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    Die Polit-Lebensversicherung

    Die Polit-Lebensversicherung

    Chiara Avanzo prescht mit einem aufsehenerregenden Vorschlag vor: Der Regionalrat will 150.000 Euro zur Verfügung stellen, mit denen sich die Abgeordneten eine Lebensversicherung finanzieren können.

    Von Matthias Kofler

    Claudio Cia staunte nicht schlecht über die E-Mail, die der Regionalratsabgeordnete von Civica Trentina vor ein paar Tagen vom Regionalratspräsidium erhalten hatte.

    In dem Schreiben erkundigt sich das Präsidium, ob bei den Abgeordneten der Region Interesse am Abschluss einer Lebensversicherung bestehe.

    Das Hohe Haus erklärt sich seinerseits bereit, die Versicherung mit einem Kapital von 150.000 Euro zu finanzieren. Das entspricht zwei Dritteln der gesamten Kosten für die Lebensversicherung in dieser Legislaturperiode. Ein Drittel der Kosten für die Lebensversicherung müssten die Abgeordneten selbst tragen.

    Jene Abgeordneten, die das Angebot in Anspruch nehmen wollen, sollen Präsidentin Chiara Avanzo bis spätestens 12. Juni Bescheid geben. Die Versicherung sieht im Falle eines verfrühten Ablebens eines Mandatars eine Prämie von 150.000 Euro vor.

    Anlass des Schreibens war der frühzeitige Tod des ehemaligen Regionalratspräsidenten Diego Moltrer. Der 47-Jährige war im November des vergangenen Jahres bei einem Jagdausflug an einem Herzinfarkt gestorben.

    Ein weiteres Privileg für unsere Volksvertreter?

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    Kommentare (35)

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    • maciao

      Mir kommt vor die einzigen Gesetze die noch im Landtag und Region gemacht werden sind für die Politiker. Für unsereins ist gar nichts mehr da.

    • Batman

      Das Wesen des Staates ist „Privation“ – ganz Allgemein: Entfremdung. Zunächst betrifft die Privation als Enteignung offensichtlich die materiellen Güter von produktiven Individuen. Ohne eine solche Enteignung – genannt Steuererhebung -, mit der sich der Staat Ressourcen verschafft, existiert der Staat gar nicht. Natürlich verbinden sich für die, die diese Privation vornehmen, ein Gut, sei es das Gut persönlicher Bereicherung oder sei es das Gut der Umverteilung von Wohlstand zugunsten Dritter.
      Schlecht wird die staatliche Handlung in folgendem Zusammenhang: Wenn alle Menschen persönlichen Wohlstand oder soziale Ziele durch die Privation (Behinderung) anderer zu erreichen trachteten, würde anstelle staatlicher Ordnung der Krieg aller gegen alle entstehen. Damit verstrickt sich das staatliche Handeln in einen Selbstwiderspruch, der nicht vernünftig ist. Denn: wenn die Verfolgung eigener Ziele durch Zerstörung (Privation) fremder Güter in Ordnung ist, ist gleichfalls der Widerstand gegen die Zerstörung rechtmäßig. Aus diesem Grunde kann der Staat nie mit anderen als den Mitteln der Gewalt vorgehen, da jede argumentative Verteidigung sich im Selbstwiderspruch aufhebt. Das jeweilige Gut der gewaltsamen Handlung des Staates, der Herrschaft, realisiert sich immer zusammen mit der eigenen Gefährdung, weil Privation nicht Nebenfolge, sondern Wesensbestimmung ist.
      Die Geschichte des Staates belegt diese Deutung. Die materielle Bereicherung, die am Beginn stand, musste durch eine Organisierung der Gewalt abgesichert werden, die den Gewinn tendenziell aufzuzehren droht. Neben der organisierten Gewalt tritt die Sicherung durch „Ideologien“ und Regelsysteme, die die Handlungsfreiheit und die Gewinnmaximierung der Herrschenden begrenzen und die Leitung des Staates  komplizierter undkomplizierter werden lassen. Immer mehr muss getan werden, um immer weniger zu erreichen. Das Gesetz von der zunehmenden Staatstätigkeit wird begleitet vom Gesetz der abnehmenden Zielverwirklichung. Das jeweilige Gut einer staatlichen Handlung kann nur noch als Absicht formuliert werden, die Nicht-Realisierung steht aber schon fest. Gemessen an den Ergebnissen verliert der Staat an Kraft; er bindet jedoch die Kräfte des Menschen. Goodman nennt dies die „Psychologie des Ohnmachtgefühls“.

