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    „Immer SVP gewählt“

    Michael Seeber_okMichl Seeber hat im Wahlkampf die Volkspartei stark unterstützt. Der Chef der Leitner AG in Sterzing über den Brief, den er an alle Mitarbeiter gerichtet hat und über die Konsequenzen nach der verlorenen Wahl.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Seeber, Sie haben vor den Wahlen die SVP unterstützt…

    Michl Seeber: Ich habe kein Problem zu sagen, dass ich ein Anhänger der Volkspartei bin, auch wenn ich nie Mitglied war und es bis heute noch nicht bin. Aber ich habe die SVP mein Leben lang gewählt. Es ist auch bekannt, dass ich seinerzeit den Landeshauptmann Luis Durnwalder unterstützt habe, weil ich ihn für einen sehr fähigen Mann halte.

    Vor den Wahlen haben Sie einen Brief an alle Mitarbeiter geschrieben und diese aufgefordert, SVP zu wählen. Ist das bei Firmeninhabern so üblich?

    Ob das so üblich ist, weiß ich nicht. Ich habe es jedenfalls getan und dazu stehe ich. Ich habe kein Problem und keine Angst, meinen Mitarbeitern meine Meinung zu sagen, wenn sogar zwei Mitarbeiter sich der Wahl stellen. Ich habe vor den Wahlen auch einen Brief an den Bürgermeister Fritz Karl Messner geschrieben – mit ähnlichem Inhalt. Ich habe es als großen Fehler erachtet, aus der Volkspartei auszusteigen. Es geht mir dabei nur um die Zukunft meiner Heimatstadt, nicht um Persönlichkeiten. Für mich ist der Ausstieg aus der SVP nach wie vor ein Fehler. Ich bin überzeugt, dass dieser Schritt negative Folgen für Sterzing haben wird. Wir haben in Südtirol eine Ein-Parteien-Demokratie. Wenn man nun als ehemaliger SVP-Bürgermeister in Bozen anklopft, dann wird man von SVP-Politikern nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden.

    Sie haben im Brief angeführt, dass Sterzing dringend neuen Schwung braucht…

    Mit Ausnahme des Schwimmbades und des Stadttheaters hat man in den letzten 20 Jahren in der Gemeinde Sterzing nichts weitergebracht. Zum Beispiel ist Sterzing die einzige Gemeinde in Südtirol, die keinen Quadratmeter Militärareal erhalten hat. Das Militär hat in Sterzing einen Fußballplatz, der aussieht wie ein Dreckhaufen. Wenn die Berufssoldaten bei der Meisterschaft mitspielen, dann gibt ihnen der Bürgermeister die Genehmigung auf dem gemeindeeigenen Platz zu spielen. Diese verprügeln dann den Schiedsrichter und in den Medien steht zu lesen, dass die Sterzinger den Schiedsrichter verprügeln und dabei war dies die Militärmannschaft.

    Ihre zwei Mitarbeiter, Maximilian Fink und Claudio Rossi, sind für das Edelweiß angetreten. Haben Sie sie dazu gedrängt?

    Das würde ich nicht sagen: Wir haben darüber gesprochen und ich habe ihnen meine volle Unterstützung zugesagt. Den Brief habe ich vorwiegend deswegen geschrieben.

    Ihre Mitarbeiter wurden nicht gewählt. Auch die SVP ist bei den Wahlen unterlegen. Enttäuscht?

    Mir tut das leid und ich finde es traurig, dass sie nicht gewählt wurden – es sind zwei wertvolle Mitarbeiter. Mittlerweile ist es in der Firma allgemein bekannt, dass ich in einem Jahr weg bin. Für mich ist das somit alles kein Problem. Aber persönlich als Sterzinger bin ich beunruhigt. Dieter Thaler hat von Bozen zu wenig effiziente und konkrete Unterstützung erhalten.

    Sie gehen?

    Ich lege in einem Jahr meine Tätigkeit nieder. Es ist höchst an der Zeit, dass ich den jungen Managern Platz mache. Das habe ich bei der letzten Jahresabschlussfeier meinen Mitarbeitern mitgeteilt. Dann besteht nicht mehr die Notwendigkeit, dass ich in Sterzing lebe. Ich fahre dann eben nach Innsbruck, wenn ich ins Krankenhaus muss.

    Hat der Wahlausgang Auswirkungen auf Ihre Zusage, den Rosskopf zu unterstützen?

    Nein. Ich bin immer noch Sterzinger und ich stehe zu Sterzing. Ich werde das Skigebiet unterstützen. Bei einer Aussprache vor den Wahlen mit Fritz Karl Messner habe ich ganz klar meine Bedingungen geäußert. Und zu meinen Zusagen stehe ich weiterhin.

