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    „… dann klickten die Handschellen“

    „… dann klickten die Handschellen“

    Manuel Kofler hat Marihuana im Wert von fünf Millionen Euro verkauft und wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der Sarner über seine große Liebe und die Erfahrungen im Gefängnis.

    TAGESZEITUNG Online: Herr Kofler, Sie haben in Marokko geheiratet?

    Manuel Kofler: Ja, zuerst musste ich mich noch der Familie vorstellen. Die Mutter hat mich mit offenen Armen aufgenommen und hat mich gleich beim Eintreffen umarmt. Zwei Monate später musste ich mich ihrem Vater stellen. Er hat dann das Einverständnis geben, wobei sich das niemand gedacht hätte. Am 18. August 2009 haben wir geheiratet. Ich kehrte nach Österreich zurück, drei Wochen später folgte sie mir. Am 3. September 2009 habe ich sie am Flughafen in Bologna abgeholt. Damals wollte ich mit dem Drogenhandel aufhören. Finanziell war ich ja abgesichert.

    Ließ man Sie einfach ziehen?

    Nein. Die Leute wurden aggressiv, als ich ihm meine Entscheidung mitteilte: Ich könne nicht aufhören, weil ich zu viel Geld für sie verdiene. Zwei Wochen später klickten dann die Handschellen. Es war am 23. September: Ich bin mit dem Zug von Zürich nach Innsbruck gefahren und mit dem Taxi zu meinem Einfamilienhaus in Wattens. Vor der Haustür stand ein schwarzer Audi. Ich klopfte an die Scheibe und fragte die beiden Männer, ob sie was suchen. Sie sprangen aus dem Auto, ich lang auf dem Boden und die Handschellen klickten zu. Zwei Tage zuvor hatten sie den Chinesen festgenommen, der ihnen erzählt hatte, dass er mir rund 100 Kilo Marihuana abgekauft hätte. Ein anderer Klient hatte ebenfalls ausgesagt, dass ich ihm 60 Kilo geliefert hätte.

    Und dann?

    10 Monate später wurde ich zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt – wegen internationalen Drogenhandels von 164,4 Kilo. Die Schweizer Behörden haben gleichzeitig einen Prozess wegen Geldwäsche angestrengt. Der Prozess wurde wegen der zu verbüßenden Haftstrafe in Österreich eingestellt. Meine ganze Familie, Vater, Mutter und Geschwister waren im Gerichtssaal. Ich habe mich geschämt. Ich war zuerst im Gefängnis in Innsbruck, dann für zwei Wochen in Salzburg und schließlich wurde ich ins Hochsicherheitsgefängnis nach Garsten überstellt.

    Haben Sie gegen andere Dealer ausgesagt?

    Ja, nach drei Monaten. Es gibt eine Regel unter Gaunern: Wenn man verhaftet wird, dann wird für die Frau gesorgt – sie erhält die Miete und finanziellen Unterhalt. Nach drei Monaten wurden aber die finanziellen Zuschüsse mit meinem Geld aus der Schweiz eingestellt. Sie wollten meine Frau nach Marokko zurückschicken. Und ich habe dann ausgesagt. Meine Anwältin lockte einen Dealer nach Österreich: Dieser wurde zu elf Jahren verurteilt. Für andere in der Schweiz fiel das Urteil viel milder aus, da dort Delikte mit leichten Drogen mit einer maximalen Höchststrafe von drei Jahren geahndet werden. In Österreich sind es 15 Jahre und man muss mit Mördern und Vergewaltigern einsitzen.

    Wie lebt es hinter Gittern?

    Mühsam und eintönig. Das Umfeld im Hochsicherheitsgefängnis mit 400 Häftlingen, die alle ihre Geschichte hinter sich haben, ist nicht gerade aufbauend. Wir waren zu viert in der Zelle. Wenn ein Mann im selben Raum schläft, der drei Frauen umgebracht hat, so weiß man nie, wie der reagiert. Und es gibt viele Häftlinge, die austicken, sobald sich die Tür hinter ihnen schließt. Mit den Gedanken ist man immer auf der Kippe. Man lebt permanent unter Anspannung. Die Russen, Albaner und Kroaten sind charakterlich anders. Man weiß nie, wie sie auf gewisse Situationen reagieren. Es gab Schlägereien, Ausländerfeindlichkeit, es wurde viel Alkohol getrunken. Es wird mit Geld gespielt. Im Gefängnis zahlen die Schwachen immer darauf.

