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    Kripps Abrechnung

    Sigmund Kripp

    Sigmund Baron Kripp: „Durnwalder hat uns das Leben unerträglich gemacht“

    Der Ex-Grüne und langjährige Bürgerlistler Sigmund Baron Kripp analysiert im TAGESZEITUNG-Interview den Höhenflug der Bürgerlisten – und watscht Grünen-Chefin Brigitte Foppa ab.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Baron Kripp, die Bürgerlisten reiten gerade auf einer echten Erfolgswelle. Wie erklären Sie sich diesen Höhenflug?

    Sigmund Kripp: Die Phase, in der die SVP das politische Monopol innehatte, geht zu Ende. Früher unter Luis Durnwalder war es geradezu selbstverständlich, die SVP zu wählen. Es galt das Prinzip „Do ut des“, das sich nicht nur in den morgendlichen Bittgängen zum Landeshauptmann widerspiegelte. Durnwalder hat zugeteilt und entschieden, wer etwas bekommt und wer nicht. Als ich vor 20 Jahren nach Kandidaten für meine Bürgerliste gesucht habe, sagten mir die Menschen noch: „Bist du norret? Ich habe doch Frau und Betrieb.“ Man hatte Angst vor wirklichen Verlusten. Durnwalder hat uns das Leben unerträglich gemacht. Er war jenen gegenüber, die nicht die SVP wählen wollten, sehr sehr unangenehm. Sie waren „outlaws“, also nicht im Spiel. Freundlich war Durnwalder hingegen zu den Menschen, die ständig um ihn herumgeschwänzelt sind. Für sie war er der Landesvater, den man auch gerne gewählt hat.

    Wann hat sich dieses Verhältnis der Wähler zur SVP geändert?

    gemeinde foppa krippIn der letzten Phase der Regierung Durnwalder. Der LH hat nicht früh genug erkannt, dass seine Zeit abgelaufen war. Er hätte besser zurücktreten sollen. In seiner letzten Amtszeit kam es dann zur Implosion des Systems: Alle, selbst die SVP-Wähler, haben erkannt, was für ein korrupter Haufen diese Partei ist. Der SEL-Skandal hat deutlich gemacht, wie sich die Politiker selbst bedienen und dabei von Durnwalder geschützt werden. Dem LH hat man nur deshalb nie eine Schuld nachweisen können, weil er selbst keinen Computer bedienen konnte. Dass ein solcher Megaskandal ohne das Wissen des großen Chefs abgelaufen sei, ist ein Witz.

    Nun ist Durnwalder nicht mehr an der Macht …

    Bei den Landtagswahlen hat die SVP erstmals die Mehrheit verloren. Arno Kompatscher ist ein braver Verwalter, ein korrekter Mensch, der das alte Freunderlspiel nicht mehr mitträgt. Die Menschen haben gleichzeitig aber auch erkannt, dass sie keinen direkten Nutzen mehr haben, wenn sie die SVP wählen. In Südtirol gab es immer schon eine Lust zu opponieren. Doch im Gegensatz zu Nordtirol ist bei uns auf Gemeindeebene nie eine andere bürgerliche Partei entstanden. Es gibt zwar auf der rechten Seite die Freiheitlichen und die Süd-Tiroler Freiheit, aber keine bürgerliche Alternative zur SVP.

    Und die Grünen?

    Die Grünen werden es unter Obfrau Brigitte Foppa nie schaffen, bis in die bürgerliche Schicht vorzudringen. Es gibt bei uns keine bürgerliche Linke, die ich zwischen SPÖ und Grünen einordnen würde. Auch die SPD in Deutschland ist bürgerlich ausgerichtet, auch dort sind nicht nur Lafontaine-Fans vertreten (lacht). Der Pauli Rösch hat es in Meran nun geschafft, diese Wählerschaft für sich zu gewinnen. Er ist ein Typ wie Hans Heiss. Seine Wahl zum Bürgermeister ist epochal: Er hat eine ganz natürliche Entwicklung eingeleitet. Die SVP hat mittlerweile ihren Alleinvertretungsanspruch verloren – auch in Rom. Bei jedem kleinen Pipifax in Rom beschwert sich die SVP – und man fragt sich: Ja haben wir nun eine Autonomie oder nicht. Aufgrund der ethnischen Teilung der Südtiroler Parteienlandschaft wird es der PD nicht schaffen, diese bürgerliche Alternative zu werden. Deshalb bin ich auch ein Befürworter der Sezession: Nur durch die Sezession kann diese ethnische Teilung überwunden werden.

    Die neuen Bürgerlisten erheben den Anspruch, auch in den Gemeindeausschüssen vertreten zu sein. Ist das Größenwahn?

    Ich saß im Gemeinderat oft alleine einer Mehrheit von 14 SVP-Räten gegenüber. Heute sind die Bürgerlisten mit vier, fünf Mandataren vertreten. Das verleiht ihnen auch eine gewisse Macht. Die Mehrheiten der Bürgermeister sind knapper geworden. Sollten bei den Abstimmungen einmal zwei, drei SVP-Vertreter fehlen, dann könnte es schon eng werden. Ich bin aber dafür, dass es weiterhin Opposition und Regierung geben soll. Eine Konzentrationsregierung, wie sie die Steiermark hätte, würde ich nicht begrüßen. Das, was aber insbesondere die Wahl Röschs gebracht hat, ist der Perspektivwechsel. Die Wähler sehen, was passiert, wenn einmal nicht die SVP an der Macht ist: Die Welt geht dann auch nicht unter. Das ist Röschs Leistung, die niemand anderer von den Grünen bringen hätte können. Solange eine Brigitte Foppa da ist, werden die Grünen auf Landesebene keine bürgerliche Alternative werden. Ein Hans Heiss und ein Riccardo Dello Sbara werden nach dieser Legislatur abtreten. Foppa vertritt nur ein bestimmtes Themenspektrum für ein junges, städtisches Klientel. Die Masse kann sie damit nicht bewegen.

    Könnten sich die Bürgerlisten auf Landesebene zusammenschließen?

    Das glaube ich nicht, weil sie zu stark an örtliche Gegebenheiten gebunden sind. Der Versuch, eine Bürgerliste auf Landesebene zu schließen, ist im Jahr 2008 schon einmal gescheitert. Der Erfolg der Bürgerlisten auf Gemeindeebene wird aber weitergehen: Durnwalder ist auf dem Holzweg, wenn er sagt, dass die Bürgerlistler ohnehin alles SVPler seien. Ein Fritz Karl Messner wird nie mehr zur SVP zurückkehren, weil er sieht, wie leichter er es außerhalb der Partei hat. Wer einmal draußen ist, geht nicht mehr hinein.