    Ihre Familie engagiert sich auch für das Krankenhaus?

    Meine Frau hat sich wahnsinnig für das Krankenhaus eingesetzt, sodass ich mich schon manchmal geärgert und sie gefragt habe, ob sie mich oder das Krankenhaus geheiratet hat. Auch sie will für die Erhaltung des Krankenhauses weiter kämpfen, ist aber auch der Meinung, dass dies aufgrund der neuen politischen Situation in Sterzing in Zukunft noch schwieriger sein wird.

    Und jetzt nach diesem Wahlausgang?

    Ich lasse mich nun von den nächsten Entwicklungen  überraschen.

    Interview: Erna Egger

     

     

    Michl Seeber

     

    Zitat: „Ich bin überzeugt, dass dieser Schritt negative Folgen für Sterzing haben wird.“

     

    Der Anlass

     

    Michl Seeber, Chef der Leitner AG in Sterzing, ist im Wahlkampf für die SVP eingetreten. Er hat an die 900 Mitarbeiter einen Brief geschickt, in dem er die Mitarbeiter animierte, Dieter Thaler sowie die beiden Angestellten Maximilian Fink und Claudio Rossi, die für das kleine Edelweiß ins Rennen gingen, zu wählen. „Die weitere Entwicklung von Sterzing kann unserem Unternehmen nicht egal sein“, schrieb Seeber. Ein Bürgermeister, welcher Fakten sprechen lässt, sei für die Zukunft Sterzing von enormer Wichtigkeit.

     

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    Kommentare (73)

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    • der Günther

      Dass der Herr Seeber gut mit der SVP kann, sieht man an den vielen (zugeschnittenen?) PPP Projekten (z.b. Rittner Seilbahn samt Vermietung der Büroräume), die er an Land gezogen hat……..

      • Andreas

        Erzähl mal, was war bei dem Projekt nicht in Ordnung?.
        Kennst du Fakten oder nur das was von der Gerda beim Metzger gehört hast?

        • Einereiner

          Andreas, der SVP-Senfomat mit seinen immer gleichen rhetorischen Fragen.
          Du kennst die Wahrheit ja, warum fragst du?
          Putin hat einige Hundert bezahlte Trolle, die kriegen 1,5 mal so viel wie ein Durchschnittsarbeiter.
          Wieviel bekommst du von der SVP? Sag bitte nicht, dass du nichts verdienst, dann wärst du nicht sehr intelligent und solltest mal darüber nachdenken zum Putin zu wechseln.
          http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article139212744/Putin-leistet-sich-Trollfabrik-fuer-Netzpropaganda.html

        • Steuerzahler

          Ich erinnere daran, dass der so erfolgreiche Manager See er jahreland im Verwaltungsrat der Dparkasse sass und nicht merkte, was für gewaltige Fehlinvestitionen getätigt wurden und wie die Millionen davonschwammen. Und das, während in Bozen hinter vorgehaltener Hand jeder Wirtschaftstreibende behauptete und kritisierte, daß die Sparkasse gegen die Wand fuhr.
          Des weiteren erinnere ich daran, dass das Projekt der Rittner Seilbahn anfangs von Doppelmayr gewonnen wurde. Dann hat Seeber Rekurs eingereicht und dank eines Formfehlers eine zweite Einreichung erzwungen, bei welcher er die andere Firma weit unterboten hat. Das dort verlorene Geld hat er über Die Vermietung der Büros im Gebäude der Rittner Seilbahn in Bozen an die Landesregierung zurückgeholt. Diese Büros waren für die Landesverwaltung dermaßeb notwendig, daß sie fast 2 Jahre lang leer standen. Erst als dieser Fall in den Medien bekannt wurde, hat der damalige Landesrat Widmann in „fretta e furia“ – wie’s in Italienisch so treffend heißt – ein paar Landesangestellte dorthingeschickt.
          Und jetzt fragt sich noch jemand, warum Seeber SVP wählt und Durnwalder als fähigen Manager lobt ?
          Seien wir froh, daß diese Oligarchie der Vettern und Freu de endlich zu bröckeln beginnt. Und der widerlich arrogante Seeber soll bitte nach Innsbruck fahren und dort bleiben !