    Wie erträgt man das Ambiente?

    Es gibt drei Möglichkeiten, wie man sich die Zeit im Gefängnis vertreiben kann: Mit Computerspielen, viele nehmen Tabletten, um viel schlafen zu können, aber ich habe den Sport gewählt. Alle sagten, ich sei komisch. Ich habe mich auf den Sport konzentriert und bin täglich bei jeder Witterung viele Kilometer im Hof gelaufen. Das hat mich vor einem psychischen Schaden bewahrt. Viele Häftlinge tragen einen psychischen Schaden davon. Zudem habe ich nach vier Monaten als Kellner für die Offiziere und Unteroffiziere gearbeitet. Die Psychologen haben mich als ungefährlich eingestuft. Rund 400 Euro habe ich im Monat verdient. Einmal in der Woche konnte ich im Gefängnis im internen Interspar einkaufen gehen.

    Wie lange saßen Sie hinter schwedischen Gardinen?

    Zehn Monate war ich in Untersuchungshaft in Innsbruck, 2,5 Jahre war ich im Hochsicherheitsgefängnis in Garsten: Dann habe ich mich im Jänner 2014 nach Italien überstellen lassen. Im März konnte ich schon drei Tage nach Hause, im September für sechs Monate. Das Gericht entschied danach, dass ich einer Arbeit nachgehen kann. Jetzt muss ich abends zuhause sein und darf Südtirol nicht verlassen.

    Was geschah mit Ihrer Frau während der Zeit?

    Nach sechs Monaten zog sie zu meinem Bruder und meinen Eltern ins Sarntal. Sie konnte damals kein Wort deutsch, hatte keine Ortskenntnisse und war unsere eisige Kälte nicht gewohnt. Mein Bruder hat ihr geholfen, die Papiere zu machen und hat sie unterstützt. Sie hat Arbeit gesucht: Sie stand um 4.00 Uhr morgens auf und schleppte in der Fruma für zehn Monate Tag für Tag Gemüsekisten – und regelmäßig besuchte sie mich im Gefängnis. Ich wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt. Ich habe sie gefragt, ob sie auf mich warten will. Für sie war das kein Thema. Schlussendlich musste sie vier Jahre auf mich warten.

    Wie kann man wieder Fuß fassen?

    Ich hatte das große Glück, Menschen um mich herum zu haben, die mir vertrauen – angefangen von der Familie, der Ehefrau und dem Arbeitgeber. Zudem: Man muss Hilfe annehmen können. Viele haben die Chance, einen Neubeginn zu starten. Ich habe aber sehr viele Häftlinge kennengelernt, die alle helfenden Hände ausgeschlagen haben.

    Wie hat sich Ihre Einstellung zum Leben geändert?

    Ich habe durch meinen Gefängnisaufenthalt gelernt, wie schön das Leben in Freiheit ist. Als ich in Teilfreiheit überstellt wurde, habe ich ein Fahrrad genommen und bin gefahren. Ich sah Margeriten, ich habe den Geruch des Heus bei der Ernte wahrgenommen. Ich kann mich heute noch an den Duft des Holzes in einer Hackschnitzelanlage erinnern. Ein Wahnsinn. Mir kamen die Tränen. Alle diese Sinneseindrücke habe ich vier Jahre vermisst.

    Sie mussten vor einem Jahr noch einen weiteren Schicksalsschlag hinnehmen?

    Ja, das stimmt. Meine Frau war schwanger. Wir verloren unser Kind im neunten Monat. Das war sehr schwer. Aber das Glück ist jetzt umso größer: Wir haben am Valentinstag ein kerngesundes Mädchen bekommen.