    Interview: Matthias Kofler

     

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    Kommentare (88)

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    • Manni

      Bin kein Grüner aber da kann man nichts anderes sagen : super analysiert super argumentiert völlig überzeugend und dabei immer gentlemanlike. Chapeau Kripp

      • Tirola Bua

        Ich verstehe nicht, warum die Grünen „links“ sind und die STF „rechts“ ist. Ich kenne keine einzigen Arbeiter, der die Grünen wählt. Das machen nur Bürgerliche, also rechte Wählerschichten.

          • Tirola Bua

            Herr Kripp, sie wissen selbst (hoffe Ich zumindest), dass das nichts erklärt. Das ist nur die übliche Desinformation und Propaganda.

          • walter

            Finde ich gut daß Kripp die Südtiroler Grünen verlassen hat! Er hat nie dort hin gepaßt, er ist viel zu intelligent für diese Grünen Ignoranten!
            Die Südtiroler Grünen sind durch und durch italienische Nationalisten!

            • Sigmund Kripp

              Na, na, jetzt nur nicht ausfällig werden! Bei den Grünen ist immer noch viel Grips vorhanden…

        • Natürlich

          Tirola Bua und der Benutzer namens Garuda können ja gerne ausdiskutieren, ob die Südtiroler Grünen nun nicht links oder kommunistisch sind.

          • Tirola Bua

            Keinen Grünen sind links. Einige Wähler vielleicht. Aber die Grünen setzen genau die Agenda der globalen Kapitalisten um, ob bewusst oder unbewusst, ist egal.

            • Natürlich

              Wie bereits gesagt: Diskutiere mit Garuda aus, ob die Grünen nun nicht links oder kommunistisch sind. Beides gleichzeitig geht nun mal nicht.
              Die Wahrheit wird wohl wie so häufig in der Mitte liegen.

              Zur Südtiroler Freiheit: Wie würde Tiroler Bua eine Partei politisch einordnen, die eine Broschüre von Peter Kienesberger, Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Brixia und Mitinitiator der NDP, die in Österreich wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung verboten wurde, anfertigen lässt und Bücher von Helmut Golowitsch, ebenfalls Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Brixia und Mitglied der oben angesprochenen NDP, verteilen lässt?

              Zu den Arbeitern und die Grünen. Die Grünen vertreten nun mal vorwiegend postmaterialistische Werte, während Arbeiter tendenziell Parteien bevorzugen, die materialistische Werte vertreten. Dass keine Arbeiter die Grünen wählen, stimmt aber auch nicht.

              Für Südtirol kenne ich keine Daten.
              In Deutschland haben bei den letzten Bundestagswahlen 6% der Arbeiter die Grünen gewählt.
              In Österreich haben bei den letzten Nationalratswahlen 5% der Arbeiter die Grünen gewählt.
              In Italien haben bei den letzten Europawahlen 8,1% der „impiegati“ die Liste Tsipras (mit den Südtiroler Grünen) gewählt.

            • Tirola Bua

              Nur weil manche ein „bedingungsloses Grundeinkommen“ fordern, ist man nicht kommunistisch. Die Grünen sind antidemokratisch, global und arbeitnehmerunfreundlich.

            • Tirola Bua

              Die STF bekennt sich zur Demokratie und Menschenrechten. Viele Parteien wie die Grünen, die SVP und PD machen das nicht. Darum sind das rechte Parteien. Die STF ist links

            • Natürlich

              Ach nein: Die Grünen sind also antidemokratisch, global und arbeitnehmerunfreundlich. Tirola Bua kann das sicherlich belegen, nicht wahr?

              Ach nein: Eine Partei, die Broschüren von Mitgliedern rechtsextremer Parteien anfertigen lässt und Bücher von Mitgliedern rechtsextremer Parteien verteilt, ist links. Wenn also dann jemand Bücher von Linksextremisten verteilt, ist die Partei rechts. Verstehe ich das richtig so?

            • Garuda

              @Natürlich

              Wenn du mich schon immer wieder nennst, so hier mal zwei Fragen an dich:

              1. Wie kann eine Partei demokratisch sein, wenn deren Obfrau dümmlicherweise zugibt, dass man innerhalb der Partei eine Diskussion über die Unabhängigkeit oder Sezession Südtirols zugelassen habe?

              2. Bist du dafür, dass eine uneingeschränkte Zuwanderung von Afrika nach Europa stattfindet (wohlgemerkt nicht Kriegsflüchtlinge!), wo ein äußerst hoher Prozentsatz in der Illegalität und Kriminalität abdriftet, wobei tausende Menschen auf südeuropäischen Plantagen oder auf europäischen Straßen Sexdienste zum Discountpreis anbieten müssen und damit mitten in Europa moderne Sklaverei stattfindet?

              Und komm jetzt ja nicht wieder mit deinem dümmlichen Argument, ich habe noch nie bewiesen, dass dello Sbarba Kommunist sei.

              Wer mit der Liste Tsipras gegangen ist, was vor allem auf dem Mist von Frau Foppa und Herrn dello Sbarba gewachsen ist, sollte sich schämen, was heute mit Griechenland und seinem Ministerpräsidenten passiert: ganz Europa vorführen und an die Brust des lupenreinen Demokraten Putin flüchten.

              Da hört man natürlich nichts von einer intelligenten, intellektuellen Frau Foppa und den Südtiroler Grünen.

            • Natürlich

              1. Wenn man also innerhalb der Partei eine Diskussion über ein Thema führt, dann ist man undemokratisch? Verstehe ich das richtig so?

              2. Wo sprechen sich die Grünen für eine uneingeschränkte Zuwanderung aus? Wo habe ich mich für eine uneingeschränkte Zuwanderung ausgesprochen? Wo kann ich das nachlesen? Ach so: Wenn in Europa moderne Sklaverei stattfindet, dann muss die Zuwanderung gestoppt werden. Ob es nicht wesentlich klüger wäre, den Sklavenhaltern das Handwerk zu legen und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen? Man weiß es nicht… Ob es sich um Kriegsflüchtlinge handelt, die beispielsweise in Deutschland ein Anrecht auf Duldung haben, wenn eine Abschiebung ihr Leben gefährdet, oder um Wirtschaftsflüchtlinge, entscheidet sicherlich nicht der Benutzer namens Garuda, sondern der entsprechende Staat in einem Asylverfahren.

              3. Dann dürfte es für den Benutzer namens Garuda sicherlich kein Problem mir zu zeigen, wo der Benutzer namens Garuda nun bewiesen hat, dass dello Sbarba ein Kommunist sein soll. Ich höre…

              4. Tsipras ist ja jetzt seit einigen Monaten im Amt. Was hat denn Tsipras schon so kommunistisches beschlossen? Irgendetwas wird es da bestimmt geben. Nicht wahr? Ach so: Wer also der Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland zustimmt (so geschehen im März mit Zustimmung der griechischen Regierung), wirft sich an Putins Brust? Verstehe ich das richtig so?

              5. Genau: Gegen Tsipras und damit für die desaströse Sparpolitik sein und gleichzeitig einen auf „ökosozial“ machen. Das kann auch nur der Benutzer namens Garuda. Nix da mit ökosozial, das ist eindeutig neoliberal.

