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    Der Rückzieher

    Der Rückzieher

    Keine zusätzliche Lebensversicherung für die Abgeordneten: Chiara Avanzo nimmt ihr Angebot nach heftigen Protesten zurück.

    Es wird keine zusätzliche Lebensversicherung für die Abgeordneten geben. Diese Entscheidung hat das Regionalratspräsidium in seiner Sitzung am Mittwoch entschieden.

    „Ich habe nach dem Tod von Diego Moltrer in gutem Glauben gehandelt“, sagt Präsidentin Chiara Avanzo. Sie habe aber nicht gedacht, dass der Vorschlag auf solchen Widerstand stoßen und als weiteres Privileg für die Politiker betrachtet würde.

    DAS HABEN WIR BISLANG BERICHTET

    Die Abgeordneten geben in der Polemik um die Lebensversicherungen nach: Sie werden die Jahresbeiträge aus der eigenen Tasche zahlen.

    von Matthias Kofler

    Veronika Stirner Brantsch stellt klar: „Wir werden die Polemik beseitigen.“

    Eigentlich hätte sich das Regionalratspräsidium bereits in dieser Woche mit den umstrittenen Lebensversicherungen für die Abgeordneten auseinandersetzen sollen. Da Präsidentin Chiara Avanzo aber krankheitsbedingt verhindert war, wurde die Sitzung auf die kommende Woche verschoben.

    Klar ist schon jetzt: Das Präsidium wird von seinem ursprünglichen Plan abkehren. Die Jahresbeiträge für die Versicherungen sollen nicht mehr zu zwei Dritteln vom Regionalrat bezahlt werden, sondern zur Gänze von den Abgeordneten, welche die Versicherung auch in Anspruch nehmen wollen.

    Zur Erinnerung: Der Regionalrat hatte den Abgeordneten angeboten, eine zusätzliche Lebensversicherung abzuschließen. Bereits jetzt verfügen die Volksvertreter über eine Versicherung im Wert von 500.000 Euro, die allerdings nur im Falle eines tödlichen Unfalls greift. Die neue Versicherung im Wert von 150.000 Euro gilt auch bei anderen Todesursachen.

    Die Lebensversicherung bleibt die gesamte Legislaturperiode lang gültig. Die Jahresgebühren, die der Regionalrat zu zwei Dritteln und der Abgeordnete zu einem Drittel zu verrichten haben, sind aber je nach Alter des Mandatars verschieden.

    Ein Abgeordneter im zarten Alter von 34 Jahren muss nur 107,55 Euro im Jahr berappen, ein Abgeordneter über 67 Jahren 2.081,10 Euro.

    Veronika Stirner Brantsch wehrt sich indes gegen den Vorwurf, die „Erfinderin“ der Lebensversicherung gewesen zu sein. „Ich habe lediglich vom Präsidium den Auftrag bekommen, ein entsprechendes Angebot einzuholen“, so die Präsidialsekretärin. Zudem hätten auch andere Berufsgruppen wie etwa die Journalisten Anspruch auf eine Lebensversicherung.

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