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    „Verhaftete“ Polizisten

    Sven Knoll berichtet von einem Eklat: Sechs österreichische Polizisten sollen von einem italienischen Sicherheitsbeamten festgenommen worden sein, weil sie die illegale Einreise von Einwanderern verhindern wollten. UPDATE.

    Eklat am Brenner!
    Das Verhalten der italienischen Polizei im Umgang mit den Flüchtlingsströmen nimmt immer groteskere Züge an.

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit

    Sven Knoll von der Süd-Tiroler Freiheit

    Laut dem Landtagsabgeordneten Sven Knoll seien am vergangenen Wochenende sechs österreichische Polizisten, die am Bahnhof Brenner den Zug kontrollieren wollten, um die illegale Einreise von Einwanderern zu verhindern, von einem „wütenden Carabiniere beschimpft und festgenommen“ worden.

    (Von einem „wütenden Carabiniere“ war auch in österreichischen Medienberichten die Rede, es dürfte sich allerdings um einen Staatspolizisten gehandelt haben, Anm. d. R.)

    Gemäß einem zwischenstaatlichen Übereinkommen dürfen österreichische Polizisten bereits am Bahnhof Brenner Kontrollen durchführen, um so eine illegale Einreise nach Österreich zu verhindern.

    „Dies schert die italienischen Polizeikräfte aber scheinbar wenig“, giftet  Sven Knoll.

    Laut Aussagen der österreichischen Polizisten seien sie in ihrer Dienstausübung bewusst behindert worden. „Der wütende Carabiniere beschimpfte die Beamten und sie mussten an Ort und Stelle stillstehen ohne sich bewegen zu dürfen. Erst nach zwei Stunden wurden sie wieder freigelassen“, berichtet Sven Knoll.

    Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit bezeichnet das Verhalten der Carabinieri als „unentschuldbare Entgleisung“.

    Knoll weiter:

    „Offenkundig glauben die italienischen Polizeikräfte sich nicht an Gesetze halten zu müssen und sich einfach über internationale Sicherheitsbestimmungen hinwegsetzen zu können.

    Nachdem auch das österreichische Innenministerium bereits über den Vorfall informiert wurde, wird die Süd-Tiroler Freiheit eine Anfrage im Landtag einreichen, um in Erfahrung zu bringen, um welchen Beamten der Carabinieri es sich handelt, auf wessen Befehl er gehandelt hat und welche Disziplinarmaßnahmen es für diesen Vorfall geben wird.“

    Durch die Flüchtlingsströme aus dem Süden war und ist die Lage am Brenner seit Wochen angespannt.

    Die Sicherheitsmaßnahmen rund um den G7-Gipfel und das Bilderberg-Treffen verschärften die Situation zusätzlich.

    Von dem Eklat berichtet auch die „Kronen“-Zeitung.

    In dem Bericht in der Online-Ausgabe der „Krone“ heißt es:

    Der Bericht in der Online-Ausgabe der „Kronen"-Zeitung

    Der Bericht in der Online-Ausgabe der „Kronen“-Zeitung

    „Als sechs Beamte aus dem Burgenland südlich des Brenners ihrem Auftrag nachkommen wollten, stellte sich ihnen noch am Bahnsteig ein hochrangiger Carabiniere in den Weg.

    Der (…) schnauzte die verdutzten Polizisten an und setzte sie fest. ,Wir mussten an Ort und Stelle stillstehen, jegliche Bewegung wurde uns untersagt‘, schilderten die Betroffenen: ,Damit sich die Situation nicht zuspitzt, hielten wir uns daran.‘

    Fast zwei Stunden verharrten die Uniformierten so im Bahnhofsareal. ,Wird ein österreichischer Beamter in Italien derart in seiner Dienstausübung behindert, ist dies durchaus mit einer Festnahme gleichzusetzen‘, erklärt ein heimischer Offizier.

    Entsprechend sauer reagierten die ,verhafteten‘ Polizisten.“

    TAGESZEITUNG Online hat den Fall recherchiert und am Dienstag bei den Carabinieri in Bozen nachgefragt:

    Nach informellen Angaben soll es sich bei dem Beamten nicht um einen Carabiniere, sondern um einen Polizisten gehandelt haben. Und im Polizeipalast im Bozen hieß es am Dienstag ebenfalls aus informeller Quelle, es habe sich um ein „Missverständnis“ gehandelt. Der Fall habe sich am 28. Mai zugetragen.