          • Steuerzahler

            Kleiner Zusatz zur Verteidigung des Sterzinger Krankenhauses seitens Frau Seeber:
            Ist es bekannt, daß die Frau von Seebers Sohn Anton, eine junge US-Amerikanische Ärztin, in Null-Komma-Nix einen Posten im Krankenhaus von Sterzing erhalten hat, als sich der Seeber-Sprößling nach vielen Jahren Arbeit in den USA entschloß, wieder nach Südtirol zurückzukehren ?
            Viele Südtiroler Ärzte müssen jahrelang in verschiedenen Krankenhäusern in Österreich und Italien Praktika und Ausbildungen absolvieren, und kriegen dann – vielleicht – irgendwann im Alter vn 40 oder mehr einen Posten in einem Krankenhaus in Südtirol. Und das meistens nicht in einem Krankenhaus ihrer Wahl.
            Für eine junge amerikanische Ärztin stand aber der Posten in Sterzing ohne Wartezeit und ohne Probleme bereit, wenige Minuten von zu Hause entfernt.
            Auch hierfür sind gute SVP-Beziehungen beim fähigen Durnwalder gut brauchbar …

          • Andreas

            @Steuerzahler
            Rittner Seilbahn ist ein Thema für sich.
            Doppelmayr hat Rekurs eingereicht und diesen zurückgezogen, da Leitner sich auf einer anderen Baustelle zurückgezogen hat.
            Die Beiden kommen sich weltweit immer wieder in die Quere, da schenkt sich keiner etwas.

            Etwas spärlich was Du ihm da vorwirfst.

      • arnold

        eben deswegn wählt a Seeber SVP

    • Einereiner

      Ein Machtmensch ohne politischen Weitblick. Herr Seeber, wegen Ihnen und Ihresgleichen haben wir dieses Demokratiedefizit in Südtirol. Die Bürger werden das Defizit beseitigen.

      • adobei

        Überlege mal, was Herr Seeber zum Wirtschaftsstandort Sterzing und Südtirol beigetragen hat und für wie viel Menschen er im Sterzinger Raum und darüber hinaus Arbeitsplätze geschaffen hat!

        • Batman

          adobei
          Überleg du mal wieviel Projekte ihm von Durnwalder zugeschanzt wurden, dem Topmanager.

          • Andreas

            Dann zähl mal die Projekte auf.

            • Batman

              @ndreas, heißt du adobei? Was würde das Aufzählen für einen Ignoranten wie Andreas, der nach 25 Jahren, das System Durnwalder immer noch nicht kapiert hat oder nicht kapieren will, wohl nützen? Für mich reine Zeitverschwendung! Mach die Augen auf oder suche dir einen anderen Idiot der dir auf den Leim geht und dir auf deine dummen Fragen noch eine Antwort gibt.

            • Andreas

              @Batman
              Du diffamierst jemanden und kannst nicht mal ein Beispiel nennen, wir armselig ist das jetzt? .
              Die Frage ist nicht dumm, mir scheint eher dass Du nicht wirklich der hellste Stern auf Südtirols Erde bist.

            • MichiH

              Windpark Brenner?

    • hans

      ja unsere Dorf(Stadt)Kaiser können nicht mehr regieren wie sie wollen Herr Seeber

    • Andreas

      Ein Mann wie Seeber wird natürlich von den Proleten gleich mit haltlosen Vorwürfen kritisiert.
      Gerade solche Kommentare bestätigen, dass direkte Demokratie Unsinn ist, da jeder, ohne auch nur annähernd eine Ahnung zu haben, über etwas entscheiden müsste.

    • wert

      Andreas ,bravo ,du bist der Beste !

    • Marianne

      Sie selber sagen ,man hat in den letzten 20 Jahren nicht viel weiter gebracht .Ich glaube ,da wird es Zeit ,das sich was ändert und das Volk sich dafür selbst einsetzt ,bevor auch noch das abgebaut wird , was man aufgebaut hat .

    • Gregory

      Andreas, hören Sie doch endlich auf, das Volk zu dikreditieren. Sie gehören ja auch dazu. Zeigen Sie sich endlich demokratisch und nicht immer nur partitokratisch, ja sogar manchmal monokratisch. Niemand hat den absoluten Geist gepachtet, auch Michael Seeber nicht. Eine Gemeinde lebt nicht nur von einer Meinung, einer Partei und ebenso nicht das Land Südtirol, sondern, von einer Vielfalt von Überlegungen und Aktionen, also von Menschen (Mehrzahl).

      • Andreas

        Was verstehst Du unter Demokratie? Dass jeder Schwachkopf jedem haltlose Vorwürfe machen darf?
        Wenn dies „direkte Demokratie“ sein soll, dann verzichte ich dankend darauf.

        Zeig mir bei den Kommentaren auch nur ein stichhaltiges Argument…. Du wirst keines finden, da es nur pauschales Geschwätz ist, welches die Proleten anscheinend bei jedem schreiben, der ein paar Euro mehr verdient als sie.