      • Markus

        Lieber Manni, liebe TZ,
        das Interview bietet leider null Mehrwert, nachdem Herr Baron bereits auf salto.bz (http://bit.ly/1HgfkPL) loswurde, was er nicht mehr zurückzuhalten vermochte.
        Aber weil ich den Leserinnen und Lesern hier gerne nützliche Angaben zu den Aussagen des Barons mache, bleibe ich noch ein bisschen.

        1.“Foppa wird es nie schaffen, in die bürgerliche Schicht vorzudringen“. Weiß ja nicht, wo laut dem Baron die Bürgerlichen Daheim sind, aber in den Städten haben die Grünen seit Amtsantritt von Frau Foppa zwischen +0,7% (Meran) und +5% (Bozen) dazugewonnen.

        2. „Die Grünen kandidieren nur mehr in den Städten.“ Die Grünen kandidieren seit Jahrzehnten nur in den Städten Meran, Bruneck, Bozen, Leifers und Brixen (als Grüne Bürgerliste), diesmal aber auch am Ritten.

        3. „Nur die Sezession kann die ethnische Teilung überwinden“. Dass neue Grenzen und Kleinstaaterei per se keinen ethnischen Frieden bringen, sieht man unter anderem am Kosovo, am Donbass, am Südsudan.

        Und @Herr Kofler von der TZ: Mal nachfragen, warum Kripps eigene Projekte gescheitert sind, war zu viel Arbeit? Kripp hat die DPS mitgegründet, außerdem die Liste „Dorfliste/BürgerInnen Partschins“

        • Sigmund Kripp

          zu1.) Brigitte Foppa hat sicher ihre eigenen WählerInnenschichten, die sie auch halten wird. Ob sie aber die WählerInnen von Heiss und dello Sbarba nach deren Abgang hält, bezweifle ich stark.
          zu2.) Das stimmt. Eben. Leider. Auf dem Land kann nicht unter dem Grünen Logo eine Liste aufgebaut werden. Das ist ein Image-Problem und wird NICHT behandelt. Anzi: verstärkt! 🙂
          zu3.) per se ist gar nichts. Aber grundsätzlich ist in Kleinstaaten mehr Demokratie möglich, als in großen. Der Kosovo ist auf holprigem Weg, Donbass ist noch keine legaler Staat, Südsudan weiter fremdbestimmt. M.E. nach sind Kleine Staaten näher an den BürgerInnen als große. Siehe Italien versus Schweden.
          Zum letzten Punkt: Ja, es war viel Arbeit, die immer unbezahlt blieb. Ich sitze nicht im LTag und kassiere nicht 9000 € monatlich. Die Liste DPS/LAdins war erfolgreich und hat einen LTABG. erreicht, Hernn Dr. Carlo Willeit. Die BL Partschins habe ich 20 Jahre im GR verteten dürfen, und das war gut so.

    • Mann

      Verdammt gute Analyse. Da gibt es nichts hinzuzufügen.

    • Andreas

      Ich glaube nicht, dass Foppa allein der Grund ist, warum die Grünen nicht über 10%-15% hinauskommen.
      Die Wähler haben, im Gegensatz zu der Grundausrichtung der Grünen, verstanden, dass Umweltschutz und Wirtschaft immer Kompromisse suchen müssen um Südtirol zukunftsfähig zu machen.
      Die Haltung der Grünen ist in manchen Frage zu einseitig und extrem, sie vermitteln den Eindruck die Wahrheit für sich gepachtet zu haben und die Welt alleine retten zu müssen.

      Würde Foppa etwas kompromissbereiter sein, nehme ich an sie würden sogar noch ihre paar Stammwähler verlieren, welche nach meinem Eindruck die meisten in öffentlichen, gesicherten Stellen arbeiten und von der freien Wirtschaft nicht wirklich Ahnung haben bzw. deren Schwierigkeiten nicht kennen.

      • George

        @Andreas
        Sie sind auf dem Holzweg. Auch unter den Grünen gibt es Wirtschaftler. Aber das Wort „nachhaltig“ will ‚Andreas‘ ja nicht verstehen. Dass dies auch beständig oder durchhaltig konsistent bedeuten könnte, will er nicht wahrhaben, da er ein etwas tieferes Denken und Analysieren meidet und meistens nur mit der Masse an der Oberfläche mitschwimmt. Alles andere bedeutet ihm wahrscheinlich zu viel Mühe. Und Mühe scheut Andreas ja.

        • H.j.k.

          Ja, Klaus Egger zum Beispiel, der ja auch Bauchweh mit der Wirtschaftspolitik der Grünen hat…so zumindest im Interview nach seinem Rücktritt als Wirtschaftssprecher der Grünen

        • Andreas

          Erklär mir mal bitte, was die Grünen in den letzten Jahren eigentlich erreicht haben?

          In den Anfängen der Grünen in D waren sie notwendig damit überhaupt ein Bewusstsein für die Umwelt aufkommt und das haben sie sehr gut gemacht.
          Nun sind sie aber auf einem Punkt wo andere Parteien teilweise eine bessere und vor allem umsetzbarere Umweltpolitik als die Grünen betreiben und die Grünen auf der Suche nach einer Daseinsberechtigung sind.

          Aus einer Protestpartei, welche in den Anfängen sicherlich eine Daseinsberechtigung hatte, wurde eine Partei auf der Suche nach Themen für ihren recht fanatischen harten Kern, dabei aber immer mal wieder über das Ziel hinausschießt und sich deshalb für einen in der freien Wirtschaft arbeitenden Bürger so gut wie unwählbar macht.

          • George

            Andreas, Sie verteilen nur Allgemeinplätze und Behauptungen. Worin dieses „über das Ziel hinausschißen“ besteht, sagen Sie nicht oder auch nur sehr allgemein. Dass auch die freie Wirtschaft in vielen Belangen über die Ziele hinausschießt, was die Erhaltung von Lebensgrundlagen anbelangt, das blenden Sie ganz einfach aus. Wenn das nicht so wäre, so müssten nicht weltweit so viele Gegenbewegungen entstehen, die um die Vielfalt in Natur und Umwelt, bei gesunden Lebensmittel, gesunden Böden, der Biodiversität usw. Es würde hier den Rahmen dieses Forums sprengen, wenn ich auf all die verschedenen Konfliktelemente eingehen würde, die hier von großen Konzernen und verschiedenen freien Wirtschaftszweigen um uns heraufbeschworen und in keiner Weise gelöst, ja noch zunehmend vergrößert werden. Natürlich gibt es auch Wirtschaftende, die auch das Gegenteil tun. Nur müssen viele von denen aufgrund der anderen oft sehr unter Druck und unter äußerst erschwerten Umständen ihr gesundes Umfeld erhalten oder wieder herstellen.

    • helmut

      Sezession:

      Ein interessanter und scharfsinniger Gedanke Kripps, dass die vollzogene Sezession die ethnische Teilung des Landes aufheben würde.

