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    Junges Genie

    Die Sieger der Chemieolympiade in Bruneck Die vier Erstplatzierten des Wettbewerbs (Bildmitte) mit Schulamtsleiter Peter Höllrigl (1.v.l.), Inspektorin Marta Herbst (2. v.l.) und Landeskoordinatorin Roswitha Maurer

    Die Sieger der Chemieolympiade in Bruneck
    Die vier Erstplatzierten des Wettbewerbs (Bildmitte) mit Schulamtsleiter Peter Höllrigl (1.v.l.), Inspektorin Marta Herbst (2. v.l.) und Landeskoordinatorin Roswitha Maurer

    Der Bundeswettbewerb der Österreichischen Chemieolympiade ist am Samstag in Bruneck mit der Siegerehrung und mit großem Erfolg für die Südtiroler Teilnehmer abgeschlossen worden. Dominik Kiem vom Realgymnasium Meran holte sich den ersten Platz und kann nun an der Internationalen Chemieolympiade teilnehmen.

    Die vier Erstplatzierten von insgesamt 24 Teilnehmern aus verschiedenen österreichischen Bundesländern und Südtirol werden an der Internationalen Chemieolympiade in Baku, Aserbeidschan teilnehmen. Der Sieg ging an Dominik Kiem aus Südtirol (Realgymnasium Meran), der zweite Platz an Julian Stropp aus Wien, der dritte und vierte Platz an Martin Peev bzw. an Tobias Wolflehner, ebenfalls aus Wien.

    Der Bundeswettbewerb der Österreichischen Chemieolympiade hatte heuer erstmals in Südtirol stattgefunden. Vom 16. bis 30. Mai wurde der Wettbewerb an der Technologischen Fachoberschule Bruneck ausgetragen. Betreut wurden die 24 Teilnehmer von der Südtiroler Landeskoordinatorin Roswitha Maurer, sowie von einem Bundesbetreuerteam, bestehend aus Manfred Kerschbaumer (Bundeskoordinator), Lisbeth Berner, Georg Schellander und Mathias Scherl. Träger der Veranstaltung ist das Österreichische Bundesministerium für Bildung und Frauen. Finanziell unterstützt wurde das Projekt vom Fachverband der Chemischen Industrie Österreichs sowie vom Deutschen Schulamt Südtirol.

    Die jungen Chemieolympioniken mussten sich einer theoretischen und praktischen Prüfung stellen. Im Theorieteil fassten die Schüler unter anderem verschiedene Vorgänge, die in einer Kläranlage ablaufen, in chemische Formeln. Auch die Kupfergewinnung im Bergwerk Prettau sowie eine Arsenanalyse der Haare Ötzis waren Themen, welche theoretisch aufbereitet wurden. Daneben wurden auch Probleme aus der organischen Chemie und Biochemie behandelt. Im praktischen Teil arbeiteten die Chemieolympioniken im Labor. Sie führten eine quantitative Analyse einer Kältesalzmischung, eine photometrische Untersuchung einer Komplexverbindung sowie die Synthese einer organischen Verbindung durch.

    In ihrem Festvortrag anlässlich der Prämierungsfeier hoben Roswitha Maurer und Manfred Kerschbaumer die besonderen Verdienste der Chemieprofessorinnen Ina Schenk und Lisbeth Berner hervor. Der heute 90-jährigen Chemielehrerin Ina Schenk aus Meran ist es gelungen, die Teilnahme Südtiroler Schüler an der Österreichischen Chemieolympiade zu sichern. Darüber hinaus wird in Südtirol seit 15 Jahren ein eigenständiger Landeswettbewerb organisiert, der die Qualifikation für den Bundeswettbewerb der Österreichischen Chemieolympiade ermöglicht. Lisbeth Berner aus Wien ist schon seit 30 Jahren an der Chemieolympiade beteiligt und seit 15 Jahren Mitglied des Bundesbetreuerteams. In dieser Zeit hat sie auch die österreichische Delegation, in der sehr oft Südtiroler Schüler vertreten waren, in viele Länder der Welt zur Internationalen Chemieolympiade begleitet. Heuer verabschiedet sie sich von dieser Tätigkeit mit der Teilnahme an der Internationalen Chemieolympiade in Baku.

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