        • Gregory

          @Andreas
          Ich bin gar nicht auf „das Geschwätz der Proleten“ eingegangen, sondern ihnen Andreas wieder einaml klar die Gangart aufgezeigt, die wir notwendig hätten. Schimpfen Sie also nicht über andere, wenn Sie manchmal selber nicht besser sind. Haben Sie sich über meine paar Zeilen so aufgeregt, dass Sie womöglich gar nicht mehr den tieferen Sinn meiner Aussagen verstanden haben? Dann atmen Sie ein paarmal tief durch und Sie können wieder ruhig denken.

          • Andreas

            Gehe mal davon aus, dass ich Deine Kommentare recht gut verstehe und auch deuten kann. Du schreibst nur immer dieselben unrealistischen Szenarien.
            Die heile Welt, in welcher alle im Einklang mit der Natur, Gott und Vaterland oder weiß ich wem leben sollten, welche Du propagierst, gibt es nicht und wird es auch nicht geben.
            Schreib Deine Wünsche ev. an den Weihnachtsmann, der könnte sie Dir vielleicht erfüllen, ein irdisches Wesen eher nicht 🙂

            Ich habe den Verstand und die Entscheidungsfähigkeit derer angezweifelt, welche ohne stichhaltiges Argument Seeber angreifen und ihm etwas unterstellen.
            Denen fehlt anscheinend jegliche Objektivität oder Sachlichkeit, welche bei Entscheidungen nun mal relevant wäre. Deshalb reicht es vollkommen, wenn alle 4-5 Jahren Wahlen sind und sie dort mitmachen.

            Mit Deiner Meinung, dass Deine Hirngespinste nicht verstanden werden liegst Du etwas daneben, es macht nur wenig Sinn auf die Ideen von Träumern einzugehen, da denen meistens der Blick für die Realität etwas abhanden gekommen ist.
            Aber mit den Grünen bist Du da ja in bester Gesellschaft.

            • Gregory

              Andreas, Sie sind so tief in ihrem Pseudorealismus verstrickt, dass Sie sogar Natur, Umwelt usw. als Träumerei hinstellen. Physikalische Grundgesetze, aufdie ich verweise, nennen Sie Hirngespinste Hoffentlich fällt ihnen irgendwann einmal bei einem starken Windzug die Türe ordentlich ins Gesicht, um zu merken, dass es auch Naturverbindlichkeiten gibt, die nicht auf Sie Rücksicht nehmen und einfach zuschlagen, weil Sie bestimmte (Natur)Gesetzmäßigkeiten nicht wahrnehmen wollen. Und daraus leiten Sie auch noch ab, dass ich mit den Grünen in bester Gesellschaft sei. Solch eine trottelhafte Folgerung habe ich schon lange nicht mehr gehört. In welcher Vorstellungswelt leben Sie denn oder welcher Hirnwäsche unterliegen Sie denn?

            • Andreas

              Du siehst das falsch.
              Ich stelle nicht die Natur und Umwelt als Träumerei hin, sondern nur Deine unrealistischen Träumereien nach einer optimalen Welt.
              Werd doch mal konkret was Du ändern möchtest, denn mit pauschalen Aussagen wie „mit der Natur im Einklang leben“ kann ich nicht wirklich viel anfangen, das sagt alles und nichts.

              Ich hoffe Du fährst nur Fahrrad oder gehst zu Fuß um der Natur nahe und mit ihr im Einklang zu sein. Solltest Du ein Auto verwenden, sind Deine Aussage mit Deinem Tun nicht sonderlich kohärent.

            • Gregory

              @Andreas
              Aus ihren Aussagen merke ich nun, dass Sie nicht verstehen, was unter Natur zu verstehen ist und deshalb verstehen Sie auch mich nicht. Lernen Sie die Natur und die Inhalte der Natur zu verstehen und Sie müssen dann nicht mehr solch abstruse Vorstellungen über mich entwickeln. Wer glaubt an der Realität der Natur immer sich vorbei schwindeln zu können, den holt sie irgendwann einmal hart und schmerzhaft aus seinen Vorstellungen heraus. Was hat das nur mit Fahrradfahren oder mit Autofahren und solch Einzelgedanken, völlig aus dem Zusammenhang gesrissen, zu tun? Sehen Sie immer alles nur in Einzelheiten und unvernetzt? Sind Sie auch nur ein Einzelner, völlig aus jeglichem Lebenszusammenhang herausgelöst? Hat ihre DNA mit der anderer nichts gemeinsam und ist nicht ebenso auf die Vernetzung der Naturgesetzte angewiesen? Sie nennen das Hirngespinste? Sind Sie womöglich selbst von Hirngespinsten gefangen?
              Nun, ich weiß, jetzt gehe ich für Sie zu weit, und Sie werden nur mehr „Bahnhof“ verstehen. Aber dann werden für Sie wohl alle Wissenschaftler, die tiefer in die Zusammenhänge von Materie und eist einsteigen und darin forschen, wohl alles „Spinner“ sein

    • unglaublich

      Dass ein Unternehmer die SVP unterstützt ist logisch, dass ein Bauer die SVP wählt kann man auch sehr gut verstehen, aber dass ein Arbeiter die SVP wählt ist masochistisch.