      Diese Argumentation hat aber eine Logik:

      Solange durch den Zentralstaat eine Bedrohung der Identität der deutschen und ladinischen Volksgruppen gegeben ist und solange es die italienische Volksgruppe für vorteilhaft halten muss, sich eng an den Zentralstaat anzulehnen, wird die ethnische Trennung scharfe Konturen behalten.

      Dass solche Gedanken Kripps einer Frau Foppa nicht gefallen, ist klar. Sie ist damit überfordert.

      • Sigmund Kripp

        ich habe das eher auf die deutsche Seite bezogen: die „Sammelpartei“ lebt(e) von dieser Politik des „Z´ommholtens“ und aus dieser heraus bestand ihre starke Position. Nur in einem gegenüber Minderheiten vollkommen unsensiblen Staat wie Italien ist es notwendig, so eine Partei zu haben. Würde ST ein eigenes Staatsgebilde sein, fällt für die deutsche Bevölkerung das Argument des „Überlebens“ weg. Erst dann kann ein gleichberechtigtes Miteinander der Sprachgruppen entstehen. Von den 10% NeubürgerInnen ganz abgesehen…. Und es könnte sich eine normalisierte, nicht ethnozentrierte Parteienlandschaft bilden.

        • helmut

          Sehr geehrter Herr Baron Kripp!

          Ich gebe Ihnen vollkommen Recht. Es trifft Ihr sehr gutes Argument aber spiegelbildlich auch auf die italienische Seite zu.

          Wenn die Anlehnung der Landes-Italiener an den starken Zentralstaat wegfällt, muss die Zusammenarbeit zwischen den Volksgruppen verstärkt werden.

          Damit aber die Landes-Italiener nicht befürchten müssen, ihrerseits hilflos einer Majorität ausgeliefert zu werden, müsste in Fortführung der bisherigen Schutzregelungen rechtzeitig ein weiterführendes Modell entwickelt werden.

          Man muss ihnen die Garantie geben, dass ihre Volksgruppenrechte auch unter einem „Los von Rom“ institutionell geschützt werden.

          Es ist zweifellos ein individuelles Recht, zu entscheiden, wie viel Wert man auf den Schutz der eigenen kulturellen Identität legt. Das entscheidet jeder für sich selbst.

          Einen Verzicht darauf darf man aber Niemandem von oben her vorschreiben.

          • Sigmund Kripp

            viele italienische SüdtirolerInnen wählen bereits heute Parteien, die sich eigentlich als „deutsch“ verstehen. Umgekehrt auch, vielleicht in geringerem Ausmaß (PD). Allerdings erlaubt die SVP keine italienischen Mandatsträger. Das ist absurd. Dieser Umstand würde sich in einem eigenstaatlichen ST sicher verändern. Bis jetzt sind nur die Grünen deklariert pluriethnisch.

            • helmut

              Wenn der äußere Druck der Bedrohung auf eine Volksgruppe wegfällt, wird diese sich nicht mehr nahezu ausschließlich durch ethnisch definierte Parteien vertreten lassen.

              Dann werden ganz von selbst auch andere Themen in den Vordergrund treten, die Volksgruppen-übergreifend bedeutsam sind.

              Damit werden von selbst bislang bestehende emotionale Barrikaden auf allen Seiten abgebaut werden.

              Vorher sollte aber eine institutionelle Regelung gefunden werden, welche den einzelnen Volksgruppen und deren Angehörigen ihre kulturelle Eigenart und deren eigenbestimmte Weiterentwicklung auch in einem selbständigen Südtirol sichert.

              Nicht alle Menschen sind immer guten Willens, wie wir im Verlauf des Lebens lernen durften. Man muss also Grundrechte festschreiben und sichern.

              Mich verwundert immer, dass in Bezug auf das Zusammenleben der Volksgruppen das Modell Schweiz viel zu wenig beachtet wird.

              Es hat sich doch als ausgesprochenes Friedensmodell erwiesen.

              Zudem ist es ein föderalistisches Modell und zeichnet sich durch ein hohes Maß an direkter Demokratie aus.

          • Sigmund Kripp

            in einem unabhängigen ST bräuchten wir keine „Volksgruppenrechte“ mehr. Einfach nur Menschenrechte, die genügen vollkommen. Zu eventuellen Detail lesen sie den blog BBD…..

    • Luis

      Für Rom ist Sezession der Tod. Rom lebt davon die Provinzen ausbeuten und betrügen zu können und der Vatikan natürlich auch.

    • Garuda

      Danke Herr Kripp! Sie bestätigen aus dem Inneren der Grünen kommend genau das, was ich von außen immer betont habe, und so obergescheite User wie Natürlich und MichiH hier immer meinen zerpflücken zu müssen, ohne dass sie aber wirkliche Argumente haben:

      „Der Pauli Rösch hat es in Meran nun geschafft, diese Wählerschaft für sich zu gewinnen. Er ist ein Typ wie Hans Heiss. Seine Wahl zum Bürgermeister ist epochal: Er hat eine ganz natürliche Entwicklung eingeleitet. “

      Foppa ist wirklich das Hindernis, Hans Heiss ein echter bürgerlicher Grüner, der eigentlich in die Foppa-Partei nicht passt und durchaus wählbar wäre, wenn er auf einer anderen Parteiliste kandidieren würde.

      P.S.: Hoffentlich kandiert der kommunistische Polit-Dino Herr dello Sbarba das nächste Mal nicht mehr für den Landtag, ein überbezahlter Sesselwärmer mit ewig gestrige Ansichten.

      • Gregor Beikircher

        @Garuda
        Bezüglich Riccardo Dello Sbarba hätten Sie sich ihren Kommentar sparen können. Gerade er hat zusammen mit Hans Heiss und Christina Kury in den vergangenen Jahren recht gute Arbeit geleistet.

        • Garuda

          @Gregor Beikircher

          Nein, verkennen Sie bitte nicht, was diese venezianische Maske wirklich im Schilde führt, denn ansonsten wäre eine Brigitte Foppa nie möglich geworden. Wie sagt ein schönes italienisches Sprichwort, was sehr gut auf Herrn dello Sbarba passt:

          Il lupo perde il pelo ma non il vizio!

          Herr Kripp und Herr Heiss: Gründen Sie bitte und bauen Sie bitte eine ökosoziale, liberaldemokratische Partei in Südtirol auf, das wäre dringenst notwendig, denn an bürgerlichen Alternativen zur Sammelpartei gibt es nichts.

          • Gregor Beikircher

            @Garuda
            Wieso „venezianische Maske*. Riccardo Dello Sbarba stammt doch aus der Toscana, ist dort aufgewchsen und war später längere Zeit auch in Rom und in der Toscana tätig, bis er dann nach Südtirol übersiedelte. Von „venezianischer Maske“, jedenfalls von seinen Ursprüngen her, sehe ich hier nichts.