    • unglaublich

      Die lieben Politiker haben verstanden, dass sie es mit Bürgern zu tun haben, mit denen man tun kann, was man will. Also tun sie es.

    • Franz

      Batman
      So einen Schwachsinn kann nur jemand schreiben, der an Anarchie & Anarchokapitalismus, Verschwörungstheoretiker und Gestalttherapeuten wie Paul Gootman, Stefan Blankertz , G. Hannich usw. glaubt.
      Der erste Schritt (die These) ist, ein Problem zu erzeugen. Der zweite Schritt (die Antithese) ist, eine Opposition zu dem Problem zu erschaffen Der dritte Schritt (die Synthese) ist, die Lösung zu dem Problem zu offerieren,
      Das ist genau, das was Verschwörungstheoretiker machen.
      1 Schritt (Angst, Panik, Hysterie) schaffen. zweiter Schritt eine Lösung zum Problem anbieten, dritter Schritt an ein paar Dumme ( wie Batman ) finden die den ganzen Schwachsinn glauben und ihre Bücher kaufen.
      Wie Johann Saigner der seit 20 Jahren ein –Hyperinflation prophezeit. Oder Günter Hannich
      Günter Hannich (* 1968) ist ein deutscher Sachbuchautor, der sich vorwiegend mit Wirtschaftsfragen befasst und seit Ende der 1990er-Jahre regelmäßig den Zusammenbruch des Euro und den Absturz aller Börsenkurse vorhersagt.
      Günter Hannich“Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise – Der Weg in den 3. Weltkrieg” (2002)
      Stefan Blankertz -Batman’s *Gestalttherapeut und Vertreter des Anarchokapitalismus der für eine politische Philosophie, einer Gesellschaft ohne staatliche Institutionen und Eingriffe eintritt
      Batman
      Jede Gesetzgebung, die den Zins erlaubt, ist null und nichtig.“ Papst Alexander II. (*1010, †1073),
      Pierre-Joseph Vertreter des solidarischen Anarchismus, er setzte sich für die Abschaffung der Ausbeutung und der Regierung des Menschen durch den Menschen ein.[1]Vielzitiert ist der Satz „Eigentum ist Diebstahl

      • Karl August Sulzenbacher

        Franz, Sie sind sicher froh, dass Sie eine Lebensversicherung von Leuten mitfinanzieren dürfen, die Sie wahrscheinlich nicht einmal im Entferntesten kennen. Seltsame Logik!

        • Franz

          Karl August Sulzenbacher

          Eine solche Lebensversicherung, finanziert durch den Regionalrat wäre der absolute Schwachsinn.
          Jeder solte sich seine Versicherung selbst bezahlen.
          Eigentlich selbstverständlich.
          So viel zur Logik.
          Das hat aber nichts mit der Logik bzw. von Thesen und Antithesen von Gestalttherapeuten bzw. Verschwörungstheoredikern zu tun.

          • Karl August Sulzenbacher

            @Franz,
            sind Sie also auch gegen die Umverteilung von Steuergeldern zugunsten Dritter? Wenn ja, warum kritisieren Sie dann den User Batman, denn genau das steht in dem von ihm hier reingestellten Text. Sehr widersprüchlich!

      • Dr.Phallus

        … hast wohl die Suppe der Weisheit mit der Gabel ausgelöffelt

    • otto_normalverbraucher

      Warum muss ich kleiner Arbeitnehmer eigentlich meine Unfall- und Lebensversicherung um meine Familie abzusichern selber bezahlen und den Politikern soll sie die öffentliche Hand bezahlen???●●●●●
      Ich glaube da mein Leben sicher nicht so viel wert ist wie von einem Politiker wird meine Versicherungsprämie auch sehr niedrig sein , also muss ich diese paar Cent vom eigenen Lohn nach Abzug der ganzen Steuern für die öffentliche Hand bezahlen.

    • George

      Das ist die nächste Frechheit, die sich die Politiker auf unsere Kosten erlauben. Und das Volk lässt sich melken. Wer eine solche will, soll sie sich selber bezahlen.

    • Politikverdrossener

      Es geht immer gleich weiter,diese Leute lernen nichts….tragisch aber wahr.

