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    Die Abrechnung

    Hans-Rudi Brugger kiem 2Der langjährige Kapitän des FC Südtirol, Hans Rudi Brugger, erhebt schwere Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Verein. Die Art und Weise wie der Club seinen Nachfolger im Kapitäns-Amt Hannes Kiem behandle, sei beschämend.

    von Artur Oberhofer

    Als Hans Rudi Brugger vor wenigen Tagen den TAGESZEITUNG-Artikel über den „langsamen Abschied“ des Hannes Kiem vom FC Südtirol gelesen hat, fiel ihm ganz spontan der Spruch ein: „Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen.“

    Es scheint sich eine Fußballer-„Tragödie“ zu wiederholen: Vor vier Jahren wurde der langjährige Kapitän des FC Südtirol Hans Rudi Brugger von den Vereinsverantwortlichen auf ziemlich unelegante Weise „entsorgt“.

    Ähnlich könnte es nun Hannes Kiem ergehen. Der Vertrag mit dem Kapitän wird – wie die TAGESZEITUNG berichtete – mit großer Wahrscheinlichkeit nicht verlängert.

    Hans Rudi Brugger schreibt in einer Stellungnahme an die TAGESZEITUNG:

    „Ob für Hannes Kiem die Erste Division eine Nummer zu groß ist, kann und will ich nicht beurteilen.

    Angesichts einiger Leistungen seiner hoch gelobten und bestätigten Abwehrkollegen erscheint es mir aber doch etwas verwunderlich, dass man in Hannes den Sündenbock für die enttäuschende Saison ausgemacht hat. Betroffen macht mich vor allem die Art, wie Dietmar Pfeifer und Luca Piazzi den Kapitän menschlich behandeln. Die Aussage von Dietmar Pfeifer: ,Hannes Kiem hat noch bis 30. Juni Vertrag, bis dahin ist noch Zeit’, klingt für jedem wie blanker Hohn, der die Abläufe im Profifußball nur einigermaßen kennt.

    Jeder weiß, dass es auf dem übersättigten Spielermarkt für jeden Spieler unmöglich ist in letzter Minute einen zuverlässigen Verein zu finden.

    Da die Würfel im ,Fall Kiem’ beim FCS bereits gefallen zu sein scheinen, würde allein der Respekt für einen lang gedienten Spieler es erfordern, diesem endlich reinen Wein einzuschenken.“

    In dem Brief attackiert Hans Rudi Brugger die Vereinsführung scharf!

    DEN GESAMTEN BRIEF UND WEITERE HINTERGRÜNDE LESEN SIE IN DER PRINT-AUSGABE.

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    Kommentare (32)

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    • Gunti

      So ist das Leben im Profisport….leistung oder Tschüss, der Skisport sollte so auch reagieren…..

      • Walter Mair

        @Giunti
        Stimmt! Aber wenn der Sportverein ein Fass ohne Boden ist, ohne wirkliche Erfolge und die jährlich angestrebten und hoch angekündigten Ziele nicht erreicht werden, dann ist es Zeit die Führung auszuwechseln. Wenigstens praktiziert man das bei den anderen Vereinen so. Bei den Spielern tut man das ja eh vor jeder Saison. Und das massiv! Ich wiederhole mich: „Der Fisch stinkt vom Kopf her!“

    • Puschtra

      Verschonen Sie uns mit weiteren Berichten über diesen Club. Er dient sowieso nur zur Selbstdarstellung einiger völlig unfähiger Sportmanager.
      Es ist eine Schande, dass er auch noch den Namen Südtirol tragen darf, aber das darf heutzutage sogar ein geschlachtetes Schwein.
      In diese sportliche Leiche auch noch Steuergelder hineinzustecken, während auf der anderen Seite aus Geldmangel Geburtenstationen geschlossen werden, ist eine Unverschämtheit und ein Affront für jeden Steuerzahler.

    • Ungerechte Welt

      Der FCS hat seit Jahren einen, um politisch korrekt zu bleiben, einen deutschprachigen, in Südtirol geborenen Kapitän um möglichst viele deutschsprachige Südtiroler als Fans zu gewinnen.

      Das manchmal dann auch bis zu 9 Spieler welche nicht aus Südtirol stammen aufliefen erinnert fast schon an Inter Mailand, wo 2009 in der Startelf, weder ein Mailänder, geschweige einem Italiener zu finden war.

      Anfangs wurde immer erzählt, mit den besten Spielern Südtirols so weit wie möglich kommen.

      Das Projekt FCS sehe ich in dem Sinne als gescheitert und nicht sinnvoll.

      Dafür auch noch öffentliche Gelder auf zu bringen ist nicht richtig

    • dana

      Dieser „Club“ ist auf Amateur Niveau zurückzustufen und Millionen sind einzusparen. Baumgartner und das Umfeld sind sofort zu entlassen.

