahl, erzielbarer Umsatz und schnell wird klar, das Hotel wurde zu teuer gebaut, nebenbei war auch ein Kollege von Dorf Tirol dabei.

      • Batman

        @Frage?
        Wie hat John Lennon gesagt?
        Lennon argumentiert, wir benötigen keine Regierungen: „Das Volk hat die Macht, alles was wir tun müssen ist diese Macht im Volk zu wecken. Die Menschen haben das nicht begriffen. Sie sind nicht darauf getrimmt zu realisieren, dass sie die Macht haben. Das System ist so ausgelegt damit alle glauben, der Staat wird alles richten. Wir sind aber der Staat.“

    • Oswald

      Welches Breitbandnetz? Wir gurken immer noch mit ca. 6 mb durch die Gegend. Zuerst mal die langen Versprechungen umsetzen und ALLE im Land mit BB versorgen, dann könnt ihr von mir aus weitermachen am Kuhhandel.

      • Andreas

        Es gibt Orte wo es sich betriebswirtschaftlich nicht rechnen kann, wer soll es dort bezahlen? Die Nutzer, private Unternehmen durch Gegenfinanzierungen oder der Steuerzahler?
        Einerseits ist es gut, wenn sich Unternehmen in strukturschwachen Gebieten ansiedeln, anderseits sollten diese auch etwas Eigeninitiative zeigen um die Nachteile zu kompensieren und nicht immer nur erwarten, dass der Steuerzahler für alles aufkommt und vor ihnen vor Dankbarkeit auf die Kniee fällt, dass sie dort Arbeitsplätze schaffen.

    • Werner

      Zur Info: In Südtirol wird das Glasfasernetz bereits von Land und Gemeinden mit Steuergeldern ohne der Beteiligung Brennercom massiv ausgebaut. Die Arbeiten sind in Planung und laufen nach und nach an. Es wird aber noch Jahre andauern bis das letzte Dorf in Südtirol mit Glasfasern erschlossen ist. Es ist aber noch völlig offen, wer dieses Glaserfasernetz dann betreiben und Dienste anbieten wird. Ich könnte mir vorstellen, daß die Brennercom großes strategisches Interesse hat sich als zukünftiger Betreiber zu positionieren. Man muß sich nur vor Augen halten, daß in Zukunft die gesamte Telcom-Infrastrukur mit Kupferkabeltechnologie keine Rolle mehr spielen wird, wenn der gesamte Informationsflut über die Glasfasern abgewickelt wird.
      Wie es derzeit ausschaut wird das südtiroler Glasfasernetz die Kupferkabeltechnologie der Telecom in naher Zukunft komplett ablösen. Das ist dann der große revolutionäre Schritt. Wenn es zu dieser Ablöse kommt, wird in Südtirol die Informationsrevolution vollendet werden. Die Besitzer und der/die Betreiber dieses revolutionären Glasfasernetzes werden dann die südtiroler Datenströme kontrollieren und natürlich daran Geld verdienen. Die TZ sollte hier mal genauer recherchieren und versuchen in dieser Materie Zusammenhänge herzustellen.

    • Guenther

      Lest euch mal diesen sehr guten Artikel durch, und ihr werdet verstehen, was da schon seit Jahren gelaufen ist.
      Hoffentlich schalten sich mal der Rechnungshof und die Staatsanwaltschaft auch ein.

    • PROF:

      Eines ist mir aufgefallen,Andreas weis über Alles genau Bescheid und er weis auch immer was falsch oder richtig ist und was zu tun wäre.
      Also einen Aufruf an LH Kompatscher,er soll Andreas als persönlichen Berater verpflichten.

    • Puschtrabui

      Ich frage mich hier auch noch, ob es nicht gscheider ist, dass das Land (wir) Mitbesitzer sind oder die Katholische Kirche die sich in die Privatwirtschaft und Politik einmischt und mitgespielt hat, das Land als Aktionär aus der Brennercom rauszuwerfen?

    • checker

      Wir wollen hoffen, dass die öffentliche Meinung auf Landesseite ist und die paar Kommentare hier im Forum von Einzelpersonen mit geringem Hausverstand kommen. Ich möchte jedenfalls nicht der Landsmann/frau von Konzernunterwürfigen sein. Beim Benko hats der Südtiroler gerade noch so geschnallt, aber auch nur weil die Athesia zuletzt massiv Stimmung gemacht hat. Schauen wir jetzt. Arno macht in diesem

    • Garuda

      Ja sind denn diese Ebner-Brüder mittlerweile ganz verrückt geworden?

      Sonst sich hinter der Kutte des Kanonikus verstecken und die Moralapostel spielen, aber das eine Gebot Gottes dann doch ignorieren:

      Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut!

      Michl und Toni Ebner! Schämen Sie sich, wenn Sie den Steuerzahler und damit auch das Land Südtirol bestehlen müssen!

      Suchen oder schlagen Sie selbst nach, in welchem Höllenring Dantes Sie sich wiederfinden werden.

      Der Kanonikus würde sich noch im Grabe umdrehen, wenn er das mitkriegen würde. Da ich aber nicht an ein „Mitkriegen“ als Atheist glaube, muss ich ohnehin bei Ihrem Verhalten vermuten, dass Sie beide ohnehin bigotte, katholische Scheinchristen, oder besser gesagt katholische Atheisten sind.

      Jeder wie er will, aber seien Sie sich sicher: Der Landeshauptmann und all seine iuridischen BeraterInnen werden dies zu verhindern wissen.

    • h. m.

      Vllt. sehen manche Mitglieder der Landesregierung mit diesem Streit die Chance ihr angeschlagenes Image wieder aufzupolieren. Wie auch immer…

      Wenn ich Journalist wäre würde ich Landesrätin Stocker interviewen und sie fragen was sie von der Angelegenheit hält. Ich bin davon überzeugt, dass diese sich wenden und winden würde, denn sie weiß: ohne den Rückhalt eines gewissen Verlaghauses hätte sie wohl kaum die Gesundheitsreform-Krise“ überstanden.

    • think

      Sehr interessant das heutige Mittagsmagazin auf RAI Südtirol mit Christoph Franceschini als Studiogast… Auffallend: alle Anrufer/Innen sind gegen Ebner und co – http://flashbz.rai.it/raibz/podcast/deu/mittagsmagazin/mp3/Mittagsmagazin_24-06-2015.mp3

    • Bernhardl

      Sobald jene Gesellschaften Gewinne schreiben, versuchen die üblichen SVP – Politiker diese mit allen Mitteln zu übernehmen.
      Kompatscher und seine Kollegen machen dies auf ihre Weise.

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