            • Garuda

              @Beikircher

              Dass Sie den V-Effekt, den ich hier gestreut habe, nicht erkannten, ist doch bedenklich. Gerade weil er aus der Toscana stammt, habe ich das Symbol einer venezianischen Maske gewählt und nicht von einer Faschingslarfe geschrieben.

              Ach Beikircher, ein bisschen mehr Humor hätte ich Ihnen schon zugetraut, oder sind die Bürgerlistler alle so humorlos? 😉

            • Gregor Beikircher

              Vergessen Sie es, Garuda, solche Umschreibungen zu machen. Solch vermeintlicher Humor ist humorlos, nicht die Bürgerlistler. Wenn mindestens etwa Konkretes dahinter stecken würde, könnte man es noch als mit Humor umschrieben, empfinden. Aber so? 😉

            • Garuda

              @Beikircher

              Leider verstehen Sie immer noch nicht, Sie scheinen wirklich sehr schwer von Begriff zu sein.

              Herr dello Sbarba ist ein Wolf im Schafspelz.

              Außen eine schöne Fassade (kunstvolle venezianische Maske, die sehr einladend wirkt), darunter der gerissenste Wolf, der seine Beute im Rudel jagt.

              Und nun Humor-Ende, Sie humorloser Bürgerlistler

            • Gregor Beikircher

              @Garuda
              Ich habe längst schon verstanden. Ihr pimärer Zweck scheint danach ausgelegt zu sein, andere zu verunglimpfen; deshalb gebrauchen Sie auch solche persönlichen Zuordnungen (schwer von Begriff, V-Effekt nicht erkennen, humorloser Bürgerlistler usw.). Immer weisen Sie den anderen die Schuld zu, wenn diese nicht derselben Meinung sind oder sich ihrer Meinung nicht unterordnen. Also, lassen Sie es bleiben, mich, den Sie gar nicht erst kennen, so zu belehren. An ihnen muss ich nicht meine Einstellung und meine mehr oder weniger schnelle Auffassungsgabe testen, denn “ es el instrumento de uso cotidiano de los ignorantes para sentirse cultos. ”

            • Garuda

              @Beikircher

              Nur ein Ignorant hat es nötig, mit fremdsprachlichen Aussagen, die jederzeit im Netz heruntergeladen werden können, anzugeben.

              Sie scheinen also nicht nur ein sich schwer unterordnbarer Ex-Pädagoge zu sein, sondern auch noch ein Maulheld am Stammtisch zu sein.

              Seis drum, Sie machen sich immer lächerlicher.

              Ich bin mir sicher, dass der nächste Kommentar von Ihnen das Tüpferl auf dem I in Lächerlichkeit werden wird.

              Ich werde darauf nicht mehr antworten, denn der Fisch beginnt immer am Kopf zu stinken, das sollten Sie als Ex-Rex bestens wissen.

            • Gregor Beikircher

              @Garuda
              Solche Frechheiten, die Sie vom Leder geben, kommentieren sich von alleine und sticken weit mehr als jeder Fisch. Mehr muss dazu nicht gesagt werden. Wann Sie sonst nichts mehr zu argumentieren haben, werden Sie meist ausfällig.

            • Gregor Beikircher

              Korrektur: Natürlich sollte es stinken heißen anstatt sticken. Aber für den Lehrer Garuda ist dies ohnehin belanglos, sobald er sich in seinen politischen Klimbim verstrickt. Seine Schüler-innen werden es ihm vielleicht nachsehen.

            • Garuda

              @Beikircher

              Soe sollten den Mund nicht zu voll nehmen, denn was habe ich heute per Zufall entdeckt?

              DIE BÜRGERLISTE VAHRN HAT EIN DICKES MINUS EINGEFAHREN!

              Und wer war der alte Gemeinderat und wieder derselbe Kandidat neben anderen? GREGOR BEIKIRCHER

              Es wäre besser, wenn Sie in ihrer Gemeinde etwas tüchtiger wären, statt hier diese Pinsenweisheiten von sich zu geben.

              Jedenfalls hat es Ihnen mit Ihrem Mief hier nichts in Vahrn gebracht.

              Ha ha ha

      • Natürlich

        Aha. Jemand, der die Grünen ständig als kommunistisch bezeichnet, aber keinen einzigen kommunistischen Programmpunkt oder kommunistische Forderung der Grünen nennen kann, wirft anderen vor, keine wirklichen Argumente zu haben.

        Ich warte also weiterhin auf die kommunistischen Programmpunkte oder Forderungen der Südtiroler Grünen und/oder des Abgeordneten dello Sbarba.
        Ob es dieses Jahr noch etwas damit wird? Man weiß es nicht…

    • JoSeph

      In einer Zeit, wo von Journalisten und Moderatoren keine Dr.-Titel mehr genannt werden, die längst abgeschafften und unbedeutend gewordenen Adelstitel wieder aus der Versenkung zu holen, ist wohl eigenartig: „Sigmund Baron Kripp“ – Herr Baron Kripp“???

    • Gregor Beikircher

      Ich teile die Meinung von Sigmund Kripp zu den Bürgerlisten und Grünen. Der Zusammenschluss der Bürgerlisten ist allerdings nicht erst 2008 versucht worden. Schon 1992-1993, gerade zur Zeit wann in der Region die neue Gemeindeordnung verfasst wurde, bestand bereits ein loser Zusammenschluss der damaligen Bürgerlisten Südtirols. Ich selbst habe damals gemeinsam mit Manfred Schullian, Andreas Colli und einigen anderen diesen Zusammenschluss federführend vorangebracht und nach außen hin vertreten. Nach den Gemeinderatswahlen 1995 unter der neuen Gemeindeordnung, worin auch unsere Handschrift eingeflossen ist, hat sich dieser Zusammenschluss leider wiederum sehr stark verflüchtigt, da wir keine eigenständige Struktur mit einem festen Standort und entsprechender Einrichtung besaßen. Ich habe bis heute noch immer einige Protokolle und Dokumente der damaligen Arbeitszusammenkünfte bei mir zu Hause lagernd.

      • Michl

        Und wen soll das interessieren?

      • greta k.

        Mich interessiert das, zum Beispiel.

        @Gregor Beikircher

        Gab es – außer dem Umstand dass sie „keine eigenständige Struktur mit einem festen Standort und entsprechender Einrichtung besaßen“ – noch andere nennenswerte Gründe, weswegen sich dieser Zusammenschluss wieder verflüchtigt hat?