    • norbert

      „Ich fahre dann eben nach Innsbruck, wenn ich ins Krankenhaus muss“
      „Wir haben in Südtirol eine Ein-Parteien-Demokratie“

      Lieber Herr Seeber, ich kenne sie nicht, aber Ihre Aussagen sind maßlos arrogant und Hohn gegenüber ihren Mitarbeitern und Mitbürgern!!
      Nich jeder kann sich eine Privatbehandlung in Innsbruck leisten, können Sie das Nachvollziehen???
      und eine Ein-Partei-Demokratie gibt es auch in Nordkorea bzw. Russland.
      Wenn jetzt jemand sagt sowas wie vor 80 Jahren kann nicht mehr passieren, der ist naiv!

    • einMensch

      die SVP / Landesregierung hat ja auch alles getan, um der Leitner dicke Aufträge zu geben. Alles Filz.
      Sogar die Überetscher Bahn wollte man der Leitner geben, sauteuer. Als es nicht ging, hat die Landesregierung keine Bahn gewollt, sondern nur den Bus, weil ja zu teuer.

    • Franz I

      @ adobei,

      .. dieses zu „Kreuzekriechen“ das in Südtirol üblich ist!
      Was wäre die Leitner AG und Michael Seeber ohne die fleißigen Hände der Angestellten und Arbeiter?
      Jede Medaille hat 2 Seiten, deshalb sind diese „Großkopfatn“ ohne Beiträge aus dem „Bürger-Steuersäckel“ und Steuererleichterungen die wiederum der Normalbürger stemmen muß viel weniger wert und müssten wahrscheinlich auch arbeiten gehen!
      Die Politik muß für die Bürger, bzw.für deren Wohl und nicht für die Partei gemacht werden!

    • dan

      Man kann zu Herrn Seeber stehen wie man will seine unternehmerischen Verdienste sind aber wohl unbestritten.
      Dass Herr Seeber wohl nicht die Grünen wählen wird, dürfte wohl allen einleuchten.

      Sozialneid der übelsten Sorte. Leider

    • Hubert

      zwei Aussagen haben mich gestört Herr Seeber.
      Ich kenne Sie zwar nicht, habe aber immer Hochachtung gehabt, wie Sie Ihre Firma gemanagt haben – jedenfalls, was man so gehört hat.
      Aber die Aussage, dass Sie eben nach Innsbruck fahren, bedeutet ja nur, dass Sie es sich leisten können, was bei vielen anderen nicht der Fall ist, dies zum Einen.
      Zum Anderen, die Aussage, dass die politischen Vertreter nun in Bozen eine schwierigere Position haben, ist wahrscheinlich zwar wahr, aber genau dies zeigt ja, wie herrschaftsbezogen diese „Alleinpartei SVP“ sich jeweils gebärdet – auch wenn sie sicher nicht grundlos Wahlen verliert.
      Der Bürgermeister von Sterzing – auch ihn kenne ich nicht – hat genau das getan, wozu ihn seine Wähler unausgesprochen aufgefordert haben. Er hat für „seine Stadt“ für die Bürger gekämpft und ist dafür von „seiner“ Partei ausgeschlossen worden.
      Wer hat da wohl den Fehler gemacht?

    • bürger kategorie 2

      alles neidhammel!
      schaut doch mal an was der herr seeber in seinem leben aufgebaut hat und was er aus der damals maroden leitner ag gemacht hat: einen weltkonzern!
      wenn er sich dann mal erlaubt auch mal öffentlich seine meinung kundzutun weil sie möglicherweise auch etwas gewicht hat dann ist dies wohl nicht so schlimm oder?

      • Batman

        bürger der kategorie 2,
        vieleicht solltest du dich ein bisschen mehr mit dem Wesen des Staates beschäftigen um zu verstehen wie die Umverteilung von Unten (den Steuerzahlern) nach Oben (den Reichen) funktioniert.

