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    Urteil gegen Rabanser

    StraßenstrichDer mutmaßliche Prostituierten-Schläger Klaus Rabanser will seine Strafverfahren am 21. Juli abschließen – mit einem weiteren Gefängnisaufenthalt muss er auf jedem Fall rechnen.

    von Thomas Vikoler

    Alessandro Tonon, gewiefter Bozner Strafverteidiger, denkt nicht allein an seinen Klienten, sondern auch an die Allgemeinheit. Würde Klaus Rabanser seine elektronische Fußfessel, mit der er seit einigen Wochen sein Hausarrest in Lajen überwacht wird, abgeben, könnte ein anderer mutmaßlicher Straftäter statt ihm in den Hausarrest entlassen werden. „Die Wartezeit auf die Fußfessel würde so verkürzt“, meint Tonon, der den Mann zusammen mit Martin Fill verteidigt.

    Klaus Rabanser

    Klaus Rabanser

    Er stellte bei der Verhandlung am Landesgericht am Dienstag einen Enthaftungsantrag für Rabanser, der seine gegen ihn laufenden Strafverfahren möglichst schnell abschließen will. Richter Walter Pelino hat nun eine Zusammenlegung akzeptiert, am 21. Juli soll im Rahmen eines verkürzten Verfahrens bereits das Urteil zu drei mutmaßlichen Straftaten gesprochen werden.

    Rabanser wird vorgeworfen, im Jänner und Februar dieses Jahres zwei nigerianische Prostituierte verprügelt zu haben. Die erste auf einem Autoabstellplatz im unteren Eggental, die zweite auf einer Nebenstraße der Landesstraße nach Jenesien. Beide mutmaßlichen Opfer (und eine Zeugin) haben den 40-jährigen Holzfäller als Täter identifiziert – sie erkannten ihn u.a. an seinem Piercing an der rechten Augenbraue.

    Und dann gibt es den Vorwurf der sexuellen Gewalt gegen eine weitere Prostituierte.

    Rabanser soll sie im Juli 2014 mit einem Elektrobohrer bedroht und damit zum Oralverkehr gezwungen haben. Allein für diese Straftat drohen dem Holzarbeiter mehrere Jahre Haft. Bei einer Strafe von über zwei Jahren wegen sexuellen Gewalt müsste er wieder ins Gefängnis, es wäre keine Ableistung der Haft mit Sozialarbeit möglich.

     

     

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    Kommentare (5)

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    • Komment

      Männer und Frauen, stellt euch mal bildlich vor! Ein Kind fragt :“Hätte ich auch sterben können? “ Mutter :“wegen was? “ Kind :“Als ich musste den P… vom Vater „lutschen “ ? Und jetzt lese ich auch noch von Drohungen mit dem Elektrobohrer. WAS SIND DAS? ETWA MENSCHEN ??

    • Puschtra

      Wenn man die falsche Hautfarbe hat und auch noch die falsche Sprache spricht, ist das Gesetz immer knallhart.

      • martin

        Du kannst dich ja ins Sonnenstudio legen, eine andere Sprache lernen und deinen Ausweis wegwerfen.
        Aber andererseits, das Mitleid für Immigranten ist sicherlich grösser.

        • Klaus

          Martin….. Und hier sind wir wieder…. Am Bozner Gericht steht ‚La Legge e‘ uguale per tutti‘ . Kommt mir aber nicht so vor……………Puschtra hat Recht mit einer anderen Nationalität wäre er schon lange auf freien Fuß und könnte munter weitermachen. Würde eine neuwertige Sozialwohnung und viele Beiträge bekommen und müsste nie wieder Holz fällen….. Uuuuuuuud als Bonus dürfte er dem Leiferer Pfarrer eines über den Kopf ziehen, der ihn dann wohlwollend noch begnadigt :-))))))

    • Peter

      Er gehört in die geschlossene Abteilung und therapiert.Der Knast macht die Leute ja noch schlechter und gestörter

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