        • Sigmund Kripp

          aus meiner Sicht kann es keine landesweite BL geben, weil die BL immer sehr lokal aufgrund örtlich begrenzter Probleme entstehen. Oft sind es Menschen, die aus allen ideologischen Lagern kommen und sich nur wegen des einen Problems temporär zusammenschliessen. Bei Lösung des Problems sind sie wieder auseinander, weil ideologisch fremd. Eine landesweit agierende Partei muss sich aber auch eine ideologische Struktur geben! Es ist eine Illusion zu glauben, dass ein Freiheitlicher und ein Kommunist in einer Partei gleichzeitig Platz haben, auch wenn sie bei einem lokalen Problem zusammenarbeiten. Bei landesweiten politischen Subjekten muss aber eine Ausrichtung da sein: ökosozial inkludierend, oder eben sicherheitspolitisch und ausgrenzend, oder bürgerlich-unternehmerisch, oder auf Arbeitnehmeranliegen ausgerichtet.

          • Garuda

            @Sigmund Kripp

            Sollten Sie nicht nur ein Faker sein, sondern wirklich der richtige Herr Kripp, dann bitte ich Sie, endlich diese ökosoziale, liberaldemokratische Partei zu gründen, seien Sie sicher, dass diese landesweiten Bürgerlisten sehr wohl integrierbar sind, wenn auch nicht alle (man denke da an Vintl, aber auf solche kann man wirklich verzichten), so glaube ich, dass es weit weniger überzeugt Freiheitliche oder Grüne gibt, wenn sie nur eine bürgerliche Wahlalternative in der politischen Mitte bekommen würden.

            Denn ich glaube ganz fest, dass viele SüdtirolerInnen nicht mehr SVP wählen würde, wenn es in der Mitte ein Angebot gäbe, aber oft:

            1. SVP wählen aus Mangel an echten Alternativen, denn wer will schon kommunistische Grüne oder rechte Trotzköpfe wählen?

            2. Gehen nicht zur Wahl, weil sie weder links noch rechts zuhause sind, aber die SVP wirklich kein Wahlangebot mehr ist.

            3. Manche sogar bei den rechten ein Kreuzchen machen, um nur der SVP eins auszuwischen.

            Gründen Sie mit fähigen Leuten eine bürgerliche Partei und holen Sie sich fähigste Köpfe, denn bis zur nächsten Landtagswahl hätte eine solche Partei wirklich genug Zeit zu konsolidieren und nicht ein halbes Jahr vor der Wahl, wie es bei der letzten Landtagswahl stümperhaft versucht worden ist, aber durch unfähige Leute nicht durchgezogen worden ist.

            • Hinkebein

              @Garuda, gründe doch Du die WUTBP! 🙂 Die Wurbürgerpartei, dann könnt ihr zusammen mit Kofler vor dem Hohen Haus rufen …. zu was ihr momentan Lust habt. 🙂 🙂 😉

            • Hinkebein

              Am besten „Ausser und wieder eini“ oder irgend etwas in der Richtung. 🙂 🙂 🙂

            • Garuda

              @Hinkebein

              Ganz falsch verstanden, aber bitte, Sie scheinen wenig Gripps zu haben, denn eine politische Partei zu gründen, die nur aus Wut oder aus Opposition oder Ärger über eine Sache gegründet würde, hat meines Erachtens kein Programm und damit auch keine Lösungsansätze für ernsthafte Politik.

              Da gibt es genug Parteien in Südtirol, die kein Programm haben und schon gar keine Lösungsansätze und eben nur ein oder zwei Schlachtrufe: Grüne, STF, F usw.

              Die sind meines Erachtens alle überflüssig.

            • Anton

              Gibt es ernsthafte Politik in Südtirol?

            • captainX

              @ garuda
              ja, so ist es. Rechte und linke Fundamentalisten will niemand wählen, höchstens ab und zu als Zeichen des Protests.

            • George

              @Hinkebein
              Laut Garuda können andere Parteien wie Grüne, SFT, FP usw. kein Programm haben, denn die Lösungsansätze und ein Programm hat nur „Garuda“. Er ist das Programm, das über allen Parteien steht und nach dem sich alle zu richten haben, Parteien wie Wähler-innen. 😀 😀 Und wehe, dem widerspricht jemand, dann ist er gleich schon ein Ultralinker oder Ultrarechter, denn nur in der Mitte ist für ihn die Tugend zuhause. Ach, wann wird Garuda einmal rstehen, dass die Welt nicht nur aus ‚links und ‚rechts‘ und ‚Mitte‘ besteht? 😉

            • Garuda

              @George

              Erzählen Sie das bitte Frau Foppa und Herrn dello Sbarba, denn ihr einzige Daseinsberechtigung in politischer Hinsicht sehen diese beiden Leute anscheinend nur im linkslinken Tun und in ihrem langweiligen Antifaschismus-Geschreie, wobei sie selbst nicht merken, wie faschistoid sie selbst sind, wenn sie Aussagen tätigen, dass sie sehr wohl innerhalb der grünen Partei eine Diskussion über die Loslösung Südtirols bla bla bla, zugelassen hätten.

              Also grenze ich mich da so gerne und leicht von dem rechten und linken Mief ab und das bekommt dem User namens George sehr schlecht.

              Auch er wird irgendwann die Füße wieder auf den Boden kriegen und aufwachen, in welch rosa, ehhh grünem Traum er dahinsiechte.

        • Gregor Beikircher

          greta k.
          Ja, es waren wohl auch der politische Druck der herrschenden Partei auf die in den einzelnen Bürgerlisten leitenden Personen und Aktivisten, besonders auch in ihrer beruflichen Entwicklung und allgemein in den Gemeinde, sodass sich viele zurück zogen, weil sie diesem Druck und dieser Ausgrenzung nicht standhielten, die man damals in der politischen Gesellschaft noch viel stärker zu spüren bekam, als es heute der Fall ist.

    • Erika G.

      Frau Foppa deckt ein kleines „Segment“ der „Grünen“ Wähler ab. Eine Nische, das wird für die Zukunft zu wenig sein.

      • Stefan

        Erika, Du hast vollkommen recht. Foppa verkörpert den radikal-fanatischen Flügel der Grünen. Der gemäßigte Flügel der Grünen ist in den letzten Jahren leider zu kurz gekommen.

        • Garuda

          @Stefan

          Da haben Sie ganz Recht mit der Aussage zu Frau Foppa.

          Nur ist sie extrem unglaubwürdig, dieses Segment zu betreuen und zu beackern, wo sie selbst aus einer gut situierten Unternehmerfamilie stammt, selbst unbefristet beamtet mit bestem Gehalt und ein Goldhaufen als Sparrücklagen hat (laut der letzten veröffentlichten Steuererklärung).

          Sie selbst sitzt auf Kapital und ruft zum marxistischen Kampf.

          Da ist mir ehrlich gesagt Marx viel lieber, denn der war wenigstens arm und ließ sich von Gesinnungsgenossen finanzieren.

          Also Frau Foppa, Authentizität sieht anders aus.

    • Florian Egger

      Würden wir Bürgerlisten eine Landesstruktur annehmen und uns zusammentun, kämen wir in das gleiche Denkschema der Landesparteien und unser Unterschied zu den anderen politischen Gruppierungen wäre dahin.