    Interview: Erna Egger

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    Kommentare (30)

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    • Nosferato

      Na wie kann man so blöd sein.
      Geht in die Schweiz teuer Gras kaufen und hat eine islamische Geliebte in Marokko.
      ICh würde das Gras billig in Marokko kaufen und eine schöne Frau in der Schweiz haben.
      LOL 🙂 🙂 🙂

      • Dr.Phallus

        … billiges Gras aus Marokko ? Na dann viel Glück, wirst du sehr lange suchen … in Marokko kauft man Haschisch und ohne die richtigen Beziehungen und den richtigen Bekanntschaften alles andere als billig … aber wer weiss schon wen du dort alles kennst …

    • nave

      @nosferato, die schöne Frau in der Schweiz hätte aber sicher nicht gewartet!

    • TomTom

      dass sich so oaner a no ins rampenlicht stelln derf isch echt traurig. Wenn oaner so bled isch und des extreme risiko eingeat, 100 kg iber di EU Grenze zu schleppn sollet er 30 Johr kriagn… weil an de Drogenopfer de er (indirekt) afn Gwissn hot, denkt ba der TZ onscheinend koaner.
      A Artikel über oans fa seine Drogenopfer, sell war amol bäriger Journalismus.
      Nocher wur der Stopsl magari aufhearn, wia a eitler Gockel durch di Oltstodt zu flanieren noch den Scherbenhaufn den er ba ondere Familien hinterlossen hot.

    • Chris

      @TomTom

      Ich weiss ja nicht ob du deinen Sinnbefreiten Kommentar wirklich ernst meinst,
      aber solltest du jemals ein Buch gelesen haben, so wüsstest du vl. dass an
      Cannabis noch keiner gestorben ist, das Suchtpoztenzial bein legalen Dorgen wie z.b. Akohol,
      Zigaretten usw wesentlich höher ist.

      So wäre es vl. doch besser wenn man jeden Supermarkt Verkäufer für 30 Jahre
      einsperrt, wenn man sich die unglaubliche Anzahl an Alkoholopfern in Südtirol so ansieht
      die wirklich einen Scherbenhaufen hinterlassen.

      • TomTom

        @chris
        ich meine es sogar toternst. Bis dato ist ist Alkohol legal… und überhaupt: wie willst du dass mit 100 kg Cannabis vergleichen.
        Informier dich bei der Drogenberatung wie die meisten Süchtigen zu den harten Drogen gekommen sind. Über Dealer, die Ihnen früher oder später das richtig süchtig machende Zeug anbieten…

        Übrigens: Frag mal die Familie seiner Ex Freundin… da würdest nicht mehr so das Maul aufreissen!

        • U-Lee

          TomTom
          Eine typische Drogenkarriere beginnt mit legalen Drogen: Zigaretten und Alkohol. Man darf nicht dem Trugschluss erlegen, legale Drogen wären weniger schädlich als illegale, das mag in manchen Fällen zwar zutreffen, aber legale Drogen können genauso schlimme Folgen haben, wie TomToms Kommentar zeigt: sein geistiges Niveau entspricht dem eines Grundschülers – der mehrmals sitzen geblieben ist.
          Noch dazu scheint er von Neid zerfressen zu sein: „dass sich so oaner a no ins rampenlicht stelln derf“

          Ja den TomTom stellt leider niemand ins „Rampenlicht“ und niemad interessiert sich für seine banalen Saufgeschichten, das zerfrisst ihn. Was hat TomTom denn, von seinen unzähligen Räuschen mal abgesehen, Aufregendes erlebt, worüber man schreiben könnte? Schlägereien, Autounfälle, die Alte verprügelt….?
          Die untergriffige Anspielung im lezten Satz zeigt nur wie tief TomTom gesunken ist, unter aller Würde, wenn hier jemand zur Beratung sollte, dann TomTom. Manuel hat Mist gebaut und steht dazu, zu versuchen ihm jetzt noch Knüppel zwischen die Beine zu werfen ist wohl das Letzte.

          Übrigens, dass jemand, der Gras verkauft hat und keiner Fliege etwas zu Leide tut, sich eine Zelle mit Frauenmördern und Leuten wie TomTom teilen muss ist eine Sauerei. Cannabis sollte endlich entkriminalisiert werden, damit in den Gefängnissen Platz wird für Leute, die wirklich hinter Gittter gehören.