        Das Wesen des Staates ist „Privation“ – ganz Allgemein: Entfremdung. Zunächst betrifft die Privation als Enteignung offensichtlich die materiellen Güter von produktiven Individuen. Ohne eine solche Enteignung – genannt Steuererhebung -, mit der sich der Staat Ressourcen verschafft, existiert der Staat gar nicht. Natürlich verbinden sich für die, die diese Privation vornehmen, ein Gut, sei es das Gut persönlicher Bereicherung oder sei es das Gut der Umverteilung von Wohlstand zugunsten Dritter.
        Schlecht wird die staatliche Handlung in folgendem Zusammenhang: Wenn alle Menschen persönlichen Wohlstand oder soziale Ziele durch die Privation (Behinderung) anderer zu erreichen trachteten, würde anstelle staatlicher Ordnung der Krieg aller gegen alle entstehen. Damit verstrickt sich das staatliche Handeln in einen Selbstwiderspruch, der nicht vernünftig ist. Denn: wenn die Verfolgung eigener Ziele durch Zerstörung (Privation) fremder Güter in Ordnung ist, ist gleichfalls der Widerstand gegen die Zerstörung rechtmäßig. Aus diesem Grunde kann der Staat nie mit anderen als den Mitteln der Gewalt vorgehen, da jede argumentative Verteidigung sich im Selbstwiderspruch aufhebt. Das jeweilige Gut der gewaltsamen Handlung des Staates, der Herrschaft, realisiert sich immer zusammen mit der eigenen Gefährdung, weil Privation nicht Nebenfolge, sondern Wesensbestimmung ist.
        Die Geschichte des Staates belegt diese Deutung. Die materielle Bereicherung, die am Beginn stand, musste durch eine Organisierung der Gewalt abgesichert werden, die den Gewinn tendenziell aufzuzehren droht. Neben der organisierten Gewalt tritt die Sicherung durch „Ideologien“ und Regelsysteme, die die Handlungsfreiheit und die Gewinnmaximierung der Herrschenden begrenzen und die Leitung des Staates  komplizierter undkomplizierter werden lassen. Immer mehr muss getan werden, um immer weniger zu erreichen. Das Gesetz von der zunehmenden Staatstätigkeit wird begleitet vom Gesetz der abnehmenden Zielverwirklichung. Das jeweilige Gut einer staatlichen Handlung kann nur noch als Absicht formuliert werden, die Nicht-Realisierung steht aber schon fest. Gemessen an den Ergebnissen verliert der Staat an Kraft; er bindet jedoch die Kräfte des Menschen. Goodman nennt dies die „Psychologie des Ohnmachtgefühls“.

      • Puschtrabui

        jeder darf seine Meinung sagen, doch dann muss man auch Kritik vertragen, sonst ist besser man ist still!

      • Kruat

        bürger kategorie 2
        alles neidhammel! alle nicht. aber ohne Arbeiter wäre
        der Leitner auch nicht weit gekommen.

      • Gregory

        @bürger kategorie 2
        Nein, schlimm ist das nicht, wenn M. Seeber seine Meinung äußert. Aber ebenso wenig ist es schlimm, wenn sich einfache Leute getrauen ihm zu widersprechen in seiner einseitigen Meinung. Oder, dürfen Sie das etwa nicht, weil er ein Industrieller ist, der etwas weiter gebracht hat? Müssen dann alle still sein und folgsam nicken, weil einer gbesprochen hat, der „oben“ ist? Muss die Südtiroler Politik immer noch in dieser Art ablaufen?

    • Marianne

      Die Bürger in Sterzing haben sich nicht gegen Herrn Seeber entschieden sondern gegen die Arbeitsweise der SVP .Wer hat hier Fehler gemacht ???

      • Batman

        @Marianne
        Ohne die „Arbeitsweise“ der SVP der vergangenen Jahre, würde der „Top-Manager“ Seeber heute wohl kaum so große Brötchen backen. Die Wahlempfehlung die er seinen Mitarbeitern zukommen hat lassen, zeugt davon, dass er seinen Mitarbeitern nicht zutraut, selbstständig eine Wahl zu treffen. Mein Gott, bei der Firma Leitner geht es ja zu wie im Kindergarten, altro che Top-Management. Der Herr Seeber steckt mit seiner patriarchalischen Art zu führen, wohl noch im vergangenen Jahrtausen fest! Das ist es nämlich, was er hier kommuniziert

        • schifahrer

          du trottel schau dir doch mal die umsätze an: südtirol ist bedeutungslos. bevor man schwachsinn verbteitet sollte man sich informieren …

          • Ted

            Stimmt, Südtirol spielt nur eine sehr kleine Rolle.
            Ich schätze Herrn Seeber weil er auch unbequeme Wahrheiten anspricht.
            Dass Herr Seeber auf Südtirol angewiesen ist, glauben auch wohl nur sehr ignorante Zeitgenossen

    • Larosa

      An die Verurteilung im Zuge von „mani pulite“ daran erinnert sich leider niemand mehr………

    • Marianne

      Damit ,das die SVP früher gut gearbeitet hat ,bin ich Ihrer Meinung. Aber was ist mit Heute ? Größenwahn oder wie ??Man muss die Sorgen der einfachen Leute wieder verstehen lernen und sich dafür einsetzen..