    • Batman

      Grüne, SVP, Bürgerlisten und wie sie sonst noch alle heißen, ALTernative seid ihr für mich allesamt schon längst keine mehr. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. Anstatt diesen bankrotten Parteien nachzulaufen, wäre es gescheiter zu begreifen, dass auch in Zukunft aus diesem bankrotten Parlamentarismus, nicht mehr viel Fruchtbares kommen wird. Herr Kripp, von mir aus können Sie sich Ihre Analyse sparen, denn dafür mussten die arbeitenden Steuerzahler, bereits genug Geld ausgeben.

    • Radio Eriwan

      Kripp hat Klartext gesprochen………..Kompliment………

    • Erwin

      Die entscheiden wurden nicht gewählt und die gewählt wurden haben nichts zu entscheiden. Seehofer.
      Die Grünen haben nichts zu entscheiden so oder so. Die Regierung entscheidet was die Lobbyisten ihnen flüstern.

    • iPinktl

      Lässt sich der Tag beziffern an dem Frau Foppa den Bezug zur Realität verloren hat oder war sie schon immer so? Irgendwie muss sie es ja in diese Position geschafft haben.

    • dana

      Ich weiß nicht was Foppa wirklich vertritt. Eine „Mischung“ und wenn es darauf ankommt nichts.

    • captainX

      Bravo Herr Kripp, sehr gute und vor allem treffende Analyse.

      Die Zeit der SVP-Alleinherrschaft ist vorbei, sie musste vorbei gehen, da jedes in sich geschlossenes System nach zu vielen fetten Jahren an der Macht von innen her korrumpiert wird.
      Die SVP hat ihre Verdienste, unbestritten. Doch die SVP entwickelt sich unter Achhammer, Massl & Co. immer mehr zu einem schöne-Frisuren-endlos-Debattierclub. Ich kann dieses Geschwafel von Demut, Wählerwillen usw. nicht mehr hören. Dieser Kuschelkurs zum PD ist sowieso unverständlich.
      Für was steht die SVP heute noch? Keine Ahnung, beim besten Willen nicht. Oder vielleicht bin ich es, der das einfach nicht versteht.

      Herr Kripp beschreibt den aktuellen LH sehr treffend. Einfach ein netter Typ, der kleinste gemeinsame Nenner. Doch gerade nett sein, ist in der Poltik gefährlich, besonders wenn man es mit der römischen Poltiik zu tun hat.

      Ja, der mitte-links Flügel in der Südtiroler Parteienlandschaft ist offen, meilenweit offen.
      Es täte der Entwicklung in diesem Land gut, wenn Alternativen vorhanden wären ,richtige Alternativen.
      Die Freiheitlichen waren nie eine Alternative, sie haben in den letzten Jahren einfach die Stimmen des Unmuts gesammelt. Figuren wie Mair, Tinkhaus, Stocker & Oberhofer sind keine Alternative.
      Die Grünen unter Foppa sowieso nicht, Fundamentalgrüne ohne jeden Bezug zur Realität.

    • captainX

      Grenzen verschieben sich. Und wer die Geschichte nicht kennt, wird die Zukunft auch nie gestalten können.

      Man sollte sich dieses Video mal anschauen um zu verstehen wieso Grenzen sich ändern können. Deswegen sollte man nicht so blöd sein und mögliche Optionen von vornherein ausschließen.

      https://www.youtube.com/watch?v=TMcpkxpkv6g

      Und bitte hört mir mit diesem Schwachsinn von Europa auf. Wenn mit Europa der derzeitige Juristen- und Beamtenapparat in Brüssel gemeint ist, dann verzichte ich liebend gerne drauf.

    • Monika

      Mich beschäftigt eine Frage. Warum sollen die Grünen die Bürgerlichen in den Vordergrund stellen? Sind Arbeiter/innen – ohne die ein Betrieb auch nicht leben könnte – Menschen zweiter Klasse? Wie sieht es mit den Frauenrechten aus, dürfen die nicht vetreten werden?
      Vielleicht sollten sich die diskutierenden Herren mal das Programm der Partei genau durchforsten; die Themen darin sind sehr vielfältig. Und der Triumph in Meran hat für mich den bitteren Nachgeschmack, dass zu wenig Frauen gewählt wurden.
      Auch Frau Foppa stammt aus einer Unternehemrfamilie und weiß, wie Wirtschaftsabläufe vor sich gehen. Aus meiner Sicht ist die Landtagsfraktion der Grüneen eigentlich „bürgerlastig“ und kein Vertreter oder keine Vertreterin der Arbeiterschaft kommt an die Spitze; die müssen für ihren Lebensunterhalt ordentlich arbeiten, um über die Runden zu kommen und deshalb scheint mir enorm wichtig, dass sich die grüne Partei neben dem nachhaltigen Wirtschaften, das ja ein zentrales Thema darstellt, auch sozialen Belangen zuwendet.

      • Garuda

        @Monika

        Warum braucht es für die längst überholte Einteilung der Arbeiter und FrauenrechtlerInnen in das linke Lager ein solches Klassifizierungssystem, das niemandem nutzt?

        Frauenrechte und Arbeiterrechte muss und soll unbedingt im bürgerlichen Lager stattfinden und sich weiterbringen lassen, denn wohin das führt, sieht man längst in Österreich, denn dort ist die SPÖ oder sind die Grünen längst nicht mehr die VertreterInnen der Arbeiterschaft oder der Frauenrechte.

        Immer mehr ArbeiterInnen haben sich dort längst dem rechten Lager und damit der FPÖ angeschlossen, die schon längst als Arbeiterpartei gilt, und das nicht erst durch den Rechtsruck der Landtagswahlen in der Steiermark mit einem sehr hohen Anteil an ArbeiterInnen.

        Warum passiert denn so etwas, was kein links oder konservativ denkender Mensch will? Weil die linke sich vom politischen Realismus längst verabschiedet hat und nicht mehr Realpolitik betreibt, sondern sich in abstrusen linkslinken Einzeltheorien versteigt, wohin kein vernünftig denkender Mensch mehr folgen will und kann.

        Und das sollte am Beispiel des Rückfalls der Grünen in Deutschland bei der letzten Bundestagswahl auch den Südtiroler Grünen zu denken geben: schon ein Kusstatscher (Wendehals) als gelernter Theologe ein purer Linksmaterialist a la Marx (bedingungsloses Grundeinkommen ist fein säuberlich gescheitert denn niemand kann in Europa ernsthaft eine DDR zurückwollen!) und eine Frau Foppa sind unglaubwürdig bis zum Letzten.

        Sollen sie halt die Partei an die Wand fahren, die SVP und die Rechten wirds freuen, denn hat eine Partei wirklich Bestandsberechtigung, wenn man sich mit Tsipras, der an der Brust eines lupenreinen Demokraten wie Putin befindet, einem linkskommunistischem, ökosozialen Antifaschismus verschreibt und sonst nichts zu präsentieren hat.