          • TomTom

            In deinem speziellen Fall wäre es definitv besser, dass Cannabis nicht legalisiert wird.

            • U-Lee

              Was ich geschrieben habe verstehst du nicht (entkriminalisieren vs. legalisieren), Argumente hast du keine, also halt die Klappe und geh schlafen TomTom, anstatt hier Leute wie Manuel auf perfide Weise anzugreifen um dein mikriges Ego etwas aufzuwerten.

            • TomTom

              Der Schutzheilige der Drogendealer hat gesprochen.. Amen.

            • U-Lee

              Wer selber kein Hirn mehr hat, dem bleibt nichts anderes übrig als irgendwelche Floskeln herunter zu leiern. Das ist das Forum der Tageszeitung, zum Beten geh in Kirche, Du Trottel!!

            • TomTom

              Mehr als beleidigen kannst du indes auch nicht. Für jemand, der intellektuell so viel höher gestellt ist als ich (zumindest glaubst du dass) verwundert mich deine Ausdrucksweise enorm, aber was erwartet man sich von einem Bogan, dessen Idol ein Dealer ist.

              Freu mich schon auf deinen nächsten Erguss aus der Reihe sprachlicher Lehrlauf…

            • U-Lee

              Was soll man denn einem wie dir auch sagen? Dein Wissen beruht auf Klischees, Argumente hast du keine, wenn man dir etwas erklärt verstehst du es nicht, du versteckst dich hinter einem Pseudonym und meinst du kannst hier Leute verleumden ohne dass dir jemand widerspricht?
              Ich glaube spätestens jetzt hat jeder verstanden um welchen Kleingeist es sich bei TomTom handelt, womit sich jeder weitere Kommentar erübrigt, nur eines noch: Schau dass du dein missratenes Leben auf die Reihe kriegst, dann hast du es auch nicht mehr nötig andere so schäbig anzugreifen!

            • U-Lee

              Da ich keine Zeit dafür habe, Du aber einen „Lehrlauf“ wirklich bitter nötig hast, schau mal hier rein:

              http://www.provinz.bz.it/kulturabteilung/weiterbildung/1489.asp

            • TomTom

              Du hast mich nicht enttäuscht.

              Von dir sind nur Beleidigungen gekommen und Argumente deinerseits konnte ich auch keine finden. Was soll man denn einem wie dir auch sagen, der es als Kavaliersdelikt ansieht, wenn einer 100 kg Drogen über die Grenze zu schmuggelt.
              Und übrigens:
              1.du hast vollkommen am Thema vorbei geschrieben, faselst irgendwas von Entkriminalisierung und Legalisiereung usw. Mein Thema ist , dass hier einem Dealer eine Plattform geboten wird, eine oberflächliches Interview zu geben ohne Sinn und Zweck.
              2. Wenn dir nicht passt, dass er verurteilt wurde, werde Österreichischer Staatsbürger und setzte dich dort für die Legalisierung ein denn in den Knast geworfen haben die ihn.
              3. Alkohol und Zigaretten sind (noch) legale Drogen also find dich damit ab. Dass sie höheres Suchtpotential haben ist ein anderes Thema.
              4. „Trottel“, „geistiges Niveau eines Grundschülers“, „halt die Klappe“, „Kleingeist“, „mikriges Ego“, „kein Hirn“, „schäbig“ …. ich bin beeindruckt von deinen Argumenten.