    • Baumeister

      Na des geaht net, mein naechsten Lift kaf i bei Doppelmayr…:-)

    • Spaltpilz

      Als erstes scheint Seeber ein erfolgreicher Unternehmer zu sein. Er gibt mehreren hundert Menschen Arbeit und trägt zum Bruttosozialprodukt bei. Dass er eine politische Meinung hat und sie auch vertritt, muss man ihm in einer Demokratie zugestehen. Hätten wir mehr von den Seebers und weniger von den Brandstätters, stünde Südtirol moralisch und ökonomisch besser da.

    • Marianne

      Herr Seeber sagt das es ein Fehler war ,dass man in Sterzing anders gewählt hat .Erklärt jetzt die SVP der Stadt den Krieg. Bei Kriegen gibt es meist nur Verlierer..

    • helmut

      Es ist schön, wenn gestresste Manager sich den Sinn für Humor bewahren können:

      „Wir haben in Südtirol eine Ein-Parteien-Demokratie!“

    • Frage?

      Würde Sie einem Chef bei seiner Wahlempfehlung für eine Partei folgen, wenn er einen Hungerlohn an Sie zahlt?

    • Mixorok

      Stimme Herrn Seeber zu. Sterzing wird leider keine gute Zukunft haben, aber was solls, die Waehler wollten es so, jetzt koennen sie die feine Suppe selbst auskosten… ohne SVP schmeckts besser anscheinend, Mahlzeit…aber wenns brennt dann bitte nicht wieder zur SVP rennen, weil dann ist es schon laecherlich das Alles…frei die Rebellen sein und dann wieder brav nach BZ „bitte bitte“ sagen…..

      • Gynne

        So wie Sie es darstellen , darf NUR die SVPD die Steuergelder an SVPDler weiterleiten .ODER?
        Einen Vorschlag : IHR 40tausen SVPD Verein bezahlen in Zukunft alle nutzlosen Proiekte selbst .z.b. Flugplatz . Und ja nicht Jammern ! Wenn jemand der NICHT zur SVPD gehört ,nach Bozen pilgern muß um wichtige Proiekte in der Gemeinde weiter zu bringen ,aber diese dann abgelehnt werden ,weil mann kein SVPDler ist ,dann kommt das einer Diktatur gleich . Los von der SVPD!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • Batman

      Die menschliche Gesellschaft ist aber leider geradewegs durchsetzt mit Nullsummenspielen, welche ausschließlich dazu dienen, einzelne Gruppen der Bevölkerung gegeneinander aufzubringen und Konflikte zu erzeugen bzw. zu steuern. Nicht nur das Geldsystem funktioniert nach diesem Prinzip, sondern auch das Parteiensystem der sogenannten repräsentativen Demokratien. So wie Unternehmen am Markt nur erfolgreich sein können, wenn sie ihren Mitbewerbern die Kunden wegnehmen, so können auch politische Parteien nur zulasten ihrer Konkurrenten gewinnen, indem sie diesen Wählerstimmen abjagen. Es handelt sich hier um die gleichen Nullsummenspiele, die Unternehmen und Politiker auf dem Rücken derselben Bevölkerung austragen. Dies ist auch der Grund, weshalb Unternehmer und Politiker einander so gut verstehen: Sie spielen dasselbe Spiel mit derselben Bevölkerung nach den gleichen Regeln – verwenden dabei nur andere Bezeichnungen wie ‚Unternehmen‘ oder ‚Partei‘ bzw. ‚Kunde‘ oder ‚Wähler‘. Unternehmer und Politiker spiegeln sich hier gegenseitig und bestärken sich wechselseitig darin, dass offenbar diese Art von Nullsummenspiel ‚die Wirklichkeit‘ darstellt, die eben die einzige sei und die man daher einfach nicht ändern könne.

      Quellenangabe: http://www.ursache.at/spiritualitaet/ethik/249-der-crash-des-geldsystems-?start=1

    • Stadtler

      Danke Herr Seeber für die Offenheit, wie die Dinge zwischen Politik und Unternehmen funktionieren. Die Mehrheit der Brixner haben diesen Braten rechtzeitig gerochen und das unsinnige Lobbyprojekt der Seilbahn vom Bahnhof aus im Referendum abgelehnt.