        Ist doch lächerlich, eine reiche Frau Foppa und eine reiche Frau Brugger an der Seite Tsipras. Ein Kusstatscher bezieht X Renten: einmal als Regionalpolitiker, als Europa-Politiker und pensionierter Berufsschuldirektor soll ein Vertreter des bedingungslosen Grundeinkommens sein?

        Das ist doch nur mehr zum Lachen

        • George

          Garuda, der Schwarz-Weiß-Färber. Solch einfältige Pinseleien, wie er sie betreibt, stellen niemals etwas Brauchbares dar. Man kann sie nicht einmal an die Wand hängen und sie fallen herunter. 😉

          • Garuda

            @George

            Dir Antwort steht weiter oben, denn auch du wirst irgendwann mal deine rosarote, ehhh grüne Brille ablegen, wenn du aus deiner Tagträumerei aufwachst.

            Seis drum, du bist mir eh egal.

            • George

              Garuda, können Sie nichts anderes als sich auf bestimmte Brillen heraus zu reden? Wieviel Brillen haben Sie? Ein paar für Bruneck und eine virtuelle für Salzburg. Die „Tagträumerei“ werden Sie sich dann für Salzburg aufsparen. Garuda, Sie werden zunehmend mehr zu einer kafkaesken Figur.

            • Garuda

              @George

              Kafkakeske Figur? Danke für das Kompliment, lieber kafkaesk als ein mit Scheuklappen versehener grün-kommunistischer Gefolgsmann.

            • George

              Garuda, der mit Blindheit Geschlagene und Ichheits-Fanatiker, bittet für ihn.

    • Herrgott

      Ich fordere den sofortigen Rücktritt von Foppa Brigitte. Sie möge abmarschieren!!!

    • Obervinschger

      Herr Kripp, Eine sehr gute und vor allem treffende Analyse zu Südtirol und auch die Politik der SVP.
      Für mich als bekennenden Anhänger des BBD-Blog ist die Aussage: „Bei jedem kleinen Pipifax in Rom beschwert sich die SVP – und man fragt sich: Ja haben wir nun eine Autonomie oder nicht. Aufgrund der ethnischen Teilung der Südtiroler Parteienlandschaft wird es der PD nicht schaffen, diese bürgerliche Alternative zu werden. Deshalb bin ich auch ein Befürworter der Sezession: Nur durch die Sezession kann diese ethnische Teilung überwunden werden“ die Krönung Ihres Interviews. Auch ich bin Befürworter der Sezession.
      Beste Grüsse aus dem oberen Vinschgau.

    • Spaltpilz

      Mich erinnert Kripp ein wenig an den Messner. Der eine wollte di Alemania und der andere die Sezession. Einer fand bereits seine politische Heimat in der SVP. Vielleicht findet der andere seine bei der Südtiroler Freiheit.
      @Garuda
      Rechte Parteien ködern ihre Anhänger mit fremdenfeindlichen und nationalistischen Themen, um sie, einmal an der Macht, besser ausbeuten zu können. Wie heißt es doch so schön:“ Nur die dümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber!“

      • Garuda

        @Spaltpilz

        Was die Rechten betrifft haben Sie durchaus Recht.

        leider übersehen Sie aber, dass die linken Parteien genauso vorgehen, ganz besonders die Grünen, denn sie wollen ja im Teich der Menschen mit Migrationshintergrund Stimmen fischen.

        Leider verschweigen sie aber in der schrankenlosen Zuwanderung (und hier geht es absolut nicht um Kriegsflüchtlinge und AsylantInnen), dass diese Menschen zwangsläufig oft in die Kriminalität abdrifften oder zu modernen SklavInnen in der EU werden, die auf Plantagen oder in der Prostitution schamlos und menschenunwürdig ausgebeutet werden.

        Und wer also für schrankenlose Zuwanderung eintritt und die Augen verschließt vor den Schicksalen dieser Menschen ist selbst zutiefst inhuman und Menschen verachtend.

        • George

          @Garuda
          Auch hier liegt für Sie das Schlechte nur bei den Rechten und besonders bei den Linken (für Sie besonders die Grünen). Dass die SVP aber im gleichen Teich nach Wählern fischt und dies teilweise sogar mit falschen Ködern, das ignorieren Sie einfach.

          • Garuda

            @George

            Angeblich x.mal für das Wohl der Gesellschaft beigetragen und das für alle farblichen Parteien (anscheinend auch rechts), verteidigt überall die Grünen und schießt ständig gegen die SVP und will anderen unterstellen, mit Blindheit geschlagen zu sein, weil er im Moment keine Alternative zur SVP in Südtirol sieht, und dennoch ständig fordert, dass sich eine Partei in der politischen Mitte formieren sollte, die wirklich eine Alternative zur SVP sein könne?

            George, wollen Sie sich noch weiter hier lächerlich machen? Hat Ihnen denn die SVP ein besonders wichtiges Mandat verweigert, dass Sie zu den Grünen abgewandert sind und nun gegen die SVP schießen müssen?

            Traurig, sollte sich hinter George ein Wendehals verstecken.

            • George

              Garuda, gegen wen schießen Sie eigentlich? Gegen mich wohl nicht, denn dorthin, wo Sie schießen, da bin ich nicht. Sie treffen ins Leere. Garuda, wie oft wollen Sie mich noch einschätzen und jedesmal falsch? Da muss ich wirklich daran zweifeln, ob Sie überhaupt imstande sind Menschen irgendwie einzuschätzen. Garuda, schade um die Munition.

    • dana

      Probleme machen nicht die sogenannten Linken oder Rechten. Jene die große Mehrheiten der Gesellschaft, Bevölkerung ausbeuten, sammeln sich in der sogenannten Mitte.

    • Spaltpilz

      @Garuda
      1. In Seenot geratene Flüchtlinge sind auf jeden Fall zu retten, das ist ein Gebot der Menschlichkeit.
      2. Die Geretteten müssen menschenwürdig untergebracht und versorgt werden.
      3. Man muss ihnen klar machen, dass Europa christliche Wurzeln hat. Das heißt nicht, dass sie Christen werden müssen, aber Scharia, Blutrache, Zwangsehe, Hassprediger, usw. geht gar nicht.
      4. Wenn sie mit unseren humanistischen Werten einverstanden sind, muss mit Sprachkursen und einer Berufsausbildung die Möglichkeit der Interation geschaffen werden.

      Aber von all dem passiert nichts! Die eine Hälfte lässt man ersaufen, die andere Hälfte wird in Auffanglager behandelt wie die Tiere. Anschließend schaut man kurz weg, in der Hoffnung sie haben sich in ein anderes Land abgesetzt.
      Was macht die Linke?
      Sie tut als gäbe es das Problem der unintegrierbaren Einwanderer nicht.
      Was macht die Rechte?
      Auch nichts, denn sie braucht das Problem. Mit rassistischem, fremdenfeindlichem „Hau auf die arme Sau“, lassen sich nämlich immer öfter Wahlsiege einfahren (Siehe Österreich).

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