    • Puschtrabui

      Wir müssen unsere Lebensversicherung selber bezahlen, wieso die Politiker nicht?
      Sie können gerne Lebensversicherungen in Gruppen abschliessen so hoch auch immer (wenn sie so weitermachen brauchen sie diese auch), wenn sie sich diese auch selber bezahlen!

    • Karltr

      Welche legalen Mittel hat der Seuerzahler und Wähler, sich gegen solche abgehobenen Politiker und Schmarotzer zu wehren? Könnte man nicht über eine Volksbefragung oder eine Steuerzahler-Kommission das Problem der Politikergehälter und -Privilegien ein für alle mal regeln !

    • Robert

      Es gibt den Bund der Steuerzahler Südtirol Karltr. Dieser ist auch Mitglied des Europäischen Bundes der Steuerzahler und dadurch sehr stark.
      Dieses Ansinnen der Politiker wird nicht durchgehen.

    • Stephan Mair

      Ing. Chiara Avanzo
      Piazza Dante, 16
      38122 – Trento

      Tel. 0461 201201
      Fax 0461 201045
      info@avanzochiara.com

      Aus der offiziellen Seite der Frau Avanzo http://www.avanzochiara.com/it/
      Hier kann jeder Nachhaken, was wahres dran ist an dieser Meldung. Bitte nicht alle zugleich und mit etwas Anstand! 😉

      • sogeatsnet

        Ich hab mal eine Anfrage per Email deponiert, bei welchem Amt ich denn um einen Beitrag für meine Lebensversicherung ansuchen kann…
        Auf die Antwort bin ich gespannt 😉

    • positivdenken

      Super wenn mein Mann wos zustost (hoffen wirs nicht)nocher stehsch do wie a TEPP..

      Liebe Südtiroler Frauen heiraten wir alle einen Politiker…..Himmelschreiend, so lange werdets die Leute (Volk ) verarschen bis es richtig kracht…lange dauerts ja e nimmer…………

      Mir ist kotzübel

    • Luis

      es gibt Berufe die eher eine Lebensversicherung brauchen

    • Hubert

      es ist doch unglaublich, was sich diese „Leute“ alles einfallen lassen, um die Bevölkerung zu bestehlen.
      Ich kann nicht verstehen, dass hier die Staatsanwaltschaft nicht eingreift – ich kann es einfach nicht begreifen !

    • Reinhilde Messer

      Leitartikel von W.Zimmermann in der heutigen FF:

      die wahlbeteiligung in südtirol ist nich wegen der politikverdrossenheit so niedrig, sondern weil es uns so gut geht, dass wir nichts ändern möchten…will heissen wir sind satt, so satt…ich mag kein blatt…

      will aber nicht heisen, dass in einen politikerpanzen nicht irgendwo noch ein bisschen platz ist, wo mann sich noch was reinschieben könnte…

    • Sarnar

      Auch wenn der Betrag der Versicherung relativ niedrig ist, geht es ums Prinzip und um Steuergelder. Gerade in schlechten Zeiten sollten Besserverdienende und das sind Politiker bei uns mal, sich ihre Lebensversicherung gefälligst selbst bezahlen, als ob Sie mit den X Vergütungen für jeden Furz nicht schon genug hätten und der Mindestrentner muss mit 500 Euro auskommen, diese können über solche Diskussionen wohl eher nicht mehr lachen.
      90% der Politiker haben sich anscheinend permanent nur sich selbst und im Besonderen ihr Bankkonto im Fokus, dass Sie zum Wohle des Bürgers zu arbeiten, anscheinend gar nicht mehr kommen.

    • molli

      Schämen soll sich diejenige,die diese Idee erst mal aufs Parkett gebracht hat !!!Ohne zu überlegen welche Resonanz damit ins Leben gerufen wird……..
      Ja wir -das arme Fußvolk und Wählertrottel- haben vielleicht wohl nicht „Besseres“ verdient !!!!

    • ?

      Aha…

      Jeder „normale“ Bürger muss sich selber um seine Lebensversicherung kümmern und einzahlen, den Politikern mit ihren ungleich höheren Gehältern und Zuwendungen und Vergütungen und Rentenvorschüssen und, und, und, soll sie von Steuergeldern eingezahlt werden.

      Immer wenn man meint, der Gipfel der Frechheit wäre erreicht, kommt irgendeiner von dem Pack mit einer neuen Idee…

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