Du befindest dich hier: Home » Wirtschaft » „Hohe Netzqualität“

    „Hohe Netzqualität“

    „Hohe Netzqualität“

    Landesrätin Waltraud Deeg hat am Donnerstag das Konzept für ein landesweites und leistungsfähiges Breitbandnetz in Südtirol vorgestellt.

    „Unser Ziel ist ein landesweiter, schneller Internetzugang für alle Südtirolerinnen und Südtiroler mittels eines effizienten Breitbandnetzes, das der öffentlichen Hand gehört“, sagte LRin Waltraud Deeg am Donnerstag bei der Vorstellung des Südtirolnetzes. Eine eigene Sensibilisierungskampagne soll auf dessen Vorteile aufmerksam machen.

    Über sechs Monate wurde bereichsübergreifend und unter enger Einbeziehung des Gemeindenverbandes daran gearbeitet, ein Konzept für ein landesweites, leistungsfähiges und offenes Südtiroler Breitbandnetz auszuarbeiten. Die wichtigsten Eckpfeiler und die Vorteile für Bürger und Unternehmen stellte Landesrätin Waltraud Deeg bei einer Pressekonferenz vor.

    Eines machte Landesrätin Deeg von vorneherein klar: „Wir brauchen ein offenes und landesweites Breitbandnetz in öffentlicher Hand, um eine hohe Netzqualität garantieren und Bürgern wie Wirtschaft bestmögliche Konditionen anbieten zu können.“

    Damit werde der ländliche Raum gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit gefördert. „Das Südtirolnetz soll im Eigentum von Land und Gemeinden sein, denn schließlich werden die Investitionen im Wesentlichen durch Steuergelder bezahlt“, unterstrich die IT-Landesrätin. Sie verwieszunächst auf die rechtlichen Vorgaben. So sieht die Europäische digitale Agenda bis 2020 schnelle Internet-Zugänge mit 100 Megabits für 50 Prozent der europäischen Haushalte vor. Noch ambitionierter ist die „Agenda digitale Italiana“, welche bis im Jahr 2020 schnelle Internet-Zugänge für 85 Prozent der italienischen Haushalte erreichen möchte.

    Um die Umsetzung effizient vorantreiben und die gesteckten Ziele zeitnah erreichen zu können, sei es laut Landesrätin Deeg notwendig, Synergien zu nutzen, finanzielle Fördermaßnahmen auszuloten und Breitbandtechnologien sinnvoll zu kombinieren. „Dies sind auch die drei tragenden Säulen unserer Ausbau-Strategie“, so die IT-Landesrätin. Wichtige Partner seien dabei die Gemeinden, die über einen eigenen Arbeitstisch eng in die Umsetzung des Südtirolnetzes eingebunden würden.

    Die Vorteile für die Endkunden brachte die Landesrätin deutlich zur Sprache: „Wir investieren viele Millionen Euro in den Bau dieser digitalen Autobahn. Es sollen nicht kleine, fragmentierte Netze entstehen, sondern ein einheitliches, möglichst landesweites Netz gebaut und auch betrieben werden. Denn damit erweitern wir den Kundenmarkt von den einzelnen Gemeindegebieten auf ganz Südtirol, wodurch das Netz für Internetanbieter attraktiv wird, Wettbewerb zustande kommt und die Südtirolerinnen und Südtiroler eine echte Auswahl bekommen.“

    Bei der Umsetzung des Südtirolnetzes sollen Kompetenzen gebündelt und Synergien genutzt werden: Eine Tochtergesellschaft der fusionierenden Gesellschaften SEL und Etschwerke, die vollständig im Besitz von Gemeinden und Land sein soll, wird sich darum kümmern. „Diese Gesellschaft mit dem vorläufigen Namen ,ST Fibernet GmbH‘ sollte das Südtirolnetz nicht nur bauen, sondern gemeinsam mit der Muttergesellschaft auch warten und betreiben“, erklärte Landesrätin Deeg.