              Ich hoffe für dich, dass du nie einen Drogensüchtigen in deiner Familie haben wirst, denn dann musst du nicht erleben was das bedeutet…

            • U-Lee

              1) Machst du eine Anspielung auf eine Ex-Freundin. Für jemand der die Geschichte nicht kennt klingt das so, als wäre Manuel für die Drogensucht einer seiner Ex-Freundinnen verantwortlich und als würde die Familie der Ex-Freundin das auch so sehen.Totaler Bullshit! Abgesehen davon, dass es sich um haltlose Unterstellungen handelt, wäre das hier auch der denkbar schlechteste Ort um darüber zu sprechen. Also nichts als üble Nachrede, die für dich sehr teuer werden könnte. (Tatbestand Verleumdung)
              2)Jemand vorzuwerfen, er wäre (indirekt) für den Tod von Menschen verantwortlich, Zitat:
              “ de Drogenopfer de er (indirekt) afn Gwissn hot“
              ist eine schwerwiegende Anschuldigung, für die du hoffentlich Beweise hast, sonst bist du auch hier wegen Verleumdung dran.
              3) Kannte ich Manuel schon lange bevor er in-dem-im-Artikel beschriebenen-Ambiente tätig war und schätze ihn daher als Mensch, deshalb fiel meine Reaktion auf deine Kommentare so aus, wie sie ausgefallen ist. Dass du dich über meine Ausdrucksweise auch noch wunderst ist nur ein weiteres Indiz für deine ausufernde Ignoranz.
              4) Kennst du mich nicht, deshalb spar dir deine nach Mitleid lechzendes: „Ich hoffe für dich, dass du nie einen Drogensüchtigen in deiner Familie haben wirst, denn dann musst du nicht erleben was das bedeutet…”

              Ohh, mir kommen die Tränen, der arme TomTom hat einen Drogensüchtigen in der Familie und ist deshalb ein brauner Tölpel geworden? Und jetzt hast du im Manuel endlich einen Sündenbock gefunden an dem du dich natürlich auf infame Art rächen musst?
              Diese Geschichten kenn ich schon, es sind immer dieselben, ihr habt immer einen Drogensüchtigen in der Familie, einen der von einem Ausländer geschlagen wurde, der Opa der…. und was es sonst noch alles so braucht um euer krankes Weltbild aufrecht zu erhalten.
              Ich finde einen Dummkopf wie dich in der Familie zu haben ist mindestens ein genauso hartes Schicksal – und kommt dazu noch öfter vor.

            • TomTom

              Ich bin jetzt also ein rechtsradikaler, ignoranter Tölpel. Beleidigung ist auch strafbar… Aber soweit denkst du nicht.
              Dass du einen Grossdealer als Unschuldslamm hinstellst zeigt genauso welch Geistes Kind du bist und meine Geschcihte kennst du genausowenig, Aber ich wünsche dir echt, dass dir sowas nie passieren möge. Oder wäre es vielleicht besser doch, damit du endlich mitbekommst, was es bedeutet.
              Schon komisch dass du ihn so vehement verteidigst, hat er noch was gut bei dir?
              Und was der Artikel soll, ihn als verklärten Held mit einer ach so tollen Lebensgeschichte darzustellen, kannst du auch nicht erklären. Dann mal lieber schön weiter beleidigen.

            • U-Lee

              1) Ist Manuel kein Dealer mehr – wenn man von seiner Tätigkeit als Kellner mal absieht – und hat seine Strafe abgebüßt.

              2)Würde ich jeden den ich kenne, der auf eine solche Weise ungerecht angegriffen wird, genauso verteidigen

              3) Zu einem Held verklärt? Zitat:“Meine ganze Familie, Vater, Mutter und Geschwister waren im Gerichtssaal. Ich habe mich geschämt.“ Auch im ersten Teil des Interviews spricht er davon, dass er sich geschämt hat, also von einem verklärten Helden kann wohl nicht die Rede sein.

              4) Warum der Artikel? Wer Manuel kennt weiß, dass er in jeder noch so misslichen Situation etwas Positives findet, das kommt im Artikel gut rüber und ist eine Eigenschaft die nicht viele haben und hat bestimmt auch mit seinem Background zu tun. Dass seine Lebengeschichte sich von den meisten unserer Mitbürger unterscheidet macht sie auch nicht uninterssanter. Das ist alles.Du meinst die TZ sollte die Geschichte eines Drogenopfers bringen? Warum siehst du in ihm denn kein Drogenopfer? Glaubst du er hat nie Cannabis konsumiert?

              5) Wenn es wirklich jemand mit Drogenproblemen in deiner Familie gibt, dann tut mir das zwar leid, dafür Manuel verantwortlich zu machen ist aber einfach nur dumm.Genauso dumm wäre es den Wirt für das Alkoholproblem meines imaginären Onkels verantwotlich zu machen..