    +++ Update 21.00 Uhr +++

    Die Quästur Bozen hat am Dienstagabend Berichten offiziell Stellung bezogen. In einer Aussending heißt es, dass kein Polizist eigenständig in ausländischem Gebiet Kontrollen durchführen dürfe.
    Er dürfe im Rahmen der Zusammenarbeit lediglich als Beobachter tätig sein, so die Auskunft aus dem Polizeipalast.

     

     

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    Kommentare (68)

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    • Gebi Mai

      Die „wahnsinnigen“ Italiener. Abstimmung und Vertragstreue sieht in der EU „italienisch“ aus?

      • Natürlich

        http://derstandard.at/2000017542866/Oesterreichische-Polizisten-von-italienischen-Kollegen-verhaftet

        Bei den Beamten handelte es sich um Polizisten aus dem Burgenland, die wegen des G 7-Gipfels bzw. des Bilderbergtreffens nach Tirol abkommandiert worden waren. Beim Landespolizeikommando in Innsbruck bestätigte man den Vorfall, der sich bereits am 28. Mai ereignet habe. Der italienische Kollege sei offenbar von dem bilateralen Vertrag zwischen Österreich und Italien nicht informiert gewesen und habe sich durch das Auftreten der sechs Burgenländer in Uniform samt Dienstwaffe „irritiert“ gefühlt.

        Ein Anruf aus Innsbruck bei den zuständigen Stellen in Bozen habe die Situation dann entschärft. Die sechs Burgenländer hätten ihren Dienst fortsetzen dürfen. Es gebe mittlerweile auch eine offizielle Entschuldigung.

    • Stefan Passler

      Es schert die österreichische Polizei aber auch scheinbar wenig, dass es seit dem Schengenabkommen keine Grenzkontrollen innerhalb der Mitgliedsländer geben darf.

    • Andreas

      Wegen ein paar Kieberer macht Knoll so einen Aufstand, können die sich nicht alleine wehren?

      Die EU, incl. seiner österreichischen Freunde, lassen die Südstaaten mit dem Einwanderungsproblem alleine.
      Italien hat recht die Einwanderer nicht zu registrieren und in andere Länder durchzuschleußen.
      Knoll sollte Mutti nerven, dass die Gesetze etwas gerechter werden.

      • Bernhardl

        Red keinen Blödsinn. Österreich macht viel mehr als die Italiener. In Italien kassiert die Mafia und regiert die Mafia.

      • Franz

        Andreas
        die EU Staaten incl. Österreich haben recht , dass sie nicht die Falsche Gutmenschen – Einwanderungspolitik von der Linken Regierung Renzi unterstützen.
        Kriegsflüchtlinge nicht mit Wirtschaftsflüchtlingen verwechseln.
        Und nicht alles sind Kriegsflüchtlinge.
        Deswegen sollten die geretteten Bootsflüchtlinge auf Asyrecht geprüft bzw. registriert werden dann auf andere EU Staaten verteilen, wer kein Recht auf Asyl hat, sollte eben wieder zurückgeschick werden, so der Vorschlag gestern in Brüssel incl Alfano, der plötzlich eine 180° Wende gemacht hat.

        • Franz

          So etwas gibt es nur in Italien, dass sich Einwanderer nicht registrieren müssen und sich als Clandestini in Italien aufhalten können.
          Damit ist Italien ziemlich alleine mit ihrer falschen Einwanderungspolitik vielleicht weil Jemand damit gute Geschäfte macht z.B „ mafia capitale“
          Genau so ist es mit den “svuota Carceri” so etwas gibt es auch nur in Italien.
          Dass dank dieses Gesetzes ( beschlossen von der Regierung Renzi ), Kriminelle einschließlich Clandestini, trotz mehrfacher Verurteilung ( wegen allen möglichen Straftaten), sich auf freiem Fuß befinden und sich frei bewegen dürfen und weiterhin Straftaten begehen können.

      • Yannis

        >>>Italien hat recht die Einwanderer nicht zu registrieren und in andere Länder durchzuschleußen.<<<
        so,so Italien hat recht ? die Süditalienische Mafia macht sich dieses Recht !
        Die EU Gesetzgebung sieht eindeutig vor, DASS sog. Flüchtlinge in dem EU
        Staat "Erkennungsdienstlich" erfasst werden sollen wo dieser erstmals seine
        Füße auf EU Staatsgebiet setzt. Des weiteren in denselben EU Staat zu
        verbleiben hat bis dort sein Asylantrag geprüft ist und gegebenfalls auch
        von dort wieder abgeschoben wird.
        Aber was macht Italien, lässt alles was sich Flüchtling nennt einfach weiter
        ziehen, schön nach der Methode "Aus den Augen aus dem Sinn"
        Deutschland bzw. Frau Merkel ist gut beraten die Kosten die auf diese Weise der
        BRD aufgehalst werden von den EU Betragszahlungen abzuziehen bzw. damit
        zu verrechnen.