    Die Vorteile lägen dabei auf der Hand: Es würde ein zentraler Ansprechpartner geschaffen, der Kompetenzen und Know-how bündle, die steuerrechtlichen Vorteile könnten genutzt und so beachtliche Einsparungen erzielt werden. „Die Kosten für den Ausbau der Infrastruktur in der letzten Meile belaufen sich laut den derzeitigen Berechnungen auf rund 300 Millionen Euro. „Durch die Nutzung von Synergien und einen Technologiemix können diese Kosten um ein Viertel, also um 60 Millionen Euro gesenkt werden“, rechnete LRin Deeg vor, „und die jährlichen Kosten für Wartung und Betrieb könnten halbiert werden.“ Weitere Einsparungspotentiale könnten sich bei der Nutzung von bereits verlegten Infrastrukturen von Gemeinden, Gemeindebetrieben und Genossenschaften in der letzten Meile, d.h. im letzten Abschnitt hin zum Endverbraucher ergeben.

    „Die Infrastrukturen, die wir heute bauen, sind unser nachhaltiger Vorsprung von morgen“, sagte die Landesrätin abschließend.

    Vorgestellt wurde am Donnerstag auch die Sensibilisierungskampagne „#wirvernetzen“ mit Testimonials, welche die Vorteile des Südtirolnetzes deutlich machen und auch Verständnis für die dafür notwendigen Investitionen schaffen sollen.

    Foto(s): © 123RF.com und/oder/mit © Archiv Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH (sofern kein Hinweis vorhanden)
    Clip to Evernote

    Kommentare (11)

    Lesen Sie die Nutzerbedingungen

    • dana

      Die Landesregierungen haben vor 10 – 15 Jahren Versprochen was Deeg heute verspricht. Warum sollten die Südtiroler die heutigen Aussagen glauben?
      Zu spät kommen nicht die Versprechungen, zu spät kommen seriöse, bezahlbare, leistbare Konzepte.

    • Franz I

      Da sind die Gemeinden schneller, sie schließen mit Gesellschaften, die ihnen etliche Gigabit versprechen, schnell ein Abkommen für „Funk“ an.
      Dabei sind unsere Gemeindeausschüsse eigentlich der „Denkende Kopf“ der Gesellschaft, doch weit gefehlt, eher doch Idioten dahinter?
      Glasfaser hat mal seinen Preis, dafür kassieren die Gemeinden aber ordentlich Gebühren – mit der 10% MWSt. die sie auf Müllgebühren (Gebühren sind Steuerbefreit) – kassieren liese sich das doch bewerkstelligen!

    • Einereiner

      Ja super, das ist dann das 7-te Konzept….und wieviele folgen noch?

    • Paul

      Am Schneckeninternet wird sich so schnell nichts ändern, alles leere Versprechungen!

    • Ando73

      Noa leg endlich amol an gong zui.Sisch konn i mir noa a seniorn Handy richtn ….

    • ......

      Entfernt endlich diese inkompetenten Geister wie Deeg, achhammer, stocker…… Das ist kein Spiel mehr.

    • Gebi Mai

      Viele Techniker, Ingenieure werden von Gemeinden und der Landesregierung in Festanstellung miserabel bezahlt.
      Juristen, Verwalter und Bürokraten mit ihren „Rechtsgeschwafel“ genehmigen sich goldene Nasen und viel Bürokratie, dass eine Umsetzung vieler Projekte unmöglich, sehr lange dauert und sehr teuer wird.
      Was früher Diktaturen verschlagen, verschlingt heute die von Landesregierungen geschaffene Bürokratie.
      Demzufolge richtet sich der Satz eines Kommunisten sinngemäß an die Landesregierung: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – der Wähler – die Bevölkerung“.

    • Erwin

      Frau Deeg und die Landesregierung sollen nicht von Techniken sprechen, von denen sie nichts verstehen.

    • Anton

      Gebt euch die „Kugel“ mit euren Lügengeschichten.

    • martin

      Lügner!
      Lügner!
      Lügner!

    Kommentar abgeben

    Du musst dich EINLOGGEN um einen Kommentar abzugeben.

    2013 ® © Die Neue Südtiroler Tageszeitung GmbH/Srl - Alle Rechte vorbehalten. Impressum | AGB | Cookie Hinweis

    Nach oben scrollen