              6) Für den Handel von Cannabis kann man in Österreich bis zu 15 Jahre kriegen, also das gleiche Strafmaß wie für eine schwerwiegende Vergewaltigung:“Sollte die Vergewaltigung etwa eine schwere Körperverletzung, eine Schwangerschaft oder für die vergewaltigte Person längere Zeit hindurch einen qualvollen Zustand zur Folge haben, erhöht sich der Strafrahmen auf fünf bis fünfzehn Jahre.“
              Das sollte eigentlich jedem Bürger zu denken geben, denn in welcher Relation stehen denn die Straftaten? Für schwerwiegende Vergewaltigung und Handel mit Cannabis gibts gleich hohe Strafen? Wenn man noch dazu bedenkt, dass in gar einigen Ländern Cannabis schon entkriminalisiert wurde.

              7) Einen unbeholfenen einfältigen Mensch beim Namen zu nennen ist keine Beleidigung und bestimmt keine Straftat, und unabhängig davon steht es in keiner Relation zu den schwerwiegenden Anschuldigungen, die du hier in den Raum geworfen hast. Für jemand, der Tatsachen einfach ignoriert und Lügen verbreitet fällt mir leider kein treffenderes Wort als Ignorant ein.

          • U-Lee

            Ich verstehe nicht was du mit dem Vergleich: „Es ist jedenfalls ein Unterschied ob ich jemandem ein Glas Wein serviere oder ob ich einem schweren Alkoholiker ein Hektoliter Fass Schnaps besorge.“ sagen willst: Glaubst du, der, dem Manuel die 100 kg verkauft hat, war schwer cannabisabhängig? und ist das wahre Opfer?

            Hätte Manuel harte Sachen (z.B.Chrystal, Heroin, Kokain etc.) verkauft, dann könnte ich deine Feindseligkeit ja eher noch nachvollziehen, obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass, wenn es um Drogen geht, mehr Eigenverantwortung gefragt wäre, denn die heile Welt – falls es sie je gegeben hat – gibt es schon lange nicht mehr. Den Straßendealer um die Ecke braucht es natürlich trotzdem nicht. Aber es gab doch schon immer Wege der Realität zu entkommen (Eskapismus) und der war für Angehörige meistens schmerzhaft. Aber es ist natürlich einfacher alles auf den Dealer und die Drogen zu schieben als im direkten Umfeld nach Gründen dafür zu suchen.

            Achso, wenn man beim „Straßendealer um die Ecke“ ein paar Gramm „bekommt“ handelt es sich also um einen Kavaliersdelikt? Das lass ich mal lieber unkommentiert. Ich glaube du hast ein persönliches Problem mit Manuel und dir ist jeder Vorwand recht um ihm eins reinzuwürgen. Logik lässt sich in deiner Argumentation jedefalls keine erkennen und somit es ist wirklich besser wenn wir die Diskussion hiermit beenden. Wünsch dir noch ein schönes und drogenfreies Leben!

        • U-Lee

          …dem Trugschluss erliegen…

        • TomTom

          Soviel Buchstaben um so wenig zu sagen… Und Ignorant bist selber weil du nur den armseligen Wichtigtuer siehst und nicht die wahren Opfer.
          Es ist jedenfalls ein Unterschied ob ich jemandem ein Glas Wein serviere oder ob ich einem schweren Alkoholiker ein Hektoliter Fass Schnaps besorge.
          Gesetz ist Gesetz und 100 kg über die Eu Grenze zu schmuggeln ist kein Kavaliersdelikt (im Gegensatz zu den paar Gramm die man beim Straßendealer um die Ecke bekommt). Wenn er nicht wusste, auf was er sich einlässt, kann ich ihm auch nicht helfen… aber danach Mitleid zu erwarten weil sich seine Familie geschämt ist eindeutig etwas zuviel erwartet.
          Deine selektive Wahrnehmung ist fast schon erschreckend.