    • Peppe

      Es ist eine SAUEREI der besonderen Art, wenn man Mitglied bzw. Wähler der SVP sein muß, damit ein Projekt behandelt oder vorangetrieben werden kann.
      Es muß „wurscht“ sein, welcher Partei ich angehöre, wenn ich finanzielle Hilfe von Bozen für die Gemeinde brauche. Wir zahlen alle Steuern und ich lasse mir nicht verbieten, wen und welche Partei ich wähle und angehöre.
      Hut ab vor der Leistung des Herrn Seeber – aber wenn er es nur soweit gebracht hat – wie es scheint – weil er SVP gewählt und unterstützt hat – DANN TUT ES MIR FÜR IHN LEID – SORRY

    • Unterwind

      Natürlich Herr Seeber, wessen Brot (Subventionen) ich esse, dessen Lied ich singe.

    • Spaltpilz

      In Südtirol wird ein jedes Unternehmen, ein jeder Handwerker, ein jeder Hotelier und natürlich ein jeder Landwirt subventioniert. So auch die Firma Leitner. Im Gegensatz zu den allermeisten anderen
      hat Herr Seeber ein weltweit operierendes und technologisch führendes Unternehmen aufgebaut, in dem hunderte von Menschen eine qualifizierte Arbeit finden. Also wenn ihr unbedingt euern Frust abbauen wollt, sucht’s euch doch einen jener Schnösel, die mit Landesgeldern die großen Maker mimen.

    • Roßkopf-Freund

      Seeber hat einfach nur Recht, wenn man die Verhältnisse in Sterzing kennt!
      Auch im Wissen, dass jeder kleine und große Unternehmer a priori in Südtirol schon verdächtig ist.
      Aber die haben ja die Frechheit – sich nicht mit 40 Stunden Arbeit (oder weniger) in der Woche zufrieden zu geben und nicht am Freitag Mittag ins Wochenende zu gehen.
      Wie weit wird der Sozialneid in diesem Land noch vorangetrieben??
      Auf selbst ernannte Wutbürger und Bürgerlisten aller Talschaften vereinigt Euch!!
      Die Beamten werden euch sicher auch noch unterstützen.

    • Stephan Mair

      Selten so viel Wahrheit in wenigen Worten gehört.
      Eine solch offene, ehrliche (blauäugige?) Bestätigung des System Luis aus der Wirtschaft(!) ist mir noch nie untergekommen.
      Ich habe in meinem Leben noch nie SVP gewählt und dank Aussagen wie des Herrn Seeber werde ich es auch sicher nie tun.
      Dafür müsste die SVP wohl einen 180° Schwenk machen und z.B. endlich wirklich was für Süd-Tirols Selbstständigkeit tun.
      Das „Heimholen“ der Wasserkraft hat ja mehr als deutlich gezeigt wo die Prioritäten liegen. Es geht nicht um Süd(-)Tirol sondern um Macht und Geldbörse.

    • sogeatsnet

      Zitat: „Wenn man nun als ehemaliger SVP-Bürgermeister in Bozen anklopft, dann wird man von SVP-Politikern nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden.“

      Genau deshalb ist es höchst an der Zeit, dieses opportunistische Freunderl-System zu beenden!

    • Martin

      Und Dorfmann soll angeblich im EU Parlament fur die einführung des freihandelsabkommens für ja gestimmt haben. Wenn es so ist dann vielen Dank an alle SVP Wähler dass wir die genscheisse jetut fressen dürfen

    • Frage?

      Bildet die Firma Leitner auch 90(AUT) +28(CH) Lehrlinge wie der Konkurrent Doppelmayr aus?

      Wie war das mit der Rittner Bahn als Doppelmayer schon die Ausschreibung gewonnen hatte?

      Wäre interessant zu wissen, ob die Betriebsleitung bei Doppelmayr in Lana eine Wahlempfehlung für die Gemeinderatswahlen abgegeben hat?

      Wäre interessant zu wissen, ob die Betriebsleitung bei Doppelmayr in Österreich seinen dortigen 1265 Mitarbeitern vorgeschreiben hat ÖVP zu wählen?

      Bevor noch irgend wer größenwahnsinnig wird, der Konkurrent im Norden hat 2452 Mitarbeiter weltweit und dies ohne Schneekatzen und Windräderfertigung…..

    • Spaltpilz

      Ob der Markzugang für Leitner in Österreich einfacher ist als für Doppelmayr in Südtirol, wage ich zu bezweifeln. Wären die Windkraftanlagen am Brenner (auf österreichischer Seite) hingegen von Doppelmayr gewesen, hätten die Südtiroler kopfstehen können und sie wären trotzdem gebaut worden.

      • Gregory

        Nein ‚Spaltpilz‘, auch dann wären sie nicht gebaut worden, denn gerade der ÖAV aus Nordtirol ist gegen die Windräder am Sattelberg noch stärker Sturm gelaufen, unabhängig ob Seeber oder Doppelmayr.

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