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    Die Kontroll-Richtlinien

    Bei der Fahrzeugüberprüfung gibt es neue Kriterien. Landesrat Florian Mussner unterstreicht: Die Sicherheit sei das oberste Ziel.

    Die regelmäßig vorgeschriebenen Fahrzeugüberprüfungen werden künftig einheitlicher abgewickelt. „Sicherheit im Straßenverkehr ist oberstes Ziel dieser Maßnahme“, unterstreicht Mobilitätslandesrat Mussner. „Wir alle tragen Verantwortung im Straßenverkehr und dafür, dass unsere Fahrzeuge aus technischer Sicht in Ordnung sind.“

    „MCTC-Net2“ nennt sich das das neue, perfektionierte Datenprotokoll, das innerhalb Oktober in den italienweit rund 8000 ermächtigten Werkstätten zur Anwendung kommen soll. Damit erfolgen die Fahrzeuguntersuchungen nach festgelegten Kriterien und gewährleisten größte Sorgfalt und Datensicherheit. Das Datenprotokoll garantiert gemäß EU-Richtlinien eine nachprüfbare Datenübermittlung.

    Im Zuge der diesjährigen Eichung der Prüfgeräte werden die 96 ermächtigten privaten Werkstätten in Südtirol auf das neue System umstellen. Wie Markus Kolhaupt von der Landesprüfstelle für Fahrzeuge erklärt, sollen damit die einheitliche und ordnungsgemäße Durchführung der Fahrzeuguntersuchung sichergestellt und die Prüfergebnisse digital dokumentiert werden. Neu ist beispielsweise, dass während der Bremsprobe der Hinterachse das Kennzeichen des Fahrzeuges automatisch fotografiert wird.

    Dieser Fotobeweis wird in das Datenprotokoll integriert, das in das Datenverarbeitungszentrum des Transportministeriums nach Rom übermittelt wird. Neu definiert wird darüber hinaus der Zeitrahmen für die Durchführung einer Fahrzeugkontrolle. Das Revisionsregister für die Werkstätten hingegen wurde abgeschafft.

    Die Entwicklungen der Fahrzeugtechnik gehen dahin, auch menschliches Versagen am Steuer zu korrigieren, weist Kolhaupt hin. Die Hauptuntersuchung von Autos mit einem Gesamtgewicht von bis zu dreieinhalb Tonnen sowie von Motorrädern und Kleinkrafträdern ist jeweils nach vier Jahren ab Zulassung und dann alle zwei Jahre vorzunehmen; für Fahrzeuge für den gewerblichen Personentransport ist die Hauptuntersuchung jährlich durchzuführen

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
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    Kommentare (9)

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    • Einereiner

      Obermegadrüberkompliziert alla italiana!
      Warum kopiert man nicht einfach das TüV-Konzept von Deutschland?
      Einfach und vor allem: es funktioniert!

    • hubert

      Damit dem Fahrzeugbesitzer noch ein bisschen mehr Geld aus der Tasche gezogen wird. Die Verkehrsicherheit hängt auch davon ab, ob ein Fahrzeug sicher funktioniert, d.h. fährt, denn wer mit einer Panne auf der Autobahn in einem Tunnel hängenbleibt, riskiert das Leben, aber da würden die Autohersteller in die Verantwortung genommen – das ist unerwünscht.

    • dana

      Wenn in Italien und Südtirol die sogenannte „Sicherheit“, das oberste Gebot wäre, wären nicht diese Regelungen in kraft.
      Es ist in sehr vielen Fällen eine Abzocke der Bürger.

    • Info

      DIE PERIODISCHE HAUPTUNTERSUCHUNG – DIE SOGENANNTE REVISION – UND DIE FOLGEN VON DIESBEZÜGLICHEN VERSTÖSSEN

      Wenn Sie mit einem Fahrzeug fahren, welches nicht der periodischen Revision unterzogen wurde, erhalten Sie in Italien eine Strafe von 169,00 Euro.

      Wenn Sie Ihr Fahrzeug zwei oder mehrere Male nicht der Revision unterzogen haben, dann wird die Strafe verdoppelt und beträgt aktuell 338,00 Euro.