          • U-Lee

            Ich verstehe nicht was du mit dem Vergleich: “Es ist jedenfalls ein Unterschied ob ich jemandem ein Glas Wein serviere oder ob ich einem schweren Alkoholiker ein Hektoliter Fass Schnaps besorge.” sagen willst: Glaubst du, der, dem Manuel die 100 kg verkauft hat, war schwer cannabisabhängig? und ist das wahre Opfer?

            Hätte Manuel harte Sachen (z.B.Chrystal, Heroin, Kokain etc.) verkauft, dann könnte ich deine Feindseligkeit ja eher noch nachvollziehen, obwohl ich grundsätzlich der Meinung bin, dass, wenn es um Drogen geht, mehr Eigenverantwortung gefragt wäre, denn die heile Welt – falls es sie je gegeben hat – gibt es schon lange nicht mehr. Den Straßendealer um die Ecke braucht es natürlich trotzdem nicht. Aber es gab doch schon immer Wege der Realität zu entkommen (Eskapismus) und der war für Angehörige meistens schmerzhaft. Aber es ist natürlich einfacher alles auf den Dealer und die Drogen zu schieben als im direkten Umfeld nach Gründen dafür zu suchen.

            Achso, wenn man beim “Straßendealer um die Ecke” ein paar Gramm “bekommt” handelt es sich also um einen Kavaliersdelikt? Das lass ich mal lieber unkommentiert. Ich glaube du hast ein persönliches Problem mit Manuel und dir ist jeder Vorwand recht um ihm eins reinzuwürgen. Logik lässt sich in deiner Argumentation jedefalls keine erkennen und somit es ist wirklich besser wenn wir die Diskussion hiermit beenden. Wünsch dir noch ein schönes und drogenfreies Leben!

            • TomTom

              Wie lange willst du noch so stumpfsinnig weiter argumentieren? Natürlich findet man 100 Gründe warum jemand abhängig wird.
              Aber dass ein Großdealer als armer Heiter dargestellt wird, kann nur einem verquerten Geist einfallen.
              Suchtmittel über die Grenze zu transportiren ist in fast jedem Staat illegal, ganz gleich ob es sich um Zigaretten, Alkohol, oder sonst was handelt.
              Das Risiko, erwischt zu werden, ist direkt proportional zu den gewaltigen Profiten und darum gehts schlussendlich: Schotter auf den Schultern von Süchtigen einzustecken.
              Geschämt hat er sich als er vor den Augen seinen Eltern erwischt wurde, nicht wegen sonstwas.
              Drogen und Dealer wird es immer geben, da mach ich mir keine Illusionen, aber dass so ein Typ, egal wie er heisst, auch noch eine Plattform erhält, auf der er durch schlechten Journalismus auch noch oberflächlichst darstellen kann, das ist armselig. Und darum ging es mir seit Beginn.

    • Nosferato

      @ Chris THC ist ja so lustig und keine Droge…

      sagte der bekiffte Jonny bevor er sich einen Schuss Heroin setzte.
      sagte Mina als sie mit einen Joint in der Hand mit dem Auto über die Fahrbahn für.
      sagte Georg als er die die Diagnose Lungenkrebs bekam.
      sagte Agi als er durch die Gessellenprüfung folg weil er nichts lernte und immer nur kiffte.

      THC ist ja bekanntlich Medizin.

    • Chris

      @Nosferato

      Dem erbärmlichen Geist ist es zu eigen, stets nur Klischees und niemals eigene Einfälle zu verwenden.

      H.Bosch

    • Verwunderlich

      ich wünsch viel glück… und früher hat es mal geheißen… in der früh ein joint und der tag ist dein Freund… in der früh ein glas wein… und der tag ist dein freund habe ich halt nie gehört… ist aber auch egal… wichtig ist… dass es den zweien jetzt gut geht…

    • gaga

      I find der hots gut gemacht

    • Peter

      Sehr spannendes Interview.1000 mal besser als die tägliche Verarsche der Politiker

    • Felix Austria

      Der Mr. Nice aus SudTirolo
      http://de.wikipedia.org/wiki/Mr._Nice
      nicht ganz so clever, aber immerhin !!

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