    • roadrunner

      Sie dürfen kontrollieren. Dürfen die österreichischen Polizisten aber auch in Italien eingreifen? Das glaube ich wohl nicht. Bevor man jetzt gleich den Carabinieribeamten an den Pranger stellt, wäre vielleicht ein besserer Stil, eine Anfrage im Landtag über die genauen Vorkommnisse zu stellen. Aber für den Herrn Knoll reicht der Prefix Ita und schon ist der Schuldige gefunden….

    • Martin S.

      Ich glaube der Darstellung nicht, kann ich in der Printausgabe die Stellungnahme des Carabinieres nachlesen?

    • homofaber

      Wahnsinn! Wahnsinn wie toll Sven Knoll auf dem Foto aussieht. Ein Eklat sozusagen.

    • Erwin

      Italien gehört zu den G7? Nach diesem Vorfall eher zu einer Bananenrepublik.

    • homofaber

      „Gemäß einem zwischenstaatlichen Übereinkommen dürfen österreichische Polizisten bereits am Bahnhof Brenner Kontrollen durchführen, um so eine illegale Einreise nach Österreich zu verhindern.“

      Eine Anfrage im Landtag sollte man dann aber auch in Österreich einreichen, um in Erfahrung zu bringen, um welche sechs Beamten der Polizei es sich handelt, warum sie nicht gegen, einen laut Knoll unrechtmäßig handelnden Carabiniere vorgegangen sind, warum sie nicht laut dem obigen Abkommen gehandelt haben und welche Disziplinarmaßnahmen es für die österreichischen Polizisten für diesen Vorfall geben wird.

    • ......

      Auf wessen Seite steht der Knoll, pisst sich hier ans eigene Bein.

    • SteveSal

      Mal abgesehen von einem Grenzproblem. Die österreichischen Polizisten sind Kollegen und so kann man doch nicht mit Kollegen umgehen!

      Dabei gibt es zwischen deutscher und österreichischer Polizei und italienischer Staatspolizei eine gute Zusammenarbeit, wobei man auch gemeinsam Streife fährt oder gemeinsame Einsätze beim Oktoberfest durchführt. Ich glaube, da ist einfach ein Carabinieri ausgetickt, dem die Qualität der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit noch nicht ganz bewusst war.
      Was hätte der eigentlich getan, wenn seine österreichischen und vorbildlich geduldigen Kollegen sich bewegt hätten?

    • barfusler

      Dieses Gezanke zwischen den Ordnungskräften ist nichts neues an Südtirols Grenzübergängen. Zu lustig wie sich gegenseitig schikanieren.
      In Deutschland sind grenzüberschreitende Einsätze längst an der Tagesordnung. Bei uns leiden Behörden aber unter extremen Minderwertigkeitskomplexen und setzen sich mit solchen lächerlichen Aufführungen in Szene

    • M.m

      Bravo den italieniscen staatsbeamten. Sven knoll ist nur noch peinlich

    • Murks

      Disziplinarmaßnahmen gegen den italienischen Polizisten sind gerechtfertigt und das Mindeste.

    • Herbert

      Kein Wunder, dass wieder die Parolen von den „walschen“ „Focken“ auftauchen. Wenn italienische Polizisten sich nicht an Vereinbarungen halten.

    • michl

      Anscheinend ist einwandern in Italien kein Problem und auch nicht illegal!
      Wenn ich irgendwo hin reise bezahle ich das Visum!
      Hier werden sie von unserem Steuergeld bezahlt ,damit noch mehr kommen und das dumme Volk reagiert nicht mal!

    • Anton

      Die italienische Bananenrepublik macht mit solchen Vorfällen auf sich aufmerksam.

    • bubu

      Der Durchschnitts-Standard-Salomontragender-Südtirol ist:

      GEGEN Ausländer
      GEGEN Italiener (immer noch)
      GEGEN Deutsche (zumindest im Straßenverkehr)
      GEGEN all jene die nicht so sind wie er

      FÜR etwas zu sein ist viel schwieriger und erfordert intellektuelle Anstrengung, leider zu viel für viele hier.

    • Ploner Helmuth

      1:6!? Tapferkeitsmedaille…aber subito!

    • Puschtrabui

      wenn Österreich und Frankreich illegale Einwanderer aufhalten können und nach Italien zurückschicken, dann können auch italienische Polizisten illegale Einwanderer aufhalten und nach Afrika oder nahen Osten zurückschicken und nicht schon vor der lybischen Grenze auffangen und importieren! Die EU sollte mal das überdenken.