    • kleiner Mann

      Das ein Projekt längerfristig zu sehen ist, ist euch Kritikern wohl klar !? Denn, die Jugendarbeit des FCS kann sich sehen lassen und genau hier wird längerfristig gedacht: man versucht momentan mit den ganzen Leihspielern die Serie zu halten, um die eigenen Jugendspieler dann an die Profiliga heranführen zu können. Bin mir sicher, dass in einigen Jahren etliche Südtiroler (welche momentan noch B- oder A- Jugen spielen) dann, gepaart mit erfahren „Auswärtigen“ , den FCS dorthin bringen wo er längerfristig sein sollte = Serie B !

      • Mark P.

        Was ist hinderlich am gelobten Projekt Südtirol, wenn man auf manchen Leihspieler/Durchgangsspieler verzichtet und jetzt schon die Jugendlichen einsetzt?? Auch mit der Gefahr wieder in der Serie D oder tiefer zu landen, aber dort gestärkt anzugreifen?
        Wie lange soll man denn auf die Leihspieler setzen? Der FCS hat sein Jugendprojekt ja nicht erst seit gestern gestartet.
        Muß man erfolgreiche Arbeit unbedingt an diesem „Projekt Serie B“ festhalten? Kommen in der Serie B wirklich umso mehr Zuschauer?

        Sind ja nur Fragen… lasse mich gerne eines besseren belehren.

      • Walter Mair

        @kleiner Mann
        Schon wie @Mark P. unten bemerkt, scheint es nicht so zu laufen, wie Sie sich das vorstellen! Hervorragende Jugendspieler wie Cia usw, werden an B Clubs verschachert, die dann auf der Reservebank versauern! Mit dem Geld werden dann auswärtige durchschnittliche Spieler geholt, die REGELMÄSSIG nach einem Jahr ausgetauscht werden. Ich glaube der Hase läuft etwas anders , als Sie uns weismachen wollen. Könnte es nicht sein, dass in den obersten Etagen des Clubs jemand mitverdienen möchte? Anders kann ich mir den Ausverkauf der besten Jugendspieler nicht erklären….

    • Einereiner

      Wieso bekommt dieser Klub überhaupt Steuergelder?
      Bitte zusperren!

    • cw

      Da ich einen Funktionär kenne weiß ich wie beim FCS der Hase läuft…… die Jugend Abteilung funktioniert super und sobald diese jungen hungrigen einheimischen Spieler im richtigen Alter sind,kommen die italienischen Spitzenklubs sie verleihen. Ihnen gratis Primavera Spieler ,bezahlen noch deren Gehalt, bekommen somit den Spieler nach einem Jahr mit einer Wertsteigerung zurück. dem FCS hat der Spieler nix gekostet,unsere einheimischen Spieler versauern meist auf er Bank oder werden an Oberligisten oder Serie d verliehen.auch wenn der auswärtige primavera Spieler um nix besser ist als der einheimische kicker…… der einheimische würde aber dem Verein x Euro pro Saison kosten.

      • Mark P.

        Sollte dies wirklich den Tatsachen entsprechen, dann gibt es nur eins: Funktionäre auswechseln oder Laden zusperren.

        Mir war diese ganze Alibiaktion 2014/15 „dieses Jahr haben wir mehr Südtiroler im Kader“ eh suspekt.

      • Schoko

        Groß- und Kleinschreibung sowie korrekte Interpunktion erleichtern das Lesen und Verstehen eines Textes ungemein.

        • Walter Mair

          @schoko
          Bitterschoko! Bitte bleiben SIE beim Thema und nörgeln Sie nicht herum! Auch SIE haben die deutsche Sprache nicht erfunden! Bringen Sie Argumente , sonst gehen sie Sie zu Alpha Beta oder sonst wohin…. 🙂

          • Walter Mair

            @Schoko
            Lesen Sie den letzten Satz noch einmal genau durch… 🙂

          • Schoko

            Geschätzter Herr Mair, wie soll ich mich bitte ernsthaft an einer Diskussion beteiligen, wenn ich der Argumentation einiger Teilnehmer aufgrund ihrer grauenhaften Art zu schreiben nicht folgen kann?

            Zum Thema: Der FCS, der das „S“ im Namen eigentlich nicht tragen dürfte, sollte sich seiner ursprünglichen Ausrichtung besinnen und zu selbigen zurückkehren, auch wenn dies möglicherweise einen (oder mehrere) Abstieg(e) zur Folge hätte.

        • Mark P.

          @Schoko, warum so garstig!

          Es ist doch ehrenwert, wenn ein italienischsprachiger Teilnehmer sich in einem Forum auf deutsch ausdrücken will. Da kann man auch mal Nachsicht haben und halt den Text zweimal durchlesen. Ein bissel Rücksicht wäre angebracht, schließlich hat cw sich große Mühe gemacht!!!

    • Jürgen R.

      Mit diesem Verein kann sich schon seit langem kein Südtiroler mehr identifizieren.
      Was will man mit einem Verein, den die Südtiroler Bevölkerung seit jahren mit ihren Steuergeldern am leben hält aber sich trotzdem nicht identifizeren kann.
      Lieber 20 Südtiroler auf dem Spielfeld und 2 Ligen tiefer…. Dafür immer über 2000 Zuschauer….