      Werden Sie diesbezüglich auf der Autobahn kontrolliert bleibt die Strafe bei 169,00 Euro, wird also nicht verdoppelt.

      Dieselbe Strafe erhalten Sie übrigens auch, wenn Sie das Fahrzeug auf öffentlichem Grund lediglich parken.

      Werden Sie bei einer Kontrolle ohne Revison angetroffen, wird Ihnen das Polizeiorgan auf dem Fahrzeugschein einen Vermerk der diesbezüglichen Feststellung hinterlassen.

      Auf dem Strafprotokoll selbst wird Ihnen der Beamte ein von Ihnen genanntes Ziel eintragen, welches Sie noch auf dem kürzesten Wege und nach festgesetzter erforderlicher Zeit erreichen müssen, und kein öffentlicher Grund sein darf.

      Sollten Sie mit dem Fahrzeug auf der Autobahn unterwegs sein und ohne Revision kontrolliert werden, dann wird Ihnen das Fahrzeug amtlich stillgelegt, und der Fahrzeugschein einbehalten, und zwar solange bis Sie das Fahrzeug nicht der Revision unterzogen haben.

      Das Fahrzeug kann Ihnen mit einem Abschleppfahrzeug abgeschleppt werden oder alternativ, wenn es keine Sicherheitsbedenken gibt, kann Sie die Polizeistreife auch von der Autobahn eskortieren.

      Ohne Revision fahren dürfen Sie lediglich an dem Tag, an dem Sie die Revision durchführen lassen, und das nur um auf kürzestem Wege Ihr Revisionszentrum zu erreichen. Achtung! – Diese Regelung gilt nicht auf der Autobahn.

      Die Revision ist das erste Mal nach 4 Jahren durchzuführen. Danach alle 2 Jahre. Frist ist jeweils das im Fahrzeugschein angeführte Monat der Zulassung des Fahrzeuges, bzw. das Monat der letzen Revision.

      Wurde Ihr Fahrzeug z.B. am 20.10.2008 zugelassen, so war die erste Revision innerhalb dem Oktober 2012 zu machen. Am 1. November wären Sie in der Strafe, da ohne Revision unterwegs. Die nächste Revision wäre dann innerhalb Oktober 2014. Am 1. November wären Sie wiederum ohne Revision unterwegs und in der Strafe.

      Unabhängig von den Konsequenzen der Straßenverkehrsordnung sollten Sie mit Ihrer Revison für Ihre eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer in Ordnung sein, auch da im Falle eines Unfalles nicht auszuschließen ist, dass Ihre Versicherung Regressforderungen stellen kann!

      Art. 80 StVO:http://www.aci.it/i-servizi/normative/codice-della-strada/titolo-iii-dei-veicoli/art-80-revisioni.html

      Art. 80 Reglement StVO:http://www.aci.it/i-servizi/normative/codice-della-strada/titolo-iii-dei-veicoli/art-80-revisioni/regolamento-art-80.html

      Art. 176 StVO: http://www.aci.it/i-servizi/normative/codice-della-strada/titolo-v-norme-di-comportamento/art-176-comportamenti-durante-la-circolazione-sulle-autostrade-e-sulle-strade-extraurbane-principali.html

      Quelle:https://www.facebook.com/photo.php?fbid=258034511009060&set=a.171289096350269.60149.100004075382537&type=3&theater

    • Oberwind

      Wenn schon Sicherheit Herr Mussner, dann sollten sie erstmal die miserablen Straßen wie man sie in manchen Seitentälern immer noch vorfindet auf Vordermann bringen.

    • Martin

      Oberste Sicherheit für die Brieftaschen der Politiker. Mehr Umsatz und somit mehr Steuern für die Politiker. Nur verstecken sie ihre Interessen unter einem Pseudonüm

    • T-Joe

      In Italien, war noch nie die Sicherheit, sondern das Geld der Bürger oberste Priorität: „Und das wird sich auch niemals ändern“.

    • der Günther

      Zulassungs- und Eignungskriterien für Politiker einführen. Ein jeweiliger Landesrat oder Minister sollte ausgezeichnete Kenntnisse vom Resort, welches er führt, haben.

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