      • Natürlich

        Wenn die italienischen Polizisten das machen würden, dann würden sie damit gegen ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte aus dem Jahre 2012 verstoßen, das besagt, dass die Zurückweisung von Flüchtlingen auf hoher See mehrere von denen in der Europäischen Menschenrechtskonvention garantierten Rechte verletzt.

        Das Zurückweisen von Flüchtlingen von Österreich und Frankreich nach Italien entspricht dagegen der derzeitigen Dublin-III-Verordnung.

    • Mario

      Was haben österreichische Polizisten überhaupt auf unseren Territorium zu suchen? Vertritt der Knoll österreichische Interessen? Ist er österreichischer Abgeordneter, oder was?

    • Günter Dürr

      So gelacht hab ich selten, mio dio, es gibt ja doch noch herrliche Anekdoten aus Südtirol zu berichten, thumbs up!

    • Anton

      „Die spinnen ja die Römer“.

    • Amalia

      Die österreichischen Gendarmen sind fürchterlich gekleidet, sollten sich mal in Italien nach einer anständigen Uniform umsehen.

      • Else

        und vielleicht auch einen italienischen Friseur anheuern.

      • Rudi

        Weg mit den ausländischen Polizisten, wir haben selber davon in Hülle und Fülle.

        • Frage?

          @malie…………… es gibt seit 2004 keine Gendarmen mehr!

          Warst wohl in Frankreich?

          • Amalia

            Sie sind gleich schlecht gekleidet und der Haarschnitt sehr schlampig. Sie wirken sehr unattraktiv zum Unterschied von ihren italienischen Kollegen mit einer sehr elegante Uniform und sauberen Haarschnitt, ja und auch die Manieren der letzteren sind sehr geschätzt.

            • Mark P.

              Mir ist ein schlecht gekleideter österreichischer Polizist mit schiefem Haarschnitt lieber, als ein durchgestylter italienischer, der die Sonnenbrille auch trägt, wenn es draussen regnet.

              Wer von den beiden die besseren Manieren hat, darüber kann man trefflich streiten.

            • Franz

              Mark P ,
              Du scheinst etwas gegen Carabibnieri zu haben.
              Frauen stehen auf durchgestylte Carabinieri mit Sonnenbrille ! 🙂

            • martin

              CaraBIBniere
              Hahaha
              Lern du mal schreiben bevor du hier große reden schwingst. Vielleicht löscht man dann auch nicht deine illegalen Kommentare!

            • Franz

              Carabinieri…..
              @martin
              eigentlich müsste die Redaktion Deine illegalen-beleidigenden – Unterstellungen, löschen, wie Deinen Kommentar zum Thema „jugend-report“
              Und impotent soll es laut Franz auch machen. Das hieße laut Franz dürfte es Durnwalders Kinder gar nicht geben. Jetzt blos nicht weiterdenken. I

            • martin

              Aber Franz, ich muss dir recht geben, so ein gestylter Carabiniere ist schon was geiles. Dir gefällt’s auch wie ich merke 😉

            • Franz

              Ich stehe auf Frauen,
              bei Dir ist es anscheinend wohl anders, falls Du einen Freund suchtst, rate ich Dir kauf Dir einen Papagei.
              Gewisse Gemeinsamkeiten habt ihre ja..habe ich einmal irgendwo gelesen…….:-)

            • martin

              Dai Franz, du bist ganz sicher vom anderen Ufer.
              Sag, ziehst du im Schlafzimmer Polizeiuniformen an? 😉

    • Frage?

      Hi,hi,hi ………… 6 Burgenländer vom feinsten!

      Ein echter „Burgenländerwitz“!

      Am Neusiedlersee(Burgenland), ist neulich eine Musikkapelle ertrunken!
      Der Marsch war länger als der Steg…….. 😉

    • andy

      Carabinieri und alles anderen 3 ital. Polizeimächte auflösen, auch die österreichischen, deutschen usw.
      eine einheitliche EU Polizei muß her, das ist lang schon überfällig

    • Günter Dürr

      Das Ganze war Situationskomik par excellence, was gibt’s da zu diskutiern? Der Carabiniere darf sich die Sonnenbrille wohlverdient aufsetzen, egal ob es regnet oder scheneit. Ich lach noch immer! Absolut klasse!!!

    • Günter Dürr

      Vielleicht sollte man die ganze Politik einfach mal vergessen, das DEIX’sche Erlebnis dieses wirklich genialen Schachzugs ist und bleibt aber unvergessen. Und ich lache noch immer!

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