      • Walter Mair

        @Jürgen R.
        Genau so denke ich auch! Der Fußballfan identifiziert sich mit DEN Spielern ,mit denen er auch sonst in Kontakt stehen kann. Pseudo- Möchtegerne Profis, aus Sizilien und Kalabrien beherrschen nicht einmal unsere Sprache, geschweige unsere Bräuche! Wenn schon so viel ÖFFENTLICHES Geld investiert wird, so müsste man es besser ausgeben! Doch das ist dem Vorstand egal! Hauptsache IHRE Kasse stimmt…

    • bürger zwei

      so ist das niveau des vereins eben. da hilft auch der goldene vereinssitz nicht …

    • sepp

      i stell mir an fc Südtirol vor mit grösstenteil südtirolern nett mit spielern va sizielien oder sonst woher meiner Meinung nach ist die Führung zu schwach

    • anonym

      ich erinnere mich an einen nordtiroler spieler, herbert rammersdorfer (?)
      der aus wattens kam und mit brugger deutsch sprach und vom trainer
      mit dem rauswurf bedroht wurde, weil er nicht italienisch sprach und

      so war es, er saß auf der tribüne
      und wurde nach 7 spielen wegen erfolglosigkeit in die wüste geschickt

    • PROF:

      Kann den Hans Rudi Brugger voll unterstützen! Auch er wurde nach den famosen „Ravenna-Spiel“ hinausgeeckelt!
      Natürlich muss man beide Glocken läuten hören,sei es vom Verein und von Hannes Kiem,erst dann kann man ein Urteil fällen.
      Bezüglich Einheimische Spieler, wieviele sind es beim SSV Bozen Handball oder Hockey-Club oder Volley-Club?
      Ohne Auswärtige Spieler kann man im Profi-Sport nicht bestehen.

      • Ungerechte Welt

        dass auch in der Oberliga, bzw. Landesliga einige Clubs mit 4-6 Spielern, die nicht aus dem eigenen Dorf sind, spielen ist kein Geheimnis.

        Hier werden Sponsorengelder welche für die Jugendabteilung gedacht wären, umgeleitet, um die „Auswärtigen“ mit Gehältern von 10.000-15.000 Euro netto pro Saison zu „entschädigen“

        Viele junge Spieler müssen mit der Jugendregel spielen, sind im den Folgejahren dann meist noch zu schwach und vergammeln auf der Bank, bis sie mit 20-21 Jahren alles hinschmeißen.

        Dann fehlen den Clubs die Spieler und sie holen sich wieder „Auswärtige“

        Es sollte jeder Dorfverein soweit es geht mit den eigenen Leuten spielen und auch wenn es dann 1-2 Ligen tiefer sein sollte, darf es für den wirklichen Fan dach keine Problem darstellen, denn schließlich spielen dann nur noch die Eigenen, die sich auch für den eigenen Dorfverein einsetzen und nicht nach einem Jahres des Abkassierens wieder weg sind.

        • Walter Mair

          @Ungerechte Welt
          Sie haben das Problem auf den Punkt gebracht! Es wird auf Kosten der talentierten Spieler Schindluder getrieben. Das wirkliche Problem und nicht nur beim Fußball, sind die Funktionäre und der Vorstand. DIESE wollen sich etablieren und wo möglich ein „kleines Tantiemen“ für sich nach Hause nehmen! Ich kenne einen Fall im Eishockey, wo mehr Funktionäre nach Prag gefahren sind, als Spieler. (sic) Schmarotzer erster Klasse, mit allen Wassern gewaschen,ohne die geringste Ahnung vom Sport und nur auf Profit aus! Wieso sollte es im Fußball anders sein! Deshalb : Vorstand austauschen und konkrete Bedingungen schaffen! Ohne diese Parasiten und Besserwisser, die eigentlich nur da sind um Zwietracht in den Verein zu bringen! Im FCS- Vorstand haben wir ganz Schlaue, die überall, wo sie die Finger drin gehabt haben nur Sch… gebaut haben. 🙂

        • Walter Mair

          @ungerechte Welt
          Das Problem sind die Funktionäre! Ich kenne einen Fall aus dem Eishockey, wo mehr dieser Sorte, als Spieler nach Prag fuhren! Großmäuler und Besserwisser, die nur Zwietracht in die Mannschaft brachten! Und so ist es auch beim FCS!! Wenn dann noch Etwas herausschaut „ben venga“. Der Vorstand will sich etablieren, auf Kosten der jungen Spieler, die wie ein Stück Vieh hin und her geschoben werden. Die Führung behauptet: Alles zum Besten der Beteiligten! Beteiligt sind allemal nur die Funktionäre …

          • Walter Mair

            Die TZ hat scheinbar Probleme mit der Zensur! Wollte nicht noch einmal meinen Senf dazu geben. Man verzeihe mir, aber das Kasperletheater, was beim FCS abläuft macht mich grimmig! War selber Spieler in der 1. Amateurliga und weiß von was ich rede. Auch dort mischten sich Nobodys, die vom Fußball nicht die geringste Ahnung hatten, immer wieder ins Technische und Sportliche ein. Wo es um viel Knete geht wird es bei Gott nicht besser sein…

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